Satellitentelefone sind keine teure Spezialausrüstung mehr, sondern bereits für viele Offroad-Reisende erschwinglich geworden. Aber wer braucht ein solches Gerät und wofür? Vor allem: Wie teuer ist das Ganze?  Wir haben eine Übersicht der Anbieter, Geräte und Preise mit vielen Tipps zusammengestellt.

Wer benötigt ein Satellitentelefon?

Alle Reisende,

  • die häufig außerhalb der Zivilisation unterwegs sind.
  • die Verantwortung für andere tragen und jederzeit eine zuverlässige Kommunikationsmöglichkeit brauchen z.B. Tour-Guides.
  • die viel im außereuropäischen Ausland unterwegs sind und häufig telefonieren müssen.
  • die von unterwegs arbeiten und auf der ganzen Welt auf funktionierendes Internet angewiesen sind.

Im Grunde genommen also jeder, der ausgebaute Infrastrukturen und mit Mobilfunknetzen ausgeleuchtete Bereiche verlässt. Aber auch ohne Notfall kann Satellitenkommunikation die günstigere Wahl sein. Denn je nach Reiseland und Art der Nutzung kostet die Kommunikation mit einem Satellitentelefon weniger als bei einem Mobiltelefon mit Roaminggebühren.

Wer es sehr komfortabel mag, kann sein Fahrzeug sogar mit einer fest installierten Dachantenne ausstatten und innen einen Hotspot für Telefon- und Datenverbindungen installieren. Diese Möglichkeit sei hier aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Unterschiede zum herkömmlichen Mobilfunk

  • Anders als im Mobilfunkmarkt legt der Kunde sich mit dem Gerät auf den Netzanbieter und seine Tarife fest und umgekehrt.
  • Das Gerät muss bei der Kommunikation eine direkte Sichtlinie zu einem Satelliten haben, daher funktionieren sie nicht in Gebäuden, sondern nur im Freien. Aber auch dort kann es durch natürliche oder künstliche Hindernisse zu Problemen kommen.
  • Zwischen den Anbietern gibt es neben den Geräten und Tarifen Unterschiede in der weltweiten Ausleuchtung und der Verfügbarkeit von Satelliten.
  • Neben Kosten und Nutzungsprofil sind die Reiseziele somit für die Wahl des Anbieters mit entscheidend.

Den richtigen Anbieter und Tarif finden

Die Reiseziele spielen für die Wahl des richtigen Anbieters eine zentrale Rolle. Europa, USA sowie weite Teile Afrikas und Asiens sind unproblematisch. Geht es in die Polarregionen oder die nordeuropäischen Länder, wird die Wahl auf Iridium fallen. Denn nur dieser Anbieter hat eine globale Verfügbarkeit.

Den richtigen Anbieter zu finden, hängt zu einem großen Teil von dem erwarteten Nutzungsverhalten ab. Brauche ich das Satellitentelefon nur für den Notfall? Oder möchte ich damit regelmäßig mit Geschäftspartnern oder der Familie in Kontakt treten? Werde ich das Telefon nur für einen Urlaub brauchen, oder verreise ich oft in ferne Länder?

Ein weiteres Kriterium ist die erwartete Datennutzung. Wer  als Profi-Blogger aus den abgelegensten Winkeln dieser Erde, womöglich mit Bildmaterial, berichtet oder beruflich viel per E-Mail kommuniziert, sollte ein genauer Blick auf die Konditionen zur Datenübertragung werfen. Eine kurze Datenübertragung kann sogar die günstigste Möglichkeit sein, in regelmäßigem Kontakt mit anderen zu bleiben.

Kaufen oder mieten?

Wer sich unsicher ist, welches der richtige Anbieter für ihn ist oder wer nur gelegentlich ein Satellitentelefon braucht, sollte sich zunächst ein Gerät mieten. Ähnlich wie bei Prepaid-Mobiltelefonen können bei gemieteten Satellitentelefonen Guthaben auf die Karte geladen werden. Die Grundpreise liegen zwischen 6€ am Tag und 160€ im Monat zuzüglich einer einmaligen Bereitstellungspauschale um die 20€.

Ist absehbar, dass jemand häufig abgelegene Gebiete bereist oder das Telefon häufig einsetzen möchte, kann der Gerätekauf die bessere Wahl sein. Die Preise für das Gerät liegen je nach Netzanbieter zwischen 500€ und 1.000€ zum Teil auch höher.

Dazu kommen je nach Bedarf noch ein Zusatzakku, KFZ- oder Solar-Ladegeräte oder WLAN Hotspots, um die Internetverbindung per WLAN zur Verfügung zu stellen.Da das Telefon draußen verwendet werden muss, kann ein Headset ein sinnvolles Zubehör sein. Und natürlich die Preise für die Gesprächseinheiten, die wir bei den Anbietern aufgelistet haben.

Tipps im Umgang mit Satellitenkommunikation

Vorbereitung

Die Bedienung und der Umgang mit den einzelnen Funktionen des Geräts sollte unbedingt vor der Reise geübt werden. Hier sollten Reisende vor allem ausprobieren, wie ein Gespräch aufgebaut wird, wie die SOS-Funktion funktioniert oder wie das Gerät mit einem Laptop gekoppelt wird.

Nach Möglichkeit sollten alle Personen, bei größeren Gruppen zumindest mehrere, den Umgang mit dem Satellitentelefon sicher beherrschen. Im Notfall zählt unter Umständen jede Minute. Sich dann erst mit der Bedienungsanleitung auseinander zu setzen, bedeutet den Verlust wertvoller Zeit.

Dazu kommt, dass Probleme oder Defekte bereits vor der Reise erkannt werden und ein Austauschgerät besorgt werden kann.

Vor der Reise ist es sinnvoll, die Notfallnummern aller bereisten Länder und die heimischen Kontaktemit der zugehörigen Landesvorwahl ins Telefon einzuspeichern. Eine Liste mit einer Vielzahl von Notrufnummern weltweit findet sich bei Alles rund ums Reisen.

Energie und Transport

Ein Satellitentelefon benötigt mehr Strom, als wir es von unseren Mobiltelefonen gewohnt sind. Daher sollte es nicht ständig eingeschaltet sein. Wer regelmäßig mit anderen über das Satellitentelefon in Kontakt treten will, sollte Anruffenster vereinbaren, in denen das Gerät eingeschaltet bleibt.

Steht ein Fahrzeug oder eine andere Stromquelle, z.B. ein Solarpanel zur Verfügung, können die Einschaltzeiten großzügiger ausgelegt werden. Solar-Ladeeinheiten für Satellitentelefone werden auch als Zubehör zur Vermietung oder zum Kauf angeboten. Vor dem Reiseantritt sollten alle Akkus vollständig geladen werden.

Das Gerät, Zubehör und die Akkus gehören in eine robuste und wasserdichte Transportbox, in der alle Teile stoßfest gelagert werden können.

E-Mails

Je nach Tarif ist es günstiger, einmal am Tag eine kurze E-Mail zu verschicken um z.B. Angehörige zu informieren, als ein Gespräch aufzubauen. E-Mails sollten dann auf jegliche Formatierung, Signatur und das HTML-Format verzichten und als reiner Text verschickt werden. So sind sie nur wenige Kilobyte groß. Familie und Freunde, sollten dies ebenfalls so handhaben.

Da E-Mail Adressen oft mit Spam zugemüllt werden, oder ein Bekannter unbedingt ein lustiges Video verbreiten möchte, sollte eigens für die Reise eine E-Mail-Adresse angelegt werden, die nur die Personen erhalten, mit denen man kommunizieren möchte.

Soll die gleiche E-Mail an mehrere Empfänger verschickt werden, kann es sinnvoll sein,  sich zu Hause beim Provider eine E-Mail-Adresse als Verteiler einzurichten. Je nach E-Mail-Programm kann es sein, dass die Mail bereits vom Gerät an die einzelnen Empfänger verschickt wird, was zusätzliche Kosten verursacht. Wird die E-Mail hingegen vom heimischen Mailserver an mehrere Adressen weitergeleitet, muss vom Gerät nur eine E-Mail verschickt werden. Das kann sich insbesondere beim Versand von Dokumenten bemerkbar machen.

Das Mailprogramm sollte so konfiguriert werden, dass es beim Empfang von E-Mails zunächst nur die Kopfzeilen und die ersten Zeilen der Nachricht heruntergeladen werden. Den Rest der Nachricht dann nur auf Anforderung. Auf diese Weise lässt sich schnell und ohne viel Datenvolumen kommunizieren.

SMS

Eine sinnvolle Funktion, die bei allen Anbietern funktioniert, ist die Möglichkeit aus dem Internet eine SMS an das Satellitentelefon zu schicken. So können Nachrichten übermittelt werden, auch wenn das Telefon gerade ausgeschaltet ist.

Wer SMS auf Mobiltelefone verschickt möchte, sollte das vorher testen, da zum Teil keine Roaming-Abkommen mit Mobilfunkbetreibern bestehen und SMS deshalb gar nicht ausgeliefert werden.

Was jedoch bei den drei ersten betrachteten Anbietern immer geht, ist eine SMS zu einer E-Mail Adresse zu schicken.

Inmarsat

Der älteste Anbieter ist Inmarsat, der wie der Name es vermuten lässt, aus der maritimen Welt kommt. Er brachte 2010 das erste mobile Sat-Telefon auf den Markt und bot schon früh schnelle Datenübertragungsraten und eine stabile Sprachkommunikation an. Die Abdeckung ist mit Ausnahme der Polarregionen weltweit gegeben. Im Angebot befinden sich zwei Handgeräte, das ISAT-Phone 2 sogar mit GPS-Trackingfunktionen. Das alte Gerät IsatPhone Pro wird es bald nicht mehr geben und unterstützt nur den manuellen Abruf von GPS Koordinaten.

Derzeit betreibt Inmarsat 11 Satelliten, die von der Erde aus gesehen stationär sind. Hiervon stehen 3 Satelliten der 4. Generation zur Verfügung, welche für die IsatPhone Satellitentelefone verwendet werden. für Ist die Telefonantenne einmal ausgerichtet, sollte die Position während des Gesprächs oder der Datenübertragung nicht verändert werden.

Alle Satelliten befinden sich im Bereich des Äquators. Das hat zur Folge, dass der Telefonnutzer eine freie Sicht in Richtung des Äquators haben muss. Ein Hindernis, wie beispielsweise ein nahstehender Berg, kann bereits Probleme verursachen. Je weiter die eigene Position vom Äquator entfernt ist, umso flacher steht der Satellit über dem Horizont. Daher dürfen sich in diese Richtung keine steilen Hindernisse befinden oder der Nutzer des Satellitentelefons muss sich in einer erhöhten Position im Bezug zum Horizont befinden, um noch eine Sichtlinie zum Satelliten zu bekommen.

Satellitenkommunikation, Inmarsat Abdeckung Juni 2015

Satellitenkommunikation, Inmarsat Abdeckung Juni 2015

Die Telefonate bei Inmarsat sind vergleichsweise günstig. Ein Gespräch kann derzeit ab 1,17€ pro Minute geführt werden. Datenverbindungen mit den Telefonen sind in der Praxis wegen einer zu geringen Übertragungsrate nicht sinnvoll.

Wer zur Sprache noch eine leistungsfähigere Datenverbindung benötigt, kann ein BGAN-Terminal benutzen. Diese erlauben Datenverbindungen bis zu 492 kbps. Für die Versorgung im Fahrzeug gibt es BGAN-Antennen, die einen Internetzugang über WLAN ermöglichen, z.T. sogar mit integrierter Firewall.

Inmarsat Telefon

Leistung Preis
Gespräch ins Festnetz 1,17€ / Min.
Gespräch ins Mobilfunknetz 1,17€ / Min.
Zu anderen Satellitentelefonen ab 2,00€ / Min.
SMS 160 Zeichen 0,45€.
Datenübertragung 2,44 kb/s 1,17€ / Min.

Inmarsat BGAN-Terminal

Leistung Preis
Gespräch ins Festnetz 0,80€ / Min.
Gespräch ins Mobilfunknetz 0,96€ / Min.
Zu anderen Satellitentelefonen ab 2,00€ / Min.
SMS 160 Zeichen 0,40€.
Datenübertragung 256 kb/s 7,28€ / MB

Iridum

Das Alleinstellungsmerkmal von Iridium ist, dass es derzeit als einziges System weltweit verfügbar ist, auch in den Polarregionen. Dazu werden 66 aktive und sechs Ersatzsatelliten betrieben. Diese sind vom Betrachter aus nicht stationär sondern bewegen sich in ca. 780 km Höhe.

Im Normalfall sind von jeder Position auf der Erde immer mehrere Satelliten verfügbar. Verschwindet einer hinter dem Horizont, kommt ein anderer in Sicht. Verbindungen werden von einem Satelliten zu dem nächsten übergeben, wenn dieser außer Reichweite gerät. Daher kann der Nutzer seine Position während der Verbindung auch verändern und das Telefon muss nicht auf einen Satelliten ausgerichtet werden.

Iridium Global Network

Iridium Global Network

Iridium bietet drei Handgeräte an, davon eines als gehärtetes Outdoor-Modell mit GPS-Tracking-Funktion. Gespräche gibt es ab 1,20€ pro Minute und von Iridium zu Iridium Telefon ab 0,65€. Das neue Iridium Extreme bietet einen GPS-unterstützten SOS-Knopf, mit dem über das weltweit agierende Hilfsnetzwerk GEOS ein vorher programmierter Notruf abgesetzt werden kann.

Mit der „Iridium GO!“-Basisstation können bis zu fünf Android oder Apple Smartphones per WiFi als Satellitentelefone benutzt werden. Auf den Smartphones muss dazu die „Iridium GO!“-App installiert werden. Es werden Sprachverbindungen, SMS und Datenaustausch über das Internet unterstützt.

Nachteil von Iridium sind der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis und jährlichen Kosten. Und auch trotz der großen Anzahl an Satelliten können, bei eingeschränkter Sicht zum Himmel, Gespräche abbrechen, weil sich zeitweise kein Satellit in dem freien Korridor befindet. Die Datenübertragung ist nur sehr eingeschränkt möglich.

Iridium Telefon

Leistung Preis
Gespräch 1,20€ / Min. 1.-20. Minute, danach 0,80€
SMS 160 auf EMail Adresse 0,10€.

Thuraya

Der dritte Anbieter bietet die geringste Abdeckung weltweit. Diese erstreckt sich aber dennoch über viele Regionen, die von Fernreisenden befahren werden. Thuraya ist sowohl von den Kosten als auch den Übertragungsmöglichkeiten sehr interessant.

Satellitenkommunikation, Erwartete Netzabdeckung, Thuraya

Satellitenkommunikation, Erwartete Netzabdeckung, Thuraya

Die zwei geosynchronen Satelliten in Äquatornähe halten eine einmal etablierte Verbindung, da sie aus sicht der Erde ihre Position nicht verändern. Es ist also ein sehr stabiles System.

Datenübertragung sind bis zu 60 kb/s möglich und werden pro Datenmenge und nicht pro Zeiteinheit berechnet, was die fairste Variante ist. Die Gesprächskosten liegen bei 1,00€ pro Minute.

Die Geräte, unter anderem auch ein robustes Outdoormodell, beginnen bei 689€. Das outdoor-taugliche XT-Pro bietet ebenfalls einen GPS-unterstützten SOS-Knopf. Bei diesem kann eine Notrufnummer hinterlegt werden, zu dem auch bei ausgeschaltetem Gerät eine Verbindung aufgebaut oder eine SMS geschickt wird.

Als einziger Anbieter offeriert Thuraya mit SatSleeve+ein Gerät, welches ein einzelnes normales Mobiltelefone (Apple und Android) in Verbindung mit einer Thurarya-App in Satellitentelefone verwandelt, ohne dass ein Hotspot benötigt wird. Sprache und Daten werden dann von dem Telefon direkt zu dem Thuraya-Gerät umgeleitet.

Preislich liegen die Kaufgeräte mit rund 540€ im unteren Preisspektrum. Thuraya bietet mit dem SatSleeve Hotspot ebenfalls einen einen WiFi-HotSpot an. Auch hier muss in den Smartphones die entsprechede App (Thuraya SatSleeve) installiert werden. Es werden Sprachverbindungen, SMS und Datenaustausch über das Internet unterstützt.

Die Thuraya-Tarife sind davon abhängig, welcher der beiden SIM-Kartentypen verwendet wird. Es gibt die Thuraya Prepaid Plus Plan SIM und die Thuraya Prepaid NOVA Plus Plan SIM.

Abgerechnet wird in Units. Je nach SIM-Karte und Zielland wird eine unterschiedliche Anzahl Units pro Minute fällig, deren Anzahl allerdings bei jedem Händler gleich sind. Die Preise pro Unit können unterschiedlich sein. Die Unitpreise liegen derzeit zwischen 1,12€ und 1,25€.

Thuraya Prepaid Super SIM

Leistung Preis
Gespräch/Daten/Fax Thuraya – Thuraya 1 Unit / Minute
Gespräch/Daten/Fax Thuraya – die meisten anderen Telefonnetze 1,5 Units / Minute
Gespräch/Daten/Fax Thuraya – die meisten anderen Satellitennetze 8 Units / Minute
SMS 0,5 Units / Minute
GMPRS-Daten 5 Units / MB (berechnet in 10 KB Paketen)

Bei der Thuraya Prepaid NOVA SIM-Karte wird unterschieden, ob der Anruf aus einem von zwei Gebieten getätigt wird (NOVA-Land und nicht-NOVA-Land) und wohin es geht: Thuraya, Telefonnetz, Band-2- oder Band-3-Ziele. Welche Länder zu den NOVA-Ländern zählen, lässt sich nur anhand der Länderliste bestimmen.

Zu den Band-2-Ziele zählen: Cuba, East Timor, Globalstar, Inmarsat A, Inmarsat B, Inmarsat M, Inmarsat mini M. Band-3-Ziele sind: Ascension, Cook Is., Diego Garcia, Inmarsat BGAN, Inmarsat BGAN HSD, Inmarsat B-HSD, Inmarsat M4-HSD, Iridium, Kiribati, Montserrat, Nauu Is., Niue, Western Samoa, Sao Tome, Soloman Is., St. Helena, Tuvalu, Vanuatu, Wallis and Futuna.

Leistung Preis aus NOVA Land Preis aus nicht-NOVA Land
Gespräch Thuraya – Thuraya 0,85 Units / Minute 1,25 Units / Minute
Gespräch Thuraya – anderes Telefonnetz 1 Units / Minute 1,85 Units / Minute
Gespräch Thuraya – Band 2 5,09 Units / Minute 6,02 Units / Minute
Gespräch Thuraya – Band 3 8,10 Units / Minute 9,65 Units / Minute
SMS aus NOVA Land 0,35 Units / Minute 0,5 Units / Minute
GMPRS Daten 6 Units / MB (berechnet in 10 KB Paketen) 6 Units / MB (berechnet in 10 KB Paketen)

Globalstar

Der vierte Anbieter ist Globalstar. In der jüngeren Vergangenheit hat es technische Probleme bei diesem Anbieter gegeben, die mittlerweile behoben sind. Globalstar ist einer der günstigeren Anbieter, hat aber auch die größten Einschränkungen.

Die sichere Abdeckung für Sprachkommunkation über Festvertrag ist nur in dichter besiedelten Regionen wie Nordamerika, teilweise Südamerika und Europa gegeben. Russland, Kanada und weite Teile Südamerikas sind nur schwach ausgeleuchtet, dort kann es Verbindungprobleme geben.

Die Abdeckung für Prepaid-Karten ist noch einmal geringer. GPS und Datendienste nicht zur Verfügung und SMS-Nachrichten sind von 160 auf 24 Zeichen gekürzt. In Afrika sowie in großen Teilen Asiens steht der Dienst überhaupt nicht zur Verfügung. Das Angebot scheint sich mehr an die Geräte-zu-Geräte-Kommunikation zu richten.

Eine Beratung ist empfohlen

Wer eine Reise macht, auf der es zu jeder Zeit eine funktionierende Verbindung für den Notfall geben muss, sollte sich in jedem Fall von einem Fachanbieter beraten lassen. Aber auch wer weniger gefahrenträchtige Unternehmungen plant, profitiert von einer Beratung, allein schon wegen der zum Teil undurchsichtigen Preisgestaltung. Wir haben einige Adressen von Firmen zusammengestellt, die beraten sowie Geräte vermieten und verkaufen:

Wir danken René Därr für die fachliche Unterstützung bei diesem Artikel.

Fotos: © Thuraya Telecommunications Company / Iridium Communications Inc. / Inmarsat plc., Titelbild: Landei (Fotolia)