© Fotos: Volkswagen AG

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat den neuen Amarok vorgestellt

Neuauflage des beliebten Pickups

Der neue VW Amarok. Volkswagen Nutzfahrzeuge hat nun die lang ersehnte Neuauflage des Amarok in einer Weltpremiere vorgestellt. Der neue Amarok kommt in den ersten Ländern ab Ende des Jahres auf den Markt.

Rund 830.000 Amarok der ersten Generation wurden verkauft und sind in Europa, Australien, Neuseeland, Afrika, Asien und in Süd- und Mittelamerika auf den Straßen und Pisten zu sehen. Nun folgt die zweite Generation und Volkswagen verspricht: „Alles ist neu“.

Zwei Karosserievarianten stehen zur Auswahl

Den neuen Amarok wird es als 4-Türer (DoubleCab) und in einzelnen Märkten als 2-Türer (SingleCab) geben. Dabei ist das Fahrzeug nochmal 96mm länger als der Vorgänger und auch der Radstand wuchs um 173 mm auf 3.270 mm an. Zum Vergleich: ein 110er Defender hat einen Radstand von 2.794 mm. Mit einem größeren Plus beim Radstand als bei einer Gesamtlänge konnten die Karosserieüberhänge verkürzt und die Böschungswinkel und damit in diesem Punkt die Geländetauglichkeit verbessert werden. Die Wattiefe ist mit 800 mm gegenüber dem Vorgängermodell deutlich angewachsen.

Wie wir es vom Vorgänger kennen, kann auch beim neuen Amarok eine quer eingeladene Europalette auf der Ladefläche gestaut werden. Die SingleCab Version hat  sogar Platz für zwei quer eingeladene Paletten. Die maximale Zuladung stieg auf nun 1,16 Tonnen an. Das dürfte vor allem für Handwerker und Wohnkabinenbesitzer interessant sein. Je nach Motorisierung dürfen bis zu 3,5 Tonnen angehängt werden.

Bei allen Offroad-Eigenschaften und hoher Ladekapazität kommen Komfort und Sicherheit nicht zu kurz

Der neue Amarok kommt in fünf verschiedenen Ausstattungsvarianten auf den Markt. „Amarok“, gefolgt von „Life“ und „Style“. Dazu gesellen sich die zwei Topversionen „PanAmericana“ und „Aventura“. Bei ersterer betont Volkswagen den Offroad-Charakter, bei der Ausstattungsvariante „Aventure“ handelt es sich um eine Highend-Ausstattung mit Onroad-Charakter.

Der Innenraum ist modern gehalten und zeitgemäß mit digitalem Cockpit und einem Infotainment-Display im Tablet-Format ausgestattet. Optional ist ein Soundsystem erhältlich. Dies alles unterstreicht den Premium-Anspruch des neuen Amarok.

Volkswagen hat im neuen Amarok über 20 neue Assistenzsysteme angekündigt. Darunter beispielsweise die automatische Distanzregelung „ACC+“, welche mittels einer Kamera die Verkehrszeichen in die automatische Temporegelung mit einbezieht und die „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“.

Bis zu sechs verschiedene Fahrprofile (Drive Modi) unterstützen den Fahrer in den verschiedensten Fahrsituationen. Dies etwa für Fahrten im Gelände und auf unterschiedlichen Untergründen.

Fünf Turbo-Motorisierungen mit Leistungen von 110 bis 222 kW sind insgesamt vorgesehen

Der neue Amarok wird wahlweise mit einem der vier neuen Turbodieselmotoren (TDI) oder einem Turbobenziner (TSI) daherkommen. Der Basismotor, ein TDI mit 2,0 Litern Hubraum und  110 kW (150 PS), ist beispielsweise für den afrikanischen Markt vorgesehen. Dann wird es noch einen weiteren Vierzylinder TDI mit 2,0 Litern Hubraum und 125 kW (170PS) geben. Die dritte Leistungsstufe bei den Vierzylindern ist dann ein TDI mit ebenfalls 2,0 Litern Hubraum und – je nach Markt – 150 kW (204 PS) oder 154 kW (209 PS). Dieser Motor hat eine Bi-Turboaufladung. Die neue Top-Motorisierung bei den Dieseln bildet ein 3,0 Liter V6. Die Leistung dieser Variante beträgt je nach Markt 177 kW (241 PS) oder 184 kW (250 PS). Der Motor stemmt 600 Nm Drehmoment. Hinzukommt ein 222 kW (302 PS) starker 2,3 Liter Turbobenziner. Nicht alle diese Motoren werden in Deutschland verfügbar sein.

Neue Automatik und zwei 4MOTION-Systeme

Ab einer Leistung von 154 kW sind alle Versionen des neuen Amarok serienmäßig mit einem neuen und per E-Shifter (by wire) betätigten 10-Gang-Automatikgetriebe ausgestattet, welche die 8-Gang-Automatik des Vorgängers ersetzt. Für die 150 kW-Version wird diese Automatik optional angeboten werden. Die 125 und 150 kW TDI übertragen die Kraft serienmäßig mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe.

Auf zahlreichen Märkten wird der Amarok serienmäßig mit Allradantrieb verfügbar sein. Je nach Region und Motorisierung wird es dabei zwei verschiedene 4MOTION-Systeme geben. Einmal einen situationsbedingt zuschaltbaren Allradantrieb und einen permanenten Allrad. Der 3.0 V6 Turbodiesel und der Turbobenziner kommen mit Permanentallrad.

Umfangreiches Zubehörprogramm für den neuen Amarok

Volkswagen hat ein umfangreiches Zubehörprogramm für den neuen Amarok angekündigt. Besonders interessant dürfte für Geländewagenreisende die hohe statische Dachlast von 350 Kilogramm sein. Dazu passend soll es ein Vier-Personen Dachzelt als Zubehör geben.

Darüber hinaus stehen nützliche Dinge wie verschiedene Anhängerkupplungen, ein Fahrradhalter, ein Trägersystem, ein Hardtop, Unterfahrschutze, eine erhöhte Luftansaugung, Schleppösen und vieles mehr auf der Zubehörliste.

Konzept und Design des neuen Amarok wurden in Deutschland und Australien entwickelt. Die Fertigung erfolgt in Südafrika. Weitere Informationen zum neuen Amarok findet ihr auf der Webseite von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Wir sind gespannt darauf, die ersten neuen Amarok live zu sehen und werden weiter berichten.

© Fotos: Volkswagen AG