Vom 26. bis 28. April fand zum ersten Mal das Treffen „Jimny and friends“ statt. Ein markenoffenes Treffen, zu dem nicht nur Suzuki-Fahrer eingeladen waren und auch kamen.

Das erste Mal – wir kennen das: Da schwingt eine gewisse Unsicherheit und jede Menge Aufregung mit. Das ist auch bei einer neuen Veranstaltung nicht anders – nichts ist eingespielt, alles Mögliche kann schiefgehen. Ganz unerfahren ist Veranstalter Florian Meier jedoch nicht in dieses neue Offroad-Treffen gestartet. Am gleichen Ort veranstaltet er bereits seit mehreren Jahren ziemlich erfolgreich „Polaris and friends“, ein markenoffenes Treffen für Quad-, ATV- und Side-by-Side-Fahrer. Mit Einführung des neuen Suzuki Jimny kam ihm daher die Idee, das Treffen auf die Geländewagen-Szene zu übertragen. Gespräche mit Suzuki folgten, es gab grünes Licht vom Hersteller für die Verwendung von Logo und Namen und Jimny and friends war geboren.

Organisator Florian Meier bei Fahrerbesprechung am Samstagmorgen. Erst danach geht es auf die Strecke.

Ab Freitagnachmittag konnte man bereits in Torgau anreisen, sich registrieren und seine Zelte oder mobilen Wohnungen aufschlagen. Ein erster Rundgang über das Gelände zeigt, dass nicht nur schon viele Teilnehmer da sind, sondern es auch eine kleine Händlermeile gibt: Daktec, Gollek Automotive zusammen mit Horntools, HP Geländewagentechnik, Taubenreuther, die Wild Land Drivers und die niederländische Firma Explore sind mit ihren Ständen vor Ort. Vater und Sohn Tibus sind zwar nicht mit eigenem Stand vertreten, statten der Veranstaltung aber mit zwei Portalachsen-Umbauten einen Besuch ab.

Veranstaltung Jimny and friends 2019

Daniel Tibus stattete der Veranstaltung mit einen frisch umgebautem Portalachsen-Jimny einen Besuch ab. Der Wagen hat keine 500 Kilometer auf der Uhr.

Das Wetter will noch einmal zeigen, dass der April immer noch der launische Monat ist, der sich nicht so ganz entscheiden kann. Freitagabend lässt kalter Wind die Teilnehmer nach dicken Jacken kramen, über Nacht schüttet es wie aus Kübeln, der Samstagmorgen gibt sich kühl und am späten Vormittag bricht die Sonne durch und sorgt für T-Shirt-Wetter. Immerhin, der Regenguss hat für die eine oder andere Schlammpassage gesorgt und das große Wasserloch auf dem Gelände gut gefüllt.

Veranstaltung Jimny and friends 2019

Das T-Shirt zur Veranstaltung war im Welcome-Package enthalten. Zusätzlich gab es Hoodies, die aber schnell ausverkauft waren, da es abends schnell kalt wurde.

Das Offroad-Gelände ist extrem weitläufig. Es gibt jede Menge Strecken zu erkunden und es sind viele blaue und rote Tracks mit Pfeilen markiert. So kann jeder Teilnehmer selbst entscheiden, was er sich und seinem Fahrzeug zutraut. Durch die Größe des ehemaligen Militär-Areals kommt man sich beim Ritt durchs Gelände kaum in die Quere. Natürlich bilden sich dennoch an der einen oder anderen spannendes Stelle immer wieder kleinere Fahrzeug-Ansammlungen. Gerade das Wasserloch sorgt für viel Spektakel und die eine oder andere nasse Bergeaktion mit entsprechender Zuschauerzahl und großem Gejohle.

Veranstaltung Jimny and friends 2019

Ein Offroad-Event ohne Bergeaktion ist kein Offroad-Event. Zum Glück war der Jimny schnell wieder flott.

Für die Kurzweil in den Fahrpausen hat sich Florian die Jimny-Olympics einfallen lassen. So müssen unter anderem am Daktec-Stand Nägel mit möglichst wenigen Schlägen in einen Balken geschlagen, bei Taubenreuther Aufgaben bei der GPS-Suche gelöst oder am Stand der Wild-Land-Drivers ein Reifen so weit geworfen werden, wie es geht. Die erreichten Punkte werden in den Laufzettel eingetragen, den jeder Teilnehmer zusammen mit dem Welcome-Package – inklusive Veranstaltungs-T-Shirt – bei der Registrierung erhalten hat, und am Samstagabend findet die Siegerehrung statt. Anschließend sind großes Lagerfeuer und Benzingespräche bis tief in die Nacht angesagt.

Veranstaltung Jimny and friends 2019

Ludwig Schmid von den Wild Land Drivers demonstriert die Jimny-Olympics-Aufgabe Reifenweitwurf und verfehlt den Fotografen dabei nur knapp.

Die Orga lässt nichts zu wünschen übrig. Toiletten und Duschen sind inklusive, unter dem Schleppdach, das früher Militärfahrzeugen Schutz bot, gibt es kostenlosen Strom für den Camper und das Catering ist abwechslungsreich und gut. Mit Kaffee und Rühr- oder Spiegelei zum Frühstück, Gulaschsuppe oder Soljanka zum Mittag, einem Stück selbstgebackenem Kuchen am Nachmittag und dem Steak vom Grill mit Kartoffelsalat am Abend lässt sich das Wochenende hungerfrei überstehen, wenn man selbst keine Vorräte dabeihat oder schlicht keine Lust zum Grillen oder Kochen hat.

Veranstaltung Jimny and friends 2019

Die großen Schleppdächer boten beim nächtlichen Regenschutt willkommenen Schutz vor den Wassermassen. Strom gab´s Dank Solarmodulen zudem kostenlos.

Die Meinung der Teilnehmer am Sonntag ist einhellig: Das erste Mal Jimny and friends war ein voller Erfolg. Viele wollen im kommenden Jahr nicht nur wiederkommen, sondern auch noch weitere Freunde mitbringen. Platz für viele weitere Teilnehmer und Aussteller ist in Torgau jedenfalls genug vorhanden. Der Termin für 2020 steht derzeit noch nicht fest. Laut Florian soll das Treffen aber wieder Ende April, Anfang Mai stattfinden.

Infos:
www.jimny-friends.de

Video zur Veranstaltung gibt es hier: https://tinyurl.com/jimny-friends-2019

Text & Fotos: Michael Scheler