Cooking off the Road - Reisekochbuch Michael Scheler

Buchrezension COOKING OFF THE ROAD von Michael Scheler

Michael Scheler kennen sicher einige von euch. Nicht nur, dass er für verschiedene Offroad-Zeitschriften schreibt, so hat er bereits einige Artikel für Matsch&Piste verfasst. Nach seinem ersten Buch „Off the Road“, gibt es nun sein zweites Werk ein Reisekochbuch „COOKING OFF THE ROAD“.

„COOKING OFF THE ROAD“ ist ein Reisekochbuch für Offroader, Camper und Abenteurer mit vielen Tipps, leckeren Gerichten gewürzt mit einer Vielzahl an kleinen Geschichten. Die Rezepte sind von mir alle – nach Betrachtung der Zutatenliste und des Fotos – für lecker befunden worden. Die Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus und die Zubereitung ist denkbar einfach. Also genau das Richtige für unterwegs.

Ein Reisekochbuch mit Geschichten

Das Buch beginnt mit der Geschichte, wie Michael Scheler selbst zum Kochen kam und was seine Philosophie beim Kochen ist. In den ersten Kapiteln widmet er sich dann den Lebensmitteln auf Reisen, wie man sie transportiert und frisch hält. Denn während wir zu Hause einen großen Kühlschrank, viel Platz im Vorratsschrank oder Keller haben, so sind die Möglichkeiten im Reisefahrzeug doch begrenzt. Deshalb ist es sinnvoll vor dem Start zu überlegen, was überhaupt mit soll, wie ihr Lebensmittel und Kochutensilien am sichersten aufbewahrt und wie ihr sie am besten verstaut.

Sich für die Reise mit einem Vorrat auszustatten, ist natürlich sinnvoll, da ihr nicht unbedingt wissen könnt, welche Zutaten im Reiseland leicht zu beschaffen sind und was man vielleicht gar nicht bekommt. In den meisten Ländern Europas ist das vielleicht nur selten ein Problem. In Ländern wie der Mongolei oder im tiefsten Afrika überhaupt einen Laden zu finden, kann schon recht abenteuerlich sein. An dieser Stelle auf sein Glück zu vertrauen, kann klappen. Wer aber nicht auf Zufälle steht, dem kommt Michaels Buch sicher gut zupass.

Ich packe in mein Reisemobil …

Geht es euch auch so? Irgendwas haben wir immer vergessen, wenn wir unterwegs kochen wollen. Mal das Brettchen, mal das Sieb und im schlimmsten Fall die Spülschüssel. Ich muss mir meistens ein Schälmesser bei anderen Campern leihen. Wer denkt schon an sowas! Und überhaupt, habt ihr schon mal Kohlen ohne Anzünder anbekommen? Ist auch echt schwierig.

Michael gibt in seinem Kapitel „Grundlagen beim Kochen unterwegs“ viele gute Hinweise, welche Dinge nützlich sind und auf keinen Fall vergessen werden sollten. Wobei ich bei diesem Kapitel wirklich fasziniert war, was alles in so einen Suzuki Jimny, Michaels Reisefahrzeug, reingeht. Aber was muss der Selberkocher auf einer Reise mitnehmen? Nun, Trinkwasser auf jeden Fall. Dem Thema hat Michael gleich ein ganzes Kaptitel gewidmet. Hier erklärt er, wie man Trinkwasser über einen längeren Zeitraum haltbar machen oder gar aufbereiten kann.

Da sich beim Kochen unterwegs doch eine Menge Möglichkeiten bieten, geht Michael in seinem Buch ausführlich auf Equipment sowie Garmöglichkeiten ein, wie z.B. Dutch Oven, verschiedene Kocher-Arten, Kochgeschirr mit abnehmbaren Griffen oder Omnia-Camping-Backofen. In diesem Kapitel hätte ich mir für den Anfänger vielleicht noch eine Anleitung gewünscht, wie man zum Beispiel den Dutch Oven benutzt oder wie das eigentlich mit dem Omnia-Camping-Backofen funktioniert. Aber ich vermute, Michael setzt einfach voraus, dass derjenige, der ein solches Kochgerät besitzt, sich schon mit der Benutzung beschäftigt hat.

und da koche ich…

Nach gut dreißig Seiten interessanten Infos zum Thema Kochen auf Reisen und der Vorbereitung, kommt der für mich als Rezeptbuchjunkie spannendste Teil, nämlich die Rezepte. Michael hat für jeden Geschmack etwas dabei: vegetarische Rezepte, Rezepte mit Fleisch oder Fisch, Suppen und Eintöpfe, Brote und Kuchen und einige Rezepte für Salate, Dressings, Grillsaucen und Dips. Nicht zu vergessen Nachtische und Süßes.

Mir hat bei den Rezepten sehr gut gefallen, dass Michael viele seiner Rezepte mit kleinen Geschichten einleitet. So erzählt er, beispielsweise wie er zu dem Rezept gekommen ist, wo er es gegessen hat oder über denjenigen, der es für ihn einmal gekocht hat.

Auch schön ist, dass es zu fast allen Rezepten ein Bild gibt, so dass ich nach dem Kochen gleich sehen kann, ob mir das Rezept gelungen ist oder nicht. Bei einigen Rezepten sind sogar die Schritte bebildert und zwischendrin gibt es immer mal wieder Reisebilder, die Lust machen gleich loszufahren.

Fazit: Auf jeden Fall für die nächste Reise kaufen! Ein schönes Rezept-Buch mit vielen Tipps und Geschichten. Man merkt dem Buch an, dass der Autor sein Handwerk gelernt hat und gerne Geschichten erzählt. Eine schöne Reiselektüre.

Einige von Michael Schelers Omnia-Rezepten findet ihr übrigens auch bei Matsch&Piste.

Das Reisekochbuch hat 192 Seiten. Bestellen könnt ihr es bei uns im Shop oder bei Amazon.

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