Heute stellen wir von Matsch&Piste eines unserer Redaktions-Fahrzeuge vor. Getestet auf der Five Mountains Tour 2019 und für gut befunden, hat der Isuzu D-MAX nur eine Schwäche offenbart. Für den letztendlich überzeugenden Eindruck, waren aber noch ein paar Modifikationen nötig.

Der Isuzu D-MAX, so hörten wir es immer wieder, ist ein unspektakuläres, aber zuverlässiges Arbeitstier. Ein Grund, warum unsere Wahl für ein Redaktionsfahrzeug auf diesen Pick-up fiel. Zuletzt auf der Abenteuer & Allrad 2019 geriet ein russischer Offroad-Reiseanbieter geradezu ins Schwärmen, als er unseren Isuzu D-MAX sah. Für ihn gäbe es kein anderes Fahrzeug. Günstig, zuverlässig, geländegängig. Das ließ uns hoffen, für die Five Mountains Tour das richtige Vehikel gewählt zu haben.

Isuzu D-MAX unboxed – Die Eckdaten

Isuzu bietet in Deutschland nur dieses eine KFZ-Modell an, dafür in drei Varianten: den Zweisitzer Single Cab, Anderthalb-Kabiner Space Cab mit zwei Sitzen und zwei Notsitzen und den Double Cab, ein Full-Size Pick-up mit vier vollwertigen Sitzen. Für den Single Cab gibt es eine, für den Space Cab zwei und den Double Cab drei Ausstattungsvarianten. Für uns erschien der Space Cab Basic als die richtige Wahl, da wir zu zweit unterwegs sind und so das Optimum aus Ladefläche, Personenanzahl und Stauraum im Fahrzeug sahen.

Steht jetzt gut da, der Isuzu D-MAX.

Steht jetzt gut da, der Isuzu D-MAX.

Ohje, ein modernes Auto

Woran ich mich persönlich nur schlecht gewöhnen kann, sind die Rundungen, gerade die vorderen. Im Gelände kann ich da einfach nur hoffen, dass es passt. Denn übersichtlich ist anders. Oder ich bitte um Einweisung. Das ist aber ein Problem, was nahezu jeder moderne Wagen hat. Oder ich. Im Isuzu fühlte ich mich auch manches Mal etwas verloren. Der Trend die Türbleche fast bis zum Ende des eigenen Halses hochzuziehen, ist für mich als Geländewagenfahrer eine Unart. Ganz so schlimm ist es im D-MAX nicht, aber wenn man nun einmal anderes gewohnt ist, kann man das als störend empfinden.

Ich gebe aber zu, den D-MAX mal über eine Woche intensiv auf Reise, über Asphalt und durch Gelände, mal schnell, mal langsam zu testen, war dann doch schon ein Erlebnis. Und eine gelungene Symbiose für einen Puristen wie mich auf der einen Seite und ein modernes Fahrzeug auf der anderen. Der D-MAX hat alles was ich brauche, ohne mit Schnickschnack überladen zu sein und mich so zu nerven. Ganz wichtig, ich fühlte mich niemals unwohl in dem Fahrzeug.

Wir sind mit dem Isuzu D-MAX sehr zufrieden.

Wir sind mit dem Isuzu D-MAX sehr zufrieden.

Kleine Helfer sind mit an Bord

Bereits in der Basic Ausstattung hat er elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Das Multi-Infodisplay ist einfach gehalten. Es hat eine Gangwechselanzeige, die auf sehr frühes Hochschalten bedacht ist und zeigt u.a. die Restkilometer und den aktuellen sowie durchschnittlichen Verbrauch an. Ansonsten ist er mit diversen Fahrassistenzsystemen ausgestattet: ABS, Elektronische Traktionskontrolle TCS, Stabilitätskontrolle ESP, Berganfahr- und Abfahrassistent und eine Anhängerstabilisierung, sofern es ein Allradmodell ist.

Etwas mehr Leistung, bitte

Der Motorraum ist nicht überladen, geradezu übersichtlich für ein Auto dieser Zeit. Damit wären wir auch schon bei der echten Schwäche des Isuzu. Der Euro 6b 1,9 Liter Vierzylinder Common-Rail VGS-Turbodiesel besitzt zwar augenscheinlich ausreichende 120 kw (163 PS) Leistung, aber er wirkt immer wieder untermotorisiert. Gerade mit den größeren Reifen, mit denen unser D-MAX ausgestattet ist, ist er weder spritzig noch zieht er lange Steigungen kraftvoll und souverän hoch. Oft muss das Sechsgang-Schaltgetriebe in den fünften oder vierten Gang zurück geschaltet werden, um am Ball zu bleiben. Optional gibt es ein 6-Gang-Automatikgetriebe, welches von Kennern empfohlen wird. Isuzu scheint diese Kritik bereits aufgenommen zu haben. Das Nachfolgemodell wird mehr Leistung besitzen.

Technische Daten unseres Isuzu D-MAX ohne Modifikationen

  • 1,9 Liter (1.898 ccm) Common-Rail Turbodiesel mit VGS-Turbolader und Ladeluftkühler
  • 120 kW (163 PS) bei 3.600 U/min-1
  • 360 Nm Drehmoment bei 2.600 U/min-1
  • 6-Gang Schaltgetriebe
  • Heckantrieb mit manuell zuschaltbarem Allradantrieb und mechanischem Untersetzungsgetriebe
  • Traktions- und Stabilitätskontrolle (TCS, ESP)
  • Berganfahr- und Abfahrassistent (HSA, HDC)
  • Anhängerstabilisierung
  • Oxidationskatalysator, Partikelfilter, gekühlte Abgasrückführung, Schwefelwasserstoff-Filter
  • Leergewicht gesamt 1.864 kg
  • Zulässige Achslast vorne 1.350 kg
  • Zulässige Achslast hinten 1.870 kg
  • Zulässiges Gesamtgewicht 3.000 kg
  • Zuladung: 1.216 kg
  • Anhängelast: 3,5 t
  • Böschungswinkel vorn 30°
  • Böschungswinkel hinten 22°
  • Rampenwinkel 22°
  • Max. Kippwinkel 49°
  • Max. Wattiefe 700 mm
  • Bodenfreiheit zwischen den Achsen 270 mm
  • Bodenfreiheit unter dem Vorderachs-Differenzial 265mm
  • Bodenfreiheit unter dem Hinterachs-Differenzial 225mm
  • Anhängelast gebremst 3.500 kg
  • Anhängelast ungebremst 750 kg
  • Sitze 4
  • Tankkapazität 76 l

Kein Luxusdampfer, aber dennoch ein gewisser Komfort

Das Radio, das wir als einzige Sonderausstattung ausgewählt haben, hat Bluetooth, USB und einen CD-ROM/MP3-Spieler und einen iPod-Anschluss. Die Sitze sind ordentlich, wenn auch nicht überragend. Gut, der D-MAX wurde als Nutzfahrzeug geboren. Im Handschuhfach gibt es einen USB-Ladeanschluss. Wir gönnten uns dann noch ordentliche Gummimatten für den Fußraum als Extra, die auch für die gewerblichen Nutzer von Interesse wären.

Unsere Modifikationen

Um das Grundmodell für das Gelände und die Reise weiter zu ertüchtigen, haben wir einige Modifikationen vornehmen lassen. Zu Grunde lag der Wunsch, den Nutzen als Pick-up zu erhalten und gleichzeitig ein geländegängiges, einfaches Reisefahrzeug zu erhalten. Dabei ging es weniger um lange und ausgedehntes Reisen als eher um mehrtägige Touren. Da es reichlich Zubehör für den Isuzu D-MAX gibt, konnten wir aus einem guten Angebot wählen, aus dem wir ein für uns stimmiges Setup zusammengestellt haben.

Unser Isuzu D-Max auf der Five Mountains Tour 2019.

Unser Isuzu D-Max auf der Five Mountains Tour 2019.

Geländegängigkeit erhöhen

Unser Isuzu D-MAX hat von Hause aus einen zuschaltbaren Allradantrieb mit Untersetzungsgetriebe, aber schon auf den ersten Blick war deutlich, dass der Wagen in der Grundausstattung eher für schlechte Wege und Baustellen geeignet ist, als für schwierigeres Gelände. Seine Geländewinkel und die Wattiefe liegen zwar schon besser als beispielsweise beim VW Amarok und reichen an die Werte des Ford Ranger heran, aber für uns reichte das noch nicht. Daher sahen wir uns nach einer Höherlegung, anderen Reifen und einer Winde um. Bei der Auswahl der Komponenten haben wir uns dann an Offroad-Spezialist Taubenreuther gewandt, der eine große Auswahl an Zubehör für den Isuzu D-MAX im Angebot hat.

Höher, komfortabler, sicherer – Das OME-Fahrwerk

Der D-MAX ist ein Nutzfahrzeug, das wird schon nach den ersten Kilometern klar. Leer fährt er sich unkomfortabel, da bricht auf nassen Straßen schon mal das Heck beim Beschleunigen aus. Mit Ladung geht es so einigermaßen, aber auch da spürt man jeden Gullideckel unschön im Kreuz. Da stand schnell fest, als erstes muss ein anderes Fahrwerk her. Hier geht es um Sicherheit, Geländegängigkeit und natürlich auch um Komfort. Es war auch klar, dass damit eine andere und größere Offroad-Bereifung einher gehen wird.

Das OME-Fahrwerk hat sich bewiesen.

Das OME-Fahrwerk hat sich bewiesen.

Unser Old Man Emu-Fahrwerk haben wir bereits in einem anderen Artikel ausführlich beschrieben. Daher führen wir es hier nicht mehr so ausführlich aus. Ihr findet den Bericht unter Old Man Emu Fahrwerk – Offroad-Gear aus Down Under. Es hat sich im Alltag als ein sehr komfortables und sicheres Fahrwerk herausgestellt und im Gelände als echte Verbesserung in Bezug auf Höhe und Verschränkung. Der erste Offroad- und Härtetest kam dann mit der Five Mountains Tour #5MT von Slowenien bis Albanien. Auf über 1.600 km, davon gute 60% Offroad und Piste, hat sich das OME-Fahrwerk bestens bewährt. Auch auf den teilweise doch sehr lädierten albanischen Asphaltstraßen war das neue Fahrwerk ein Segen.

Auf den Pisten ging es auch Mal zügig voran.

Auf den Pisten ging es auch Mal zügig voran.

General Grabber X3 MT auf Dotz Dakar Felgen

Die Fahrwerksänderung alleine reicht allerdings nicht aus, um die Bodenfreiheit zu erhöhen und den Grip im Gelände zu verbessern. Bei der Bereifung stiegen wir von der werksseitigen Straßenbereifung des Isuzu auf die General Grabber X3 MT-Reifen um. Schon lange fahren wir auf einigen unserer Geländewagen verschiedene General Grabber Modelle. Der Familienwagen beispielsweise hat für den Alltag und häufige Straßennutzung die AT3-Bereifung und der Land Rover fürs Grobe fuhr lange auf General Grabber AT2 abseits befestigten Untergrunds, bis ein größerer Durchmesser benötigt wurde. Wir kennen die Marke und haben Vertrauen zu ihr und im Gelände haben sich die AT und MT -Reifen bewährt. Damit war klar, dass auch der Isuzu General Grabber bekommt. Die Wahl fiel auf die MT X3 in der Größe 265/75 R16.

Der General Grabber X3 geht sicher durch unterschiedlichstes Terrain.

Der General Grabber X3 geht sicher durch unterschiedlichstes Terrain.

Um die Offroad-Optik zu unterstreichen, ohne Einbußen bei der Radlast hinnehmen zu müssen, wählten wir die Dotz Dakar Stahlfelge von Alcar in Silber. Eine im Offroad-Einsatz bewährte Felge, die uns sehr gut auf dem D-MAX gefällt.

Isuzu D-Max - Gute Kombination: Der General Grabber X3 MT mit den Dotz Dakar Offroad-Felgen.

Gute Kombination: Der General Grabber X3 MT mit den Dotz Dakar Offroad-Felgen.

Für den Isuzu D-MAX gibt es keine fertige ABE für diese Reifen-Felgen-Kombination, allerdings für andere Fahrzeuge. Wir haben es deshalb darauf ankommen lassen und erfolgreich ein Einzelgutachten erstellen lassen.

Winde

Der Isuzu soll kein Hardcore-Trophy-Fahrzeug werden, dennoch wollten wir eine Winde zur Fremd- und Eigenbergung am Fahrzeug haben. Vor allem mit Blick auf die Five Mountains Tour und unseren zukünftigen Unternehmungen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch beim Fahren in Gruppen die Anzahl der Winden nicht zu groß sein kann. Immer wieder erlebten wir, dass Winden, die lange nicht betrieben wurden ausfielen oder Besitzer sogar mit defekten Winden herumfuhren, was sich natürlich erst offenbarte, als sie benötigt wurden. Daher sollte unsere Winde ein einfaches Modell sein, was normalen Ansprüchen genügt und dabei zuverlässig, ausreichend dimensioniert und leicht zu warten ist.

Warn M8000 - Gerade wenn ihr alleine unterwegs seid, ist eine Winde oftmals der Retter in der Not.

Gerade wenn ihr alleine unterwegs seid, ist eine Winde oftmals der Retter in der Not.

Für den D-MAX bietet sich da geradezu die Warn M8000 mit 3,4 t Zugkraft an. Sie zählt zu den kompakten und bewährten Winden am Markt, daher ist sie für die Montage unter den beengten Verhältnissen am Isuzu geeignet. Da die Vorteile eines Stahlseils überwiegen, haben wir uns für eine Ausstattung mit einem 30 m langen und 8 mm dicken Stahlseil entschieden.

Die Warn M8 der 8000er Serie und Taubenreuther Anbausatz für den Isuzu D-MAX.

Die Warn M8 der 8000er Serie und Taubenreuther Anbausatz für den Isuzu D-MAX.

Die Zugkraft von 3,4 t orientiert sich am zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs von 3 t. Sowohl im einfachen Zug als auch in der Vollumlenkung stehen genug Kraft zur Eigenbergung und der anderer Fahrzeuge bereit. Mit dem Taubenreuther Anbausatz verschwindet die Winde dezent in der Stoßstange, wobei alle Bedienelemente gut erreichbar bleiben.

Warn M8000 am Isuzu D-MAX - Gut erreichbar, trotz integrierter Montage.

Gut erreichbar, trotz integrierter Montage.

Der komplette Winden-Anbausatz mit Warn M8000 bei Taubenreuther: Windenset für den Isuzu D-Max. Wer Kunststoffseile bevorzugt kann die M8000-S einsetzen.

Isuzu D-Max mit Warn Winde - Eine Winde zur Selbst- und Fremdbergung.

Eine Winde zur Selbst- und Fremdbergung.

RIF Heckstoßstange

Die originale Stoßstange ist, gelinde gesagt, maximal eine Notlösung. Weder hat sie eine Anhängerkupplung noch sieht sie gut aus, noch trauen wir ihr zu, im Bergeeinsatz durchzuhalten. Dazu kommt, dass das Reserverad des D-MAX unter der Ladefläche liegt. Steckt der Wagen also einmal fest, könnte es schwierig werden da ran zu kommen. Im Gelände sollte ein Reserverad immer leicht zugänglich sein.

Isuzu D-MAX - Die Originalstoßstange ist nicht mehr als ein kleines Doppelrohr,

Die Originalstoßstange ist nicht mehr als ein kleines Doppelrohr,

Als echte Lösung bot sich hier die Tigerexped RIF-Heckstoßstange mit abklappbarem Reserveradträger, Bergeösen, Zusatzlichtern und einer Aufnahme für eine Anhängerkupplung an.

Jetzt macht der Isuzu D-MAX auch von hinten eine gute Figur.

Jetzt macht der Isuzu D-MAX auch von hinten eine gute Figur.

Sie ist sehr robust ausgelegt und passt auch optisch sehr gut zum Erscheinungsbild des Pick-ups. An der Unterseite hat sie zwei massive Ösen an denen Schäkel befestigt werden können. Das Reserverad kommt an einen stabilen, abklappbaren Träger und ist so leicht zugänglich.

RIF Heckstoßstange von Tigerexped - Eine vernünftige Aufnahme für das Reserverad

Eine vernünftige Aufnahme für das Reserverad – RIF Heckstoßstange.

Ein großzügig ausgelegter Riegel, der einem auch einen Tritt zum Schließen nicht krumm nimmt, hält den gedämpften Halter stramm und klapperfrei am Platz. Er lässt sich dennoch einfach und schnell öffnen um den Halter mit Rad abzuklappen.

RIF Heckstoßstange von Tigerexped - Die Verriegelung hält was sie verspricht, klapperfrei.

Die Verriegelung hält was sie verspricht, klapperfrei.

In die Stoßstange sind zwei Rücklichter pro Seite integriert, die bei uns als Rücklicht und Bremslicht angeschlossen wurden. Das erhöht die Sichtbarkeit und die Sicherheit.

RIF Heckstoßstange von Tigerexped - Schnell und leicht weggeklappt. Massive Bergeösen an der Unterseite.

Schnell und leicht weggeklappt. Massive Bergeösen an der Unterseite.

Die RIF Heckstoßstange für den Isuzu D-Max bei Tigerexped.

Stauraum für alle Fälle – Decked Schubladensystem

Obwohl der Pick-up ursprünglich als Lastenesel konzipiert wurde, besitzt er mittlerweile viele Freunde, die ihn in der Freizeit und auf Reise nutzen. Das trifft auch auf uns zu. Wir nutzen ihn sowohl als Lastenfahrzeug als auch zum Reisen auf unbefestigtem Terrain. Da wir mit einem Dachzelt unterwegs sind, suchten wir eine wetterfestes, unempfindliches System, in dem wir unsere gesamte und je nach Einsatz sehr unterschiedliche Ausrüstung verstauen können.

Auch hier hat Taubenreuther das richtige System im Programm. Das Decked Schubladensystem erwies sich in jeder Hinsicht als die richtige Wahl. Es bietet uns die nötige Flexibilität, die wir für die Einsätze des Redaktions-Fahrzeugs benötigen. Wir können von der Fotoausrüstung, über Bergematerial und Werkzeug bis hin zu den Camping-Utensilien alles darin und darauf transportieren. Die Ausrüstung kann direkt in die Schubladen, auch durch Trenner unterteilt, gelegt oder in den passenden Kästen, zur schnellen Mitnahme, verstaut werden.

Taubenreuther - Auf der #5MT haben wir das Decked-System gut gebrauchen können.

Auf der #5MT haben wir das Decked-System gut gebrauchen können.

Der recycelte Kunststoff ist unempfindlich gegen Wasser, Schlamm und sonstigen Dreck. Der darunterliegende Stahlrahmen mit den Auszügen ist robust genug, um 900 kg auf dem Deck und je 90 kg in jeder der großen Schubladen aufzunehmen. Zum Reinigen nehmen wir einfach einen Kärcher. Ob nur das Deck oder auch die Schubladen gereinigt werden sollen, ist im Grunde egal. Solange die Schubladen nicht herausgezogen sind, sind sie dicht. Werden auch sie abgespritzt, kann das Wasser einfach durch eine Öffnung abgelassen werden.

Taubenreuther Decked Schubladen - Gut zu reinigen - Wasser kann dem Decked Schubladensystem nichts anhaben.

Gut zu reinigen – Wasser kann dem Decked Schubladensystem nichts anhaben.

Was ihr mit dem Decked-System machen könnt, haben wir hier beschrieben: DECKED-Schubladensystem für Pick-ups mit offener Ladefläche. Mittlerweile haben die Schubladen noch weitere Einsätze gesehen. Auf der Five Mountains Tour diente uns das System als Camping- und Transportmittel für unser Bergematerial. Vom Dutch Oven, über die Grillkohle, Besteck, Geschirr, Stühle und Tisch, bis hin zu Bergeschlingen, Schäkel und Umlenkrolle haben wir alles mit dem Decked-System transportiert.

Taubenreuther - Das Decked-Schubladensystem im Camping-Modus.

Das Decked-Schubladensystem im Camping-Modus.

Die Five Mountains Tour war aber auch ein Test dafür, ob die Schubladen und Rahmen viele ruppige Pistenkilometer überstehen werden. Das taten sie klaglos. Wir haben keine Ausfälle oder Schäden zu verzeichnen gehabt. Während der Tour ist genug Wasser von oben als auch von unten an das Decked System gekommen und es ist absolut dicht gewesen. Die Strecken waren sehr schlecht und wir waren auch schon mal etwas zügiger unterwegs. Das Decked Pick-up Schubladensystem hat alles ohne Probleme mitgemacht und die Schubladen ließen sich zu jeder Zeit problemlos und in der bekannt leichten Art rausziehen und zurück schieben.

Taubenreuther - Die Decked Schubladen mussten einiges aushalten.

Die Decked Schubladen mussten einiges aushalten.

Seht euch das Decked-Schubladensystem für alle gängigen Pick-ups und Transporter direkt bei Taubenreuther an: Decked.

Taubenreuther - Sehr universell, die Decked-Schubladen für Pick-ups.

Sehr universell, die Decked-Schubladen für Pick-ups.

Platz in der 2. Etage

Jetzt fehlte uns nur noch der Schlafplatz. Oder besser gesagt, der Platz für den Schlafplatz, denn dass wir ein Dachzelt nutzen wollen war uns klar. Jedes unserer Fahrzeuge bietet eine andere Art von Übernachtungsmöglichkeit, der Pick-up sollte für das erhabene Dachzelt-Feeling da sein. Es blieb also die Frage, worauf das Dachzelt montieren? Das Kabinendach haben wir schnell als Option verworfen. Zu klein und auch optisch wäre das wohl eher ein Gau geworden.

Multiplattform Slimline II von Front Runner

Jetzt thront über dem Decked-System das Front Runner Pick-up Slimline II Ladeflächenträger-Kit. Ok, das ist eine sperrige Bezeichnung. Kurz gesagt, es ist ein Front Runner Slimline II Dachgepäckträger, der über die Ladeflächen von Pick-ups passt. Front Runner war für uns erste Wahl. Neben der Robustheit und Stabilität des Trägers, steht eine große Auswahl an Zusatzkomponenten zur Verfügung, die direkt passend für den Träger entwickelt wurden. Das war für uns ausschlaggebend und so orderten wir auch gleich ein paar Optionen für den Slimline II.

Front Runner - Der Front Runner Slimline II Ladeflächenträger hat sicher die gesamte Last getragen.

Der Front Runner Slimline II Ladeflächenträger hat sicher die gesamte Last getragen.

Zuerst sind da die Quick Release Befestigungskit für Dachzelte, mit dem ein schnelles Aufnehmen und Abladen des Dachzelts möglich ist. Diese Option war für uns wichtig, da wir viele verschiedene Ausrüstungen auf dem Fahrzeug testen und ihn auch für die unterschiedlichsten Transporte benötigen. Das Quick Release spart so Zeit und Nerven.

Die nächste praktische Lösung waren die Spatenhalter mit Ratsche. Mit ihnen können Schaufeln und Spaten befestigt werden. Sie werden in der umlaufenden Nut im Dachträger befestigt. Mit ihnen kann dann ein Spaten schnell am Fahrzeug festgezurrt und mit einem Griff auch wieder gelöst werden.

Oben drauf oder an den Seiten, der Front Runner Slimline II kann viel aufnehmen.

Oben drauf oder an den Seiten, der Front Runner Slimline II kann viel aufnehmen.

Auf der gegenüberliegenden Seite haben wir die Universalhalterung von Front Runner angebracht. Auch an diesem Halter können diverse Ausrüstungsgegenstände sicher befestigt werden. Wir haben dort unsere Tred Pro Boards platziert. Der Clou des Universalhalters ist, er kann gekippt werden, was sich bezahlt machte, als wir zwei Einzel-Kanisterhalter montierten.

Durch das Dachzelt hatte unser alter Front Runner Doppel-Kanisterhalter keinen Platz mehr, also wurden es zwei einzelne Kanisterhalter hintereinander. Damit transportierten wir auf der Tour einen Diesel- und einen Wasserkanister. Als die Kanister noch nicht auf dem Ladeflächenträger montiert waren, hatten wir die Boards stärker geneigt. Als dann die Kanisterhalter kamen, stellten wir den Front Runner Halter einfach steiler ein, um so einen besseren Zugang zu der Ausrüstung auf dem Träger zu haben.

Hier findet ihr den Front Runner Ladeflächenträger von unserem Isuzu.

Der Front Runner Slimline II stellte sich als sehr flexibel bei der Beladung heraus.

Der Front Runner Slimline II stellte sich als sehr flexibel bei der Beladung heraus.

Das Chalet – Dare to be Different 140 S Dachzelt

Den meisten Platz auf dem Dachgepäckträger nimmt natürlich das Dachzelt selbst ein. Hier fiel unsere Wahl auf das Dare to be Different Outdoor 140S. Es ist genau richtig für zwei Personen und mit der praktischen Teleskopleiter schnell auf- und abgebaut. Auf der Five Mountains Tour musste es dann auch gleich zeigen, was es kann. Jeden Tag mussten wir das Zelt auf- und abbauen. Das gelang mit wenigen Handgriffen: Plane öffnen, Leiter schnappen, aufstellen. Als wir eingespielt waren, kostete uns das Einpack-Prozedere circa 5 Minuten.

Für zwei Personen ein tolles Dachzelt, DTBD 140 S.

Für zwei Personen ein tolles Dachzelt, DTBD 140 S.

Mit 230 cm Matratzenlänge kommen wir gut zurecht. Die Kaltschaummatratze selbst ist 6 cm dick. Der Bezug aus Baumwolle kann abgenommen und gewaschen werden. Die Gesamtmaße im aufgeklappten Zustand sind 240 cm x 143 cm x 126 cm (L x B x H). Nachdem wir auch das Teleskopleiterprinzip verstanden hatten, erwies sich dieses als äußerst praktisch, da sich damit sehr leicht Höhenunterschiede ausgleichen lassen.

Als eine gute Entscheidung hat sich die Anti-Kondensmatratze herausgestellt. Sie liegt unter der eigentlichen Matratze und sorgt für ein Luftpolster zwischen Dachzeltboden und Matratze.

Das DTBD-Dachzelt 140 S im Internet: Dare to be Diferent 140 S.

DTBD - Das Dare to be Different 140 S hat seine Bewährungsprobe für uns bestanden.

Das Dare to be Different 140 S hat seine Bewährungsprobe für uns bestanden.

Fazit

Wir sind vollauf zufrieden. Nach den auch für andere Pick-ups üblichen Modifikationen, ist der Isuzu für uns ein ideales, zuverlässiges und dabei preiswertes Fahrzeug, das auch im Gelände überzeugt hat. Als Transportmittel und für Touren und kurze Reisen finden wir ihn sehr gelungen. Er besitzt für uns die richtige Balance zwischen Nutz- und Freizeitfahrzeug mit moderner Technik ohne überladen zu wirken.

Der D-MAX Space Cab in der Basic Ausstattungsvariante startet bei 29.925 Euro.

© Fotos: Doreen Kühr, Unternehmensfotografie NRW