Das Reisen abseits des Asphalts mit Geländewagen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wenn ihr euch ein Allradfahrzeug für die Reise gekauft habt, ist ein intensives Offroad-Fahrtraining mit eurem eigenen Wagen sehr zu empfehlen. Über Matsch&Piste könnt ihr die Quadrofaktum Fahrtrainings buchen, um euch optimal auf eure Touren und Reisen vorzubereiten.

Jeder Geländewagen hat ein eigenes Allradsystem und vielleicht weitere technische Hilfen, wie Sperren oder elektronische Assistenzsysteme. Die Handbücher geben gar keine oder nur rudimentäre Auskunft über deren Einsatz. Auf gar keinen Fall vermitteln sie das Gefühl und den richtigen Umgang in verschiedenen Situationen damit. Oder was zu tun ist, wenn es mal nicht so optimal gelaufen ist.

Dann habt ihr vielleicht einen Ausbau in eurem Fahrzeug und einige Anbauteile. Oder euer Pickup schultert eine ganze Wohnkabine. Das erhöht das Gewicht des Fahrzeugs und verändert den Schwerpunkt und damit das Fahrverhalten.

Damit du und ggf. dein Partner das Fahrzeug und dessen Technik richtig beherrschen und mit dem Gewicht richtig umgehen lernt, benötigt ihr ein intensives Fahrtraining. Im Matsch&Piste Offroad-Fahrtraining intensiv zeigen euch erfahrene Instruktoren in aller Ruhe und Sicherheit wie die Technik des Fahrzeugs zu gebrauchen ist und wie ihr sicher durch das Gelände kommt, damit ihr die richtigen Entscheidungen abseits der Straße und im Gelände trefft.

Selbstverständlich bietet solch ein Training auch immer die Möglichkeit weitere Tipps&Tricks zu erfahren. Gibt es vielleicht Verbesserungen oder Empfehlungen speziell für euer Vorhaben? Fragt die Instruktoren, sie werden euch gerne helfen.

Das Offroad-Fahrtraining intensiv

Während des zweitägigen Offroad-Fahrtrainings intensiv lernt ihr viele wichtige Dinge. Ihr lernt, dass die Grenzen manchmal gar nicht so eng liegen, wie ihr es vielleicht vermutet und wo sie enger sind als ihr angenommen habt. Ihr erfahrt wie sich insbesondere euer Auto im Gelände anfühlt, wie es sich verhält und wir ihr es sicher führen könnt.

Zu Anfang führt euch der Instruktor in die Theorie des Allradantriebs, Fahrtechniken und der Sicherheit ein. Dann geht es in kleinen Gruppen betreut durch die Instruktoren ins Gelände. Stück für Stück könnt ihr euch mit der Materie vertraut machen. Die praktischen Übungen, wie das Überqueren von Hindernissen werden zuvor besprochen. Die Betreuer stehen euch immer mit Rat und Tat zur Seite. Auf Wunsch auch auf dem Beifahrersitz.

Matsch&Piste Offroad-Training intensiv by Quadrofaktum

Nach dem ihr euch Samstags an das Geländefahren gewöhnen konntet und die ersten praktischen Übungen absolviert habt, geht es Sonntags an die etwas anspruchsvolleren Manöver. Verschränkungspassagen, steile Auf- und Abfahrten, Wasserdurchfahrt, Schrägfahrt und das Safe Recovery am Hang sind einige dieser Herausforderungen.

Zusätzlich gibt es eine Unterweisung in nützlichen Dingen wie den Reifenwechsel und das Reifenflicken im Gelände. Auch der richtige und sichere Umgang mit Bergematerial (auch mit eurem eigenen) und das richtige Bergen eines Fahrzeugs wird geübt.

Für die Fernreisenden besonders interessant ist der Workshop um gesundheitliche Probleme auf Reisen zu Erkennen und zu Versorgen. Zu guter letzt und auch nicht zu vernachlässigen, geht es darum, dem Fahrzeug die richtige Nachbereitung zukommen zu lassen.

Der Weg zu Eurem Fahrtraining

Im Matsch&Piste Shop findet ihr die beiden Matsch&Piste Fahrtrainings Basis und Intensiv. Im folgenden Interview erklärt euch Quadrofaktum Chef-Instruktor Stefan Schumacher auch worin der Unterschied zwischen beiden Kursen liegt:

OTA Globetrotter-Rodeo

Fragen an Quadrofaktum Chef-Instruktor Stefan Schumacher

Kannst du etwas über dich erzählen? Wie bist du zum Offroad-Fahren gekommen und wo hast du selbst das Offroad-Fahren gelernt?
Das ist eine lange Geschichte. Ich habe 12 Jahre lang Land Rover verkauft und während meiner Verkäufertätigkeit gemerkt, dass sich viele Menschen nicht nur rein rational für den Kauf eines Geländewagens entscheiden. Oft kaufen viele eine Art Image und dadurch Emotionen mit, die sie mit dem Fahrzeug verbinden. Die Mehrheit dieser Menschen wünscht sich, irgendwie ein bisschen aus dem Alltag auszubrechen und Dinge zu tun, die andere nicht realisieren können. Dafür ist dann der Geländewagen Mittel zum Zweck.

Doch die Angst, das eigene Fahrzeug zu beschädigen oder die Unwissenheit, wie ich denn mit meinem Fahrzeug im Gelände fahre, ist für viele trotzdem ein richtig großes Hindernis, diese Wünsche zu verwirklichen. Während meiner Verkäufertätigkeit habe ich an sehr vielen Technik- und Offroad-Schulungen teilgenommen. So bin ich selbst auch aktiv mit dem Thema Offroad in Berührung gekommen. Nicht zuletzt durch die Veröffentlichung meines Buches „Geländetraining mit dem Land Rover„, welches in Zusammenarbeit mit der Land Rover Experience im Jahr 2008 erschienen ist, entstand die Idee, Interessierten material- und somit nervenschonendes Fahren abseits asphaltierter Wege in Form von Trainings näher zu bringen.

Wie lange gibst du bereits Offroad-Trainings und was ist dir bei deinen Offroad-Trainings wichtig??
Wir führen nunmehr seit 10 Jahren professionelle Fahrtrainings durch, haben also in diesem Jahr Jubiläum. Die Qualität und die Vielfältigkeit der Trainings selbst, so wie wir sie heute durchführen, war jedoch ein langer Entwicklungsprozess und ist durch immer mehr Erfahrungen und auch Erlebnisse sowohl von unserem Team als auch von Gästen entstanden. Maßgeblich dafür ist natürlich auch unser Instruktoren- und Catering-Team und meine Familie, die bei allem, was wir tun, hinter mir steht.

Wir haben alle Konzepte, auch durch den unterschiedlichen Background unseres Teams, gemeinsam erarbeitet und auch umgesetzt. Dies ist auch heute noch so, wofür ich sehr dankbar bin, denn durch unser gemeinsames Wissen profitieren unsere Gäste in jeglicher Hinsicht. Es gibt zwar in der Branche keine einheitlichen Qualifikationen, wonach z.B. ein Trainer geschult werden kann, allerdings legen wir bei all unseren Veranstaltungen höchsten Wert auf Hersteller-Standards, so wie ich sie aus meiner Verkäufertätigkeit kennen gelernt habe. Quadrofaktum arbeitet nach einer eigenen Philosophie. Und ich bin sehr stolz, ein solches Team im Hintergrund zu haben.

Was unterscheidet die Quadrofaktum Offroad-Trainings von anderen?
Was unsere Trainings von anderen Anbietern unterscheidet, ist sicherlich der Umfang des Trainings und das Gesamtkonzept. Wir legen großen Wert darauf, dass sich die Gäste nicht nur beim reinen Fahrtraining bei uns wohl fühlen, sondern z.B. auch kulinarisch. Zudem erhält jeder Gast eine fast persönliche Betreuung durch unser Team, was wir auch nicht für selbstverständlich halten. Mit etwas zu überraschen, womit der Gast nicht rechnet, darin sehen wir unsere Aufgabe. Natürlich mit dem Ziel, welches nicht nur mir, sondern auch dem ganzen Team wichtig ist: Unsere Gäste nach dem Training zu verabschieden und sie lachen zu sehen, weil sie sich über einen außergewöhnlichen Tag freuen. Aber da fragt Ihr am besten unsere Gäste.

Warum ist es überhaupt wichtig, sich mit einem Offroad-Training auf eine Tour vorzubereiten?
Da gibt es sicher mehrere Gründe. Erst einmal kann man sich meines Erachtens nach nicht 100-prozentig auf eine Tour oder Reise vorbereiten, ohne zu wissen, wie man in bestimmten Fahrsituationen mit dem Fahrzeug umgeht. Es kann auf jeder Tour oder Reise immer etwas Unvorhergesehenes geschehen, mit dem man nicht rechnet. Und da sollte man dann wissen, wie genau vorzugehen ist.

Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf das Fahren selbst, sondern auch auf andere Dinge, wie z.B. Notsituationen. Zudem muss ich mir darüber im Klaren sein, dass langsamer oftmals besser ist für Material und Nerven. Strecken zu „lesen“ und einschätzen zu können, wie sich mein Fahrzeug verhält in gewissen Passagen, und auch den Mut zu haben, einmal umzudrehen und diese Passage eben NICHT auf Gedeih und Verderb zu durchqueren, sind da nur Schlagworte. Gegenseitige Einweise-Techniken sind auch oft genau so wichtig wie die Fähigkeit, als Beifahrer im Falle einer Verletzung des Fahrers mit dem Fahrzeug die Reise fortzusetzen. Daher ist für mich ein professionelles Fahrtraining eine unabdingbare Notwendigkeit.

Du bietest bei Matsch&Piste zwei Trainings an, wo ist der Unterschied zwischen den beiden Trainings? Und wem würdest du die Matsch&Piste Offroad-Trainings empfehlen?
Im Basistraining werden an einem Tag die grundlegenden Fahrzeugtechniken und Fahrtechniken näher gebracht, die notwendig sind, um ein Fahrzeug sicher und somit auch unter Vermeidung jeglicher Schäden durch unbefestigtes Terrain zu bewegen, während das angebotene Intensiv-Training an zwei Tagen stattfindet und von den Themen viel weiter geht.

Das Intensiv-Training bietet unseren Gästen die Möglichkeit, sich z.B. in Notsituationen wie Verletzungen entsprechend verhalten zu können oder sich auch z.B. in verschiedenen Workshops über den richtigen und vor Allem sicheren Umgang mit Bergematerial oder auch Gefahrensituationen mit dem Fahrzeug selbst zu informieren. Das Intensiv-Training ist somit eher für eine Reisevorbereitung geeignet, aber auch für alle, die einen vertiefenden Mix aus Fahrteil und weitergehenden Workshops für sinnvoll erachten.

Dabei spielt der Typ des Fahrzeuges eine untergeordnete Rolle. Denn wenn ich weiß, was mein Fahrzeug an „Helferlein“ besitzt oder auch nicht besitzt, und wie ich das dann im Gelände anwende, bringt manche Fahrsituation das Fahrzeug weiter, als ich es ihm selbst als Fahrer vorher zugetraut hätte. Und somit auch mich selbst.

Die Tatsache, dass seit 10 Jahren immer wieder Gäste wiederholt zu uns kommen, freut uns natürlich sehr. Und auch dafür möchte ich mich stellvertretend bedanken, da es für uns keine bessere Kritik geben kann. Unsere Gäste kommen aus verschiedenen Gründen zu uns. Und es ist immer wieder sehr spannend, während den Trainings zu erfahren, weshalb. Erübrigt sich dann die Frage, wem ich die Matsch&Piste Offroad-Trainings empfehlen würde?