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Weiße Pracht, wohin das Auge blickt.

The Sunnyside – Winter in Kanada

Kanadischer Kälteeinbruch und Willi mittendrin – Wir und unser Defender Willi haben uns schon auf einen langen, kalten Winter in Kanada eingestellt. Doch zu unserer Überraschung ist es an der Küste von Vancouver Island noch angenehm warm und so verbringen wir die letzten Tag vor Weihnachten in der Sonne sitzend am Strand.

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Am Strand auf Vancouver Island.

Auf in den Schnee

Doch dann wird es für uns Zeit, die tolle Insel zu verlassen und uns in die kanadischen Rocky Mountains aufzumachen, denn wir verbringen Weihnachten mit der Familie in Banff. Dieses Städtchen liegt idyllisch inmitten des ältesten Nationalparks Kanadas. Anstelle des Trans-Canada-Highways weichen wir jedoch auf den Sea-to-Sky Highway aus, der kurz hinter Vancouver beginnt. Diese kleine Straße soll eine angenehme Abwechslung zu dem eher monotonen Highway sein. Und tatsächlich, wir gewinnen schnell an Höhe und befinden uns bald in einem wahren Winterwonderland wieder. Überall Schnee, so weit das Auge reicht. Wir verbringen den ersten Abend abseits der Straße an einem bereits zugefrorenen See in der Stille des umhertanzenden Schnees.

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Die ersten Tage im Schnee.

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Weiße Pracht, wohin das Auge blickt.

Verschneite Straßen, tiefe Temperaturen

Den Pass dieser kleinen Straße erreichen wir am nächsten Tag und in Schrittgeschwindigkeit geht es die Serpentinen hinab bis wir das flache Tal erreicht haben. Schon bald sehen wir den grauen Asphalt wieder unter unseren Rädern und der Schnee weicht dem Grün. Der Trans-Canada Highway begrüßt uns zweispurig und wir bemühen uns, uns dem Tempo anzupassen, obwohl unser Defender eher von der langsameren Sorte ist. Der Highway führt uns an kleinen Dörfern entlang und alsbald fallen wieder die ersten Schneeflocken. Bald schon haben wir unseren Zwischenstopp Revelstoke erreicht. Diese Stadt ist das Mekka für jegliche Arten von Wintersport und bringt mit seinem Tiefschnee das Herz jedes Skifahrers und Snowboarders zum Höherschlagen. Hier verbringen wir zwei Tagen mit fantastischen Pulverschneeabfahrten. Doch dann geht es für uns weiter, denn der höchste Pass des gesamten, 7.800 Kilometer langen, Trans-Canada Highways steht uns noch bevor. Dieser Bergsattel, mit dem Namen „Kicking-Horse-Pass“, ist mit seinen 1.600 Metern bei diesen Schneebedingungen eine echte Herausforderung für jedes Auto. In Kanada werden die Straßen außerdem nicht gestreut, sondern nur geräumt, weshalb sich der Highway in kürzester Zeit zu einer Eisfläche verwandelt.

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Auf dem geräumten aber nicht gestreuten Highway.

Wir vermeiden das Bremsen und schleichen mit dem restlichen Verkehr im Schneckentempo durch den Schneesturm, bis wir nach 230 Kilometern erschöpft aber kurz vor Banff auf einem Rastplatz übernachten. Am nächsten Morgen ist der Schneesturm abgezogen und die Sonne begrüßt uns mit jedoch stolzen Minus 15 Grad Celsius.

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Minus 15 Grad. Guten Morgen.

Diesel entforsten in Kanada – mit dem Brenner

Einen Blick auf die Wettervorhersage zeigt uns, dass die Temperaturen weiter sinken sollen und uns kalte Feiertage bevorstehen. Die Vorhersage hat leider Recht und schon am nächsten Tag ist bei Minus 28 Grad Celsius unser Defender tiefgefroren und springt nicht mehr an. Wir präparieren den Innenraum für die nächsten eiskalten Tage vor und schauen regelmäßig nach dem Rechten. Als es wieder an der Zeit ist in unseren Defender umzuziehen um unsere Reise fortzusetzen, unternehmen wir mehrere, leider zum Scheitern verurteile, Versuche unser Auto wieder zu entfrosten. Doch es bringt alles nichts und so muss Hilfe her. Zum Glück kennt sich der kanadische ADAC bestens mit tiefgefrorenen Autos aus und legt zuerst einmal Feuer unter unseren Motor mithilfe eines riesigen Bunsenbrenners.

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Motorentfrosten auf kanadisch. Oben eine Decke, unten ein Brenner.
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Die Kanadier wissen wie ein Diesel entfrostet wird.

Nach einer Stunde des Aufwärmens ist es dann endlich so weit und unser Defender ist wieder zum Leben erwacht. Die Standheizung wird auf höchster Stufe laufen gelassen und wir machen uns zügig wieder auf den Weg und diesmal Richtung Süden, denn Amerika und Mexiko warten schon auf uns. 

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