In der 4×4-Szene sind die meisten naturgemäß auto-affin und nicht wenige sind dabei Freunde der Marke Land Rover. Aber auch außerhalb der Allradgemeinschaft gibt es etliche, die sich für die britischen Klassiker erwärmen können. Kamen doch von der Insel viele wunderschöne und auch heute noch begehrte Fahrzeuge, die in den Glanzzeiten des angelsächsischen Automobilbaus gebaut wurden. Namen wie Jaguar oder Aston Martin, um nur zwei zu nennen, sind weltweit ein Begriff für zeitlos schöne Automobile. Für alle Autofreunde gibt es einen Ort, den es sich zu besuchen lohnt: Das Heritage Motor Centre in Gaydon, U.K.

Die gesamte britische Automobilgeschichte unter einem Dach

Wenige Kilometer südöstlich von Birmingham gelegen, nicht weit von Solihull und Coventry, beides Orte die in der Automobil-Geschichte Englands eine große Rolle spielen, findet sich das Museum direkt neben dem Entwicklungszentrum von Jaguar Land Rover (52°11.379’N 1°28.740W).

In der zweistöckigen Ausstellungshalle erwarten einen ca. 300 Fahrzeuge der großen und der kleinen Hersteller. Das Gesamtgelände umfasst ca. 26 ha. Wurden ehemals nur Fahrzeuge aus dem British Leyland Verbund ausgestellt, finden sich dort heute Modelle aller britischen Hersteller. Es gibt feste Themenbereiche, wie der Auf- und Abstieg der britischen Automobilindustrie sowie eine Zeitreise durch die Modelle der einzelnen Jahrzehnte. Zudem werden wechselnde Ausstellungen angeboten. Die Örtlichkeit wird von Autoclubs und Vereinen für Treffen oder eigene Ausstellungen genutzt.

Viele besondere Landys sind dort zu besichtigen

Was die Freunde der Allradler angeht, so finden sich im Museum einige Exponate, die das Herz höher schlagen lassen. Den größten Teil nimmt hier natürlich Land Rover ein, schließlich gibt es nicht so viele andere Allradmarken von der Insel. Ausnahmen sind da der Nuffield Gutty, der Mini Moke und der Austin Champ, ehemals Konkurrent von Rover bei den Ausschreibungen für das britische Militär. Für die Landyfraktion finden sich hingegen etliche Ausstellungsstücke. Z.B. Huey (HUE 166), jedem Land Rover Fan als der erste Landy bekannt, die vergangenen Land und Range Rover der Königsfamilie, ebenso wie die Filmfahrzeuge aus den Kinofilmen Lara Croft und Judge Dredd, seltene Umbauten, wie den 6×6 Forward Control und ein Range Rover der British Trans-Americas Expedition.

Selberfahren ist möglich

Wer selbst einmal einen Land Rover durch unterschiedliches Gelände steuern möchte, kann dies bei der Land Rover Experience tun, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Auf einem Rundkurs können die Fähigkeiten der Fahrzeuge getestet werden. Zusätzlich gibt es noch eine Fahrschule und für Kinder wird ein kleiner Klettergarten angeboten.

Der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei £12.-, Kinder über 5 Jahre müssen £8.- bezahlen, unter 5 Jahre ist der Eintritt frei. Es gibt auch einen Familientarif, der für 2 Erwachsene und bis zu 3 Kindern bei £34.- liegt. Die aktuellen Preise gibt es hier.