Karo und Phil von The Sunnyside sind seit einiger Zeit wieder unterwegs. Karo erzählt bei uns von Schneegestöber und ihrer Reise in die Kanadischen Berge und zu den Sloquet Hot Springs.

Unser Defender Willi fährt endlich wieder. Nachdem wir zwei Monate in Vancouver festsaßen und dort den Motor und weitere Teile tauschten, kann unser Panamericana-Abenteuer endlich weitergehen. Da bei einem neuen Motor der erste Ölwechsel nach 1000km gemacht wird, sollte uns die erste kleine Tour nach Whistler und weiter nördlich zu heißen Quellen führen. Nach diesem Ausflug wieder zurück zu Aart nach Vancouver, um dort in Ruhe das Öl zu tauschen. Für alle die Aart noch nicht kennen. Aart ist unser Land Rover Mechaniker aus Vancouver. Mit seiner Hilfe haben wir schon unser Getriebe und jetzt auch unseren Motor getauscht.

Der Sea to Sky Highway nach Whistler führt uns und unseren Defender Willi idyllisch am Pazifik entlang. Dann macht die Straße einen Knick und es geht steil hoch in die schneebedeckten Berge. Der neue Motor funktioniert super und wir erklimmen die Bergspitzen ohne einen Gang runterschalten zu müssen.

Whistler liegt auf 670 Meter und ist umringt vom Whistler Mountain und dem Blackcomb Peak, die ein absolutes Ski- und Snowboard Paradies sind. Der Regen, der Vancouver meist den ganzen Winter begleitet, wird hier gegen Schnee ausgetauscht. Nach den meterhohen Schneebergen am Straßenrand zu urteilen, hat es hier die letzten Monate durchgeschneit.

Da wir zuerst in den heißen Quellen baden wollen, ist unser Roadtrip hier noch nicht zu Ende. Über die Landstraße 99 geht es in Serpentinen den Berg wieder runter. Der Schnee weicht dem ungemütlich kalten, nassen Wintertag. Wir biegen in die In-Shuck-ch Serviceroad ein.

The Sunnyside Schneegestöber und heiße Quellen

Entlang des Lillooet Sees, soll uns diese Straße zu den Sloquet Hot Springs führen. Da wir außerhalb der Season unterwegs sind, können wir die simplen Campingplätze umsonst und meist vollkommen allein nutzen. Jeder Stellplatz hat eine Bank und einen Holztisch, eine Feuerstelle und ein zentrales Toilettenhäuschen. Das Beste aber ist, dass an den Feuerstellen schon gehacktes Holz liegt. In den kalten Wintermonaten ist das meist überall so. So kann man sich schnell aufwärmen ohne erst das Holz suchen und hacken zu müssen. Unser abendliches Feuer ist damit gesichert.

The Sunnyside Camping

Bei diesen tiefen Temperaturen ist es draußen ohne Lagerfeuer auch kaum aushaltbar. Tagsüber hören wir, wie die Sonne versucht, die Eisschollen auf dem Lillooet See aufzutauen. Was ihr jedoch noch nicht gelingt. Kalte Nächte hat man hier noch bis Mitte Mai, dann geht auch hier die Saison erst wieder los.

Der nächste Tag beginnt, wir hacken das Holz für die nächsten Camper und fahren los. Für die 83 km bis zu den Hot Springs brauchen wir ewig. Die Natur ist hier einfach zu schön um daran einfach vorbei zu fahren.

The Sunnyside Lillooet Lake

Lillooet Lake

Den Lilooett See hinter uns gelassen, erreichen wir nachmittags die Sloquet Hot Springs und können unser Glück kaum fassen. Wir sind doch tatsächlich die Einzigen dort. Die heißen Quellen liegen mitten im Wald am Sloquet Fluss. Das heiße Wasser aus der Quelle fließt einen Wasserwasser runter und verteil sich in die umliegenden Pools. Je weiter weg wir von der Quelle kommen, desto kälter werden auch die Pools. Wer besonders mutig ist, kühlt sich im eiskalten Wasser des Flusses ab.

The Sunnyside Hot-Springs

Heiße Quellen

Die von der Natur geformten Pools sind von Steinen und Felsen begrenzt. Wir suchen uns einen Pool mit der angenehmsten Temperatur und legen uns in das heiße Wasser. Die Steine am Rand dienen uns dabei als Kopfkissen. Mit Blick auf den Fluss genießen wir die Natur und Ruhe. Nur das Rauschen des Flusses ist zu hören. Der Himmel wird immer grauer und dann fängt es an zu schneien. Dicke Flocken gleiten langsam zu Boden. In kürzester Zeit sind die Bäume mit einer weißen Schicht bedeckt. Wir liegen im Heißen und schauen dem Schneegestöber zu. Dass es Minusgrade dabei hat, fällt uns gar nicht auf. Philipp ist so mutig und kühlt sich für eine gefühlte Millisekunde im eiskalten Wasser des Sloquet Flusses ab.

Schnell ziehen wir uns an und wandern den kleinen Anstieg zurück zu unserem Auto. Normalerweise ist dort ein Campingplatz. Jedoch liegt in dem Wald der Schnee so hoch, dass wir beschließen wieder zurück an den Lillooet See zu fahren. Dort war es zwar kalt aber es lag kaum Schnee. Das Campen in Schneemassen wollen wir uns für Whistler aufheben. Dort geht es für uns und unseren Defender Willi schon am nächsten Tag hin.

The Sunnyside Schneegestöber

Schneegestöber

Wir fahren Snowboard, treffen uns mit einer Freundin und genießen die Tage im Schnee. Den neuen Motor haben wir jetzt mi 1000 km eingefahren und es wird Zeit für den Ölwechsel. Wir fahren zurück nach Vancouver. Der Ölwechsel ist dort schnell gemacht.

Nachdem wir die restlichen Sachen zusammengepackt haben, verabschieden uns von Freunden, die wir in den Monaten in Vancouver gemacht haben und es kann los gehen. So schnell werden wir Vancouver nicht mehr wiedersehen. Unser nächster Halt ist Mexiko aber dazu beim nächsten Mal mehr.

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