Alex und Pat von Broamers.com sind zwei Kumpels aus Rosenheim, die sich einen Traum erfüllen: Ein halbes Jahr fahren sie mit ihrem Toyota Land Cruiser LJ70 durch Afrika. 26 Länder wollen sie dabei durchfahren und dabei gut 23.000 Kilometer zurücklegen. Mehr über die beiden und ihren Plan erfahrt ihr in unserem Interview.

Wie seid ihr auf die Idee mit der Reise gekommen?

Auf die Idee kamen wir eigentlich nachdem wir „Long Way Round“ und „Long Way Down“ von Ewan McGregor und Charlie Bormann gesehen hatten. Anfangs waren wir zu viert und planten eine Weltreise mit zwei Fahrzeugen. Zwei sprangen aber wegen Zeit- und Geldmangel ab. Somit beschlossen wir für uns den ersten Teil der Weltreise zu zweit anzutreten.

Mit welchem Fahrzeug seid ihr unterwegs und wie habt ihr das reisetauglich gemacht?

Unserer Fahrzeug namens Karl ist ein Toyota Land Cruiser LJ70 mit einem 2,4 Liter Vierzylinder Dieselmotor. Das Fahrwerk ist von OME und die Reifen BFGoodrich AllTerrain. Wir haben ein Horntools Dachzelt, zwei Aluboxen und zwei 20 Liter Reservekanister auf dem Dach. Den Innenausbau haben wir selbst gebaut und mit Kisten und zwei 20 Liter Wasserkanistern bestückt. Außerdem ist hier auch noch die Zweitbatterie untergebracht.

Broamers - Zwei Kumpel mit ihrem Toyota durch Afrika

Vorne haben wir eine LED-Bar und hinten einen weiteren LED-Strahler montiert. Die Sandbleche und der Hilift sind ebenfalls noch außen am Fahrzeug montiert. Den Schnorchel samt Zyklonfilter haben wir auch selbst angebracht. Zusätzlich haben wir auch noch ein CB-Funkgerät verbaut. Wir haben uns für den Toyota entschieden, da er als sehr zuverlässig gilt und man in Afrika leichten Zugriff auf Ersatzteile hat. Das Auto wurde eigens für diese Reise gekauft und umgebaut.

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Wie habt ihr euch auf die Reise vorbereitet?

Die Vorbereitungen beruhten hauptsächlich auf dem Umbau des Fahrzeugs und Routenplanung mit Garmin Basecamp und der App „iOverlander“ und auch über den Blog von „Africa Drimslar„. Informationen über die Länder haben wir uns über diverse Seiten geholt. Allerdings nicht allzu genau, um uns selber einen unvoreingenommenen Eindruck der jeweiligen Länder verschaffen zu können. Sicherheitsrelevante Informationen natürlich ausgenommen. Die Route haben wir nur grob geplant und machen es immer davon abhängig wie es uns gefällt und wie wir uns in den jeweiligen Ländern fühlen.

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Um die Erstellung einen konkreten personalisierten Zeitplans sind wir dabei nicht herumgekommen. Zudem haben wir noch etliche Campingplätze und andere Übernachtungsmöglichkeiten in Garmin Basecamp übertragen, um auf diese auch offline zugreifen zu können. Wir haben außerdem eine recht umfangreiche Reiseapotheke dabei. Natürlich haben wir auch noch etliche andere Ausrüstungsgegenstände an Bord wie beispielsweise Wasserfilter, Werkzeug, Machete und Kocher.

Welche Vorkehrungen habt ihr beruflich und privat getroffen?

Wir haben uns für die Zeit der Reise von unseren Arbeitgeber unbezahlt freistellen lassen bzw. gekündigt. Unseren Eltern haben wir generelle Vollmachten ausgestellt.

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Wie habt ihr euch und euer Fahrzeug auf der Reise versichert?

Wir haben eine Auslandsreisekrankenversicherung beim ADAC und bei CareConcept und der Toyota ist normal versichert. Marokko ist somit abgedeckt und für alle anderen Länder versichern wir das Fahrzeug an den Grenzen zum Beispiel mit der Carte Brune, die für die meisten Westafrikanischen Länder gilt.

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Wie soll eure Reiseroute aussehen und wie lange wollt ihr unterwegs sein?

Die Route beginnt bei uns daheim Nähe Rosenheim und dann Richtung Genua. Von dort mit der Fähre nach Tanger Med. Von hier an immer an der Westküste entlang durch Marokko, Westsahara, Mauretanien, Senegal, Guinea, Elfenbeinküste, Ghana, Togo. Dann wird das Auto aus Sicherheitsgründen via Container nach Namibia verschifft und wir setzen die Reise von hier an über Botwana, Simbabwe und Südafrika fort.

Wie werdet ihr die Reise finanzieren und habt ihr euch ein monatliches Budget gesetzt?

Die Reise wird komplett eigenfinanziert und wir haben länger darauf gespart. Unser monatliches Budget liegt bei 1.000 Euro pro Person, alles mit eingerechnet.

Auf was freut ihr euch besonders und warum?

Wir freuen uns besonders auf die Sahara und das kennenlernen der arabischen und afrikanischen Kulturen, das Tierparadies im Okawango Delta und das Erkunden neuer Landschaften. UND natürlich Offroad- und Sandfahren!

Was würdet ihr Menschen raten, die auch von so einer Reise träumen?

Wir würden jedem empfehlen, ein größeres Auto mit der Möglichkeit innen zu schlafen zu wählen, um auch mal unbemerkt am Straßenrand campieren zu können. Außerdem ist es ratsam ein Fahrzeug mit Klimaanlage zu verwenden ;-) Was sich auch als sehr hilfreich erwiesen hat, sind viele Kopien sämtlicher Reiseunterlagen, wie auch von den vorgefertigten sogenannten Fiche, die an Checkpoints verlangt werden. Ansonsten würden wir sagen, dass man es einfach machen sollte und nicht nur darüber nachdenken. Man trifft auf so viele nette und hilfsbereite Menschen. Außerdem nicht so viele Mitteilungen des Auswärtigen Amtes lesen, da sich das immer schlimmer anhört als es eigentlich ist :-)

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Über die zwei: Alex ist 27 Jahre alt und Automechatroniker bei einem großen Vertragshändler. Seine Hobbys sind unter anderem Reisen, Motorrad fahren, Mountainbiken und Heimwerken. Die Reiselust startete mit einem Motorradabenteuer quer durch den Balkan nach Instanbul und zurück.

Ich (Pat) bin 27 Jahre alt und arbeite im Finanzbereich eines großen Autoteilehändlers. Meine Hobbys sind Reisen, Outdooraktivitäten und Fotografieren. Meine größte Leidenschaft ist die Natur und Tierwelt Afrikas, weswegen ich letztes Jahr eine Ausbildung zum Safariguide in Simbabwe gemacht habe.

Mehr über die beiden und ihre Reise könnt ihr hier lesen: Broamers.com