FCA plant weitere Investitionen in den USA um die gesamte Modellpalette zu elektrifizieren und zwei gänzlich neue Jeep Modelle einzuführen. Der Jeep Wrangler kommt zunächst als Plugin-Hybrid.

FCA wird in den nächsten Jahren circa 4 Milliarden Euro in den Bau eines neuen Montagewerks in der alt-ehrwürdigen Autostadt Detroit und für Produktionserweiterungen fünf bestehender Werke investieren. Zusätzlich wird die Herstellung von Kompaktfahrzeugen der Marken Jeep und RAM zugunsten der gestiegenen Anfrage an SUVs und Pick-ups eingestellt. Dazu wird die FCA Marke Jeep zwei neue Modelle einführen, eines davon soll ein großer SUV mit drei Sitzreihen werden.

Elektrifizierung der Modelle schreitet voran

Die drei Werke, Mack Avenue, Jefferson und Warren Truck, die die zukünftigen Modelle des Jeep Grand Cherokee, des Wagoneer und des Grand Wagoneer bauen, erhalten oder erhöhen die Investitionen in Milliardenhöhe und werden zukünftig Plug-in-Hybridversionen der jeweiligen Jeep Modelle produzieren. Sie werden dann auch in der Lage sein, voll-elektrische Versionen dieser Modelle zu fertigen. Der Jeep Wrangler soll zunächst als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen.

„Vor drei Jahren hat FCA die Weichen gestellt, um die Profitabilität auf der Grundlage der Stärke der Marken Jeep und RAM durch eine Neuausrichtung unserer US-Produktion zu steigern“, sagte Mike Manley, Chief Executive Officer, FCA N.V. „Die heutige Ankündigung ist der nächste Schritt dieser Strategie. Sie ermöglicht Jeep den Einstieg mit zwei vollkommen neuen Modellen in neue Segmente, die erhebliche Margenmöglichkeiten bieten, und zudem neue elektrifizierte Jeep-Produkte, darunter mindestens vier Plug-in-Hybridfahrzeuge und die Flexibilität, vollständig batteriebetriebene Elektrofahrzeuge herzu-stellen.“

Die zusätzlichen Investitionen stehen unter dem Vorbehalt der erfolgreichen Verhandlung und endgültigen Genehmigung von Entwicklungspaketen mit dem Land Michigan und anderen Kommunen.

In Genf wurden die ersten Plug-Ins vorgestellt

Auf dem Genfer Autosalon im März 2019 wurden bereits die ersten Modelle mit Plug-in-Technologie vorgestellt: der Jeep Renegade und Compass. Sie haben rein elektrisch eine Reichweite von 50 Kilometern und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Die Akkus werden entweder vom Motor oder über Landstrom geladen.

Die neue, elektrische Vierradantriebs-Technologie „eAWD“ treibt die Hinterachse nicht mehr über eine Kardanwelle, sondern über einen Elektromotor an. Dadurch können Vorder- und Hinterachse getrennt und unabhängig voneinander mit Drehmoment versorgt werden, was effektiver regelbar ist als mit einem rein mechanischen System.

Details zum Investitionsplan

FCA plant die Investition von umgerechnet 1,4 Milliarden Euro zur Umwandlung der beiden Komplexe des Mack Avenue Motorenwerks in den zukünftigen Montageort für den Jeep Grand Cherokee der nächsten Generation sowie eines vollkommen neuen, großen SUV mit drei Sitzreihen und den entsprechenden Plug-in-Hybrid-Modellen. FCA beabsichtigt, mit dem Bau des neuen Werkes in Detroit bis Ende des zweiten Quartals 2019 zu beginnen, wobei die ersten SUV mit drei Sitzreihen voraussichtlich Ende 2020 in diesem Werk vom Band laufen werden. Danach folgt der neue Grand Cherokee in der ersten Jahreshälfte 2021.

Ebenfalls als Teil dieser Ankündigung ist eine Investition von umgerechnet 792 Millionen Euro in das Werk Jefferson Nord geplant, um die Anlage für den Bau des Dodge Durango und des Jeep Grand Cherokee der nächsten Generation umzurüsten.

FCA bestätigt auch die Erhöhung der Investition in das Werk Warren Truck zur Umrüstung auf die Produktion der neuen Modelle Jeep Wagoneer und Grand Wagoneer und deren elektrifizierten Pendants auf umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Der Produktionsstart ist für Anfang 2021 geplant. Zusätzlich zu den neuen Jeep-Modellen wird das Werk weiterhin den RAM 1500 Classic bauen, der entsprechend der Marktnachfrage erweitert wird. Infolge dieser Investitionsankündigung wird die Produktion des neuen RAM Heavy Duty an seinem jetzigen Standort in Saltillo, Mexiko, fortgesetzt.

Neuausrichtung der Produktion bei FCA U.S.

In den letzten zwei Jahren hat FCA die Produktion in vier Werken in Illinois, Ohio und Michigan neu ausgerichtet, um die Kapazität für die SUV Jeep Cherokee, Jeep Wrangler und den Pick-up RAM 1500 zu erhöhen, sowie um zusätzliche Produktionskapazitäten für den neuen Jeep Gladiator in Ohio zu schaffen.

Diese Investitionen umfassten unter anderem 1,3 Milliarden Euro in das Werk Sterling Heights für den Bau des Pick-up RAM 1500 der nächsten Generation. 616 Millionen Euro werden in die Werke in Toledo investiert, um das Werk Nord auf die Produktion des neuen Jeep Wrangler JL umzurüsten. 308 Millionen Euro gehen ins Werk Belvidere zur Produktion des Jeep Cherokee, der 2017 aus Toledo hierhin umzog. 240 Millionen Euro erhielt das Werk Toledo Süd zur Vorbereitung der Anlage für die Produktion des neuen Pick-up Jeep Gladiator.

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