Vom 5.8. bis 7.8. fand auf dem Gelände des F60 Besucherbergwerks das diesjährige Offroad-Sommerfestival statt. Über 500 Offroad-Begeisterte zog es an diesem Wochenende in die Niederlausitz.

Das Camp-Gelände des Offroad-Sommerfestivals lag rund um den imposanten Rest der F60 Förderbrücke, die mit ihren knapp 80 Metern Höhe und 11.000 Tonnen Stahl alles überragte. Dieses Jahr wurde das Camp um eine Fläche am Bergheider See erweitert, die aufgeforstete Abraumhalde. Wer dort stand, hatte einen direkten Blick auf den See. Einige Kinder nutzen die Nähe gleich für einen ausgiebigen Badespaß im lauwarmen Wasser. Aber im Gegensatz zur Sundown Summit, der Schwesterveranstaltung des Offroad-Sommerfestivals, stand nicht das Camp, sondern das Fahren im Gelände im Fokus.

So trafen sich tagsüber die Teilnehmer im einem knapp 20 Kilometer entfernten Offroad-Gelände. Alle Klassen gaben sich ein Stelldichein, vom Quad bis hin zum Rallye-LKW. Das sandige Gelände, die Kiesgrube am Windpark Klettwitz, hatte steilere und wenig steile Ab- und Auffahrten zu bieten. Zusätzlich gab es einige auch tiefe Schlammlöcher, Verwerfungen und Kletterspalten, die durch Erosionsrinnen gebildet wurden.

Am Freitag Abend gab es nach der Begrüßung einen kurzweiligen Vortrag von Andreas Pflug über seine zweiwöchige Reise durch den Balkan. Im Anschluss gab es eine Vorführung von „Top Gear Bolivia Special – Director’s Cut“. Das „Top Gear“-Team war unterwegs in Range Rover, Land Cruiser und Suzuki durch den Regenwald bis zur Atlantikküste in Chile. Dann weiter durch die Atacama-Wüste, über die Anden und über die Yungas-Todesstraße „El camino de la muerte“. Wenn das keine Einstimmung auf den folgenden Tag war.

Am Samstag ging es wieder ins Gelände. Mittags wurden im Eingangsbereich einige Wettbewerbe veranstaltet, darunter ein Speed-Race und ein Mud-Race, das sich großer Beliebtheit erfreute.

Abends gab es am Strand direkt am Camp einen Nachtfahrwettbewerb, bei dem die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen konnten. Doch nicht immer gelang den Offroadern die Einfahrt ins Ziel. Nicht wenige scheiterten am Ende an der Auffahrt zur Straße. Der leichte Anstieg zum Ziel und der Sand schluckten einfach zu viel Leistung. Danach gab es ein großes gemeinsames Lagerfeuer am Strand.

Während der gesamten Veranstaltung war schon morgens für Verpflegung gesorgt. Neben frischen Brötchen und Aufschnitt gab es sogar Rührei. Am Getränkestand war bis in die Nacht die Versorgung mit alkoholfreien Getränken und Bier gesichert. Zusätzlich gab es Essensstände mit Gulasch, Erbsensuppe aber auch Burger und Hotdogs.

Neben Toiletten gab es auch Duschen auf der Haupt-Camp-Area. Das etwas weiter entfernte Camp-Areal am See war gut mit Dixi-Klos bestückt, die auch regelmäßig gereinigt wurden. Nur eines trübte den Festival-Genuss: Zeitgleich fand in der Nähe wohl eine nicht genehmigte Techno-Veranstaltung statt, die das Camp zwei Tage und Nächte lang mit dröhnenden Beats beschallte. Das raubte so manchem den Schlaf. In der zweiten Nacht hatte jemand aus dem Camp die offensichtlich wenig geniale Idee, die Beats durch wohlklingendere Disco-Musik zu übertönen, was zu noch mehr Lärm führte.

Doch trotz zwei Nächten mit wenig Schlaf war das Offroad-Sommerfestival 2016 eine wirklich gelungene Veranstaltung. Großes Lob an Andreas Pflug und das gesamte Team von OF Series für die tolle Organisation.