Die nächste Jeep Moab Easter Safari steht an und pünktlich zeigt Jeep, wie gewohnt, die neuen Konzepte für diese Veranstaltung vor. Diesmal präsentiert Jeep sieben Fahrzeuge.

Jeep und sein Tuning- und Motorsport-Partner Mopar haben ihrer Kreativität wieder freien Lauf gelassen. Zum 51.(!) Mal ruft der Hersteller hoch geländegängiger Fahrzeuge wieder ins amerikanische Utah. Neun Tage lang werden Offroad-Touren tausenden Enthusiasten und solche, die es werden sollen, angeboten.

Jeep Grand One

Mopar, der Hersteller der Jeep-Performance-Teile, baute dazu sieben Jeep-Modelle um, um zu testen was beim Kunden ankommt und was nicht. Dazu werden nicht immer nur Neufahrzeuge herangezogen, auch alte Klassiker leben mit neuen Teilen modifiziert wieder auf. Zum 25. Jubiläum des Grand Cherokee gibt es den Jeep Grand One. Ein modernisiertes Exemplar eines frühen ZJ, von 1993.

Auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern, mit 33 Zoll BFGoodrich MT KM2 Reifen bestückt, weiter ausgestellten Radläufen, 2 Zoll Höherlegung und verlängertem Radstand kommt der Cherokee wuchtig daher. In den Achsen können Sperrdifferentiale zugeschaltet werden.

Stilecht ist im Innenraum ein originales Autotelefon der Neunziger-Jahre eingebaut, welches vom satten 5,2 Liter V8 Motor übertönt wird. Als Getriebe wird eine Viergang-Automatik verwendet.

Jeep Safari

Das einfallsreichste Konzept ist vielleicht der Safari. Auffällig sind seine transparenten Aluminium-Vinyl-Türen und die leicht nach außen gedrehten hinteren Sportsitze. Sie gewähren den Insassen einen ungehinderten Blick nach draußen. Zu den technischen Raffinessen oder Spielereien, wie man es auch sehen mag, gehört sicherlich die auf dem Dachgepäckträger untergebrachte Drohne und ein Apple iPad im Armaturenbrett. Die Außenbeleuchtung ist komplett auf LED-Basis.

Als Achsen tragen die bewährten Dana 44 mit sperrbaren Differentialen und einer 2 Zoll Höherlegung. Am Ende der Achsrohre sitzen 18-Zoll-Felgen mit 35 Zoll BFGoodrich MT KM2, die von verstärkten Bremsen verzögert werden. Die Karosserie wurde eingekürzt, was den Safari in schwierigem Gelände beweglicher macht. Stahl-Stoßfänger und Aufsetzschutz-Panels sorgen für den äußeren Schutz. Ein integriertes Druckluftsystem und eine belüftete Powerdome-Motorhaube über dem 3,6 Liter V6-Pentastar-Motor runden Jeep Safari ab.

Jeep Quicksand

„Hotrod meets 4×4“. Das Konzept steht für minimalistischen, lauten und schnellen Fahrspaß. Durch acht röhrende Saugrohre versorgt sich der Mopar 392 Crate HEMI® Motor mit Sauerstoff.

Basis ist ein Wrangler mit verlängertem Radstand, reduzierter Front- und Heckpartie und abgesenktem Hardtop. Die Windschutzscheibe ist niedriger als üblich und lässt mehr Fahrtwind spüren.

Das Interieur wird von der Farbe rot dominiert, in denen auch die zwei gesteppten Sportsitze mit niedrigen Lehnen gehalten sind. Flache Aluminium-Türpanele, eine nach vorne ausgestellte Frontscheibe, ein Schaltknauf in Acrylglas und einen verchromten Rollbügel unterstreichen den sportlichen Charakter.

Auch für die Konzeptfahrzeuge aus der Moab-Reihe neu ist die gemischte Bereifung mit BFGoodrich MT KM2 in 32 Zoll vorne und 37 Zoll hinten, beide auf 18 Zoll Vintage-Style-Leichtmetallrädern mit Zentralverschluss. Vorne sitzt noch eine Warn-Seilwinde und hinten ein Schleppseil.

Jeep Trailpass

Auch aus der Compass-Reihe geht ein Konzeptfahrzeug an den Start. Der Trailpass ist um 1,5 Zoll angehoben worden. Zusammen mit den 18-Zoll-Rädern mit Continental TerrainContact AT-Reifen, kommt er etwas zahmer als die anderen daher, seine Geländegängigkeit wurde dadurch dennoch verbessert. Dazu tragen auch noch die Aufsetzschutz-Schweller und sie am Dachkorb befestigten Sandbleche bei.

Jeep Switchback

Die 4×4-Speerspitze ist der Switchback. Vier Zoll Höherlegung mittels Fox-Dämpfern mit externem Reservoir, zwei Dana-44-Achsen mit gegossenen Differential-Abdeckungen, 10th Anniversary Stahl-Stoßfänger vorn und hinten, Rubicon-Seilwinde von Warn und Frischlufteinlässe auf der Motorhaube, machen dies auch optisch klar.

Ein hochgesetzter Endschalldämpfer und 17 Zoll große Räder in 37 Zoll großen BFGoodrich Mud-Terrain KM2 Reifen verbessern die Offroad-Fähigkeiten des Jeep Switchback weiter.

Die Karosserie des Switchback kennzeichnen seine Concept-Motorhaube, die offenen Halbtüren sowie das Concept Safari Hardtop und das Dachträgersystem. Dazu kommen die hochgesetzten vorderen Kotflügel und der ausklappbare Reserveradhalter von Jeep Performance Parts sowie die schwarze Tankklappe und die Heckleuchten-Schutzgitter von Mopar.

Das Lichtsystem besteht aus einer Concept LED-Lichtbrücke über der Frontscheibe, Concept LED-A-Säulen-Scheinwerfern, LED-Heckleuchten sowie Jeep Performance Parts LED Haupt- und Nebelscheinwerfern.

Jeep CJ66

Der CJ66 ist nicht nur ein modifizierter Jeep, sondern gleich drei. In ihm stecken der Rahmen des Wrangler TJ, die Karosserie des CJ Tuxedo Park von 1966 und Teile des JK. Damit er fährt, und das ordentlich, kommt noch ein Mopar 345 Crate 5.7 HEMI Motor mit 383 PS vorne rein. Die Power muss nur noch durch ein Sechsgang-Schaltgetriebe auf die Dana-44-Achsen gewuchtet werden.

Der Jeep CJ66, der sein Debüt schon auf der Specialty Equipment Market Association (SEMA) Show 2016 in Las Vegas hatte, besitzt die passende Mopar 345 Crate HEMI Motor-Abdeckung und wie beim Switchback ist der Mopar-Endschalldämpfer hochgesetzt. Der Wagen ist mit der Performance Part 2-Zoll-Höherlegung ausgestattet. Der Jeep hat vier 35 Zoll FGoodrich AT-Reifen auf 17 Zoll Beadlock-Felgen. Verbreiterte Concept Kotflügel vorn und hinten, Mopar 10th Anniversary Wrangler JK Rubicon Stoßfänger, Jeep Performance Parts Unterfahrschutz und Frontstoßfänger-Platten sowie Concept Jeep Performance Parts Schwellerschutz-Schienen machen zusätzlich fit für den Offroad-Einsatz.

Damit der Fahrer immer den richtigen Luftdruck in den Reifen wählen kann, wurde ein Concept Zweiwege-Luftdrucksystem eingebaut. Mopar LED-Bernstein-Nebellampen und eine Mopar-Seilwinde von Warn fanden auch noch Platz im CJ66. Ein vom Rennsport inspirierter Kraftstoff-Einfüllstutzen sitzt hinten links auf dem Radkasten der Ladefläche, auf der auch das Ersatzrad montiert ist.

Fahrer und Beifahrer sitzen in Dodge Viper Sportsitzen von einem eigens angefertigten Überrollkäfig mit Bikini-Top geschützt.

Jeep Luminator

Da sollte jedem Jeep Fahrer ein Licht aufgehen, denn Licht im Gelände ist das Thema des Jeep Luminator. Er wartet mit einem ganzen Arsenal an Lichtquellen auf, allesamt entwickelt von der Magneti Marellis Automotive Lighting Division. Fiat lässt grüßen und möchte seine Töchter in den Fokus stellen.

Dieses auf einem Wrangler basierende Concept Car hat magnetische Unterflur-Felsleuchten, kraftvolle sieben Zoll-LED Projektions-Hauptscheinwerfer, LED-Heckleuchten, LED-Spotleuchten an der A-Säule, LED-Zusatzscheinwerfer mit Kurvenlicht-Nebellampen auf dem Stoßfänger und niedrige integrierte LED-Zusatz-Spotleuchten hinter der Frontscheibe. Der Jeep Luminator verfügt außerdem über LED-Versionen der serienmäßigen 100-Millimeter-Nebelscheinwerfer und Blinkleuchten des Wrangler.

Auf seiner Motorhaube trägt der Luminator eine LED-Lichtbrücke mit Scan-Funktion, aktiven Spotleuchten und dynamischer Verfolgungstechnologie, die dabei hilft, Wildunfälle auf den dunklen Trails zu verhindern. Am Heck agiert das mittig hochgesetzte Bremslicht zusätzlich als Scouting-Lampe für Trail-Fahrten mit LEDs in mehreren Farben mit unterschiedlicher Bedeutung: Rot bedeutet Stopp; Bernstein bedeutet eine Geschwindigkeit bis fünf Kilometer pro Stunde; Grün eine Geschwindigkeit von fünf bis 40 Kilometer pro Stunde; die Farbe Weiß dient als Flutlicht nach hinten.

Passend zur umfangreichen Beleuchtung trägt der Luminator auf dem Dach ein Solarpanel und eine Landeplattform für eine Beleuchtungsdrohne. Dazu kommt ein abnehmbarer runder Container am Reserverad sowie ein kapazitiver Touchscreen am linken hinteren Seitenfenster mit Internet- und GPS-Konnektivität.

© Fotos: Fiat Chrysler Automobiles N.V.