Der Iran ist ein Land voller Widersprüche und mit vielen Dimensionen, schwer zu fassen aber auch unglaublich faszinierend. Touristen können hier Hoffnung und Horror, Glauben und Gotteslästerung aber auch Rebellion und Resignation erleben. Das Buch „Iran: Tausend und ein Widerspruch“ nimmt den Leser mit auf die Reise in dieses spannungsreiche Land.

Nur wenig bekommen wir hier mit von diesem Land. Auch das Internet trägt nicht dazu bei, den Iran zu verstehen oder nur zu erahnen, was dort vor sich geht. Je mehr wir im Internet über dieses vielfältige Land lesen, desto größer fällt die Verwirrung aus.

Dennoch kehren die meisten Overlander, die dort waren, begeistert zurück aus diesem Land, in dem die Menschen so unglaublich freundlich sind. An dieser Stelle muss man sich natürlich fragen, sollte man in ein Land reisen, dessen Regierung die Menschenrechte missachtet, Angst verbreitet und Frauen nicht gleichberechtigt sieht?

Ungeachtet dessen steigen seit dem Ende der Präsidentschaft von Mahmud Ahmadinedschad im Jahr 2013 die Zahlen der Touristen immer mehr an. Auch die Autoren des Buches, zwei Fotografen und ein Journalist, haben das Land viele Monate bereist, mal alleine, mal gemeinsam.

Was sie mitgebracht haben sind Geschichten und Bilder von Menschen. Im Buch „Iran: Tausend und ein Widerspruch“ nehmen sie uns mit in die Paläste und antike Stätten, zu Moscheen, in Wüsten und Bergdörfer. Aber auch dort geht es um diejenigen, die dort leben. Denn sie sind es, die das Land noch faszinierender machen, als all die Naturschönheiten oder kulturellen Hinterlassenschaften das könnten.

Das Buch ist aufgeteilt in sieben Kapitel: Geheimnisse, Geschichte, Frauen, Krieg, Glaube, Freiheit und Panorama. Jedes der Kapitel der wird mit einen längeren Text eingeleitet. Was folgt sind wunderschöne Bilder jeweils mit zwei, drei Sätzen Erklärung.

Fazit

Die Texte sind humorvoll und lassen den Leser schmunzeln. Doch so manche Information stimmt mich, vor allem als Frau, traurig und macht wütend. Trotzdem ist es faszinierend, wie die Menschen im Iran mit der fehlenden Freiheit leben, sie manchmal umgehen und voller Lebensfreude sind.

Das Buch „Iran: Tausend und ein Widerspruch“ berührt und weckt den Wunsch das Land einmal selbst zu erkunden. Etwas von dem der Autor sagt, dass es für Menschen mit Vorurteilen sogar verschreibungspflichtig sein sollte.

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