Bald ist es wieder so weit: Der Vatertag naht. Vier Tage am Stück frei und noch kein Ziel vor Augen? Ich empfehle dann, dem Landy seine Heimat zu zeigen.

Ich habe das mit meinen beiden Töchtern auf zwei Touren jeweils separat gemacht. Dabei hatten beide eine Menge Spaß. Da die Mädchen unterschiedliche Interessen haben, fiel das Programm in London etwas anders aus. Doch der Reihe nach.

Vatertagstour Anfahrt

Die Anreise nach Calais ist vom Niederrhein in gut 4 Stunden zu schaffen. Entweder die nördliche Route durch Holland und an Antwerpen vorbei oder die südliche Route um Brüssel herum. In Gent stoßen beide Strecken wieder aufeinander und gehen dann an der belgischen und französischen Küste Richtung Calais.

Vor der Überfahrt wird in Calais noch schnell vollgetankt. Die Tankstelle vom Intermarché liegt günstig und die Supermarkt-Dieselpreise liegen immer einige Cent unter denen der Markentankstellen. Durch den ungünstigen Wechselkurs ist der Diesel in England nicht so günstig zu bekommen wie auf dem Festland.

Landy bedeutet schließlich Abenteuer und somit scheidet der Eurotunnel aus. Wir nehmen die Fähre. P&O Ferries verkehrt regelmäßig und wenn Vater eine Fähre verpasst, wird einfach die nächste genommen (sofern noch Plätze frei sind).

P&OFerries

Das DFDS-Ticket ist mit 200 Euro deutlich teurer, wobei auch schon eine Fähre später deutlich teurer werden kann.

Das Ticket habe ich vorher über den ADAC gebucht und das Einchecken bereitet keine Probleme. Die Tochter übernimmt jeweils die Kommunikation durch das Fenster der Beifahrerseite. Uns wird eine Wartereihe zugewiesen und wir befestigen den ausgehändigten Zettel am Innenspiegel. Nun gilt es nur noch die richtige Warteschlange zu finden.

 

Die Auffahrt auf die Fähre gestaltet sich problemlos. Einzig die Parkposition und den Zugang dazu sollte Vater sich merken. Es gibt nichts dämlicheres als das viele Fahrzeuge auf einen warten müssen, was aber immer wieder vorkommt.

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Die Zeit an Bord vertreiben wir uns unter anderem im Duty-Free-Shop. Die 5-kg-Packung Toblerone lassen wir allerdings im Regal liegen.

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Dover kommt in Sicht und mit dem Hafen auch die typischen Kreidefelsen der englischen Küste. Eine Ansage weist uns darauf hin, dass wir zurück zum Landy dürfen. Vater bereitet sich innerlich auf den Linksverkehr vor und Tochter ist schon ganz gespannt, ein neues Land zu betreten. Denn es ist nach Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich bereits das fünfte Land an diesem noch jungen Donnerstag.

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Der Linksverkehr ist wirklich nicht so kompliziert und da Vater den Landy kennt, kann er sich voll und ganz auf den Verkehr und die Ansagen aus dem Navi konzentrieren.

Es geht erneut durch die Grenzkontrolle und dann ein wenig durch Dover auf einer 2-spurigen Straße. Vater nimmt die linke Spur und schwingt den Landy durch einen Kreisverkehr nach dem anderen. Nach 10 Minuten hat Vater Routine darin und fühlt sich sehr wohl.

Es geht über die A20 und M20 vorbei an Folkestone und Hythe Richtung New Romney und unser erstes Etappenziel ist The Varne Fish Bar in Romney Marsh. Wir müssen uns beeilen, denn der Laden macht tatsächlich um 14.00 Uhr eine Mittagspause. Die Portionen sind reichlich und gut und wer keinen Essig auf dem Fisch mag, sollte dann „without vinegar“ bestellen.

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Gut gestärkt geht es weiter der Küste entlang nach Dungeness. Die Attraktionen vor Ort sind die Schmalspureisenbahn Romney Hythe & Dymchurch Railway, The Old Light House mit der tollen Aussicht und dem blitzblank polierten Messing Handlauf, aber auch das Piratendorf selbst.

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Nach einem leckeren Eisbecher am Fuße des Leuchtturms fahren wir gemütlich über kleine Straßen in Richtung unseres ersten Übernachtungsplatzes.

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Nach so viel Programm sind wir beide dann froh, am späten Nachmittag auf dem Campingplatz Brakes Coppice Park zu landen. Wir richten uns häuslich ein, packen die Küchenutensilien aus und los geht es mit Nudeln und Pesto. Tochter darf Vater mein Spülen unterstützen und dafür zeitig im Dachzelt verschwinden und die Aussicht genießen. Wie so oft sind wir in der Landy-Heimat mit unseren Dachzelt ein Exot. Deshalb Vater lernt viele freundliche Engländer kennen und darf viel erklären.

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Die Aufregung des Tages läßt uns zeitig in den Schlafsäcken verschwinden und herrlich schlafen.

Die Aufregung des Tages läßt uns zeitig in den Schlafsäcken verschwinden und herrlich schlafen.

Den Freitagmorgen beginnen wir mit einem ausgiebigen Frühstück. Nachdem alle Sachen wieder reisefertig verstaut sind, geht es weiter Richtung London. Auf dem Weg dorthin gibt es erneut viele Besichtigungsmöglichkeiten:

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Aber auch Schlösser und Gärten am Stadtrand von London:

  • Hampton Court Palace
  • Hampton Court Palace Gardens

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In die City von London wollen wir nicht mit dem Landy fahren. Deswegen steuern wir den nächsten Campingplatz Chertsey Camping and Caravanning Club Site an, der in der Nähe einen Bahnhof hat. Der Platz liegt direkt an der Themse, das nahe gelegene The Bridge Hotel & Boat House Restaurant bietet sich für ein leckeres Bierchen an.

Im ortsansässigen Sainsbury’s locken die Tochter die riesigen Chipstüten und den Vater die wohlschmeckenden Biere aus der Dose. Das Abendessen bereiten Vater und Tochter gemeinsam zu und verschwinden erneut zeitig in der Koje. Am kommenden Samstagmorgen will schließlich die Metropole London erkundet werden.

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Zur Anreise nach London nehmen wird den Zug der South West Trains, der uns direkt nach Waterloo Station bringt. Die Tickets kaufen wir am Automaten, die Bezahlung erfolgt ganz bequem per Kreditkarte.

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Von Waterloo Station gehen wir zu Fuß Richtung Themse und besteigen dort einen der klassischen Doppeldeckerbusse zur Sightseeing-Tour. Diese gibt uns einen schönen Über- und Einblick in die Stadt. Größere Strecken legen wir dann mit der Tube zurück und können so die Highlights schnell erreichen.

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Je nachdem, welche und wie viele Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen, empfiehlt sich der London Pass.

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Am Ufer der Themse tummeln sich viele Gaukler, die ihre Kunststücke zum Besten geben. Von dort sind auch das London Eye und das SEA LIFE London Aquarium zu erreichen.

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Tipp: Manche Highlights sind sehr gefragt und die Warteschlangen lang. Also früh raus und/oder Karten im Vorfeld reservieren.

Fix und alle und voller neuer Eindrücke geht es mit der Bahn zurück zum Campingplatz. Nach dem Essen fallen wir sofort in unsere Schlafsäcke.

Es ist Sonntag und leider schon der Tag der Rückreise. Das Navi lotst uns sicher über die Autobahnen südlich um London herum Richtung Dover. Da die Zeitdifferenz auf der Rückfahrt über den Ärmelkanal nicht zu unserem Vorteil ist, wollen wir eine Fähre vor oder um 12 Uhr erreichen. Der Check-in auf englischer Seite ist genauso problemlos wie in Frankreich und nach dem Einlaufen in Calais gewöhnt sich Vater auch ganz schnell wieder ab den Rechtsverkehr.

Über Brüssel und Lüttich erreichen wir bei Aachen  die deutsche Grenze und sind 60 Minuten später wieder zu Hause angekommen.

Hinter uns liegen vier wunderbare Vater-Tochter-Tage und vor uns Büro und Schule am nächsten Morgen.

Fotos: © Bernd Köhler