Kommunikation ist ein wichtiges Thema auf Reisen. Sei es, die Familie wissen zu lassen, dass es einem gut geht oder in einem echten Notfall die Möglichkeit des Notrufes zu haben. Fast jeder von euch hat ein Mobiltelefon oder Funk im Fahrzeug. Aber wie sieht es mit einem Satelliten-Messenger aus?

Im Alltagsgebrauch fällt uns hierbei natürlich sofort das Smartphone ein. Smartphones sind heute mit allerlei praktischen Möglichkeiten und Funktionen ausgestattet. Das funktioniert auch alles ganz gut, natürlich nur so lange eine Mobilfunknetzabdeckung vorhanden und der Akku geladen ist. Zudem sind gewöhnliche Smartphones weniger robust und anfällig für Beschädigungen etwa durch herunterfallen oder äußerliche Einwirkungen durch Staub oder Sand. Und dann? Heute möchte ich euch dazu einmal sogenannte Satelliten-Messenger vorstellen.

Vor einigen Jahren brachte die amerikanische Firma „SPOT“ einen kleinen Notsender heraus. Ich habe damals erste Erfahrungen mit einem solchen GPS-Messenger, dem „SPOT“ der ersten Generation, gemacht. Angeschafft für eine Transasienreise, welche zu der Zeit noch etwas abenteuerlicher war, als es heute der Fall ist. Schon das Gerät war sehr robust, einfach in der Bedienung und nur etwas größer als eine Schachtel Zigaretten. Seitdem hat sich technologisch einiges getan, und ihr habt mittlerweile eine größere Auswahl bei diesen kleinen Geräten. Auch der Funktionsumfang hat deutlich zugenommen. Grund genug, sich dazu einmal einen Marktüberblick zu verschaffen und euch zu zeigen, was welches Gerät leistet. Dabei möchte ich euch ein möglichst breites Bild von den Möglichkeiten der Satelliten-Messenger in diesem Bereich geben.

Was können diese kleinen Geräte?

Die Grundfunktionen sind bei vielen dieser kleinen Satelliten-Messenger gleich. In der Regel bekommt ihr damit eine Tracking-Funktion. Bei dieser wird euer Standort und der Track oder die eures Fahrzeuges aufgezeichnet und gespeichert. Zum Auslesen und Weiterverarbeiten etwa in Form einer Karte habt ihr dann verschiedene Möglichkeiten auf die ich später noch eingehe.

Alle im Folgenden vorgestellten Satelliten-Messenger können den jeweiligen Standort auch übertragen, etwa an hinterlegte E-Mail-Adressen oder per Textnachricht an Mobiltelefone. Oft ist dabei noch eine vordefinierbare Nachricht und ein Link inkludiert, mit dem die Position auf einer Karte, beispielsweise „Google Maps“ angezeigt werden kann. Eine praktische Funktion, damit Daheimgebliebene euren Standort verfolgen können.

Eine abgeschwächte Form des Notrufes ist eine sogenannte Hilfsnachricht. Mit dieser Funktion könnt ihr eine vorprogrammierte Nachricht verschicken, um zum Beispiel eine Vertrauensperson um Hilfe zu bitten.

Die vierte und meines Erachtens hier wichtigste Grundfunktion ist das Benachrichtigen von Such- und Rettungskräften im Notfall. Dazu wird der Notruf mit der aktuellen Position an eine Zentrale übertragen und von dort Such- oder Rettungskräfte alarmiert.

Die Technik dahinter lässt sich schnell zusammenfassen. „GPS“-Satelliten, wie ihr sie von eurem Navi kennt, übermitteln Signale zur Positionsbestimmung. Der „GPS“-Chip im Messenger ermittelt eure Position. Der Messenger bereitet die Nachricht auf, zum Beispiel die Übertragung der eigenen Position, und sendet diese an einen Kommunikationssatelliten. Von dort werden die Daten weiter verteilt, kommen über Satellitenantennen wieder auf der Erde an und gelangen in das Telekommunikationsnetz zur Auslieferung. Dies beispielsweise in Form einer E-Mail oder SMS, an den Empfänger. Klingt ganz einfach, oder?

Soweit die Grundfunktionen. Viele dieser Geräte bieten euch auch noch Zusatzfunktionen oder andere Merkmale, die wir uns nun einmal genauer anschauen.

Viele der GPS-Messenger bieten sinnvolle Zusatzfunktionen…

…und sind mehr als nur ein Tracker oder Notsender.
Nachfolgend beschreibe ich euch die Zusatzfunktionen, die einige dieser Geräte bieten. Was jedes einzelne Gerät im Detail kann, erfahrt ihr dann im Teil „Welche Geräte gibt es und was bieten sie euch?“ dieses Artikels.

  • Zwei Wege Kommunikation mittels SMS und E-Mail: Hiermit habt ihr die Möglichkeit einer Kommunikation in beide Richtungen. Dies ist etwa vergleichbar mit Messengern beim Smartphone. So könnt ihr etwa mit Freunden unterwegs kommunizieren auch wenn die Mobilfunknetzabdeckung fehlt. Ebenso ist eine Kommunikation mit den Rettungsdiensten im Notfall möglich, die Funktion erlaubt also Rückfragen. Auf eine SMS kann meist direkt geantwortet werden. Bei E-Mails ist das nicht möglich. Hier muss zunächst ein Link, der in der E-Mail enthalten ist, angeklickt und dann über ein Web-Frontend geantwortet werden. Klingt etwas kompliziert, ist jedoch nicht schwieriger als ein Webmail-Postkorb zu nutzen, wie ihr es unterwegs wahrscheinlich ohnehin für eure E-Mails tut. Eine Besonderheit bezüglich der Kommunikation in Richtung des Messengers kann sein, dass dabei eine internationale Mobilfunknummer verwendet und diese dynamisch vergeben wird, d.h. der Messenger ist nur von einem Mobiltelefon aus erreichbar, auf welches zuvor eine Nachricht eingegangen ist. Telefonate sind nicht möglich, dazu gehe ich später noch kurz bei den Alternativen ein.
  • Individuelle Nachrichten versenden: Neben der als Grundfunktion vorhandenen Möglichkeit vordefinierte Nachrichten zu versenden, habt ihr bei dieser Funktion die Option individuelle Nachrichten per Tastatur einzugeben und zu versenden. Die so Nachricht kann als E-Mail oder SMS an eine oder mehrere Personen gleichzeitig versendet werden. In der Regel ist die Nachricht auf 160 Zeichen pro Nachricht limitiert, das kennt ihr sicher noch von den SMS beim Mobiltelefon.
  • Teilen des Standortes: der aktuelle Standort kann in sozialen Netzwerken oder auf einer Karte geteilt werden. Diesen Track könnt ihr auch in eure eigene Webseite einbinden, ein witziges Detail für eine Reisewebseite. Auch ein kontinuierliches Tracking durch Personen, die Kenntnisse eines speziellen Links haben, wird so möglich. So können Freunde und Verwandte eure Route verfolgen. Bei einigen Geräten ist auch eine Ortung möglich.
  • Versenden eines Bewegungsintervalls und Livetracking: dies kann der Fahrzeugüberwachung dienen, dazu später noch mehr.
  • Wetterdaten: Mit verschiedenen Geräten können auch Wetterinformationen abgerufen werden. Dabei handelt es sich um Wettervorhersagen für die aktuelle Position. Dazu ist auf jeden Fall ein kostenpflichtiges Abo erforderlich.
  • Landkarten: Einige Messenger erlauben auch die Installation von Landkarten und die einfache Wegpunktnavigation wie ihr es von eurem klassischen „GPS“-Gerät kennt. Es gibt sogar Garmin-Geräte, bei denen via „Birds Eye App“ und WLAN-Verbindung mit Internetzugang das Herunterladen von Satellitenbildern möglich wird.
  • Konnektivitäten zu verschiedenen anderen Geräten wie beispielsweise Smartphone, Tablet oder Outdoor-„GPS“-Uhr: So können Nachrichten auf diesen Geräten empfangen und von dort gesendet werden, Routen geplant, die aktuelle Position angezeigt werden und vieles mehr.
  • Weitere nennenswerte Funktionen, die bei einigen Geräten vorhanden sind, sind eine praktische Taschenlampenfunktion, Kompass, Kalender, Sonnen- und Mondzeiten, Stoppuhr bzw. Alarmwecker und ein integrierter Höhenmesser.
  • Darüber hinaus gibt es noch weitere Funktionen wie zum Beispiel spezielle Serviceleistungen für die Luftfahrt. Das würde den Rahmen dieses Ratgebers sprengen.

Für wen sind die Messenger geeignet?

Durch ihre Vielseitigkeit sind die verschiedenen Messenger für eine ganze Reihe von Anwendungsfällen geeignet. Ihr möchtet einfach Eure Route tracken? Oder auch ohne Mobilfunkabdeckung die Möglichkeit haben, den Daheimgebliebenen ein sicheres Gefühl geben, dass ihr OK seid? Oder wisst ihr, dass ihr euch auf eurer Reise häufig in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung aufhalten werdet und möchtet daher die Option haben, in lebensbedrohlichen Situationen die Rettungsdienste einfach und schnell zu informieren? All diese Möglichkeiten bieten die handlichen kleinen Sender. Insbesondere wenn ihr alleine in abgelegene Regionen reist, kann ein solcher Satelliten-Messenger ein gutes Ausrüstungsdetail sein, dass nicht nur ein gutes Gefühl gibt, sondern Leben retten kann. So bin ich damals auf einen Satelliten-Messenger gekommen, da ich alleine mit dem Motorrad gereist bin.

Auf der Internetpräsenz der Firma „SPOT“ findet ihr einige interessante Berichte zu Rettungsaktionen, die aufgrund eines Satelliten-Messengers in die Wege geleitet wurden. Eine ähnliche Information bietet dieser Garmin-Blog.

Für alle die nur sporadisch auf Tour gehen, sind die Kosten für diese Geräte sicherlich zu hoch. Wer nur seine Route tracken möchte, kann in vielen Fällen auch zu Smartphone und Tablet mit entsprechender App oder dem ohnehin vorhandenen klassischen Navigations-System greifen. Hier bieten sich auch einfache „GPS“-Tracker an. Für alle die jedoch regelmäßig fernab unterwegs sind und auch extreme Touren fahren, sind die kleinen „GPS“-Messenger sicherlich eine wertvolle Ergänzung der Ausrüstung.

Mit welchen Satellitensystemen arbeiten die Satelliten-Messenger?

Die hier vorgestellten Satelliten-Messenger arbeiten mit zwei verschiedenen Netzen.
„Iridium“ hat ein sehr engmaschiges Netz von 66 Satelliten, die auf verschiedenen Umlaufbahnen um die Erde kreisen.
„Globalstar“ ist ein Satellitenkommunikationsnetz welches dem „Iridium“ Netz ähnelt. Es basiert auf 48 Satelliten, die in etwa 1.400 km Höhe um die Erde kreisen.
„SPOT“-Geräte, die mit dem „Globalstar“ Netz arbeiten, bieten eine fast weltweite Netzabdeckung, jedoch nicht überall. In einigen Gebieten gibt es keine oder nur eine eingeschränkte Abdeckung. Teile, des bei einigen Fernreisenden beliebten indische Subkontinent und Teile Afrikas, sind beispielsweise nicht abgedeckt. Prüft am besten mit Blick auf euer Reisevorhaben genau, ob das Zielgebiet abgedeckt ist. Aktuelle Karten bzw. Angaben dazu gibt es hier.

Das „Iridium“-Netz, mit welchem beispielsweise die „Garmin inReach“ Geräte, die „Bivy Sticks“ sowie der „Somewear Global Hotspot Messenger“ arbeiten, bietet prinzipiell eine weltweite Abdeckung. Hier gibt es nur sehr leichte Einschränkungen aufgrund von Embargobeschränkungen (z.B. Iran und Sudan). Sogar an den Polkappen steht „Iridium“ zur Verfügung. Das „ProteGear A*LIVE“-Gerät u.a. auch auf „Iridium“ Basis und hat bezüglich der Konnektivität auch noch eine interessante Besonderheit, auf die ich später noch eingehe.

Wie funktioniert der Notruf?

Der Notruf wird über eine Taste am Gerät selbst ausgelöst. Während mein altes Gerät hier noch etwas anfällig für eine versehentliche Auslösung war, ist die entsprechende Taste heute, etwa durch eine Abdeckung oder ähnlichem gut gesichert bzw. eine andere Sicherungsmaßnahme eingebaut, um ein unbeabsichtigtes Auslösen zu vermeiden.
Ist der Notruf abgesetzt geht dieser über das jeweilige Satellitennetz und Bodenstationen in einer Rettungszentrale, in der Regel beim internationalen Such- und Rettungsdienst Zentrums „GEOS“ ein.
Nach einem Notruf wird der Standort fortan in einem festgelegten Zeitintervall an die Zentrale gesendet.
Diese Zentrale ist rund um die Uhr besetzt und kontaktiert bei einem eingegangenen Notruf, die definierte Notfall-Kontakte des Nutzers und alarmiert die in Frage kommenden Rettungskräfte. Die Kosten eines derartigen Einsatzes lassen sich über die „GEOS“ Rettungsversicherung abdecken.

Nach eigenen Angaben habe das „GEOS International Emergency Response Coordination Center (IERCC)“ seit 2007 mehr als 11.000 Notfallmaßnahmen organisiert und könne in über 200 Sprachen und Dialekten interagieren. In diesem Video ist die Rettungskette übrigens gut erklärt.

Welche Geräte gibt es und was bieten sie euch?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe Geräte auf dem Markt. Die bekanntesten sind wohl die „SPOT“- und die „Garmin inReach“ Geräte. Aber auch auf andere teilweise noch wenig bekannte Produkte wie den „Bivy Stick“ und den „Somewear Global Hotspot Messenger“ soll hier eingegangen werden. Zudem stelle ich euch mit dem „A*LIVE SmartSafety Tool“ noch ein interessantes Hybrid System vor.

SPOT

Die „SPOT, LLC“ ist Eigentümerin von „Globalstar, Inc.“, mit Hauptsitz in Covington, Louisiana und einer EU-Niederlassung in Dublin, Irland. „Globalstar“ ist ein führender Anbieter von Satelliten-Kommunikationslösungen für den geschäftlichen oder privaten Gebrauch.
„SPOT“ bietet seit Jahren verschiedene Satelliten-Messenger und Tracker an. Zur aktuellen Produktpallette gehören „SPOT X Bluetooth„, „SPOT GEN3 Messenger“ und „SPOT Trace„, welche wir uns jetzt einmal genauer ansehen.

Der handliche „SPOT GEN3 Messenger“ bietet eine SOS Funktion für lebensbedrohlichen Situation oder kritische Notfälle, um Notdienste über euren genauen Aufenthaltsort zu informieren und Hilfe anzufordern. Das Internationale Notrufzentrum „GEOS“ alarmiert die zuständigen Rettungsdienste weltweit Gleichzeitig wird ein „GEOS“-Mitarbeiter eure hinterlegten Notrufkontakte anrufen und über den Stand der Rettung informieren. Übrigens, Auch wenn euer „SPOT“ den Standort via GPS nicht bestimmen kann, wird ein Notfallsignal abgesetzt. In dem Fall jedoch ohne genauen Standort, wobei auf Basis der letzten bekannten Position eine Suche eingeleitet werden kann.

SPOT Satelliten-Messenger © SPOT LLC

SPOT Satelliten-Messenger
© SPOT LLC

Bei einem nicht-lebensbedrohlichen Notfall könnt ihr die sogenannte Hilfe-Funktion nutzen, um euren Freunden oder Familienangehörigen mitzuteilen, dass ihr Hilfe benötigt. Dazu können bis zu zehn Kontakte hinterlegt werden, die durch eine vorgefertigte Nachricht inklusive der aktuellen GPS-Koordinaten informiert werden.

Die sogenannte „OK-Nachricht“, ermöglicht es euch, Freunde und Familie wissen zu lassen, dass es euch gut geht, indem eine vorprogrammierte Nachricht zusammen mit eurem GPS-Standort versandt wird. Ähnlich ist auch eine individuelle Nachricht möglich.

Mit der Tracking-Funktion (könnt ihr eure Standorte verschicken und abspeichern und es Freunden und Familie damit ermöglichen, den Reiseverlauf in nahezu Echtzeit über Google Maps mitzuverfolgen. Mit eurem „SPOT“ Benutzerkonto könnt ihr auch eine „shared page2 anlegen, auf der die Tracking-Daten dann veröffentlicht werden können und gegeben falls diese sogar in eure eigene Webseite einbinden.

Technische Daten

  • Länge: 8,7 cm
  • Breite: 6,5 cm
  • Dicke: 2,5
  • Gewicht: 114 g (inkl. Batterien)
  • Betriebstemperatur: -30°C bis 60°C
  • Betriebshöhe: -100 m bis 6.498 m
  • Feuchtegetestet: MIL-STD-810F, Methode 507.3, 95% bis 100% kond.
  • Vibrationsgetestet: per SAE J1455
  • Wasserfest: IP X7 (1m bis zu 30 Min), schwimmt auf dem Wasser
  • Widerstand: Das Gerät wurde aus 1 m Höhe auf eine harte Oberfläche, zweimal auf alle sechs Seiten fallen gelassen.
  • Farbe: schwarz, orange

SPOT X Bluetooth

Mit dem „SPOT X Bluetooth“ ist „SPOT“ auch in die Zwei-Wege-Kommunikation eingestiegen und bietet einen Zwei-Wege-Messenger an. Dadurch könnt ihr nun auch Nachrichten empfangen und im Notfall direkt mit der Rettungsleitzentrale „GEOS“ kommunizieren, dies etwa um die näheren Umstände des Notfalls beschreiben können. So erhaltet ihr auch eine Bestätigung, sobald Hilfe unterwegs ist.

Satelliten-Messenger SPOT X Bluetooth © SPOT LLC

SPOT X Bluetooth
© SPOT LLC

Der „SPOT X Bluetooth“ ist durch seine integrierte Tastatur etwas größer in den Abmessungen. Auch dieses Gerät bietet euch die Möglichkeit einer SOS-Nachricht wie der „SPOT GEN 3 Messenger“. Die Zwei-Wege-Kommunikation lässt euch Nachrichten an und von Mobilfunknummern sowie E-Mail-Adressen von nahezu überall auf der Welt. Mit der „OK-Nachricht“, lasst ihr Freunde und Familie unkompliziert und schnell wissen, dass es euch gut geht. Diese Nachricht könnt ihr beispielsweise immer dann nutzen, wenn ihr abends ein Camp angesteuert habt. Auch bei diesem Gerät könnt ihr vordefinierte und individuelle Nachrichten versenden. Beim Tracking teilt ihr eure Route mit Freunden und Familie.

Der „SPOT X Bluetooth“ bietet zudem noch eine interessante Funktion mit einem eingebauten Kompass und programmierbaren Wegpunkten zur Navigation.

Technische Daten

  • Länge:
    16,6 cm

  • Breite: 7,4 cm
  • Dicke: 2,4 cm
  • Gewicht: 198,4 g (inkl. Batterien)
  • Betriebstemperatur: -30°C bis 60°C
  • Betriebshöhe: -100 m bis 6.500 m
  • Feuchtegetestet: MIL-STD-810G
  • Vibrationsgetestet: per SAE J1455
  • Staub-/Wasserfest: IP 67 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: Keine Angabe
  • Farbe: schwarz, orange

SPOT Trace

Beim „SPOT Trace“ handelt es sich um einen reinen Satelliten Tracker, der eine gewisse Sicherheit dadurch bietet, dass eure Route verfolgbar wird. Da dieses Gerät jedoch keine Notruf Funktion hat, gehe ich darauf später bei den möglichen Alternativen noch ein.

Kürzlich wurde die neueste Generation, der „SPOT GEN4 Messenger“ vorgestellt, welcher im Herbst auf den Markt kommen soll. Die Weiterentwicklung der bekannten und erprobten Geräte umfasst neben einem moderneren Design, neue LED-Anzeigen und eine magnetische Abdeckung der SOS und Hilfe Tasten. Das neue Gerät ist nach IP68 geschützt.

Garmin inReach

Garmin ist vielen von euch aus dem Navigationsbereich bekannt. Das Unternehmen mit mehr als 14.500 Mitarbeitern an 65 Standorten weltweit, ist einer der der weltweit führenden Anbieter im Bereich der Navigation und entwickelt hochwertige Produkte für die Automobilbranche sowie für die Bereiche Luftfahrt, Marine, Outdoor und Sport.
„Garmins inReach“ Geräte versprechen weltweite Erreichbarkeit auch ohne Mobilfunknetz. Mit diesen Geräten, könnt ihr Nachrichten schreiben und empfangen, Tracks aufzeichnen und teilen und im Notfall Hilfe rufen, auch in Form eines SOS-Notrufes. Über das „Iridium- Satellitennetzwerk wird der Notruf an die „GEOS“-Zentrale weitergeleitet und von dort eine Rettung angestoßen.

Satelliten-Messenger Garmin inReach © Garmin Deutschland GmbH

Garmin inReach
© Garmin Deutschland GmbH

Garmin hat dazu verschiedene „inReach“ Geräte im Programm, von denen wir uns das „inReach Mini„, das „inReach Explorer+„, das „inReachSE+“ und das „GPSMAP 66i“ nun einmal genauer ansehen.
Das „inReach Mini“ ist ein kompaktes Satelliten-Kommunikationsgerät, welches alle wesentlichen Funktionen erfüllt. Es ist nur etwa 10 cm x 5 cm x 2,5 cm groß und 100 g leicht.

Satelliten-Messenger Garmin inReach mini © Garmin Deutschland GmbH

Garmin inReach mini
© Garmin Deutschland GmbH

Dank der Zwei-Wege-Kommunikation könnt ihr damit Nachrichten an jede Mobilfunknummer und E-Mail-Adresse versenden und empfangen. Auch zwischen „inReach“-Geräten kann kommuniziert werden. Im Notfall kann ein interaktiver SOS-Notruf an „GEOS“ ausgelöst werden. Ebenso könnt ihr ganz einfach eure aktuelle GPS-Position ermitteln und diese mit Freunden und Familie zuhause teilen. So wissen sie immer, wo ihr gerade seid und dass es euch gut geht. Als weiteres Feature könnt ihr Wetter-Updates auf das „inReach Mini“ erhalten und Vorhersagen für die aktuelle Position oder für andere Wegpunkte eurer Route anfordern.

Darüber hinaus ist eine Kopplung mit anderen Mobilgeräten (Bluetooth) und Garmin-Geräten sowie die Nutzung von Garmin-Anwendungen möglich um den Funktionsumfang und Komfort zu erweitern.

Technische Daten

  • Länge: 9,9 cm
  • Breite: 5,17 cm
  • Dicke: 2,61 cm
  • Gewicht: 95 g
  • Betriebstemperatur: Keine Angabe
  • Betriebshöhe: Keine Angabe
  • Feuchtegetestet: Keine Angabe
  • Vibrationsgetestet: Keine Angabe
  • Staub-/Wasserfest: IP X7 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: Keine Angabe
  • Farbe: rot, schwarz oder schwarz

Das Interessante am „inReach Explorer+“ ist, dass es sich um ein Satellitenkommunikations-Handgerät und GPS-Navigationsgerät in einem handelt.

Garmin inReach Explorer+ © Garmin Deutschland GmbH

Garmin inReach Explorer+
© Garmin Deutschland GmbH

Zu den Funktionen dieses Gerätes gehören unter anderem der Zwei-Wege-SMS-Versand mit weltweiter Iridium-Abdeckung, das Auslösen eines interaktiven SOS-Notrufs an „GEOS“, der Notfallüberwachungszentrale, die Positionsverfolgung und Teilen von Daten mit Familie und Freunden (auch über das „MapShare-Portal“). Ebenso ist die schon bekannte eine Kopplung mit kompatiblen mobilen Geräten via Bluetooth und über die „Earthmate-App“, möglich. So kann auf herunterladbare Karten und Luftaufnahmen zugegriffen werden.

Zusätzlich bietet der „inReach Explorer+“ vorinstallierte OSM-Karten mit GPS-Routenführung auf dem Display sowie einen integrierten digitalen Kompass, barometrischen Höhenmesser und Beschleunigungsmesser. Darüber hinaus ist auch das Empfangen von Wetterdaten möglich.

Das Garmin „inReach SE+“ ist ähnlich zum schon vorgestellten „inReach Explorer+“. Die Nachrichtenfunktionen sind bei beiden Satelliten-Kommunikationsgeräten identisch. Doch in der GPS-Navigation unterscheiden sich die beiden Modelle. Das „inReach SE+“ ist hier quasi mit einer abgespeckten Variante unterwegs und verwendet nur eine grundlegende Navigation, welche es euch ermöglicht, Wegpunkte zu setzen, Positionen zu markieren oder einem aufgezeichneten Track zurück zu folgen.

Technische Daten

  • Länge: 16,4 cm
  • Breite: 6,8 cm
  • Dicke: 3,8 cm
  • Gewicht: 213 g (inkl. Akku)
  • Betriebstemperatur: Keine Angabe
  • Betriebshöhe: Keine Angabe
  • Feuchtegetestet: Keine Angabe
  • Vibrationsgetestet: Keine Angabe
  • Staub-/Wasserfest: IP X7 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: Keine Angabe
  • Farbe: rot, schwarz bzw. gelb, schwarz

Ein weiteres für den Offroad-Reisebereich interessantes Gerät ist das „GPSMAP 66i“ aus dem Hause Garmin. Hierbei handelt es sich um ein GPS-Handgerät mit der Möglichkeit der Satellitenkommunikation.

Das Gerät nutzt die bekannten vorinstallierten „TopoActive“ Europa-Karten und kann zur Positionsbestimmung auf zwei Satellitensysteme zurückgreifen (GPS und GLONASS). Zusätzlich können Satellitenbilder heruntergeladen werden. Als optionaler Speicher dient eine MicroSD-Karte.

Mit der aus dem Navigationsbereich geläufigen Garmin „Explore App“ könnt ihr Wegpunkte, Routen und Tracks planen, anzeigen und synchronisieren.
In Regionen ohne Mobilfunkempfang könnt ihr mir diesem Gerät über das Iridium-Satellitennetzwerk weltweit Nachrichten versenden und empfangen sowie SOS-Notrufe absenden.

Ebenso gehören das Abrufen von Wetterdaten zum Funktionsumfang dieses Gerätes. Der „GPSMAP 66i“ ist mit kompatiblen Smartphones koppelbar. So könnt ihr Vorhersageinformationen in Echtzeit sowie Live-Wetterradardaten nutzen. Das „GPSMAP 66i“ hat sogar eine integrierte LED-Taschenlampe, die auch als Rettungssignal verwendet werden kann.

Technische Daten

  • Länge: 16,3 cm
  • Breite: 6,6 cm
  • Dicke: 3,5 cm
  • Gewicht: 241 g (inkl. Akku)
  • Betriebstemperatur: Keine Angabe
  • Betriebshöhe: Keine Angabe
  • Feuchtegetestet: MIL-STD-810
  • Vibrationsgetestet: Keine Angabe
  • Staub-/Wasserfest: IP X7 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: MIL-STD-810F
  • Farbe: schwarz

Bivy Stick Version2

Bivy Stick Version 2 © Bivy“, Headgate, LLC.

Bivy Stick Version 2
© Bivy“, Headgate, LLC.

Bivy wurde von einem begeisterten Bergsteiger, Kletterer, Abenteurer und langjährigem Softwareentwickler gegründet. Der Hersteller hat gerade seinen neuesten „Bivy Stick Blue“ vorgestellt und wirbt damit, dass dies das kleinste und einfachste Satellitenkommunikationsgerät der Welt sei. Dabei ist der „Bivy Stick Blue“ mit GoPro-Befestigungen kompatibel.
Das neue Gerät ist mit 95 Gramm und 111,5 mm x 45 mm x 20,5 mm wirklich sehr leicht und klein und bietet doch zahlreiche Funktionen. Neben der SOS Funktion via Iridium sind dies eine Zwei-Wege-Kommunikation per SMS und E-Mail, Standortfreigabe- und Verfolgung, das Versenden von voreingestellten Nachrichten oder der Empfang von Wetterdaten.

© Bivy“, Headgate, LLC.

© Bivy“, Headgate, LLC.

Bedient wird der „Bivy Stick“ via Bluetooth und App mit dem Smartphone. Hier lag ganz klar ein Nachteil des bisherigen Gerätes, des „Bivy Stick Orange“. Denn es muss für die Benutzung ein funktionierendes Smartphone vorhanden sein. Ist das Smartphone beschädigt, entwendet oder einfach nur nicht geladen, funktioniert das Gerät nicht mehr. Diese Lücke ist mit dem neuen „Bivy Stick Blue“ teilweise behoben worden. Alle kritischen Kommunikationsfunktionen können nun ohne Telefon ausgeführt werden, einschließlich des SOS-Notrufes. Einen Vertrieb in Deutschland gibt es nicht.

Technische Daten

  • Länge: 11,15 cm
  • Breite: 4,5 cm
  • Dicke: 2,05 cm
  • Gewicht: 95 g (inkl. Batterien)
  • Betriebstemperatur: Keine Angabe
  • Betriebshöhe: Keine Angabe
  • Feuchtegetestet: Keine Angabe
  • Vibrationsgetestet: Keine Angabe
  • Staub-/Wasserfest: IP 67 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: Keine Angabe
  • Farbe: grau, blau

Somewear Global Hotspot Messenger

Somewear Global Hotspot Messenger © Somewear Labs, Inc.

Somewear Global Hotspot Messenger
© Somewear Labs, Inc.

„Somewear“ bietet eine Satellitenkommunikationslösung, die ein Smartphone quasi in einen Satellitenkommunikator verwandelt. Der „Somewear Global Hotspot“ wird ähnlich wie der schon vorgestellte „Bivy Stick Blue“ mit dem Smartphone verbunden.
In Zusammenarbeit mit „GEOS“ bietet auch das „Somewear“ Gerät eine Notruffunktion.

Das wichtigste gleich vorab. Ihr benötigt zur Nutzung auch die dazugehörige „Somewear-App“, um die Funktionen für Textnachrichten, Wetterberichte und das Tracking nutzen zu können. Ihr benötigt das Smartphone nicht, um ein SOS Notruf auszulösen. Das geschieht direkt am Gerät selbst. In einem Notfallszenario ist das Smartphone jedoch sinnvoll, da ihr in der App direkt mit den Einsatzkräften kommunizieren könnt (Zwei-Wege-Kommunikation).

Der Somewear Global Hotspot verwendet das „Iridium“-Satellitennetz.
Euer Smartphone und der „Somewear Global Hotspot kommunizieren“ über Bluetooth. Für einen optimalen Betrieb sollten sich beide Geräte nicht weiter als etwa 3 Meter auseinander und sich dazwischen keine größeren Hindernisse befinden.

Hotspot-Messenger und App. © Somewear Labs, Inc.

Hotspot-Messenger und App.
© Somewear Labs, Inc.

Neben der SOS Funktion können mit der „Somewear“-Lösung auch Nachrichten verschickt und empfangen werden. Empfänger können auf eine SMS antworten Wenn ihr eine E-Mail verschickt, kann der Empfänger über eine Webanwendung antworten. Alternativ kann er sich auch bei „Somewear“ registrieren und über die App antworten.

Ebenso bietet dieser Messenger eine Trackingfunktion. Die Standortbestimmung erfolgt via GPS. Das Tracking kann direkt vom Gerät ein- und ausgeschaltet werden.
Eine praktische Zusatzfunktion sind die Wetterdaten.

Technische Daten

  • Länge: 7,6 cm
  • Breite: 9,1 cm
  • Dicke: 2,0 cm
  • Gewicht: 113 g
  • Betriebstemperatur: -20°C bis 60°C
  • Betriebshöhe: keine Angabe
  • Feuchtegetestet: keine Angabe
  • Vibrationsgetestet: MIL-STD-810G
  • Staub-/Wasserfest: IP X7 (1m bis zu 30 Min)
  • Widerstand: MIL-STD-810G
  • Farbe: grau, blau

ProteGear A*LIVE SmartSafety Tool

ProteGear A*LIVE SmartSafety Tool © Global SafeTrack Systems GmbH

ProteGear A*LIVE SmartSafety Tool
© Global SafeTrack Systems GmbH

Die deutsche Firma Global SafeTrack Systems GmbH gibt es seit 2014. Ihr Gründer war zunächst lange Zeit Geschäftsführer bei einem Reiseanbieter. Dort wurden schon Sicherheitssysteme entwickelt. In rund 13 Jahren Entwicklungszeit ist dabei ein universelles und globales Sicherheitssystem entstanden.

Ein sehr interessantes hybrides System ist das „ProteGear A*LIVE SmartSafety Tool„. Das Spannende ist hier, dass „A*LIVE“ mit dem Satellitennetz und dem Mobilfunknetz arbeitet. Das „A*LIVE“ ist etwa so groß wie ein GPS-Handgerät. Aber es kann viel mehr, als nur seine Position zu erfassen und zu übertragen. Durch die Nutzung aller vorhandenen Netze (GSM, LTE, Iridium-Satellite) ist „A*LIVE“ permanent auf der ganzen Welt verbunden. Der Nutzer kann jederzeit Nachrichten austauschen oder einen Notruf tätigen.

Die Notruf-Konfiguration bietet zwei Benachrichtigungsebenen: Zum Beispiel werden als erstes ein Team oder Freunde per SMS oder E-Mail benachrichtigt – wenn diese nicht innerhalb von fünf Minuten reagieren oder wenn die Eskalation manuell ausgelöst wird, werden professionelle Rettungseinrichtungen (wie 112 oder „GEOS“) angerufen. Durch diese Funktion könnt ihr auch Fehlalarme verhindern. Die erste Ebene zur Benachrichtigung eines Teams, Freunde oder der Familie muss jedoch nicht genutzt werden, das Gerät kann so konfiguriert werden, dass der Alarm direkt an 112 oder „GEOS“ geleitet wird.

© Global SafeTrack Systems GmbH

© Global SafeTrack Systems GmbH

Das Gerät bietet umfangreiche Zusatzfunktionen wie die Zwei-Wege Kommunikation, Live-Tracking, verschiedene Alarme (Crash, Totmannfunktion), einen Höhensensor und verschiedene andere Messinstrumente, Wetterdaten und vieles mehr. Darüber hinaus können externe Sensor Daten per Bluetooth übertragen werden (z.B. Pulsmesser). Auch eine LED-Taschenlampe ist integriert.

Darüber hinaus gibt es noch die „A*LIVE“-App. Verbunden mit dem „A*LIVE“-Gerät könnt ihr E-Mails und SMS mit eurem Smartphone senden und empfangen. Des Weiteren gibt es noch eine Web-App, über die Freunde, Familie oder andere Teammitglieder die Reise per Fernzugriff verfolgen können. Eine schöne Sache für Daheimgebliebene. Für die Standortbestimmung ist dieses Gerät GPS, GLONASS und Galileo kompatibel.

Technische Daten

  • Länge: 12 cm
  • Breite: 8 cm
  • Dicke: 4 cm
  • Gewicht: 138 g (inkl. Akku)
  • Betriebstemperatur: -20° bis 60° Celsius
  • Betriebshöhe: Keine Angabe
  • Feuchtegetestet: Keine Angabe
  • Vibrationsgetestet: Keine Angabe
  • Staub-/Wasserfest: IP67
  • Widerstand: Keine Angabe
  • Farbe: rot

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Übersicht über die Geräte

Hier gibt es für euch ein Satelliten-Messenger_Uebersichtstabelle.

Benötigt ihr außer dem Gerät noch etwas?

  • Registrierung und Aktivierung: Haltet ihr euren Satelliten-Messenger in den Händen, muss dieser zunächst registriert bzw. aktiviert werden. Zur Administration ist meist ein Benutzerkonto erforderlich, welches auf der jeweiligen Internetseite der Hersteller eingerichtet wird. Darin werden auch die Notfallkontakte hinterlegt. Zur Aktivierung ist eine Kreditkarte, welcher die regelmäßigen Kosten belastet werden erforderlich. Zudem sind gegeben falls ein paar Konfigurationen wie Einstellen des Tracking-Intervalls o.ä. vorzunehmen.
    Praxistipp: Sofern möglich, solltet ihr bei der Registrierung Angaben zu eurer Person und gegeben falls Mitreisenden machen, dazu können neben Vorerkrankungen und chronischen Leiden auch Angaben zur Reiseart und der Reise selbst gehören. Dies kann Such- und Rettungsteams die Arbeit im Notfall erleichtern.
  • Servicevertrag: um die Funktionen der einzelnen Geräte in Anspruch nehmen zu können benötigt ihr einen kostenpflichtigen Servicevertrag. Neben den Basisverträgen für die Grundfunktionen stehen hier je nach Anbieter verschiedene Abo-Modelle mit Zusatzfunktionen zur Verfügung. Immer mehr werden auch flexible Verträge angeboten. Dabei müsst ihr nicht das ganze Jahr über für die Services zahlen, sondern nur dann, wenn ihr das Gerät für eine Reise aktiviert. Eine interessante Variante für alle, die das Gerät nicht regelmäßig im Einsatz haben. Teilweise fallen noch einmalige Aktivierungsgebühren an. Ich konnte bei meiner Recherche monatliche Mindestkosten zwischen etwa €7,50 und € 20 ermitteln (Funktionen dann teils eingeschränkt), Details könnt ihr der Tabelle und den Kostenplänen der einzelnen Hersteller entnehmen.
  • Versicherungen: ihr habt euch sicherlich schon gefragt, wer denn so einen Rettungseinsatz bezahlt. Im Abonnement des Gerätes nicht enthalten sind die Kosten für eine Such- und Rettungsaktion. Die Kosten einer etwaigen Rettung können über verschiedene Versicherungen abgedeckt werden. Diese solltet ihr beim Kauf des Gerätes gleich passend mit abschließen. Hierzu bietet beispielsweise „GEOS“ separate Versicherungen an. Bei einigen Anbietern kann eine solche Versicherung bei Kauf des Gerätes bzw. Registrierung gleich mit abgeschlossen werden.
  • Tasche oder Box zur Aufbewahrung: Die Geräte sind recht robust. Bei längerem Nichtgebrauch hat sich bei mir eine kleine Mehrzwecktasche bewährt. Dazu bieten sich auch „Pelicases“ an, welche in verschiedenen Größen erhältlich sind.
  • Lademöglichkeit und Spannungsversorgung: Teilweise haben die Geräte enorme Akkulaufzeiten, doch gerade bei einer längeren Reise wird eine Stromquelle benötigt. Die meisten Geräte sind an einer USB-Dose aufladbar, die ihr wahrscheinlich ohnehin im Fahrzeug habt. Darüber hinaus könnt ihr auch eine Powerbank benutzen oder eines der praktischen Starthilfegeräte, die einen entsprechenden USB Ausgang aufweisen. Für den Bivy Stick wird übrigens direkt ein Solar Panel mit angeboten. Für das „ProteGear A*LIVE SmartSafety Tool“ gibt es optional das QI-Induktionsladegerät SOLAR mit integrierter Powerbank.
  • Gerätehalterung: Möchtet ihr das Gerät im Fahrzeug pistensicher befestigen, so gibt es verschiedene Halterungen. Für SPOT Geräte gibt es verschiedene Geräteschalen von RAM Mount, die ihr mit den bewährten RAM Mount Haltern, zum Beispiel einem Saugfuß zur Befestigung in der Windschutzscheibe kombinieren könnt.

    Garmin hat für seine inReach Geräte ebenfalls verschiedene Halterungen und für das „Mini“ sogar ein wasserdichtes Gehäuse im Programm.

    Für den „Bivy Stick“ ist ein mehrteiliges Befestigungsset und weitere Befestigungen erhältlich. Dies sind nur ein paar Beispiele für viele Erweiterungsmöglichkeiten.

Gibt es noch Alternativen zum Satelliten-Messenger?

Nun stelle ich euch noch ein paar andere Geräte oder eventuell in Frage kommende Alternativen vor. Es gibt auch einfachere Tracking Geräte mit SOS Funktion am Markt. Zum Beispiel den GEOsafe. Ein wesentlicher Unterschied zu den hier besprochenen Satelliten-Messengern ist, dass für den „GEOsafe“ kein Abonnement, sondern nur eine Standard-Sim-Karte mit SMS-Funktion benötigt wird. Dieses Gerät ist jedoch nur einsetzbar, wenn eine Mobilfunkabdeckung vorhanden ist.

Satellitentelefone gibt es schon sehr lange am Markt. Diese arbeiten ebenfalls auf verschiedenen Netzwerken und bieten euch Unabhängigkeit von der Mobilfunkabdeckung. Manche Satellitentelefone haben einen SOS-Notrufknopf eingebaut der eine Notfallmeldung absetzt. Satelliten-Telefonie gilt als teuer, dass ist sie aber gar nicht mehr so sehr. Die genauen Konditionen hängen natürlich von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab, auch Prepaid Karten wie vom Mobilfunknetz bekannt, könnt ihr erwerben. Eine gute Übersicht zu den einzelnen Systemen gibt es auf der Seite von Expeditionstechnik Därr.

Sogenannte Personal Location Beacons, also batteriebetriebene Notfunkbaken, sind vor allem aus dem maritimen oder Luftfahrt-Bereich bekannt. Diese sind technisch vergleichbar mit den auf Schiffen genutzten Emergency Position Indicating Radiobeacon Stations (EPIRBs), nur etwas handlicher. Bei Aktivierung senden diese Baken auf internationalen Notruffrequenzen ein Notsignal. Im Prinzip funktioniert das weltweit, mit Ausnahmen aufgrund lokaler Beschränkungen. Mit einer solchen Notfunkbake erhaltet ihr einen reinen Notsender, keine Kommunikationsmöglichkeiten per SMS oder E-Mail, kein Tracking und auch keine weiteren Funktionen. Zudem ist die Funktion in Deutschland fraglich und der Umweg über eine Registrierung im Ausland erforderlich. Meine Recherchen hierzu ergaben, dass PLBs in Deutschland kein Bestandteil der offiziellen Rettungskette sind und es fraglich ist, ob ein damit bei der britischen „Maritime and Coastguard Agency“ eingehende Notruf die verantwortlichen Organisationen in Deutschland erreichen würde. Im Ausland kann das natürlich wieder ganz anders aussehen.

Eine interessante Variante zur Positionsbestimmung und Übertragung bietet der Amateurfunk. Hier gibt es Geräte, die mit dem „Automatic Packet Reporting System“, kurz APRS ausgestattet sind. APRS wurde schon in den 80er Jahren entwickelt und ist eine spezielle Form des Packet Radios, die es ermöglicht Daten, zum Beispiel auch die „GPS“-Position, automatisiert zu verbreiten. Auch Notrufe können in Verbindung mit der aktuellen Position gesendet werden. Zur Nutzung von APRS im Amateurfunkbereich benötigt ihr allerdings eine Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst.
Reine Satelliten Tracker wie der „SPOT Trace“ ermöglichen ein satellitenbasiertes Tracking zur Diebstahlsicherung und Routenverfolgung. Dank 100% Satellitentechnologie funktioniert der „SPOT Trace“ auch abseits von Mobilfunknetzen und ist dabei auch noch sehr stromsparend. Befestigt einfach den Tracker an eurem Fahrzeug und sobald es sich in Bewegung setzt, erhaltet ihr umgehend eine SMS oder E-Mail und könnt den Weg über „Google Maps“ verfolgen. Der „SPOT Trace“ ist schnell montiert, funktioniert teils sogar unter Abdeckungen, ist robust und wasserfest. In diesem Bereich gibt es auch noch weitere Tracker wie etwa das GPS-Ortungssystem TRACEUR. Das System benötigt zur Standortübertragung bzw. Abfrage jedoch eine SIM-Karte, also Mobilfunkabdeckung und arbeitet mit einer Vertrags- oder Prepaid-Karte.

Das App-Zeitalter ist auch im Bereich der Notrufe angekommen. Daher soll es hier nicht unerwähnt bleiben. Kürzlich wurde ich auf die Notfall-App Bergrettung Tirol aufmerksam. Diese App wurde für das Gebiet Tirol entwickelt und übermittelt. die Position des Verunglückten. Gleichzeitig wird dabei eine Telefonverbindung mit der Rettungsleitstelle hergestellt und die benötigten Rettungskräfte alarmiert. Die App ist für Apple und Android verfügbar. Das klingt, obwohl bislang nur für einen sehr beschränkten geografischen Raum ausgelegt und Mobilfunknetz vorausgesetzt, einfach und effizient. Wir dürfen gespannt sein, was sich in diesem Bereich noch entwickeln wird.

Tipp: Übrigens, selbst wenn das Smartphone „keinen Empfang“ anzeigt, würde ich im Notfall trotzdem auch versuchen, die Notrufnummer zu wählen. In der Praxis hat sich schon häufiger gezeigt, dass dieses trotz sehr schwachen Signals funktionieren kann.

Neben all diesen elektronischen Helferlein gibt es natürlich immer noch die klassischen Notsignale, von denen jeder, der gern draußen unterwegs ist, schonmal gehört haben sollte. Der Hilferuf erfolgt dabei beispielsweise durch Licht- oder akustische Signale oder aber auch durch Winken mit den Händen und Gegenständen. Am bekanntesten ist hier bei uns wahrscheinlich das Alpine-Notsignal. Setzt dazu sechs Mal innerhalb einer Minute ein Signal ab, welches große Aufmerksamkeit erregt. Nach einer Minute Pause wird dieses Signal in gleicher Folge wiederholt und so weiter. Als Signal könnt ihr Eure Stirnlampe, eine Signalpfeife oder eure Hände durch Winken einsetzen. Eine weitere von vielen Möglichkeiten ist es, eine Jacke oder einen anderen gut erkennbaren Ausrüstungsgegenstand zu schwenken.

Empfehlungen für die Anschaffung

Möchtet ihr euch einen Satelliten-Messenger zulegen, empfehle ich euch darauf zu achten, dass dieser auch euer Reisegebiet abdeckt. Des Weiteren sollte er gut im Fahrzeug befestigt werden, ein kleines Packmaß haben sie alle. Schaut euch den Funktionsumfang an. Sucht ihr eher ein Gerät, welches ihr nur für den Notfall dabeihaben möchtet, wählt einen einfachen Messenger ohne großen Funktionsumfang. Achtet auf eine gute Akkulaufzeit bzw. die schon erwähnten Lademöglichkeiten. Prüft bitte die Abo-Verträge ganz genau hinsichtlich eurer Anforderungen. Dazu findet ihr weiter vorne in diesem Artikel eine Übersicht. Ähnliche Hinweise gelten natürlich auch beim Mieten eines solchen Geräts.

FAQs

Kann ich ein Gerät mit entsprechender Konnektivität zu Smartphone und Tablet (z.B. via Bluetooth) auch als Modem bzw. Wifi Hotspot benutzen?
Nein, hier ist mir kein Gerät bekannt, dass dieses leistet. Für diesen Zweck empfehle ich einen mobilen WLAN-Router, den es in verschiedenen Ausführungen und Ausbaustufen gibt. Dazu findet ihr hier einen interessanten Artikel auf Matsch&Piste.

Kann das Gerät auch als externer „GPS“-Empfänger genutzt werden?
Mit den „Garmin inReach“ Geräten soll dieses teilweise möglich sein. Allerdings solltet ihr bedenken, dass auch das Gerät wahrscheinlich im Innenraum des Fahrzeugs befestigt ist und so nicht allzu sehr zu einer Verbesserung des Signals beitragen wird. Besser sind hier richtige externe Antennen oder Bluetooth GPS-Empfänger je nach Bedarf.

Fazit

Die kleinen, sehr kompakten Satelliten-Messenger haben teils einen enormen Funktionsumfang, für den nicht unerhebliche regelmäßige Zusatz-Kosten anfallen können. Für den sporadisch Reisenden ist dies sicherlich zu viel des Guten, doch wenn ihr regelmäßig draußen unterwegs seid oder Reisen an abgelegene Orte unternehmt, dann solltet ihr euch überlegen, ob ein solches Gerät nicht eine sinnvolle Zusatzausrüstung darstellt. Besonders alldiejenigen von euch, die ein Gerät rein für den Notfall suchen, dürften mit einem Satelliten-Messenger gut bedient sein.

Zur Kostensenkung bieten sich die schon thematisierten flexiblen Verträge an, bei denen ihr nur dann bezahlt, wenn ihr das Gerät auch nutzt. Verschiedentlich wird auch das Mieten der Geräte für eine Reise angeboten. Dies kann auch interessant sein, wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob ihr wirklich einen Satelliten-Messenger benötigt.
Dieser Artikel soll Anregungen dazu geben, wie der Fall, der hoffentlich nie Eintritt, bei der Reiseausrüstung berücksichtigt werden kann. Am Ende muss natürlich jeder von euch selbst entscheiden, was in der eigenen Situation das richtige ist und wieviel Sicherheit ihr benötigt.
Habt ihr Erfahrungen mit Satelliten-Messengern oder der Notfallkommunikation im Allgemeinen? Dann freuen wir uns über eure Anmerkungen und Ergänzungen.
Das Wichtigste ist es, gut vorbereitet zu sein. In diesem Sinne, wünsche ich euch eine gute Reise!

© Fotos: Die jeweiligen Hersteller