Loading…
Familienreise in die Mongolei - Teil 2

Eine Familienreise in die Mongolei – Teil 2

Mit einer alten IVECO 90-16 Feuerwehr waren wir mit unseren zwei Kindern Elva (6) und Hanno (3) sowie den zwei Hunden Enna und Tilde bereits seit einem halben Jahr von Mitteldeutschland über die Balkanstaaten in die Türkei unterwegs. Unser Traum: die Mongolei auf dem Landweg erreichen.

Im zweiten Teil des Reiseberichtes reisen wir durch Russland, fahren auf einem alten Meeresboden entlang, bewegen uns mehrere Hundert Kilometer offroad durch die kasachische Steppe und bezwingen den berühmt berüchtigten Pamir Highway. Am Fahrzeug bricht der Ersatzradträger und beinahe die Tankhalterung.

Und es kommt noch schlimmer: Wir müssen wieder einmal ein Krankenhaus aufsuchen. Ob wir unter diesen Umständen die Mongolei, unser Traumziel, erreichen und welche menschlichen Begegnungen uns besonders geprägt haben, erfahrt ihr in diesem Bericht.

Georgien – Neues kommt und andere gehen

Zunächst bleiben wir noch etwas in Georgien. In der Nähe von Kutaissi finden wir eine heiße Quelle und das angenehm warme Wasser ist eine reine Wohltat nach den vielen Hundert Fahrkilometern, die wir von Kappadokien bis hierher zurückgelegt haben.

Zu unserem großen Glück sind wir die Wegstrecke mit Janine und Ingo und ihren beiden Kindern Thea und Ole gefahren. Das Ärztepärchen lernten wir in Kappadokien kennen und weil wir uns auf Anhieb gut verstanden haben, beschlossen wir, die Strecke bis Georgien gemeinsam zu fahren. Nur sollte hier an dieser Quelle leider unsere gemeinsame Zeit nach drei Wochen enden. Wir wollen weiter nach Tiflis und die anderen nach Kutaissi. Die Trennung fällt nicht nur den Kindern schwer. Auch wir Erwachsenen genossen das gemeinschaftliche Reisen sehr. Dass wir ihre ärztliche Hilfe in nicht all zu langer Zukunft benötigen werden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.

Tadschikistan Spielpause auf dem Pamir Highway am Karakul
Tadschikistan Spielpause auf dem Pamir Highway am Karakul

Neue Bekanntschaften

Auf dem Weg nach Tiflis begegnen wir vielen Tieren am Straßenrand, auf den Feldern und auf der Autobahn! Die Kühe scheinen mit der Straßenverkehrsordnung vertraut zu sein, so entspannt, wie sie auf dem Mittelstreifen stehend ihre Köpfe nach links und rechts schwenken, in alle Richtungen schauen und, wenn nichts kommt, gemütlich über die Straße schlendern. Dabei rasen nicht selten Autos mit über 100km/h an ihnen vorbei.

Die Straßen in Tiflis sind nicht weniger aufregend. Ganz im Gegenteil: Sie sind überfüllt und chaotisch. Durchgeschwitzt schaffen wir es, die Feuerwehr auf einem kleinen Parkplatz neben der wunderschönen Sameba Kathedrale abzustellen. Es ist unter Reisenden eine bekannte Anlaufstelle, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu knüpfen und sich auszutauschen. Schade nur, dass der Parkplatz bei unserem Eintreffen ziemlich leer ist. Weitere Reisende? Fehlanzeige! Es ist der 28. März, die Reisesaison hat wohl noch nicht gestartet, vermuten wir.

Als wir am nächsten Tag nach einer Stadtbesichtigung wieder zum Parkplatz zurückkehren, stehen tatsächlich gleich mehrere Reisemobile auf dem Parkplatz. Unter ihnen eine deutsche Familie mit einem alten Wohnmobil, eine Schweizer Familie mit Pick-up und Offroad-Wohnwagen, ein deutsches Pärchen mit 4×4-Kastenwagen, sowie ein niederländisches Pärchen mit einem MAN-Kat-Expeditionsmobil.

So unterschiedlich alle Fahrzeuge sind, so gleich ist unser geplanter Weg. Wir alle wollen in die „Stan-Länder“, den Pamir Highway befahren und einige sogar in die Mongolei! Wir werden alle wiedersehen und mit einigen von ihnen Teile unserer Strecke gemeinsam fahren.

Russland – Verbrannte Einreisedokumente an der russischen Grenze

Am zweiten April fahren wir über die georgische Heerstraße mitten in den großen Kaukasus hinein. Schnee türmt sich meterhoch links und rechts der Straßen auf. Teilweise sind einzelne Straßenspuren gesperrt, dementsprechend lang sind die Lkw-Schlangen, an denen wir vorbeifahren.

Stepanzminda, die letzte Ortschaft vor der georgisch-russischen Grenze, erreichen wir schließlich am frühen Abend. An der vom Bergpanorama umgeben, schön gelegenen Gergetier Dreifaltigkeitskirche übernachten wir, ehe wir am 4. April vor die Tore Russlands fahren. Die Nacht wird eher unruhig, denn wir müssen zugeben, vor dem Grenzübertritt und dem, was uns danach erwartet, haben wir ziemlichen Respekt.

Glücklicherweise verlief die Abfertigung auf georgischer, wie auch auf russischer Seite, nach Stunden in der Warteschlange doch noch sehr schnell. Der Lkw wurde kurz kontrolliert und unsere Pässe gestempelt. Janine, Hanno, Elva und ich sind offiziell eingereist. Fehlt nur noch die Feuerwehr.

Die ausgehändigten Formulare für den Fahrzeugimport füllen wir bestmöglich aus und ich begebe mich mit ihnen zum entsprechenden Schalter. An diesem stehen bereits einige wartende Männer vor einer verschlossenen, weißen Klappe. Irgendwann öffnet sich diese und ich halte dem grimmig heraus schauenden Mann meine Papiere hin. Er nimmt sie, schaut mich an und haut die Klappe wieder zu. Eine gefühlte Ewigkeit später wirft er sie schwungvoll wieder auf, schaut noch grimmiger als vorher, hält meine Formulare in die Luft und ein Feuerzeug darunter!

Diese beginnen sofort zu glimmen. Das Problem? Wir haben unbeabsichtigt einen radierbaren Kugelschreiber benutzt, der natürlich nicht dokumentenecht ist. Mit neuen Papieren und anderen Stift gelingt uns schließlich die offizielle Fahrzeugeinfuhr und nach insgesamt 6 Stunden tuckern wir hinein in das größte Land der Welt.

Maschinengewehr und Hoffnungsschimmer

SIM-Karten dürfen nicht an Ausländer verkauft werden, Starlink ist nicht erlaubt, und das GPS funktioniert mancherorts nicht zuverlässig. Letzteres fällt besonders in und um größeren Städte aus. Darauf waren wir nicht vorbereitet und fuhren mangels Lesekenntnisse von russischen Buchstaben in Wladikawkas erst einmal kilometerlang in die falsche Richtung und damit in unsere erste Polizeikontrolle. „Na toll, das war’s jetzt und dauert bestimmt ewig!“, denke ich noch bei mir. Aber weit gefehlt. Der Polizist ist freundlich, fragt nach unserer Herkunft, wünscht uns alles Gute und lässt uns ohne weitere Kontrolle weiterfahren.

Am nächsten Tag, passieren wir eine weitere Straßenkontrolle, und sehen bereits von Weitem einen Soldaten in Uniform. Das große furchteinflößende Maschinengewehr vor seiner Brust springt uns sofort in die Augen. Unsere Gesichtsausdrücke müssen wohl ziemlich erschrocken gewirkt haben, denn der Mann löst eine Hand vom Abzug, schaut uns an, hebt die Mundwinkel und winkt uns freundlich lächelnd zu.

Die vielen Polizeikontrollen und die Präsenz von Waffen sind ungewohnt und befremdlich für uns, dennoch werden wir stets freundlich behandelt. Kurz vor der kasachischen Grenze sprechen wir mit einem uniformierten Verkehrskontrolleur mittels seiner Übersetzungsapp. Der Mann um die 60, autoritäre Ausstrahlung, wirkt irgendwann ernst, fast schon ergriffen und auf seinem Handy leuchtet mir die Übersetzung seiner soeben gesprochenen Worte entgegen: „Wir Russen sind freundliche Menschen! Ihr seid sicher hier! Dass ihr mit euren Kindern in mein Land reist, gibt mir Hoffnung!“

Sätze die in mir lange nachhallen. Im ersten Moment kann ich dazu nichts erwidern und bin sehr ergriffen. Sind wir doch selbst nicht ohne Vorurteile und sogar auch etwas ängstlich in das Land eingereist und durften in den wenigen Stunden, die wir hier waren, so viel Herzlichkeit, Interesse und Zugewandtheit erleben.

Bei den Ausreisekontrollen bekommen wir Erwachsenen erst unsere Reisepässe zurück, nachdem wir schriftlich einen Fragebogen zur aktuellen Weltpolitik beantwortet haben. Ein Prozedere, das alle Europäer im Moment machen müssen. Natürlich wussten wir darüber im Vorfeld nichts, sodass diese Situation sehr überraschend und aufregend für uns war, da wir die Tragweite der Befragung in diesem Moment nicht einschätzen können.

Kasachstan: Um Berge zu sehen, müssen wir nach unten fahren

Fünf lange Tage fahren wir durch eine nicht enden wollende, weite Ebene. Wohin wir auch blicken, überall sieht es gleich aus. Mittlerweile können wir uns schon fast nicht mehr daran erinnern, wie der Schlafplatz am Vorabend aussah. In der Steppe sind sie alle ziemlich ähnlich.

Irgendwann schließlich, taucht wie aus dem Nichts ein Verkehrsschild auf. 12% Gefälle! Direkt vor uns geht es mit einem Mal in die Tiefe. Es scheint, als würden wir eine Etage tiefer fahren, bis wir wieder auf flachem Gelände mehr oder weniger eben dahinfahren können. Nur mit dem Unterschied, dass die Ebene vor uns von vielen kleinen und großen Hügeln durchzogen ist. Hinter uns türmen sich die Klippen steil nach oben auf. Wir sind in Mangghystau. Vor langer Zeit ausgetrocknet, hinterließ das ehemalige Meer eine beeindruckende Berg- und Felslandschaft.

Mangghystau ist ein Eldorado für Offroader, denn auf den unterschiedlichsten Wegen können sich mutige 4×4-Fahrer an die schönsten Berge heranwagen. Wir sind etwas vorsichtiger. Und sind so manches Mal umgedreht, zum Beispiel wenn uns die trockene Flussdurchquerung zu gefährlich vorkam und wir in Sorge waren umzukippen. An unser gestecktes Ziel sind wir dennoch gekommen, wenn auch über Umwege. Allerdings benötigen wir in unserem Fall dafür einen ganzen zusätzlichen Tag. Der Lohn ist umso gewaltiger: Wir stehen am Fuße der Bozzira Felsen oder vor den farbintensiven Tiramisubergen mit ihren abwechselnd weiß rosa gestreiften Flanken und ihren markanten braunen Hauben. Im Tal der Bälle finden wir tausende Steine mit einer Größe von bis zu drei Metern vor, die in ihrer Form fast geometrischen Kugeln gleichen.

1 (4)Kasachstan Mangghystau Tiramisuberge
Kasachstan Mangghystau Tiramisuberge

Eine Abkürzung durch die Steppe

Unser Plan, von Mangghystau die nahegelegene Grenze nach Usbekistan zu nehmen, geht nicht auf, denn die Grenze ist geschlossen, wegen Bauarbeiten. Das wussten wir zwar, aber sie sollte jetzt zum ersten Mai eröffnet werden. Wird sie aber nicht, sondern voraussichtlich nun doch erst im September. Blöd nur, dass unser Visum bald ausläuft und der nächste Grenzübergang mehr als 2500km weit entfernt liegt. Denn für diese Strecke brauchen wir über eine Woche. Aber es gibt eine Alternative: Quer durch die Steppe. Alleine wären wir die Strecke wahrscheinlich nicht gefahren, doch ein mittlerweile befreundetes Reisepärchen aus Tiflis wartet auf uns. Im Doppelgespann fühlen wir uns sicherer für diese Herausforderung.

Die Strecke führt uns durch trockenes, staubiges und unasphaltiertes Gelände, ganze 600km lang. Mehrere Tage werden wir mächtig durchgeschüttelt und vor allem der Lkw leidet, die Offroadpisten gehen nicht spurlos an ihm vorüber. Nachdem wir den Aralsee passieren und in der gleichnamigen Stadt ankommen, sind der Ablasshahn vom Wassertank und die Halterung vom Wischwasser abgebrochen, die Verschraubungen des Dachgepäckträgers haben sich gelöst und was noch viel schlimmer ist, die Halterung vom Dieseltank ist angebrochen. Mit Gurtbändern kann ich ihn vorerst notdürftig fixieren. Später lasse ich ihn wieder zusammenschweißen.

 

Kasachstan Mangghystau Tal der Bälle
Kasachstan Mangghystau Tal der Bälle

Tadschikistan: Pamir Highway – Zwischen Sorgen, Bedenken und Zuversicht

Natürlich schnuppern auch wir ein wenig Seidenstraßenluft. Allerdings ist diese Anfang Mai schon um die 30 Grad heiß, sodass wir beschließen Usbekistan schnell wieder zu verlassen. Der alten Handelsstadt Samarkand statten wir aber noch einen Besuch ab. Hier stehen wir auch wieder mit allen Bekanntschaften aus Tiflis zusammen.

Der Pamir Highway bietet verschiedene alternative Routen und Abschnitte. Manche sind weniger spektakulär als andere, dafür aber auch leichter zu fahren. Von dem, was wir in Erfahrung gebracht haben, gehört der Abstecher durch den Wakhan Korridor zur schönsten, aber auch gefährlichsten Strecke. Wir entscheiden uns ihn zu fahren. Zum Einen, weil ein Einheimischer, der mich auf der Straße anspricht extra einen befreundeten Ranger kontaktiert und sich über die aktuellen Straßenverhältnisse erkundigt, zum Anderen aber vor allem, weil Rita und Franz mit uns gemeinsam diese Strecke fahren. Wir lernten das österreichische Pärchen noch in der Türkei kennen, blieben über die Monate in Kontakt und teilten ihnen unsere Bedenken, was diesen Streckenabschnitt anbelangt, mit. Es ist nicht nur ihr größerer und stärkerer Lkw der uns beruhigt, sondern vor allem die ruhige und zuversichtliche Ausstrahlung von Franz. „Irgendwie wird es gehen oder wir drehen einfach um!“

Und es geht. Die zuvor von anderen Reisenden prophezeiten Horrorszenarien und schiefen Passagen suchen wir vergebens, ebenso die Engstellen. Dennoch ganz ungefährlich ist dieser Abschnitt nicht, denn immer wieder rutschen Teile des Weges ab und werden unpassierbar. Wir haben Glück, denn keine drei Wochen nach unserer Durchfahrt sorgen Schmelzwasser und Regenfälle dafür, dass danach kein Durchkommen mehr möglich ist und das über Monate! (Wie wir inzwischen wissen.)

Dem Tross schließen sich auch unsere Reisefreunde an, mit denen wir die kasachische Steppe durchquert haben. Mit drei Fahrzeugen sind wir weniger allein und das gibt Sicherheit, besonders wenn man mit Kindern reist. Letztlich wurden wir mit wundervollen Aussichten auf die umliegende Bergwelt, den Pandsch und auf Afghanistan belohnt.

Tadschikistan Normale Situation auf den Autobahnen Tadschikistans
Tadschikistan Normale Situation auf den Autobahnen Tadschikistans

Hoch, höher, Höhenkrankheit!?

Während der Fahrt im Wakhan Korridor befinden wir uns erstmals auf mehr als 2700m Höhe und die bleiben zumindest mir nicht verborgen. Leichtes Schwindelgefühl und Erschöpfung machen sich breit, sind aber noch im Rahmen des Erträglichen. Wir wollen nur noch 20 Kilometer fahren.

Allerdings bis auf eine Höhe von über 3400m und das sind eigentlich zu viele Höhenmeter. Empfohlen ist ein Anstieg von maximal 500m pro Tag, damit der Körper genügend Zeit hat, sich an die Umstände und den Sauerstoffmangel anzupassen. Auf dem Pamir ist diese Empfehlung nicht immer so leicht  umzusetzen. Unser besonderes Augenmerk gilt den Kindern. Doch sie wirken entspannt, spielen fröhlich, lachen und springen.

In einer Nacht allerdings sieht die Situation ganz anders aus. Würgende Geräusche reißen Janine und mich aus dem Schlaf. Wir springen aus dem Bett und entdecken Elva, wie sie sich im Liegen übergibt. Sie ist wach und ansprechbar. Dennoch schrillen alle Alarmglocken in uns auf. Bei Problemen mit der Höhe hilft nur die sofortige Abfahrt in tiefere Lagen. Allerdings ist es gerade einmal 2:30 Uhr. Noch vier Stunden bis es wieder hell wird. In der Nacht zu fahren, kann lebensgefährlich sein. Auch wenn die Strecke am Tag gut zu fahren war, könnten wir im Dunkeln zu schnell eine Abbruchkante übersehen. Unsere Horrorgedanken werden glücklicherweise von Elva unterbrochen: „So mein Bauch ist jetzt leer. Mama, ich muss mit in deinem Bett schlafen, dort geht es mir schnell besser.“, sagt sie lächelnd. Es folgen noch einige weitere Witze ihrerseits, bis sie frisch umgezogen, frohen Mutes zurück in das Bett klettert. Ihr Gemütszustand lässt uns aufatmen und schließlich alle wieder ruhig schlafen.

4655m über dem Meeresspiegel: Anstrengung für Mensch und Maschine

In Murghab legen wir eine Zwangspause ein. Es schneit und das Anfang Juni. Der Schnee selbst ist nicht das Problem, allerdings die Aussicht. Mehr trüb als alles andere, beschließen wir ein paar Tage abzuwarten. Wenn wir schon einmal hier sind, dann wollen wir die Aussicht auch genießen. Nach drei Tagen ist es dann so weit. Unter blauem Himmel fahren wir weiter und tuckern dem höchsten Punkt der Reise entgegen. Auf dem Ak-Bajtal Pass haben wir ihn tatsächlich erreicht und die zweithöchste Fernstraße der Welt erklommen. Viel Zeit gönnen wir uns allerdings nicht. Ein paar Erinnerungsbilder und schon rollen wir wieder abwärts. Hanno verträgt über 4000 Höhenmeter nicht sonderlich gut und wirkt erschöpft. Nach einigen Minuten und ein paar Hundert Höhenmetern tiefer geht es ihm gleich wieder besser. Aber es sind nicht nur die Körper, die Schwierigkeiten haben. Der MAN Kastenwagen unserer Reisefreunde läuft im Notlauf und das schon seit einigen Tagen. Ihm bekommt die Höhenluft offenbar ebenfalls nicht gut. Die letzten Meter auf den Pass schafft der Wagen nicht mehr aus eigener Kraft und muss von Rita und Franz abgeschleppt werden. Unsere Feuerwehr, das älteste Fahrzeug der Gruppe, lässt sich nichts anmerken und verrichtet brav seinen Dienst.

Kirgistan – gleicher Highway, andere Landschaft

Nach Wochen im Hochgebirge verlassen wir die schroffe und karge Bergwelt Tadschikistans und tauchen ein in grüne Berghänge und saftige Weiden. Wieder einmal vollzieht sich mit dem Grenzübertritt eine Wandlung der Natur. Doch dabei bleibt es nicht. Es sind die vielen Tiere, allem voran die Pferde und die vielen weißen Jurten, welche uns in ihren Bann ziehen. Kirgistan überrascht uns mit neuen spannenden Bildern hinter jeder Kurve.

Kirgistan Papageienpass mit 33 Serpentinen zum Sonköl
Kirgistan Papageienpass mit 33 Serpentinen zum Sonköl

Glück, Erde, Rücken und Pferde, wenn Freud und Leid nahe beieinander liegen

Inzwischen reisen wir wieder alleine. Von Osh wollen wir über den Kaldama-Pass zum Son-Köl, Kirgistans zweitgrößten See, fahren. Auf dem Weg dorthin füllen wir unsere Wasservorräte in einem kleinen Dorf auf. In dieses Bild fügt sich ein Pärchen mittleren Alters ein. Sie reinigen ihr Getreide in großen Sieben, von Hand. Als dann kurz vor unserer Abreise, der Motor ist bereits gestartet, ein Junge mit seinem Pferd vorbei kommt, scheint Elvas Glück perfekt zu sein. Wir dürfen das Tier streicheln und mehr noch, denn die Getreide reinigende Frau erkennt Elvas großes Interesse an Pferden und arrangiert für sie ein Probesitzen. Doch kaum sitzt sie auf dessen Rücken, da erschreckt das Pferd, es dreht sich rasend schnell um und saust davon. Der Junge kann das Tier nicht mehr halten und Elva sich nicht auf dessen Rücken. Sie stürzt und fällt zu Boden. Sie weint, am Kopf hat sie eine kleine Schorfwunde, ihre Kleidung ist nass, zudem klagt sie über Schmerzen im Arm.

Wieder einmal ein Krankenhausbesuch

Internetempfang? Natürlich nicht. Das nächste Krankenhaus? Viele Fahrstunden weit weg. Bis zum Einbruch der Dunkelheit versuchen wir so viele Kilometer wie möglich zu schaffen. Vielleicht ist der Arm nur geprellt, so zumindest meine Hoffnung, auch Elva beruhigt sich mit der Zeit etwas.

Dennoch für die Nacht suchen wir uns einen Platz mit ausreichend Internetempfang. Ingo und Janine, unsere Reisefreunde und das Ärztepaar, welches wir in Kappadokien kennenlernten, stehen uns glücklicherweise beratschlagend zur Seite und versprechen uns auch für die Nacht immer erreichbar zu sein.

Gleich am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg in das nächste Krankenhaus. Dieses erreichen wir gegen 13 Uhr in der Stadt Naryn. Sich zurechtzufinden wird nicht einfach sein, das sieht man auf den ersten Blick, das Gelände ist viel zu groß und die Beschriftung nicht lesbar.

Meine Strategie: Die erstbeste Person, welche nach MitarbeiterIn aussieht, ansprechen. Die auf Kirgisisch übersetzte Fallschilderung habe ich bereits auf dem Handy, schon ahnend, dass ich mit Englisch nicht weit kommen werde. Lange brauchen wir nicht umherirren, als uns eine junge Frau in weißer Arbeitskleidung entgegenkommt. Schnell halte ich ihr mein Handy vor die Augen und sie weiß sofort, was zu tun ist. Eine Stunde später verlassen wir wieder das Krankenhaus. Mit eingegipstem Arm. Die Röntgenaufnahmen habe ich auf dem Handy. Mangels Drucker musste ich sie abfotografieren und später dem Arzt in der Notaufnahme vorzeigen. Der Arm ist gebrochen. Wo er gebrochen ist, hat mir der Arzt nicht erklärt, auch nicht, wie es weitergeht. Wieder sind es Ingo und Janine, die uns helfen und unterstützen. Sie übermitteln die Aufnahmen an einen befreundeten Unfallchirurgen. Er ist es, der uns darüber aufklärt, dass der Arm gleich zweimal gebrochen ist.

Verordnung: Schonen, schonen, schonen und nach wenigen Tagen erneut zum Röntgen. Der Bruch befindet sich nahe des Ellenbogengelenks. Das ordentliche Zusammenwachsen muss beobachtet oder im schlimmsten Fall operiert werden. Inzwischen können wir davon ausgehen, dass die Brüche gut verheilt sind und es zu keinen weiteren Komplikationen gekommen ist. Die ärztliche Unterstützung aus der Heimat, noch dazu zu allen Tages- und Nachtzeiten, für uns eine der wichtigsten Schätze bzw. Geschenke unserer Reise.

Stutenmilch am Son-Köl

Nichts ist schlimmer als ein krankes oder verletztes Kind. Während der Schock bei uns Erwachsenen noch nachwirkt, spielt Elva bereits wieder fröhlich mit Hanno und wir setzen unsere Reise fort – zunächst, wie geplant, zum Son-Köl. Wir erreichen den See über den Teskey-Torpok Pass, besser bekannt als Papageienpass. Seine 33 Haarnadelkurven haben es mehr als in sich. Oben angekommen, erstreckt sich weites Land, mit vielen Pferden und wie sollte es anders sein zwei Jurten. Es ist Kirgistan im Bilderbuchformat, nur dass es echt ist.

Zwei Mädchen kommen aus den Zelten winkend auf uns zu gerannt. Sie sprechen etwas Englisch und laden uns zu sich in die Jurte ein. Eine der beiden beginnt sofort in einem großen Bottich zu rühren und schon haben wir jeweils ein großes Glas in den Händen. Stutenmilch, vergoren. Sie ist definitiv nichts für unsere Gaumen, doch wir schaffen es sie irgendwie hinunterzubekommen. Ein weiteres Glas lehnen wir dann aber dankend ab.

Kasachstan: Dem Militär ein Dorn im Auge

Kirgistan hat uns in seinen Bann gezogen und wir hätten fast unser eigentliches Ziel – die Mongolei – aus den Augen verloren. Wird die Strecke zu weit, die lange Fahrt zu anstrengend? Letztlich schaffen wir es doch noch, uns von dem Land zu lösen und durch Kasachstan zu rasen.

Glücklicherweise sind die Straßen im Osten des Landes sehr gut ausgebaut, sodass wir schnell vorankommen. Den letzten Ort vor der russischen Grenze erreichen wir nach einigen sehr langen Fahrtagen erst gegen Mitternacht. Unser gewählter Schlafplatz liegt direkt neben einem kleinen Spielplatz. Soweit so gut, wenn es nicht nachts halb zwei mit Fausthieben gegen unsere Tür hämmern würde. Nachdem ich diese öffne, schaue ich drei schwerbewaffneten Soldaten in die Augen. Sie schauen ebenso verdutzt, denn ich stehe lediglich in T-Shirt und Unterhose vor ihnen. Wir sollen von hier verschwinden, so ihre Aufforderung, dürfen nach einer Passkontrolle dann aber wegen der Kinder bleiben.

Morgens halb sieben, die gleiche Szene, nur habe ich mir dieses Mal meine Jeans übergezogen. Wieder werden wir aufgefordert zu verschwinden. Sie geben uns eine halbe Stunde Zeit. Doch keine zehn Minuten später klopft es erneut. „Was ist denn nun schon wieder?“ denke ich etwas gestresst bei mir. Und bin wenig später etwas beschämt meiner Gedanken wegen. Ein junger Soldat bringt Schokolade und Eistee für die Kinder und überlässt mir sein Smartphone, weil ich noch etwas für die Russlanddurchquerung recherchieren muss und selbst keinen Internetempfang habe.

Etwas später eskortieren uns zwei Soldaten zur Grenze. Dabei, nun im Hellen fahrend, wird uns die ganze Aufregung bewusst: Hinter dem Spielplatz ist eine sehr große Hecke und direkt dahinter ein großer Militärstützpunkt.

Russland: Wer zu spät kommt, darf nicht mehr raus

Russland war eigentlich nur ein Transitland für uns. Umso mehr überraschen uns die riesigen Felder. Getreide und Sonnenblumen, so weit das Auge reicht. Doch besonders das Altai-Gebirge hat es uns angetan und gerne würden wir mehr Zeit hier verbringen. Die Menschen sind freundlich und zugewandt, wir fühlen uns wohl. Doch zunächst wollen wir unseren Traum erfüllen: die Mongolei.

Sie ist zum Greifen nahe. Die Grenzbeamten bei der Ausreise sehen das nur leider anders. Obwohl unsere Pässe ausgestempelt, wir Menschen offiziell ausgereist und auch das Fahrzeug kontrolliert wurde, erklärt ein Grenzarbeiter: „Ich habe schlechte Nachrichten für euch: Die mongolische Grenze ist bereits geschlossen, wir dürfen euch nicht ausreisen lassen.“ Wir sind enttäuscht, waren wir doch schon 14:30 Uhr an der Grenze.

Den Lkw sollen wir auf dem Grenzgelände stehen lassen und uns zu Fuß ein Hotel suchen, so seine hilfreichen Tipps. Im muslimisch geprägten Teil des Landes und mit zwei Hunden kein leichtes Unterfangen. Nach mehrfacher Absprache dürfen wir mit den Lkw vor das Gelände fahren und dort übernachten. Die Fahrzeugpapiere und Hundeausweise behalten sie als Pfand. Bevor wir gehen, werden unsere Ausreisestempel annulliert.

Am nächsten Tag durchlaufen wir nochmals das gesamte Einreiseprozedere inklusive Fahrzeugkontrolle, Handycheck und mündlichem Interview, bevor wir endlich ausreisen dürfen.

Mongolei – Erster Eindruck: Übers Ohr gehauen

Wir haben unser Ziel erreicht. Wir sind in der Mongolei. Unser Glück können wir kaum fassen, nur leider wird unsere Freude darüber etwas getrübt. Keine 30 Kilometer hinter der Grenze finden wir einen geeigneten Schlafplatz, Pferde traben an uns vorbei, große Vögel kreisen über uns hinweg. In diese Szene kommt ein Auto hineingefahren. Der Fahrer stellt sich als Chiak vor und er lädt uns zu einem Naadam Festival in seinen Ort ein.

Eines der letzten des Jahres, denn die Saison ist eigentlich vorbei. Nadaam Festivals sind die wichtigsten Volksfeste des Landes und ein Besuch stand auch auf unserer Wunschliste, doch dachten wir bisher, dass wir dafür inzwischen zu spät sind.

Gleichzeitig bietet er uns noch Jeeptouren in das Altai-Gebirge an. Und weil wir noch kein Internet haben, um ihn zu kontaktieren, hat er auch eine SIM-Karte parat. Natürlich zu unschlagbar günstigen Konditionen. „Ich habe keine Tugrik.“ Kein Problem, ich könne ebenso gut in Rubel bezahlen. Chiak rechnet es mir vor: So viele GB für so viele Tugrik, macht so viele Rubel. „Bester Preis.“ Mir schwirrt der Kopf und ich bezahle. Erst später wird mir bewusst, dass ich für 15 GB 40€ bezahlt habe.

Mongolei Kontraste in der Landschaft
Mongolei Kontraste in der Landschaft

Glück im Unglück

Frustriert über diesen Betrug, sagen wir den Besuch des Naadam-Festivals ab, auch wenn wir so wahrscheinlich keine weitere Chance erhalten, diesem traditionellen Volksfest beizuwohnen. Etwa 50 Kilometer weiter, wir suchen einen Parkplatz in der Innenstadt von Ölgii, entdecken wir einen feuerwehrroten alten Mercedes Düdo. Deutsches Nummernschild und was das Beste ist, auf dem Dach befindet sich ein Laufrad. Ein eindeutiges Indiz für Reisende mit Kind.

Kurze Zeit später lernen wir die Familie kennen. Die drei leben bereits seit einem Jahr in der Mongolei und sind gerade auf dem Weg nach Ulaangom. „Kommt doch einfach mit uns“, schlagen sie vor und wir willigen sofort ein. Viel können wir von den dreien über die Mongolei lernen, sie haben den Winter in einer Jurte bei einer Nomadenfamilie gelebt, sie arbeiten an einem Dokumentarfilm und an einem Buch, in dem sie über ihre Erlebnisse berichten wollen.

Ohne die hinterlistige Verkaufsmasche von Chiak wären wir an diesem Tag nicht nach Ölgii gefahren und hätten die Familie mit Sicherheit verpasst. Übrigens findet in ein paar Tagen in Ulaangom eines der größten Naadam-Festivals des Jahres statt. Wie schnell sich manchmal zunächst als Pech Geglaubtes als großes Glück erweist.

Mongolei Traditionelle mongolische Kleidung der Deel

Naadam-Festival – Drei Tage eingeparkt

Das Naadam gilt als das Nationalfest der Mongolei schlechthin. Manch einer vergleicht das Fest mit den Olympischen Spielen. Allerdings liegt der Schwerpunkt des Festes auf den drei traditionellen mongolischen Sportarten Bogenschießen, Pferderennen und Ringkampf. Das größte Naadam findet jährlich in Ulan Bator statt.

Das Festival in Ulaangom soll dem augenscheinlich in nichts nachstehen. Drei Tage folgen wir dem roten Düdo durch die mongolische Wildnis in Richtung Ulaangom. Den letzten Asphalt sehen wir in Ölgii. Was folgt, sind kilometerlange Wellblechpisten, Geröllwege und steinige Passagen. Kurz: Es schüttelt, wackelt und klappert an allen Ecken und Kanten.

Schon am Stadtrand entdecken wir große Jurtendörfer, von und für die Besuchermassen errichtet. Dem Verkehrsstrom folgend fahren wir zunächst zur außerhalb liegenden Pferderennbahn. Erst nachts kehren wir zurück zum eigentlichen Festivalort, dem Stadion von Ulaangom. Wir haben Glück, der geräumige Parkplatz ist fast leer.

Als wir am nächsten Morgen aus der Feuerwehr schauen, glauben wir, unseren Augen nicht zu trauen. Unbemerkt wurden wir gänzlich eingeparkt. Links und rechts, vor und hinter uns, überall stehen Autos und kleinere Transporter. Selbst unter uns wird sich eingeparkt: Für manch einen Besucher ist unsere Feuerwehr ein willkommener Schattenspender. Immer wieder liegen einzelne Menschen, manchmal ganze Familien, unter unserem Fahrzeug, machen es sich gemütlich und suchen Schutz vor der Sonne.

Von den sportlichen Wettkämpfen selbst bekommen wir nur wenig mit. Vielmehr lassen wir uns von der gigantischen Eröffnungsfeier und der Feierstimmung rund um das Stadion mitreißen. Die Menschen sind bunt gekleidet, tragen ihre traditionellen Deels. Reiter schreiten mit ihren Pferden durch die Besuchermassen, Hüpfburgen und Fahrgeschäfte sind aufgebaut. Es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Vom Säugling bis zum Greis sind alle Altersgruppen vertreten und feiern miteinander.

Und wir? Wir verlängern unseren Aufenthalt, von ursprünglich geplanten zwei Tagen bleiben wir drei. Notgedrungen, aber nicht unglücklich. Denn erst nachdem das Festival offiziell beendet ist, die Fahrgeschäfte und Imbissbuden abgebaut werden, wird auch der Parkplatz langsam leerer und die Feuerwehr von ihren Belagerern freigegeben.

Den Adlerjägern auf der Spur

Am Ende unserer kleinen Mongolei-Rundreise besuchen wir einen ganz besonderen Ort. Das „Eagle Hunter Cultural Center.“ Schon bei unserer Anreise werden wir herzlich von den Mitarbeitern auf dem Parkplatz empfangen. Sogleich führen sie uns in die zwei modernen Jurten mit vielen Exponaten der Adlerjagd. Einige sind mehrere Hundert Jahre alt und der ganze Stolz der Mitarbeiter.

Da keine weiteren Besucher anwesend sind, bekommen wir eine kleine Privatführung und ausgiebige Erklärungen zur Geschichte der Adlerjagd, ihren Tieren und ihren Werkzeugen. Das Ganze übrigens für gerade einmal 5€ pro Person, dabei ist die moderne Anlage erst vor einem Jahr eröffnet worden! Mit ihrem Engagement, die Tradition für zukünftige Generationen zugänglich zu machen, hat es das Center auf das Titelcover des Time- Magazins geschafft und gehört zu den „World’s greatest Places 2025.“ Auch wir empfinden den Besuch als äußerst lohnenswert und beeindruckend. Spätestens als tatsächlich ein echter Adlerjäger in traditioneller Tracht mit echtem Adler vor uns steht.

4 (3)Mongolei Adlerjäger im Adlerzentrum Ölgii
Mongolei Adlerjäger im Adlerzentrum Ölgii

Am Ziel

In der Mongolei, genauer in der Nähe von Ulaangom erreichten wir den Punkt unserer Reise, der am weitesten von zu Hause entfernt liegt. Luftlinie beträgt die Entfernung mehr als 5500 Kilometer.

Nicht immer verlief alles so, wie wir es uns gewünscht haben. Das Fahrzeug litt, und was noch schlimmer ist, sind die Armbrüche von Elva. Wir hatten Glück, und alles lief mehr oder weniger glimpflich ab. Selbst die schlimmsten Erfahrungen, auch wenn wir gut und gerne darauf verzichtet hätten, brachten noch etwas Gutes, neue intensive Freundschaften, ein.

Hier in der mongolischen Steppe, wenden wir unser Fahrzeug und fahren von nun an dem Sonnenuntergang Richtung Heimat entgegen. Im Gepäck viele Erinnerungen und Bilder an wundervolle Orte, neue Bekanntschaften und Freundschaften sowie einen großen Schatz an Erfahrungen. Dabei befinden wir uns erst in der Mitte unserer Reise.

4 (4)Mongolei unterwegs auf mongolischen Fernstraßen
Mongolei unterwegs auf mongolischen Fernstraßen

Kontakt zu Alex Güldenzopf:

Email: feuerwehrreise@web.de