Mit dem Schulbus in die Wildnis – Eine Familie reist ein Jahr lang durch die Weiten Nordamerikas. Das klingt genauso spannend wie schon der Titel des ersten Buches von Heike Praschel. Der Titel macht auch dieses Mal wieder Lust aufs Reisen. Nordamerika, ohnehin schon ein sehr lohnendes Reiseziel und dann noch mit einem dieser großen amerikanischen Schulbusse, für viele wahrscheinlich so etwas wie ein Kindheitstraum.

Wer das Buch Weltenbummler von Heike Praschel gelesen hat, kann sich bestimmt noch erinnern, dass die Familie, nach einem Erlebnis damals, eigentlich gar nicht mehr nach Nordamerika reisen wollte. Doch der Drang nach Freiheit und der Ruf der Wildnis waren größer. Das ist gut so, denn dadurch kommen wir Leser in den Genuss dieser neuen, spannend erzählte Reisegeschichte. Was euch in diesem Buch erwartet, verraten wir in dieser Buchvorstellung.

Auch bei dieser Reise geht es wieder ohne großartige Vorbereitungen los. Nichts ist bis ins Detail geplant. Der Kauf des Schulbusses erfolgt schon vor dem Eintreffen in Nordamerika durch Freunde vor Ort. Schon die Daten des neuen Reisevehikels sind eindrucksvoll: Stolze elf Meter lang, Baujahr 1986 und zu Beginn der Reise rund 225.000 Meilen auf dem Tacho. Das wird spannend…

Auf den 256 Seiten nimmt Heike Praschel ihre Leser mit auf eine wunderbare Reise, die die Familie mit Frankie, so wurde der fahrbare Untersatz kurzerhand getauft, bis nach Alaska im Norden und Mexiko im Süden führte.

Eine schöne Reise authentisch erzählt

Der Leser bekommt hier keinen chronologischen Reisebericht, sondern abwechslungsreich erzählte Geschichten von den Erlebnissen und Begegnungen unterwegs. So ist der Leser von Anfang an mitten im Geschehen.

Lebhaft und mit Humor erzählt Heike Praschel von wunderbaren Begegnungen mit Menschen unterwegs, von Naturerlebnissen, aus dem Reisealltag und auch mal über die kleinen und großen unvorhersehbaren Ereignisse, die auf so einer Reise immer mal auftreten können und für die, die hier Reisenden manchmal durch eine liebenswerte Schusseligkeit selbst verantwortlich sind. Die Kombination aus alldem und noch viel mehr macht schließlich das Unterwegssein aus.

Dazu gehört auch, dass eine häufig präsente Angst vor Wildtieren und insbesondere Bären sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Dies liegt vermutlich an einem einschneidenden Erlebnis mit einem Wildtier zu Beginn der Reise. Ich finde es gut, dass in einem Bericht zu einer Abenteuerreise, Ängste geäußert werden und nicht nur über „abenteuerliche Heldentaten“ berichtet wird. Das macht es interessant, zeigt eine gewisse Größe des Autors und macht die Geschichte authentisch.

Es ist großartig zu sehen wie die Kinder mit der Natur und all den neuen Begegnungen umgehen und so auf eine ganz andere Art und Weise lernen, als in der Schule. Ein Lernen fürs Leben.

Wie schon das erste Buch, ist dieses ebenso schön bebildert. So kann der Leser auf über 60 Fotos in der Buchmitte selbst in die Reise eintauchen und erhält auch so Vorstellung davon, was die Familie unterwegs erlebt hat.

Fazit zu Mit dem Schulbus in die Wildnis von Heike Praschel

Dieses Buch beweist einmal mehr, dass es auch bei wenig Planung oder Rückschlägen wie etwa einer Panne unterwegs, immer eine Lösung gibt. Dies oftmals durch die großartige Hilfsbereitschaft von bis dahin fremden Menschen, die uns Reisenden häufig widerfährt.

Dies ist, wie das erste Buch von Heike Praschel, ein weiteres tolles Beispiel wie sich Träume vergleichsweise einfach verwirklichen und leben lassen!

Eine schöne Reisegeschichte, unterhaltsam und spannend erzählt.

Preise: 15,00 Euro als Taschenbuch, 20,00 Euro als gebundene Version und 14,99 Euro als eBook; jeweils inkl. MwSt.

Seiten: 256

Verlag: Malik

Sprache: Deutsch

ISBN: 978-3-492-40636-9 (Taschenbuch)

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Über die Autorin: Die Autorin Heike Praschel ist gelernte Kinderpflegerin und freischaffende Autorin und lebt mit ihrer Familie in der Oberpfalz. In 2018 ist das hier vorgestellte Buch „Mit dem Schulbus in die Wildnis“ erschienen. Es ist seit 2020 auch als Taschenbuch verfügbar. Bereits 2014 erschien das Buch „Weltenbummler“, welches wir ebenfalls hier auf Matsch & Piste vorgestellt haben.

Wenn ihr noch mehr von der Familie Praschel lesen möchtet, dann schaut doch mal auf ihrer Facebook-Seite Discover The World – Familie Praschel entdeckt die Welt vorbei. Tolle Fotos der Reisen findet ihr auch bei Instagram.