Vom 24. bis 26. Juni feierte die Adventure Southside ihr Debüt am Bodensee. Es war eine Offroad- und Survivalmesse mit Vorträgen, Messeareal und Zusatzprogramm auf einem sehr schönen Gelände. Sie ist das südliche Pendant zur Adventure Northside in Walsrode, die bereits letztes Jahr zum ersten Mal stattfand.

Im Süden Deutschlands ist die Adventure Southside die erste Messe ihrer Art. Dementsprechend waren bereits viele Gäste der Region gespannt, auf dieses neue Format.

Ralf Urbanek hat mit der Lochmühle eine schöne Anlage gefunden, die mit viel Charme  ein familienfreundliches Ambiente bot. Die Lochmühle ist ein über 400 Jahre alter Bauernhof und bietet unter anderem einen Quad-Parcours, einen Streichelzoo und einen Abenteuerspielplatz, aber auch eine Hotelanlage und ein Restaurant.

Auf dem Messeareal gab es drei Bereiche. Im Jurtenland zeigten Bushcraft- und Survivalexperten, wie zum Beispiel Swiss Bushcraft, ihr Können beim Feuer machen, Bogen schnitzen und gaben Tipps zum Überleben in der Natur.

Im Quad-Bereich wurden Quads in allen erdenklichen Größen und Ausstattungen angeboten. Zudem gab es eine Rundstrecke für Kinder.

Der größte Bereich widmete sich den Reisen mit Fahrzeugen. Einige Reiseanbieter boten geführte Touren mit dem Motorrad oder dem 4×4-Fahrzeug nach Asien und Südamerika an. Dazu gab es Kabinen und Expeditionsmobile in klein und groß zu bestaunen. Die Besucher konnten bei vielen Händlern direkt nützliche Ausrüstung für Camping und Fahrzeug erwerben.

Ein Highlight der Messe waren die 22 Vorträge. Es gab lehrreiche Vorträge wie zum Beispiel der Fotokurs von Andreas Hülsmann, der Vortrag von Ulrich Dolde über den Ausbau von Wohnmobilen oder „Dirty Dozen – essbare Pflanzen“ von Joe Vogel.

Zudem berichteten viele Vortragende von ihren abenteuerlichen Reisen auf der ganzen Welt. Es gab eindrucksvolle Bilder zu sehen, tolle Geschichten zu hören und auch einige wertvolle Informationen für Reisende in der Planungsphase.

Roland Sachse berichtete über seine neunmonatige Tour mit seiner Enfield durch Indien und Nepal, die ihn mitsamt Flug, Kauf- und Verkauf seines Motorrads insgesamt nur 2.800 Euro kostete. Am Sonntag gab es von Thomas Rahn und Sabine Hoppe von abseitsreisen.de zwei hervorragende Vorträge zu ihren Reisen durch  Südamerika und Afrika mit ihrem Kurzhauber namens „Paula“.

Neben der Messe gab es ein großes Camping-Areal. Die ersten beiden messenahen Wiesen waren schnell voll. Der dritte Bereich lag auch nur ein paar Fußminuten von der Ausstellung entfernt. Dort gab es jedoch nur wenige Dixie-Klos und keine Duschen. Die Camper auf der weiter entfernten Wiese mussten zum Duschen einmal quer über die Messe laufen, was bei der Messegröße und der diesjährigen Besucherzahl noch in Ordnung war.

Am Freitag begann die Messe mit verhaltenem Besucherzustrom bei brütender Hitze. Am Freitagabend gingen heftige Gewitter an der Lochmühle vorbei, die heftigen Regen mit sich brachten.

Auch am Samstag und Sonntag gab es immer wieder Schauer. Dennoch fanden einige Tausend Besucher den Weg zur Messe. Insgesamt war die Adventure Southside gut besucht und der Veranstalter Ralf Urbanek war sehr zufrieden.