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Matzker in der Wueste: Expeditionsfahrzeug an einer Sandduene

40 Jahre Matzker: von der Sahara über die Dakar zum Grenadier

Der Kölner Offroad-Spezialist Matzker feiert seinen 40. Geburtstag. Wer die Szene ein bisschen kennt, kennt den Namen: erst als Adresse für harte Expeditionsumbauten, lange als Land-Rover-Haus, heute als einer der erfolgreichsten INEOS-Grenadier-Partner. Wir haben uns die Firmengeschichte angeschaut, die in den Wüsten Nordafrikas beginnt und dann noch ein paar Kurven nimmt.

Angefangen hat alles in der Wüste

Die Firmengeschichte beginnt nicht in einer Werkstatt, sondern im Sand. Denn Gründer Amadeus Matzker war schon 1985 in den Wüsten Nordafrikas unterwegs, weit weg von Straßen und Hilfe. Dort lernt man schnell, welche Technik hält und welche liegen bleibt, und dass es oft keine zweite Chance gibt. Dieses Gespür für Fahrzeuge unter Extrembedingungen wurde später zum Markenkern.

Handwerklich war Matzker früh dran. Schon als Gymnasiast kaufte er Autos, richtete sie her und verkaufte sie weiter, zunächst im elterlichen Garten. 1986, mit gerade 20 Jahren, gründete er damit eine Firma. Aus der kleinen Werkstatt wurde über die Jahre ein Betrieb mit sogar internationalem Ruf. Der Anspruch war von Anfang an: individuelle Konzepte statt Lösungen von der Stange. „Geht nicht, gibt’s nicht“ war bei Matzker nie ein Spruch fürs Poesiealbum, sondern eher Arbeitsalltag. 2003 zog die Firma auf das größere Gelände in der Robert-Perthel-Straße in Köln, wo sie bis heute sitzt.

Die Rennstrecke als Testlabor

Amadeus Matzker fuhr selbst, und zwar hart. Als Konstrukteur und Fahrer seines eigenen Rallye-Teams startete er bei internationalen Wüstenrennen, darunter die Baja Aragón, die UAE Desert Challenge und die Dakar. Über 250.000 Kilometer in den härtesten Wüsten der Welt und mehr als 25.000 Rallyekilometer kamen so zusammen.

Das war Leidenschaft, keine Frage. Aber es war auch das beste Testlabor, das man sich denken kann. Er lernte, was im Rennen unter Volllast hielt oder eben brach, und seine Erfahrungen flossen direkt zurück in die Werkstatt. Ein gebrochenes Bauteil wurde so lange überarbeitet, bis es eben den Extrembedingungen standhielt. Aus diesem Wechsel von Fahren und Nachbessern sind die Matzker-Produkte gewachsen, und genau davon profitieren sie bis heute.

Amadeus Matzker bei der Abu Dhabi Desert Challenge 2014
Matzker-Rallyefahrzeug in der Wuestenduene

2016: ein harter Einschnitt

2016 starb Amadeus Matzker überraschend und für die Firma war das die vielleicht größte Bewährungsprobe. Seine Frau Nina Matzker und Bernhard Körner übernahmen gemeinsam die Geschäftsführung, ohne Übergabezeit wurden sie ins kalte Wasser geworfen. Körner kennt den Laden von der Pike auf: Er stieg als Lehrling zum Automobilkaufmann bei Matzker ein und wurde 2012 Verkaufsleiter, bevor er nach oben rückte. Bis heute haben sie den Betrieb stabil gehalten und ihn zeitgleich neu aufgestellt.

Die Matzker-Geschaeftsfuehrung: Bernhard Koerner und Nina Matzker

Vom Land Rover zum Grenadier

Der wohl mutigste Schritt kam 2023: Matzker gab den Handelsvertrag mit Jaguar Land Rover auf. Für ein Haus, das lange fürs Thema Land Rover stand, war das damals eine echte Ansage. Fast zeitgleich ergab sich die Chance beim INEOS Grenadier. Erst als Kommissionspartner gestartet, wurde Matzker schnell vollwertiger Handels- und Servicepartner und zählt heute zu den erfolgreichsten Adressen im INEOS-Netz.

Damit ist die Geschichte natürlich nicht zu Ende. Aber 40 Jahre, von der Düne bis zum Grenadier, sind erst mal einen Glückwunsch wert. Auf die nächsten Abenteuer.