Fahrzeugdaten:

  • Land Rover Discovery
  • 1997er Camel Trophy Edition
  • 300 Tdi
  • 2,5 l
  • 4 Zylinder
  • 83 kW

Der 1997er Discovery war zunächst eine Serienproduktion von Land Rover, der dann von Land Rover Special Vehicles zu einer Camel Trophy Edition umgebaut wurde. Obwohl Land Rover die seit 1980 bestehende Camel Trophy bereits seit 1981 mit Fahrzeugen ausstattete, hat dieser Disco selbst nie an dem Event teilgenommen. Lediglich in den nationalen Vorausscheidungen wurde dieses Fahrzeug gefahren.

Bis zum Jahr 2000 fand die Rallye jährlich in einem anderen Land statt. Die ersten noch von der Zigarettenmarke Camel selbst veranstalteten Trophys zeichneten sich noch durch anspruchsvolles Gelände, wie den Dschungel Borneos, aus. Damals waren Teamgeist und Erfindungsreichtum gefragt. Die letzten Veranstaltungen beschränkten sich auf einfaches Terrain und die Wettbewerbe konzentrierten sich auf Mountainbiking und Kajakfahren. Seit 1990 war Land Rover offizieller Eventpartner der Camel Trophy, stieg aber 1998 auf Grund der Kritik von Umweltschützern an der Veranstaltung und der Unvereinbarkeit mit der hauseigenen Environmental Policy aus.

Gekauft hat der heutige Besitzer Kai den Discovery 2012 von einem „Camel Trophy“-Enthusiasten, der den Wagen 15 Jahre gefahren hat. Kai fand den Disco im Viermalvier-Forum als er eigentlich auf der Suche nach einem Defender war.

Sein Camel Trophy Edition Discovery unterscheidet sich ein wenig von den Discoverys, die tatsächlich bei der Camel Trophy mitgefahren sind. Bei den Wettbewerbsfahrzeugen war der Dachgepäckträger durch das Dach auf den innenliegenden Überrollkäfig geführt, bei der 1997er Edition ist er einfach an der Regenrinne befestigt. Zudem geht die Ramme vorne bei den original Camel Trophy Discos nicht um die Lampen herum.

„Ich brauchte das Schrauben, um mich auszupowern.“

Bisher hat Kai gut 500 Stunden in die Restauration gesteckt. Mittlerweile ist die Restauration abgeschlossen. „Zu der Zeit hatte ich auf der Arbeit nur wenig Stress und brauchte das Schrauben am Auto einfach um mich auszupowern.“, erklärt er. In 7 Monaten hat er den Wagen zerlegt, Rahmen und Unterboden komplett entlackt und selber geschweißt. Unter dem Unterbodenschutz, den er mit dem Spachtel abkratze, war der Wagen großflächig verrostet. Den Rost hat er mit Pelox RE bestrichen und später abgeschmirgelt. Danach hat er den Unterboden mit grauen Brantho-Korrux grundiert und mit schwarzen Brantho-Korrux 3in1 gestrichen.

Um an den Rahmen zu kommen, hat Kai die Karosserie mit einem Seilzug ein kleines Stück angehoben. Innen hat er den Rahmen mit mit einem Kärcher mit Rohrreinigungsdüsen saubergemacht und nach dem Trocknen mit Fluid Film NAS behandelt. Die gelbe Camel Trophy Lackierung auf der Karosserie war zum Glück in Ordnung. Die Farbe war übrigens keine Neuerfindung für die Camel Trophy, sondern es handelt sich vielmehr um die bereits von der British Motor Corporation genutzte Farbe „Sandglow“.

Während der vielen Monate habe er aber nur zweimal gedacht: „Verdammt, jetzt fahr ich die Karre einfach auf den Schrott.“

Vor seiner Arbeit hat der gelernte Maschinenschlosser und Maschinenbau-Ingenieur einen genauen Projektplan gemacht. Anfangs haben alle Arbeiten genau doppelt so lang gedauert wie geplant. Aber als er dann einfach für alles die doppelte Zeit kalkuliert hat, lief alles nach Plan. Vor der Restauration des Discos hat er bereits ein altes Segelboot wieder auf Vordermann gebracht. Eine Idee, was er als nächstes restaurieren möchte hat er noch nicht. Den Discovery behält er jetzt auf jeden Fall.