Mercedes und Nissan entwickeln gemeinsam einen mittelgroßen Pick-up mit einer Tonne Nutzlast. Der Produktionsstart ist bereits 2017. Basis wird der NP300 Navara von Nissan sein.

Der Pick-up von Mercedes ist die Weiterführung einer fünfjährigen strategischen Allianz zwischen Nissan und Mercedes. Das neue Mercedes Modell mit Doppelkabine soll teilweise auf dem NP300 Navara basieren. Konstruiert und designt wird der Truck von Mercedes, „um den spezifischen Anforderungen der Kunden zu entsprechen“.

Der Nissan Navara gehört zu den meistgefragtesten Pick-ups weltweit und verfügt serienmäßig über einen Heckantrieb mit zuschaltbaren Allrad, sowie einer Geländeuntersetzung. Das robuste Leiterrahmen-Chassis des Navara hat eine Vorderrad-Einzelaufhängung. Die hintere, einteilige Starrachse ist mit Blattfedern aufgehangen. Mit automatischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse ist der Navara auch tiefem Schnee und Schlamm gewachsen. Da Nissan aus Sicherheitsgründen selbst bei der günstigen Variante des NP300 auf zuschaltbaren Allrad-Antrieb nicht verzichtet, ist anzunehmen, dass auch der Mercedes Pick-up Allrad haben wird.

Für Mercedes ist der eigene Pick-up der Einstieg in ein neues Wachstumssegment, bei dem der Automobil-Hersteller durch die Zusammenarbeit mit Nissan den Zeit- und Kostenaufwand erheblich verringern kann. Die Kosten für die beiden neuen Werke in Barcelona und Cordoba in Argentinien werden Nissan und Mercedes gemeinsam übernehmen.

Gleichzeitig plant die Renault-Nissan Allianz einen Pick-up für Renault, der auch auf dem NP300 aufsetzen wird. Der Pick-up soll ebenfalls in den neuen Werken gebaut werden. In Spanien sollen dann insgesamt ca. 120.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen, in Argentinien, für den südamerikanischen Markt, noch einmal 80.000.

Foto: © Nissan Center Europe GmbH