Phil und Karo von The Sunnyside erkunden zusammen mit ihrem Defender Willi die Welt. Doch Willi kann ein anstrengender Reisegenosse sein. Hier könnt ihr lesen, was die drei in Kanada erlebt haben.

Hey, wir sind Phil und Karo aus dem Münsterland, die zusammen mit ihrem Defender Willi die Welt erkunden. Angefangen hat alles 2015 mit der Umrundung Australiens. Hier entstanden auch unsere ersten Youtube-Videos, die hauptsächlich bei unseren Freunden und der Familie ein absoluter Renner waren. Doch das Reisefieber hatte uns gepackt.

Wieder in Deutschland angekommen, kauften wir uns ohne weiteres Nachdenken einen alten, rostigen 1992er Land Rover Defender 110. Wie wir ihn wieder straßentauglich machen sollten, war uns bis dahin noch ein totales Rätsel. Das Einzige, was wir wussten, war, dass wir mit diesem alten Auto unsere zweite große Runde beginnen wollten.

Nachdem wir unseren Defender, den wir „Willi“ tauften, über den TÜV bekommen hatten, ging es auch schon los mit dem Innenausbau. Mit kalten Fingern und Füßen und ganz viel Geduld haben wir „Willi“ über 6 Monate lang in ein wohnbares »4-Season-Go-Anywhere« -Abenteuermobil umgebaut. Natürlich war die Kamera die ganze Zeit mit dabei und hat unsere wachsende Zuschauerzahl immer wieder aufs Neue unterhalten. Hier gibt es die Videos.

Im März 2017 ging es dann für „Willi“ aufs Schiff nach Kanada. Rund drei Wochen später konnten wir ihn dann endlich im Hafen von Halifax in Empfang nehmen. Unsere Reise startete mit dem Cabot Trail, der sich 300 km entlang der kanadischen Ostküste schlängelt. Dank der Kälte von Minus 17 Grad Celsius und des Schnees hatten wir die Straßen komplett für uns. Weiter ging es nach Sydney in Nova Scotia, wo wir gezwungenermaßen wegen eines Schneesturmes für zwei Wochen fest saßen.

Karo von Thesunnyside in Alaska

Aber wir hatten großes Glück und wurden von einem begeisterten Landy Fahrer aufgenommen. Der führte uns direkt auch in seine Offroad-Gruppe „Pirates Offroad Nation“ ein, die sich jeden Sonntag zum Offroaden trifft. Wir wurden herzlichst aufgenommen und sind nun die ersten Mitglieder aus Deutschland.

TheSunnyside mit Pirates Offroad Nation«

Leider ließ der Frühling auf sich warten, weshalb wir uns entlang der Ostküste Richtung New York City aufmachten. Unseren ersten Zwischenstopp legten wir auf der Halbinsel Cape Cod ein. Hier überprüften wir Willis Offroad-Qualitäten am Strand, während wir gleichzeitig die vorbeiziehenden Wale beobachteten.

Kurz danach passierte es zum ersten Mal, Willi hatte keine Lust mehr und blieb liegen. Die Wasserpumpe von unserem 300Tdi hatte sich exakt an der Grenze von Rhode Island zu Connecticut verabschiedet. Dank der Hilfsbereitschaft der Restaurantbesitzerin Mia, konnten wir per Overnight Zustellung eine neue Wasserpumpe von Rovers North ordern. Phils neu erworbene Mechaniker-Kenntnisse führten dazu, dass die Pumpe innerhalb eines Nachmittages auf dem Restaurant-Parkplatz eingebaut war und wir unseren Weg nach New York City fortsetzen konnten. Hier geht’s zum Video.

Phil baut die neue Wasserpumpe ein, TheSunnyside

In NYC angekommen, verbrachten wir die Nächte auf Staten Island und probierten uns in Stealth Camping aus, während wir tagsüber die Stadt erkundeten.

TheSunnyside

Nach einigen Tagen ging es dann wieder über Vermont zurück nach Kanada. In Vermont statteten wir Rovers North noch einen Besuch ab und tauschten bei der Gelegenheit den Kupplungszylinder aus. Auf Youtube ansehen.

TheSunnyside Kupplungszylinder tauschen

Wir besuchten Toronto, gingen wandern im Bruce Peninsula und Pukaskwa Nationalpark und fuhren über Winnipeg Richtung Westen. In den kanadischen Rocky Mountains fing Willi an einen Höllenlärm beim Fahren zu veranstalten. Es stellte sich heraus, dass die Kreuzgelenke von der hinteren Antriebswelle sich komplett verabschiedet hatten. Wir fuhren schnurstracks zum nächsten Autoteilehändler, der, wie es der Zufall so wollte, noch zwei Gelenke auf Lager hatte. Das es dort die Ersatzteile für unser Auto gab, grenzte an ein kleines Wunder, da der Defender nie in Kanada verkauft wurde!

Phil repariert mal wieder TheSunnyside

Nachdem wir dieses Problem behoben hatten, entdeckten wir eine entlegene Recreation Site, mit Blick auf die immer noch verschneiten Bergspitzen und den tobenden White River, der sich entlang des Tales schlängelt. Willi und wir waren in unserem Element. Natur pur! 

Weiter ging es durch die beeindruckenden National Parks von Banff und Jasper. Nach einigen sportlichen Wandertagen und vielen Bären- Sichtungen ging es weiter nach Dawson Creek. Hier befindet sich die „Mile 0“ und somit der Startpunkt des Alaska Highways. Von dort aus führte uns der Highway entlang von Seen über kleine Dörfer, einem verschneiten Pass, trotz Hochsommers und heißen Quellen, 1.420 Kilometer nach Whitehorse.

TheSunnyside auf dem Alaska Highway

TheSunnyside auf dem Alaska Highway

Diese Stadt ist Dreh- und Angelpunkt jeder Yukon-Reise. Hier haben wir unseren „Willi“ geparkt und sind 300 Kilometer durch die Wildnis des Yukon Rivers gepaddelt. Ohne Handyempfang und Zeichen der Zivilisation, sind wir nach sieben Tagen gut erhalten wieder in Whitehorse angekommen. Hier könnt ihr unsere Fahrt auf dem Yukon River bewundern.

Den Alaska Highway haben wir dann für einen kleinen Umweg links liegen gelassen und sind in die Westernstadt Dawson City gefahren. Hier fühlten wir uns wie in die Goldgräberzeit zurückversetzt mit den nicht geteerten Straßen, Casinos und Saloons, in denen die Frauen noch Cancan tanzen.

TheSunnyside auf dem Yukon River

Von dort ging es dann über eine kleine Straße nach Alaska und schließlich nach Fairbanks. Welche Abenteuer wir sonst noch so erlebt haben, könnt ihr jetzt regelmäßig hier nachlesen. In der Zwischenzeit schaut doch gerne mal auf www.youtube.com/thesunnysidephil vorbei. Dort findet ihr wöchentliche Videoupdates zu unseren erlebten Offroad-Abenteuern und Bastel-Videos. Viel Spaß dabei.

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