Offroad-Fahren macht Spaß. Doch offroad wird der Geländewagen ziemlich beansprucht. Deshalb muss man vor und nach dem Offroad-Fahren noch Dinge tun, die nicht so viel Spaß machen. Dinge, die trotzdem wichtig sind: die Vor- und Nachbereitung eures Offroaders mit dem kleinen Fahrzeugcheck. Wir zeigen euch, was ihr dabei beachten müsst.

Zu einem ungetrübten und sicheren Fahrvergnügen gehört der Fahrzeugcheck vor und nach der Fahrt einfach dazu. Zum einen geht es darum, mögliche Schäden oder Fehlfunktionen im Vorfeld zu entdecken und zum anderen das Fahrzeug nach der Fahrt durch das Gelände wieder in einen einwandfreien und sicheren Zustand zu bringen.

Wir haben für euch eine Checkliste erarbeitet, in der ihr die wichtigsten Punkte findet.

Fahrzeugcheck vor der Fahrt

Allgemeiner Zustand, Dichtigkeit

Ist die Unterseite recht feucht und hängen die Öltropfen überall herunter, dann ist das zum einem nicht gut für die Umwelt und zum anderen kann der Fahrspaß unverhofft ein schnelles Ende nehmen. Denn wenn es tropft, ist etwas nicht dicht. Und wo Öl raus kommt, fehlt irgendwann die Schmierwirkung und zudem kann Wasser eindringen.

Prüfe daher zunächst den Grundzustand des Fahrzeugs. Ist die Fahrzeugunterseite trocken? Nimmst du im Stand oder nach der Fahrt den Geruch von Kraftstoff oder Getriebeöl wahr? Dem solltest du auf den Grund gehen und nötigenfalls die Leckage reparieren lassen.

Betriebsstoffe

Wenn du nur nach Ölflecken unter dem Motor siehst, vergisst du, dass Öl auch woanders still und heimlich verschwinden kann, nämlich in der Verbrennung. Dann zwingt dich plötzlich die leuchtende Öldrucklampe zum Stopp. Deshalb solltest du den Stand aller Betriebsstoffe vor dem Antritt der Fahrt prüfen und bei Bedarf auffüllen.

Beim Motor, manchen Automatikgetrieben, der Servolenkung, dem Kühlwasser und der Brems- und Kupplungsflüssigkeit geht das bequem per Ölmessstab oder Sichtprüfung. Es ist sinnvoll regelmäßig danach zu sehen, dann kennst du den normalen Verbrauch und die üblichen Flüssigkeitsstände deines Fahrzeugs. So kannst du Schwankungen frühzeitig feststellen.

Im Zweifelsfall hast du dann auch noch Zeit, ein Problem beseitigen zu lassen. Achte darauf, dass alle Behälter wieder richtig verschlossen sind. Andernfalls kann es passieren, dass in einer Schräglage ätzende, lackschädigende Bremsflüssigkeit über Fahrzeug, Schläuche und zuletzt in die Umwelt läuft.

Getriebeöl ist entweder im Getriebe oder darunter auf dem Boden. Beobachte ob der Wagen Öl verliert. Liegt die letzte Kontrolle schon viele Monate zurück, prüfe eine Woche vor Fahrtantritt gemäß Handbuch den Ölstand.

Achsen und Radlager

Wer oft Offroad fährt und dabei keinem Schlammloch aus dem Weg geht, der sollte seine Radlager im Auge behalten. Ist genug Fett in den Lagern? Gibt es irgendwo einen Ölübertritt von der Achse ins Lager? Nicht bei allen Achsen ist das so gewollt. Bei einigen älteren Modellen werden die Lager mit dem Differenzialöl geschmiert. Bei solchen Fahrzeugen darf das Öl ins Radlager laufen, aber nicht aus den Mitnehmern oder der Innenseite des Radträgers austreten.

An den Anlenkpunkten der Achsen am Fahrzeug sind dämpfende Gummibuchsen verbaut. Gerade beim Offroad-Fahren werden sie durch das Verschränken der Achsen stark beansprucht. Sieh dir den Zustand an. Sind sie porös oder weisen sie schon Risse auf? Dann besteht die Gefahr, dass sie ganz reißen. Modernen PU-Buchsen können je nach Qualität plötzlich reißen und haben dann keine Funktion mehr. Das bedeutet in den meisten Fällen das Fahrtende. Sind die Buchsen nicht mehr in Ordnung, kannst du ein leichtes Schlagen aus dem Rahmen hören. In dem Fall solltest du sie kurzum tauschen.

Reifen

Die Reifen müssen in einem unbeschädigten Zustand sein. Prüfe die Lauffläche und die Innen- und Außenseite. Sind Schnitte oder ähnlichen Beschädigungen zu erkennen? Ist der Reifen schon so alt und porös, dass er Risse an den Flanken oder der Lauffläche aufweist? Dann ist es generell keine gute Idee mit dem Reifen noch zu fahren. Vielleicht musst du im Gelände den Luftdruck absenken. Das kann für eine alten, porösen Reifen zu viel Belastung sein.

Fahrzeugcheck nach dem Offroad-Fahren

Du hast den Wagen über unterschiedliches Terrain gefahren. Vielleicht bist du durch einige Schlammlöcher hindurch oder sogar darin steckengeblieben. Auch Wurzeln, Baumstümpfe und herumliegende Bäume, scharfkantige Steine und Sand setzen dem Geländewagen zu. Möglicherweise kam es sogar zu Einschlägen. Vielleicht bist du mit dem Unterfahrschutz oder dem Differenzialschutz irgendwo aufgeschlagen.

Wegen all dieser Möglichkeiten ist ein ordentlicher Fahrzeugcheck wichtig. In manchen Offroad-Parks kannst du auf eine Rampe fahren und den Wagen von unten überprüfen. Wenn möglich, nutze diese Gelegenheit.

Äußere Sichtprüfung

Geh um das Fahrzeug herum und sieh dir alles an. Sind alle Lampengläser unbeschädigt? Hat sich irgendein Anbauteil gelöst, das entweder wieder befestigt oder abgemacht werden muss?

Wirf auch einen Blick unter das Fahrzeug. Wenn bereits ein Schutzblech verbogen ist, solltest du auch mal dahinter sehen, ob der Schutz wirklich seine Aufgabe erfüllt hat. Beim vorderen Unterfahrschutz könnten Teile der Lenkung beeinträchtigt worden sein.

Ein Unterfahrschutz kann Dreck und Steine gesammelt haben. Zieht er sich bis unter die Ölwanne, kann sogar ein Stein beim Aufsetzen in das Blech der Wanne gedrückt worden sein. Sind die Spur- oder Lenkstange verbogen?

Hängen irgendwo Äste, könnten sie etwas verbogen oder abgerissen haben. Entferne alles, was nicht zum Auto gehört und sieh dir die Bremsleitungen an. Sind sie unverbogen und alle intakt? Gerade beim Fahren über Gestrüpp, alte Bäume, totes Holz und Äste können Bremsleitungen beschädigt werden oder sogar abreißen.

Reinigung

Auch wenn es, gerade am Anfang, nach der ersten Geländefahrten reizt, den Wagen voller Schlamm Stolz nach Hause zu fahren, so solltest du dir das verkneifen. Das Fahrzeug gehört, nicht zuletzt auch aus Gründen der Sicherheit, ordentlich gereinigt. Dein Hintermann auf der Autobahn freut sich nicht darüber, wenn ein Stein oder ein Schlammbrocken in seine Windschutzscheibe einschlägt. Und auch dein eigenes Auto kann ernsthafte Probleme bekommen.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Nach dem Geländespaß folgt die Reinigung und Pflege.

Nach dem Geländespaß folgt die Reinigung und Pflege.

Der Schlamm wird mit viel Wasser abgespült. Sowohl auf der Karosse als auch unter dem Fahrzeug. Halte den Strahl in die Hohlräume und Flächen unter dem Fahrzeug. Es geht nicht darum, den Wagen auf Hochglanz zu polieren, aber loser Dreck sollte weggespült werden. Denn einmal verhärtet lässt er sich viel schwerer lösen. Er könnte anderen Verkehrsteilnehmern auf das Auto fliegen und letztendlich willst du den ganzen Dreck nicht nachher auf deinem Parkplatz liegen haben. Je nachdem wo sich Schlamm oder Steinchen festgesetzt haben, zum Beispiel im U-förmigen Spurstangenschutz, können sie sogar zur Beeinträchtigung der Sicherheit führen.

Drecklabyrinth

Es gibt je nach Modell viele verwinkelte Ecken in denen sich der Schmodder festsetzen kann. Hinter der Stoßstange, in den Radläufen, in Ecken des verwinkelten Unterbodens. Frage jemanden der mit dem Modell schon Erfahrung hat oder lass dir bei den ersten Reinigungen etwas mehr Zeit, bis du dein Auto und seine Ecken gut kennst. Schlamm, der bleibt wo er nicht sein soll, fördert auch Rost und Gammel. Spätestens wenn du selbst am Auto schraubst, wirst du weitere Stellen ausmachen, die du bei der letzten Reinigung noch nicht kanntest.

Von oben nach unten

Fange außen mit der Karosse an, arbeite von oben nach unten, so dass auf bereits abgespülten Bereichen nicht wieder neuer Dreck draufgespült wird. Wenn du vorne anfängst, kannst du dich gleich von der Windschutzscheibe über die Motorhaube zu der Frontpartie durcharbeiten. Reinige die Lampen und den Kühler.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Die gesamte Außenbeleuchtung reinigen.

Die gesamte Außenbeleuchtung reinigen.

Bist du durch Schlammlöcher gefahren ist, die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Schlammwasser zwischen die Kühlrippen des Motorkühlers, des Ladeluftkühlers und des Klimakühlers gelaufen ist. Gerade beim warmen Motorkühler verdunstet das Wasser schnell und zurück bleibt harter, fester Schlamm. Der beeinträchtigt die Kühlwirkung erheblich.

Moderne Fahrzeuge mit Steuergerät gehen dann in den Notlauf, wenn sie merken die Kühlung funktioniert nicht mehr. So schützen sie den Motor vor dem Überhitzen. Aber bei älteren Fahrzeugen kann es zur Überhitzung kommen, ohne das es gleich festgestellt wird. Das kann zu größeren Schäden und Reparaturen wie einer neuen Zylinderkopfdichtung führen.

Den Kühler solltest du daher in jedem Fall mit einem leichten bis moderaten, auf keinen Fall zu harten, Wasserstrahl gründlich spülen. Du solltest den Wasserstrahl so senkrecht wie möglich auf den Kühler halten, damit du die feinen Lamellen des Kühlers nicht verbiegst. Achte auf das abfließende Wasser. Solange es noch trübe ist, weiterspülen. Stört der Kühlergrill, schau nach ob du ihn leicht abnehmen kannst.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Den Kühler mit gemässigtem Wasserdruck vom Schlamm befreien.

Den Kühler mit gemässigtem Wasserdruck vom Schlamm befreien.

Sprühe die Achsen und Bremsen ordentlich sauber. Spüle die Felgen gut von beiden Seiten aus. An den Felgen festsitzende Dreckbrocken erzeugen eine nicht unerhebliche Unwucht. Gerne liegt auf dem Unterfahrschutz oder zwischen Differenzial und Differenzialschutz Dreck. Auch der muss weg, damit er nicht die Kühlung beeinflusst.

Auch der Rahmen braucht ein paar Liter Wasser. In die Löcher dringt der Schlamm ebenso ein, wie du ihn wieder ausspülen kannst. Der Rahmen ist keine durchgängige hohle Röhre, sondern er ist in einzelne Abschnitte unterteilt. Halte den Schlauch in eines der oberen Löcher und beobachte wo es wieder austritt. Kommt an einem Loch kein Wasser raus, ist es entweder zugesetzt oder es gehört zu einem anderen Abschnitt. Wenn es zugesetzt ist, stochere das Loch auf und versuche es nochmal. Wenn es geklappt hat, kommt jetzt der Dreck mit dem Wasser raus. Beobachte das ablaufende Wasser. Sieht es genauso aus wie das einlaufende, ist das gröbste raus.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Den Rahmen auch von innen spülen.

Den Rahmen auch von innen spülen.

Zuletzt gehören die Scheiben und Spiegel sauber gemacht.

Check unter der Haube

Mache die Motorhaube auf und sieh dir alle Behälter an. Sind alle noch verschlossen oder sind Flüssigkeiten ausgelaufen? Wenn es nötig ist, reinige die Stelle und ersetze die fehlende Flüssigkeit.

Wenn du durch tiefes Wasser gefahren bist, schau dir den Luftfilter und den Luftfilterkasten an. Sie sollten trocken sein. Ist der Keilriemen noch unbeschädigt und lässt sich der Lüfter, sofern es ein Viskolüfter ist, von Hand drehen? Sind ansonsten alle Schläuche äußerlich unbeschädigt?

Reifen

Genau wie vor dem Offroad-Fahren solltest du die Reifen auch hinterher einer dreiseitigen Sichtprüfung unterziehen: Innenseite, Lauffläche, Außenseite. Die Reifen können Schnitte haben oder über spitze, scharfkantige Gegenstände gerollt sein. Auch die Ventile bekommen gerne mal etwas ab, wenn du zu nah an harten Ästen oder Steinen entlang gefahren bist. Sind sie unbeschädigt und die Ventilkappen noch drauf?

Im Profil können sich größere Steine festgesetzt haben. Diese lösen sich zumeist bei schnellerer Fahrt und können das Fahrzeug des Hintermanns beschädigen. Entferne sie aus dem Profil.

Wenn möglich, Check der Unterseite

Auf der Unterseite des Fahrzeugs befinden sich eine Menge wichtiger und empfindlicher Dinge. Auch wenn die Hersteller von Geländewagen normalerweise darauf achten, diese Dinge nicht zu exponieren, kann es immer vorkommen, dass eine wichtige Leitung im Gelände beschädigt wurde. Informiere dich, welche Teile unterhalb deines Wagens beschädigt werden können. Zusätzlich sind dort, je nach Fahrzeug, einige Wartungspunkte.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Nach der Reinigung folgt die Inspektion unter dem Fahrzeug - wenn möglich.

Nach der Reinigung folgt die Inspektion unter dem Fahrzeug – wenn möglich.

Hast du die Möglichkeit auf eine Rampe zu fahren, solltest du das machen und den Wagen für den Fahrzeugcheck einmal von unten in Augenschein nehmen. Nimm eine Taschenlampe und wenn nötig die Fettpresse und einen alten Lappen mit.

Sieh dir die Reifen von innen und die Achsen und Bremsleitungen an. Sind die Bremssättel und die Felgeninnenseiten vom Dreck befreit? Gibt es Beschädigungen an den Federn oder den Stoßdämpfern? Achte auf undichte Stellen und verbogene oder gar abgerissene Leitungen. Insbesondere solltest du auf Kraftstoff- und Bremsleitungen und Kabel für die ABS-Sensoren achten.

Schnüffel ein paar mal und prüfe, ob du Benzin- oder Dieselgeruch riechst oder vielleicht sogar Getriebeöl. Nimmst du solch einen Geruch deutlich wahr, solltest du an den entsprechenden Stellen genauer hinsehen.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Sind die Bremsleitungen in Ordnung und am Platz?

Sind die Bremsleitungen in Ordnung und am Platz?

Wer Differenzialsperren hat, sollte auch nach deren Steuerkabel oder den Luftdruckleitungen sehen. Diese sind oft nicht vom Hersteller, sondern nachträglich verlegt worden. Kontrolliere an der Vorderachse, dass nicht die Spur- oder Lenkstange verbogen sind. Kannst Du den Lenkstockhebel sehen? Prüfe ob er durch irgendetwas blockiert werden könnte.

Wenn die Durchsicht beendet ist, empfehlen wir dir, gleich eine kleine Wartung durchzuführen. Wenn bei deinem Fahrzeugtyp möglich und nötig, die Kardangelenke und das Schubstück der Kardanwelle abschmieren. Diese haben wahrscheinlich Schlick und feinen Sand abbekommen, der sich langsam durchfrisst und zum Tode der Gelenke führt. Mit dem neuen Fett drückst du das alte, verdreckte heraus. Wenn es weitere Schmierpunkte gibt, mache sie gleich mit.

Offroad-Fahren: Vor- und Nachbereitung - Kardanwellen und andere Gelenke abschmieren.

Kardanwellen und andere Gelenke abschmieren.

Das klingt erst einmal nach viel Aufwand, aber vieles ist mit einem Blick festgestellt, gerade wenn du deinen Wagen immer besser kennst und alles gleich findest. Und bei der Sicherheit sollte es keine Kompromisse geben.

Funktion

Nachdem du den Wagen mit den Mitteln vor Ort durchgesehen und wenn nötig wieder in Ordnung gebracht hast, solltest du alle Funktionen einmal durchtesten. Insbesondere Bremsen und Lenkung. Denke daran, dass direkt nach den Spülen die Bremswirkung herabgesetzt sein kann.

Bremse daher ruhig drei bis vier Mal, bis die Bremsen wieder trocken sind. Schlage die Lenkung einmal zu beiden Seiten voll ein. Gehen der Allradantrieb und alle Sperren sauber rein und wieder raus? Sind irgendwelche Kontrolllampen an?

Wenn alles funktioniert, stelle alles wieder auf Straßenfahrt. Nimm die Untersetzung und manuell zuschaltbaren Allrad raus. Ebenso die Sperren, was du ohnehin schon getan haben solltest, sofern du wieder auf Asphalt bist. Wenn das Auto Fahrprogramme besitzt, schalte den Straßenmodus ein und deaktiviere sämtliche Geländehilfen.

Abhören

Sind ungewohnte quietschende oder schlagende Geräusche zu hören? Verändert sich das Geräusch im Stand mit der Motordrehzahl, kann es beispielsweise von einer drehenden Rolle des Treibriemens (Keilriemen) kommen. Tritt das Geräusch nur beim Fahren auf und verändert es sich mit der Geschwindigkeit des Rollens, kommt es von den Rädern oder den Wellen.

Wenn es beim Fahren an einem Rad schleift, aber du bei der Sichtprüfung keine Schäden feststellen konntest, kann da ein Steinchen sein, das in die Bremse geraten ist. Oft ist das mit ein paar Metern Rückwärtsfahren schon erledigt. Wenn nicht, stelle fest welches Rad betroffen ist und sieh dir die Sache genauer an. Sitzt der Stein vielleicht zu fest oder ist vielleicht doch ein Blech an den Bremsen verbogen? Auf keinen Fall solltest du so ein Geräusch einfach ignorieren und weiterfahren.

Rolltest

Schlägt das Lenkrad ungewöhnlich beim Fahren, ist vielleicht doch noch Dreck in den Felgen (Innenseite) oder Du hast Wuchtgewichte verloren. Das erkennst du an helleren Stellen an den Felgen, wo einmal die Wuchtgewicht saßen. Ist da aber alles in Ordnung, rüttel einmal oben am Rad. Ist es locker? Wenn ja musst du erst die Ursache feststellen und beheben, bevor es auf eigener Achse nach Hause geht. Im günstigsten Fall haben sich Radmuttern gelöst. Im ungünstigeren sind das Radlager oder Teile der Radbefestigung betroffen.

Auch bei der Heimfahrt aufmerksam bleiben

Stellst du in Folge, insbesondere bei Kurvenfahrten, ein lautes Geräusch oder ein starkes Vibrieren meisten von der kurvenäußeren Seite fest, ist wahrscheinlich ein Radlager betroffen. Möglicherweise ist Schlamm, auch schon vor längerer Zeit, in das Radlager eingedrungen und lässt das Lager fressen. Oftmals ist das betroffene Lager auch wärmer als die anderen oder sogar heiß, was du an der Radnabe fühlen kannst. Aber Vorsicht! Es kann sehr heiß sein und dann solltest du auf gar keinen Fall weiterfahren. Ein fressendes Lager kann urplötzlich blockieren und dann sind die Folgen unabsehbar und lebensgefährlich.

Behalte die Motortemperaturanzeige im Auge. Sie sollte im üblichen Bereich bleiben. Ansonsten muss du anhalten und die Ursache feststellen.

Gute Heimfahrt

In den allermeisten Fällen wirst Du ohne Probleme nach Hause kommen. Nicht jeder Meter Gelände ruiniert gleich das Fahrzeug. Und schon beim Offroad-Fahren merkst du, was du deinem Auto zugemutet hast. Dennoch solltest du dir die Reinigung und den Fahrzeugcheck zur Angewohnheit machen. Sicher ist sicher! Und jetzt, viel Spaß im Gelände und eine gute Heimfahrt.