Kompakt, beliebt und sehr geländegängig, das zeichnete schon immer die Reihe der Suzuki-Geländewagen aus. Im Herbst diesen Jahres kommt der neue Spross des erfolgreichen Suzuki Jimny auf den Markt. Auch er folgt dem Trend zurück zu klaren Kanten.

Lange Modelllaufzeiten sind heute kaum noch zu finden. Der normale Autokunde muss spätestens nach drei Jahren etwas Neues für das Auge bekommen. Anders bei so manchem Urgestein des Geländewagensegments. So auch der Suzuki Jimny. Vor gut 20 Jahren wurde der damals noch etwas rundlichere Geländewagen in Europa vorgestellt. Es war der dritte Nachfolger des Suzuki SJ, der in Japan schon immer Jimny hieß.

Auch der neue Suzuki Jimny ist kompakt in den Maßen und leicht, ein echtes Spaßauto gerade fürs Gelände. Und er bleibt sich treu, ohne dabei neue Technik zu scheuen.

Leiterrahmen geht immer noch

Was vielen gefallen wird ist, dass Suzuki beim Jimny weiterhin auf einen Leiterrahmen setzt, der zudem noch verstärkt wurde. Eine zusätzliche X-Verstrebung und zwei neue Querträger vorne und hinten steigern die Steifigkeit des Leiterrahmens.

Suzuki Jimny 2018 - Der verstärke Leiterrahmen mit neuer X-Verstrebung.

Der verstärke Leiterrahmen mit neuer X-Verstrebung.

Die Konstruktion erlaubt einen Böschungswinkel von 36 Grad vorne, 48 Grad hinten und einen Rampenwinkel von 27 Grad. Als Allradantrieb kommt der ALLGRIP PRO zum Einsatz. Von Hand kann zwischen Zwei- und Allradantrieb sowie der Geländeuntersetzung umgeschaltet werden. Zusätzlich besitzt er eine elektronische Traktionskontrolle, eine Bergan- und Abfahrhilfe.

Robust und bewährt – Starrachsen

Der Suzuki Jimny behält auch seine bewährten Starrachsen mit den doppelt angelenkten Längslenkern und Panhardstab. Der Lenkungsdämpfer wurde verbessert und soll die Vibrationen im Lenkrad reduzieren.

Suzuki Jimny 2018 - Starrachsen mit Längslenkern, Panhardstab und Stabilisator vorne.

Bewährtes: Starrachsen mit Längslenkern, Panhardstab und Stabilisator vorne.

Stärkerer Motor

Der 1,3-Liter-Benzinmotor des Vorgängers wird durch einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit 75 kW (102 PS) ersetzt. Der neue Motor mit Saugrohreinspritzung ist trotz des größeren Volumens gut 15 Prozent leichter. Das Drehmoment beträgt 130 Nm bei 4.000 U/min-1.

Das Fünfganggetriebe wird über einen neugestalteten Schalthebel, der die Vibrationen reduziert, manuell geschaltet. Optional wird ein verbessertes 4-Gang-Automatikgetriebe angeboten.

Der 1,5 Liter Benzinmotor des Suzuki Jimny.

Der 1,5 Liter Benzinmotor des Suzuki Jimny.

Die Zukunft hält Einzug

Bei aller bewährter Technik kommen auch neue Technologien zum Einsatz. Das DSBS (Dual Sensor Brake System) erkennt eine drohende Kollision mit Fahrzeugen oder Passanten und warnt den Fahrer optisch und akustisch. Beim Bremsen unterstützt das System den Fahrer zusätzlich. Reagiert der Fahrer nicht, bremst das System eigenständig.

Zur Standardausstattung gehören ebenfalls eine Müdigkeitserkenung, ein Spurhaltesystem und ein Fernlichtassistent. Airbags und das Stabilitätsprogram ESP sind ebenso an Bord.

Die Verkehrszeichenerkennung hilft dem Fahrer, übersehene Schilder dennoch zu beachten. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote und auch deren Aufhebung werden im Multifunktionsdisplay angezeigt.

Endlich eckig

Was für eine Wohltat. Endlich wieder ein Fahrzeug, welches nicht dem ewigen Diktat runder, windschnittiger Formen folgt. Es scheint ein Trend zu werden, aber andere Hersteller sind da nicht ganz so kompromisslos. Der neue Suzuki Jimny hat ein einfaches und schlichtes aber schönes Äußeres. Design follows Funktion, möchte man da sagen, bietet doch eine eckige Karosserie im Gelände viele Vorteile. Wo kein Blech zu sehen ist, ist auch keines.

Die Fenster der Fahrer- und Beifahrertür sind vorne etwas heruntergezogen, was die Sicht für den Selbstfahrer, der nicht die Elektronik alles machen lässt, noch einmal verbessert. Das Dach und die neuen Ablaufrinnen, die verhindern das Wasser in den Innenraum dringt, erinnern an andere gestandene Geländewagen. Dazu tragen auch die neuen Schutzplanken an den Radhäusern bei.

Suzuki Jimny 2018 - Kurz und Knapp, kein Schickschnack.

Kurz und Knapp, kein Schickschnack.

Innen einfach

Der simpel in schwarz gehaltenen Innenraum verzichtet auf Effekte und versucht mit durchdachter Anordnung und klaren Formen zu punkten. Vertikale Linien an Instrumenteneinheit und Mittelkonsole helfen dem Fahrer dabei, im Gelände die Schräglage des Fahrzeugs zu erkennen.

Die Instrumenteneinheit und die daneben angeordneten Teile besitzen eine kratzfeste, angeraute Oberfläche, Griffe und Schalter können selbst bei Fahrten im Gelände sowie im Arbeitseinsatz mit Handschuhen einfach und sicher bedient werden. Die Instrumente sitzen in kubischen Gehäusen, sind stets beleuchtet und bieten auch bei schnell zwischen sonnig und schattig wechselnden äußeren Bedingungen eine gute Ablesbarkeit.

Suzuki Jimny 2018 - No-Nonsens-Innenraum.

No-Nonsens-Innenraum.

Das Ladevolumen im Heck beläuft sich auf 37 Liter, wenn die zur Hälfte geteilten Hecksitze umgeklappt werden. Ein Plus von 53 Litern gegenüber dem Vorläufermodell. Der Laderaumboden flach und in der Ausstattungslinie Comfort+ ist noch eine Ladebox dabei. Die Rückseite der hinteren Sitze und der Boden des Laderaums sind mit Kunststoff verkleidet, um Schmutz und Flecken leicht entfernen zu können. Vorrichtungen für Gepäckhaken und andere Befestigungen an den Seiten und im Boden erlauben eine flexible Nutzung des Kofferraums.

Zwei Ausstattungsvarianten

Der Suzuki Jimny wird in zwei Ausstattungsvarianten angeboten werden: Comfort und Comfort+. In der Einstiegsversion Comfort gibt es eine Klimaanlage, ein CD-Radio mit MP3-Wiedergabe, Digitalradio (DAB), Bluetooth®-Freisprecheinrichtung und Lenkradbedientasten, elektrische Fensterheber vorn, ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Sitzheizung vorn, ein höhenverstellbares Lenkrad, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein Lichtsensor und Nebelscheinwerfer.

Die höhere Ausstattungslinie Comfort+ umfasst zusätzlich unter anderem eine Klimaautomatik, ein Audiosystem mit Smartphone-Anbindung und Navigationssystem, eine Laderaumbox, ein Lederlenkrad, beheizbare Außenspiegel sowie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferreinigungsanlage. Die Optik wird zusätzlich aufgewertet durch abgedunkelte hintere Fensterscheiben, 15-Zoll-Alufelgen, schwarz lackierte Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe.

Die serienmäßigen, schwarzen 15-Zoll-Stahlfelgen gibt es in der Ausstattungslinie Comfort, während in der Ausstattung Comfort+ die 15-Zoll-Leichtmetallfelgen in dunkler Metallic-Optik ausgelegt sind.

Sieben Farben

Sieben Außenlackierungen umfasst das Farbprogramm für den neuen Jimny, darunter drei Zweifarben-Lackierungen mit jeweils schwarzem Dach sowie zwei neu und exklusiv für den Jimny entwickelte Farbtöne: Das helle Kinetic Yellow sorgt für maximale Sichtbarkeit bei schlechten Witterungsbedingungen oder auf der Baustelle, während Jungle Green perfekt mit einer natürlichen Umgebung harmoniert.

Suzuki Jimny 2018 - Eine der sieben Farben: Bluish Black Pearl Metallic.

Eine der sieben Farben: Bluish Black Pearl Metallic.

Die offiziellen Preise für den neuen Jimny werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

© Fotos: Suzuki Deutschland GmbH