Wenn weitaus mehr als zweihundert Land-Rover sich Anfang April auf den Weg in den südlichsten Süden Deutschlands machen, dann ist es wieder Zeit für den Landy-Park in Lindau. Udo und sein Team hatten dieses Jahr wieder zum Saison-Auftakt auf ihren Camping-Platz eingeladen.

Bereits Donnerstag reisten viele Land-Rover-Freunde an. Unter Tarps, Markisen und vor Lagernfeuern kämpften sie trotzig gegen Regen und Kälte. Gegrillt wurde natürlich auch, wen stört schon das Wetter. 

Am Freitag begann der Run auf die besten Plätze. Alle paar Minuten fuhren Land Rover auf den Platz, einzeln oder gleich im Konvoi. Am Nachmittag hatte sich bereits eine beträchtliche Anzahl an Landys versammelt. Trotzdem ließ es sich Udo nicht nehmen, jeden persönlich per Handschlag zu begrüßen.

Die Markisen wurden ausgerollt, Hubdächer und Dachzelte aufgeklappt und langsam verwandelte sich der Campingplatz in einen Landy-Platz. Die Fahrer der Wohnmobile auf der anderen Seite des Platzes kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Aber auch für den Landy-Besitzer gab es viel zu sehen. Land Rover so unterschiedlich sie nur sein können. Besonders beeindruckend waren die Biberacher Militär Land Rover, die viel Zeit und Energie in die originalgetreue Restauration ihrer Fahrzeuge gesteckt haben.

Jedes Fahrzeug, jeder Besitzer hat seine eigene Geschichte und viele davon wurden abends an den Lagerfeuern erzählt. Jede Menge inspirierende Gespräche und eine tolle Atmosphäre. 

Am Samstag Abend gab es einen Vortrag von Mareike und Björn über ihre sechsmonatige Reise durch Nordamerika. Danach erzählten Ruth und Jürgen von Sojombo.de über ihre Tour von Karelien bis Murmansk.

Sonntags ging es für einige Landy-Fahrer zum letzten Mal zum gemeinsamen Frühstücksbuffet während andere nochmals die Kaffeekocher an den Fahrzeugen anschmissen. Für die Langschläfer gab es dann um 10:00 Uhr einen musikalischen Weckruf von der Dudelsack-Band „Bags and Pipes“. Nachmittags leerte sich der Platz zügig und der Land-Rover-Zauber verlor sich auf den Straßen, die von Lindau in alle Himmelsrichtungen führen. Schön war’s.

© Bilder: Klaus Wolf und Bernd Schmidt