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Öl-Catch-Can sinnvoll

Ist die Nachrüstung einer Öl-Catch-Can sinnvoll?

Zweck, Vor- und Nachteile der Nachrüstung

Ist ein zusätzlicher Ölabscheider im Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung, eine sogenannte Öl-Catch-Can sinnvoll?

Mit dem Gedanken, den Motor vor Verunreinigungen durch die Rückführung der Verbrennungsgase aus der Kurbelgehäuseentlüftung zu schützen werden manchmal zusätzliche Abscheider in Form einer Öl-Catch-Can nachgerüstet. Im Offroad-Paradies Australien gehören diese gefühlt zu den Dingen die standardmäß0ig nachgerüstet werden. Warum? Wir sind dem genauer auf den Grund gegangen, haben uns mit Vor- und Nachteilen einer solchen Nachrüstung beschäftigt und uns Praxiserfahrungen in der Offroadszene angeschaut.

Zunächst einmal etwas technisches Hintergrundwissen

Ein Verbrennungsmotor erzeugt Druck. Dadurch entweichen Verbrennungsgase, sogenannte Blow-By-Gase, an den Kolbenringen vorbei in den Kurbelraum und landen letztlich in der Kurbelgehäuseentlüftung. Diese Verbrennungsgase sind eine Mischung aus Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxiden, Öl- und Kraftstoffresten, Ruß sowie Wasser(dampf). Dass diese Gase an den Kolbenringen entweichen ist völlig normal. Aufgrund des hohen Drucks im Zylinder werden diese durch die kleinen Spalte zwischen den Kolbenringen und den Zylinderwänden förmlich hindurchgepresst. Solltet ihr jedoch übermäßige Blow-By-Gase bei eurem Fahrzeug feststellen, so deutet dies auf einen Defekt hin. Im Rahmen einer Inspektion solltet ihr den Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung abnehmen und den Ansaugtrakt an dieser Stelle auf Öl prüfen. Ist hier besonders viel Öl im Schlauch, stimmt etwas nicht. Ein leichter Ölfilm ist jedoch normal. In unserem kürzlich erschienen Artikel zum Thema Wartung sind wir darauf bereits eingegangen.

Seit Oktober 1970 (UN-ECE R15) war das Entlüften in die Atmosphäre nicht mehr erlaubt.
Seit Oktober 1970 (UN-ECE R15) war das Entlüften in die Atmosphäre nicht mehr erlaubt.

Die Verbrennungsgase werden bei heutigen Fahrzeugen nicht wie bei älteren Autos einfach in die Umwelt entlassen, gelangen über den Schlauch an der Kurbelgehäuseentlüftung wieder in den Ansaugtrakt. Der Entlüftungsschlauch mündet dafür beispielsweise vor dem Turbolader, dort entsteht ein Unterdruck und die Gase werden eingesaugt. So finden diese ihren Weg in den Luftansaugung des Motors. Daher können Öl- und Kraftstoffreste in diesen gelangen. Die meisten Motoren haben bereits einen Ölabscheider und das abgeschiedene Motoröl gelangt wieder in den Ölkreislauf des Motors anstatt dem Motor im Ansaugtrakt zu schaden. Trotzdem lässt sich bei vielen Motoren beobachten, dass Verunreinigungen in den Ansaugweg gelangen. Dies ist insbesondere bei Dieselmotoren relevant.

Hier kommen Frischluft und Kurbelgehäusegase zusammen.
Hier kommen Frischluft und Kurbelgehäusegase zusammen.

Die Funktionsweise der Abgasrückführung spielt hier ebenfalls eine Rolle

Die Verbrennung in heutigen Dieselmotoren ist nicht nur deutlich effizienter, sondern zunächst auch heißer. Die Erhöhung der giftigen Stickoxide in den Abgasen geht damit einher. Um diese zu reduzieren und den Vorgaben des Gesetzgebers nachzukommen, muss der Sauerstoffanteil bei der Verbrennung reduziert und die Temperatur gesenkt werden. Das geschieht durch die Abgasrückführungsregelung, kurz AGR. Diese leitet Abgase zurück in den Frischluftstrom für die Verbrennung. Eine Folge, neben der kühleren und verhältnismäßig sauerstoffarmen Verbrennung, sind erhöhte Rußwerte. Damit diese nicht in die Umgebungsluft gelangen, haben Fahrzeuge Partikelfilter.

Das Ventil vor der ersten Reinigung.
Verrußtes Ventil der Abgasrückführung.

Doch in den Motor gelangt der Ruß trotzdem und sorgt dort für Probleme nicht nur an der AGR selbst. Denn hier kommt die Kurbelgehäuseentlüftung ins Spiel. Die zurückgeführten rußhaltigen Abgase verbinden sich mit der Frischluft, welche Öldämpfe aus der Entlüftung des Gehäuses enthält. Eine ideale Mischung, oder sollten wir besser sagen, der perfekte Sturm? Die entstehende klebrige Masse setzt sich sodann im Ansaugkrümmer, an den Einlassventilen und weiteren Teilen des Motors ab. Auch Sensoren können dann in Mitleidenschaft gezogen werden, falsche Werte anzeigen oder kaputt gehen.

Der Auslass des AGR, welches in der Frischluft-Ansaugbrücke steckt. Laufleistung: 100.000 km.
Der Auslass des AGR, welches in der Frischluft-Ansaugbrücke steckt. Laufleistung: 100.000 km.

Sofern euch die Funktionsweise der AGR und deren Probleme genauer interessieren, schaut einmal in unseren Artikel dazu: Die Abgasrückführung – AGR – Probleme und Lösungen – MATSCH&PISTE Ratgeber

Was macht nun eine Öl-Catch-Can?

Der zusätzliche Abscheider kommt bei der Nachrüstung bei den heute üblichen geschlossenen Systemen in den Schlauch zwischen Kurbelgehäuseentlüftung und Eingang in den Ansaugtrakt. Hier filtert die Catch-Can die zuvor genannten Öldämpfe. Durch eine Struktur im Inneren des Abscheiders, beispielsweise kleine Bleche, Stahlwolle oder einen Filtereinsatz werden die Dämpfe verwirbelt und Ölreste, Wasser sowie Kraftstoffreste kondensieren. Sie tropfen nach unten ab. Im Boden der Catch-Can werden diese gesammelt und später entsorgt. Die gefilterten Gase gehen weiter in den Ansaugtrakt. Dadurch gelangen weniger schädliche Stoffe in den Ansaugtrakt.

Zur Vollständigkeit: es gibt darüber hinaus Systeme, beispielsweise im Agrarbereich, welche ähnlich wie die oft ohnehin vorhandenen Abscheider, welche beispielsweise mit im Ventildeckel angesiedelt sind, funktionieren. Bei so einem völlig geschlossenen System wird das abgeschiedene Motoröl sogar wieder in die Ölwanne und damit den Ölkreislauf zurück geleitet. Das ist hochkomplex, erfordert teils weitere Komponenten wie Rückschlagventile und eignet sich nicht für eine einfache Nachrüstung.

Vorteile

Durch das Abscheiden in der Öl-Catch-Can gelangen weniger Öldämpfe in den Ansaugtrakt und damit weniger in den Motor. So können entsprechende Ablagerungen vermieden werden was der Lebensdauer des Motors vermutlich positiv zugute kommt.

In der Catch-Can sammeln sich nicht nur Ölreste, sondern ebenso ein Kondensat. Gerade bei Fahrzeugen, die viel Kurzstrecke bewegt werden und dabei nicht richtig auf Betriebstemperatur kommen, ist dies ein Thema. Ihr habt bestimmt schonmal so eine schmierige, weiß-gelbe Masse am Öleinfülldeckel bei solchen Fahrzeugen gesehen. Diese entsteht wenn mangels Temperatur das Kondensat im Öl nicht verdampfen kann und sich stattdessen mit dem Motoröl vermischt und am kälteren Öleinfülldeckel absetzt. Ebenso kann es an der Kurbelgehäuseentlüftung aussehen. Das ist mit ein Grund dafür, warum moderne Fahrzeuge kürzere Ölwechselintervalle anzeigen, wenn viel Kurzstrecke gefahren wird. Der Bordcomputer errechnet anhand von Modellen diese Verwässerung (Dilution) und kürzt den Wechselintervall entsprechend ab.

Häufig bei Kurzstreckenfahrten: typisches Anzeichen für Kondenswasser im Motoröl.

Trotzdem ist es besser, dass diese Emulsion in der Catch-Can abgeschieden wird, als dass sie in den Motor gelangt. Zudem bleibt der Ladeluftkühler sauberer. Bei einem Umkipper kann je nach Auslegung der Catch-Can zudem kein oder weniger Motoröl mehr in den Ansaugtrakt gelangen. Nun, die Vorteile liegen zumindest auf den ersten Blick offensichtlich auf der Hand. Doch gibt es auch Nachteile?

Nachteile

Die Kurbelwellenentlüftung ist ab Werk ein abgestimmtes System und der Druck im Kurbelgehäuse genau eingestellt. Hier überlassen die Konstrukteure und Hersteller nichts dem Zufall. Hier also einzugreifen muss schon wohl überlegt sein.

Sofern die nachgerüstete Öl-Catch-Can nicht einwandfrei funktioniert – und hierzu gibt es durchaus berichte aus der Praxis hinsichtlich qualitativ schlechter Komponenten – kann ein Überdruck in der Kurbelgehäuseentlüftung entstehen und so zu Schäden am Motor führen wie beispielsweise herausgedrückte Dichtungen oder Schäden am Turbolader. Bei Frost kann das in der Catch-Can gesammelte Wasser im Gemisch gefrieren, in der Folge die Entlüftung blockieren und ebenso zu Motorschäden führen.

Beheizte Kurbelgehäuseentlüftung an einem Defender TD4 2.4.

Dann kostet die Nachrüstung einer Catch-Can natürlich Geld. Bei qualitativ hochwertigen Komponenten sind dies bei Eigeninstallation schnell mal 250 bis 500 Euro, die fällig werden. Hinzukommt gegebenfalls der Preis für die Arbeitszeit. Dann setzt eine einwandfreie Funktion eine regelmäßige Wartung voraus, denn das gesammelte Gemisch muss von Zeit zu Zeit entleert und fachgerecht entsorgt werden. Je nach Aufbau des Abscheiders muss der Filter regelmäßig getauscht werden. Also zusätzlicher Wartungsaufwand. Unterbleibt das Entleeren, so kann der Auffangbehälter überfüllen und das gesammelte Gemisch zurück in den Motor laufen oder es wird (schlagartig) in den Ansaugtrakt gesaugt. Dies führt unweigerlich zu Folgeschäden.

In einigen Fahrzeugen ist der Einbau sehr einfach, ausreichend Platz vorausgesetzt. Dann reicht häufig ein Durchtrennen des Schlauches der Kurbelgehäuseentlüftung und das Dazwischensetzen des neuen Abscheiders. Doch die Nachrüstung kann in heutigen Fahrzeugen problematisch sein, da so ein Abscheider entsprechenden Platz im Motorraum benötigt, welcher heute aufgrund zahlreicher, vorhandener Nebenaggregate und Zusatzeinbauten ohnehin rar ist. Zudem bedeutet eine Nachrüstung immer einen erheblichen Eingriff in eine ab Werk funktionierende Konstruktion. Viele Nachrüstungen haben den Nachteil, dass damit das Fahrzeug nicht mehr seriennah ist, Fehler damit häufig schwerer diagnostizierbar und Schäden gerade unterwegs schwerer behebbar sind.

Öl-Catch-Can sinnvoll
In manchen Fahrzeuge ist der Einbau aufgrund von Anordnung und Platzangebot ganz einfach, in anderen deutlich schwieriger.

Wissenswertes zum Einbau

Sofern die Konstruktion eine offene Entlüftung hat, dürfte sie im Gültigkeitsbereich der StVZO unzulässig sein, denn damit ändert sich das Emissionsverhalten des Fahrzeugs. Am Markt werden durchaus Öl-Catch-Cans als geschlossenes System für einzelne Fahrzeuge mit Gutachten angeboten. Dies betrifft jedoch eher die PKW-Tuning-Szene und ob hier tatsächlich Teilegutachten für eine Änderungsabnahme nach § 19 3 StVZO oder eine ABE beiliegen ist nicht klar. Produkte für Offroadfahrzeuge, wie wir sie fahren, haben wir ohnehin nicht darunter gefunden.

Wir haben dennoch mit einem solchen Anbieter Kontakt aufgenommen um herauszufinden, was genau das in der Produktbeschreibung genannte Gutachten beinhaltet, ggf. auch mit einer Teststellung um euch mehr Informationen dazu geben zu können. Leider sind wir dabei auf völliges Desinteresse gestoßen. Seid also vorsichtig was solche Gutachten angeht und prüft solche Angebote genau vor dem Kauf. Viele seriöse Anbieter von Anbauteilen und Zubehör erwähnen in ihren Produktbeschreibungen oder mindestens auf Nachfrage übrigens genau, mit welchen Dokumenten ein Produkt geliefert wird.

Zudem dürfen seit dem 20. Juni 2025 neue Anbauteile nur noch mit einer sogenannten Teiletypengenehmigung und nicht mehr mit einem Teilegutachten in den Verkehr gebracht werden und für vor diesem Stichtag ausgestellte Teilegutachten gilt aktuell noch eine Übergangsfrist für drei Jahre, also bis Mitte 2028. Nach dieser Übergangsfrist dürfen Teilegutachten ausschließlich auf Einzelabnahmen nach § 21 StVZO beschränkt verwendet werden (wobei Teilegutachten für bereits in Fahrzeuge eingebaute Teile ihre Gültigkeit behalten).

Daher dürfte nur die Möglichkeit der Einzelabnahme bleiben nach § 21 StVZO, wobei es sich empfiehlt, solche Vorhaben zuvor mit einer Prüfstelle abzuklären und dann entsprechend umzusetzen.

Darauf solltet ihr bei einer Nachrüstung noch achten

Wie schon erwähnt solltet ihr bei einem solch invasiven Eingriff darauf wert legen, hochwertige Komponenten zu verwenden. Bei der Variante mit Stahlwolle, muss diese regelmäßig getauscht werden, da sie sich zusetzt und verklebt und in der Folge die Abscheideleistung nachlässt oder sich gar kleine Teile der Stahlwolle lösen können und eventuell weiter in den Ansaugtrakt wandern. Zudem kann sich je nach Menge die Strömungsgeschwindigkeit der Gase verändern und so wiederum zu erhöhtem Druck in der Kurbelgehäuseentlüftung führen. Die Catch-Can hat idealerweise einen wechselbaren Filter. Das erleichtert nicht nur die Wartung, sondern auch berechenbare vom Hersteller angegebene Strömungsdaten. Zur Wartung später noch mehr. Wichtig sind zudem die Herstellerangaben zum Blow-By Volumenstrom, dieser muss zum Fahrzeug beziehungswiese Motor passen, damit das System funktioniert.

Viele Catch-Cans haben ein Ablassventil, sodass ihr den Behälter zum Entleeren nicht ausbauen müsst. Um das zuvor beschriebene Problem eines Überdruckes im Kurbelgehäuse zu verhindern, sollte die Öl-Catch-Can ein Überdruckventil haben, welches öffnet, wenn der Druck zu stark ansteigt. Achtet ebenso auf die Anbauteile und verwendet hochwertige Schellen und geeignete, passende, öl- und hitzebeständige Schläuche für die Installation. Die Befestigung muss sicher sein, damit auf Rüttelpisten nichts ab vibriert. Und wenn wir schonmal beim Geländeeinsatz sind, bei einigen Produkten findet ihr durchaus Angaben zur maximalen Schräglage. Diese sollte natürlich zu den Fähigkeiten des Fahrzeuges passen.

Öl-Catch-Can sinnvoll
Hat die Öl-Catch-Can kein Ablassventil muss sie für die Wartung und Entleerung ausgebaut werden.

Der Einbau ist nicht immer etwas für Hobbyschrauber. Ihr arbeitet hier an wesentlichen Komponenten des Motors und kommt mit gesundheitsschädlichen Stoffen in Berührung. Ölreste müssen zudem fachgerecht entsorgt werden. Schläuche müssen so verlegt werden, dass sie nicht scheuern können. Durchflussrichtungen müssen beachtet werden, eine fachgerechte Montage ist unabdingbar. Im Zweifel überlasst ihr dies besser einem Profi.

Wartung der Abscheideeinrichtung

Die Wartung der Catch-Can besteht im Wesentlichen aus dem Ausleeren und der fachgerechten Entsorgung des angesammelten Gemischs, der Reinigung des Innenlebens sowie Austausch des Filters wenn vorhanden. Wie oft ihr den Behälter ausleeren müsst, hängt von der Menge der Öldämpfe des Motors ab und kann letztlich im Einzelfall nur ausprobiert werden. Eine regelmäßige Kontrolle ist also wichtig.

Eine regelmäßige Kontrolle und Entleerung ist wichtig.

Für den Wechsel des Filters sehen Herstellers häufig ein Intervall von 20.000 bis 40.000 Kilometer vor. Doch dieses ist abhängig von der Belastung. Auf jeden Fall macht es Sinn die Wartung der Catch-Can in den individuellen Wartungsplan des Fahrzeugs zu integrieren und in der Praxis haben sich Intervalle von etwa 10.000 Kilometer zur Kontrolle und Entleeren bewährt. Bei Fahrzeugen welche vorwiegend für wenige Urlaubsreisen im Jahr und dann auch nicht in der kalten Jahreszeit genutzt werden, sammelt sich erfahrungsgemäß recht wenig in der Catch-Can. Sollte sich bei gleichbleibendem Nutzungsprofil einmal deutlich mehr sammeln, könnte dies ein guter Hinweis auf erhöhten Blow-By an den Kolben und einen Defekt sein.

Mehr zum Thema Wartung und warum diese wichtig ist sowie zahlreiche Tipps dazu, findet ihr in diesem Artikel, in dem wir euch erklären, warum die Fahrzeugwartung wichtig ist.

Fazit: ist eine zusätzliche Öl-Catch-Can sinnvoll?

Ob der Einbau eines zusätzlichen Ölabscheiders in Form einer Öl-Catch-Can eher einen Placeboeffekt hat oder tatsächlich einen ausreichenden technischen Nutzen gibt ist von vielen Faktoren abhängig und vermutlich ein abendfüllendes Thema am Lagerfeuer. Fest steht, dass der Ölnebel im Ansaugtrakt für die Gesundheit des Motors nicht förderlich sein kann und es nicht schaden kann diese Dämpfe und in der Folge Ablagerungen aus dem Motor herauszuhalten, auch wenn das weitaus größere Problem, welches nicht selten für Verstopfungserscheinungen in der Ansaugbrücke und Verschmutzung an Sensoren sorgt, die Abgasrückführung ist. Sicherlich ist die Sinnhaftigkeit einer Nachrüstung ebenso abhängig vom Motor und wieviel Blow-By Gase überhaupt – nach einer serienmäßigen Abscheideeinrichtung – noch im Entlüftungsschlauch ankommen. Das wird bei älteren oder aufgeladenen Dieselmotoren sicherlich mehr sein, als bei einem modernen Benziner.

Der Eingriff in ein funktionierendes System ist, wie beschrieben, letztlich nicht trivial und sollte gut durchdacht sein. Und dann kann die Nachrüstung einer Öl-Catch-Can durchaus sinnvoll sein.

Fotos: Andreas Woithon, Björn Eldracher