Geländewagenreisende können im Offroad Reiseland Georgien viele schöne und teils herausfordernde Strecken unter die Stollen nehmen.
Georgien ist bekannt für seine atemberaubende Natur, fantastische Berglandschaften, Seen, eine Menge Kultur, gastfreundliche Menschen, eine sehr leckere Küche sowie eine bewegte Geschichte. Das klingt für euch nach einem tollen Reiseziel? Das ist es! Zudem ist die Winterzeit für viele von euch Planungszeit für die nächste Offroadtour oder Reise. Und daher haben wir uns Gedanken gemacht und eine Übersicht zum Offroad Reiseland Georgien zusammengestellt.
Georgien verbindet Europa und Vorderasien
Auf den rund sechzigtausend Quadratkilometern leben gerade mal 3,7 Millionen Menschen, davon etwa ein Drittel in den größeren Städten. Das gebirgige Land grenzt im Westen an das Schwarze Meer, im Norden, also dem Großen Kaukasus, an Russland, im Süden an die Türkei und Armenien und im Osten an Aserbaidschan. Das Klima im Land ist ebenso abwechslungsreich und reicht von subtropischem Klima im Westen bis zu einem trockenen Kontinentalklima im Osten des Landes. Diese Lage macht das Land für uns Reisende sehr interessant, denn es hat von Hochgebirge, Tiefebenen wüstenartigen Gebieten bis hin zur Küste eine große Vielfalt an Landschaften sowie eine vielfältige Flora und Fauna im Repertoire.
Ebenso vielfältig und bewegt sind Geschichte und Kultur des kleinen Landes am Kaukasus
Die Region findet schon früh Erwähnung in den Geschichtsbüchern und bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden West- und Ostgeorgien. Es folgten Zeiten der Eroberung durch Römer, Byzantiner, Araber und Perser. Im Mittelalter wurde das Land wieder unabhängig und stieg zu bedeutender Größe im Kaukasus auf. Doch schon bald fallen die Horden Timur Lengs ein, ein Name der euch vermutlich schon einmal begegnet ist, wenn ihr in Zentralasien gereist seid. Georgien zerfiel nach und nach in kleinere Fürstentümer welche unter unterschiedlichem Einfluss standen. Anfang des 20. Jahrhundert war Georgien wieder unabhängig, stand unter dem Schutz des Deutschen Kaiserreiches und konnte in dieser Zeit zahlreiche Reformen umsetzen. Doch bereits 1921 war diese Zeit vorbei, Georgien durch die Rote Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert. Die Zeit des Großen Terrors war geprägt von Gewalt, Verfolgung und Folter.
Wer sich mehr für die Geschichte Georgiens und auch diese Zeit interessiert, der sollte einen Besuch im Nationalmuseum in Tiflis einplanen. In den 1990er Jahren erlangte Georgien wieder die Unabhängigkeit. Später kam es zu den Sezessionskriegen in Abchasien und Südossetien. Bis heute hat Georgien keine Kontrolle über diese Gebiete und steht vor vielen Herausforderungen. Und trotzdem oder gerade, weil das Land so vielfältig ist, ist es eine Reise wert!

Sehenswertes Offroad Reiseland Georgien
Es ist für jeden etwas dabei und diese Übersicht kann nur exemplarisch für das tolle Offroad Reiseland Georgien stehen. Im Folgenden werfen wir einmal einen Blick in verschiedene Regionen des Landes.
Hauptstadt Flair, Geschichte und Moderne in Tiflis
Durch Tiflis führte einst die berühmte Seidenstraße. Heute ist die Stadt nicht nur zentral gelegen um Vorräte wieder aufzustocken, sondern es lädt die Hauptstadt Georgiens mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten zum Verweilen ein und es erscheint so, als wenn sich hinter jeder Ecke etwas Neues entdecken ließe. Tiflis ist eine quirlige und lebendige Metropole, die ihr auf jeden Fall bei einer Tour durch das Land einplanen solltet.
In und um die Hauptstadt sind, ähnlich wie in vielen anderen großen Metropolen, in den letzten Jahren typische Overlander-Treffpunkte entstanden. Das sind nicht nur prima Treffpunkte um Reiseinformationen auszutauschen oder sich bei Problemen zu unterstützen, sondern praktisch um das Fahrzeug stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt erkunden. Letzteres funktioniert in Tiflis wirklich sehr gut. Die Metro bringt den Besucher zuverlässig und schnell in die Stadt. Die Stationen, die teils noch aus Sowjet-Zeiten stammen, sind teilweise eine Sehenswürdigkeit für sich.

Der Freiheitsplatz, welcher in der Geschichte verschiedene Namen trug, war immer wieder Schauplatz von Veränderungen in Georgien. Sei es das Massaker von Tiflis, als ein Aufstand in den 1950er Jahren blutig niedergeschlagen wurde oder die friedliche Rosenrevolution im Jahr 2003. In diesem Stadtteil findet ihr darüber hinaus zahlreiche Restaurants um die Georgische Küche zu genießen und nicht weit vom Freiheitsplatz liegt das schon erwähnte Nationalmuseum. Darin geht es – wie der Name schon sagt – um die Geschichte des Landes und da diese weit zurückreicht, solltet ihr einige Stunden für den Besuch einplanen.

Die Friedensbrücke ist eine bogenförmige Fußgängerbrücke über den Mtkwari. Die 150 Meter lange, überdachte Brücke ist ein architektonisches Meisterwerk und verbindet die Altstadt mit einem Park auf der anderen Seite des Flusses. Dort befindet sich die Talstation der Seilbahn von der ihr nicht nur zur Statue Mutter Georgien sowie zur Festung Nariqala gelangt, sondern sie bietet euch darüber hinaus einen schönen Ausblick über Tiflis.

Jetzt jedoch hinaus in die Natur, auf geht es nach Tuschetien
Tuschetien gilt nach wie vor als eine der ursprünglichsten Regionen Georgiens. Diese Hochgebirgsregion liegt im Großen Kaukasus im Nordosten Georgiens und grenzt an Tschetschenien und Dagestan. Die zerklüftete Bergwelt ist von Georgien aus über den fast 3.000 Meter hohen Abano Pass erreichbar. Zu dieser atemberaubenden Strecke später noch mehr. Der bekannteste Ort in der Region dürfte Omalo sein, welcher sich gut als Ausgangspunkt für 4×4- oder Wandertouren in dieser Gegend Georgiens eignet. Hier kommen Naturfreunde voll auf ihre Kosten und ihr könnt in der wunderschönen Berglandschaft einige Tage verbringen. Ein Höhepunkt ist natürlich der Tusheti National Park mit verschiedenen Wander- und Mountainbike Routen.

Der Osten des Landes ist nicht minder interessant und doch ganz anders
Kachetien im Osten Georgiens ist vor allem bekannt für seine uralte Weinbautradition. Nicht wenige Weinbauern stellen hier noch den Wein in traditioneller georgischer Art und Weise her. Dabei wird die Maische, also die Trauben inklusive Schale, Kerne und Stile in sogenannte Qvevris gefüllt. Das sind teils riesige Tonamphoren, welche in der Erde vergraben sind. Darin reift und fermentiert der Wein ohne, dass er zwischendurch umgefüllt wird. Der Prozess verleiht dem Wein seinen besonderen Geschmack, wobei dieser ehrlicherweise sehr gewöhnungsbedürftig sein kann.
Im Osten des Landes liegen übrigens wüsten- und steppenartige Gegenden, in denen es im Sommer sehr heiß werden kann. Die beiden bekanntesten sind David Gareja nahe der aserbaidschanischen Grenze und nicht weit von der Hauptstadt Tiflis gelegen. Hier befindet sich auch das gleichnamige bekannte Kloster. Eine weitere Halbwüste ist der Waschlowani-Nationalpark, welcher an die Badlands in den USA erinnert. Hier im Osten des Landes gibt es einige Offroad- bzw. unbefestigte Strecken. Zur Befahrbarkeit dieser und zu Vorbereitungen für eine Tour in die interessante Gegend kommen wir später noch.
Spannendes Offroad Reiseland Georgien in Svanetien
Ihr habt bestimmt schon einmal von den Orten Mestia oder Ushguli im schönen Svanetien gehört. Diese bergige Region liegt ebenfalls im Großen Kaukasus. Dafür fahren wir in den Nordwesten des Landes. Die Region erreicht ihr von Tiflis aus über den Ort Kutaissi, welcher mit seinen zahlreichen Kirchen, Kathedralen und Synagogen ein guter Zwischenstopp ist.
Kutaissi ist ebenso ein idealer Ausgangspunkt, um eine der Höhlen in der Region zu besichtigen. Die Prometheus Höhle liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Kutaissi. Das etwa 1,5 Kilometer lange Höhlensystem mit zahlreichen Hallen, illuminierten Stalagmiten und Stalaktiten, ganzen Tropfsteinwänden und versteinerten Wasserfällen, können Besucher besichtigen.

Nördlich von Kutaissi gelangt ihr dann wieder auf tolle Bergstrecken. Spätestens in dieser Ecke Georgiens dürft ihr euch auf keinen Fall die georgische Küche entgehen lassen. Svanetien ist bekannt für die gebackene Kubdari. Das sind mit Fleisch gefüllte Brote, ein Nationalgericht in der georgischen Region Svanetien. Auch der Glintwein – eine Abwandlung des in Deutschland bekannten Glühweins – lohnt sich zu probieren.

Und wir fahren wieder südwärts
Zum einen gibt es natürlich die Schwarzmeerküste. Bekannt ist die georgische Küste für die schwarzen Strände und Batumi, einer Stadt zwischen Tradition und Moderne. Fahren wir weiter in den Süden, so gelangen wir in den Kleinen Kaukasus. Die Bergkette liegt zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischem Meer. Die Gipfel des kleinen Kaukasus sind nicht ganz so hoch wie die des Großen Kaukaus, doch die Gegend ist nicht minder interessant. Der Kurort Borjomi mit seinen mineralischen Heilquellen, der Borjomi-Kharagauli-Nationalpark mit zahlreichen Wanderrouten oder eines der Klöster sind interessante Reiseziele in dieser Gegend. Wer mit dem Offroader reist, findet hier einige unbefestigte Nebenstrecken.

Schöne und herausfordernde Strecken dürfen bei einer Tour im Offroad Reiseland Georgien nicht fehlen
Sofern ihr über Russland nach Georgien einreist, kommt ihr von Norden direkt über die Alte Heerstraße in das Kaukasus-Land. Die Strecke führt vorbei an Kazbegi mit seinem bekannten Kloster und über den Dhscwaripass. Diese Strecke ist zwar asphaltiert, doch auf jeden Fall einen Besuch wert.

Ein Höhepunkt einer Georgien Tour dürfte für viele die Überquerung des Abano Pass sein um nach Tuschetien und von dort wieder zurück zu gelangen. Die Strecke führt über die höchste befahrbare Pass-Straße im Kaukasus, welche vielfach als „dangerous road“ gelistet wird. Die Straße ist unbefestigt und weist zahlreiche steile Serpentinen auf. Verkehr gibt es vergleichsweise wenig auf der Strecke, doch ab und zu kann einem hier mal einer der Allrad LKW entgegenkommen, welche Waren nach Omalo und andere Orte im Gebirge bringen. Dann kann es manchmal recht eng werden auf der gebirgigen Stecke.

Die Befahrbarkeit ist stark vom eigenen Fahrzeug, dem eigenen Können sowie Wohlfühlfaktor und nicht zuletzt den Witterungsverhältnissen abhängig. Der Autor ist die Strecke selbst unter anderem nach starken Regenfällen gefahren und dann kann es tatsächlich schonmal richtig rutschig werden. Die Strecken erfordert bei solchen Bedingungen gutes Fahrkönnen und hohe Konzentration denn häufig geht es neben dem schmalen Weg viele hundert Meter in die Tiefe. Eine allgemeine Empfehlung zur Befahrbarkeit lässt sich also nicht aussprechen und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er die Strecke angeht oder eben nicht. Die Aussichten und die atemberaubenden Bergwelten hier oben sind auf jeden Fall eine Reise wert. Im Zweifel jedoch lieber auf bessere Bedingungen warten oder umdrehen, denn Sicherheit geht vor.

Die schon erwähnte mittelalterliche Siedlung Ushguli auf rund 2.000 Meter Höhe gehört ebenfalls zu einem Georgientrip dazu. Wenngleich in den letzten Jahren einige Abschnitte der Straßen asphaltiert wurden und immer noch fleißig gebaut wird, findet ihr in dieser Gegend noch tolle Strecken, beispielsweise von Lentechi kommend über den Zagari Pass, welche großartige Ausblicke auf die hohen Gipfel des Großen Kaukasus ermöglicht.

Für einige Strecken ist eine gute Vorbereitung im Vorfeld erforderlich
Für verschiedene Gebiete, beispielsweise den in der Grenzregion zu Aserbaidschan liegenden Waschlowani-Nationalpark benötigt ihr ein Permit. Das kostenpflichtige Permit bekommt ihr beim Besucherzentrum des Parkes gegen Vorlage des Reisepasses und der Fahrzeugpapiere. Die Genehmigung wird vor Ort an einem Checkpoint geprüft.
Auch in anderen Teilen des Landes gibt es solche und ähnliche Regelungen. Macht euch da bitte vor Fahrt vor Ort schlau, Bedingungen können sich ändern. Eine gute Quelle zu Strecken und erforderlichen Permits ist der Overland Guide Georgien, den wir euch hier im Magazin schon einmal vorgestellt haben.

Bei der jüngsten Reise des Autors in die Region (Sommer/Herbst 2024) gab es zudem einige, weitere Checkpoints und stellenweise eine erhöhte Präsenz von Sicherheitskräften im Land. An solchen Checkpoints werden Fahrzeugpapiere und persönliche Dokumente kontrolliert. Die Kontrollen waren stets freundlich und zuvorkommend. Bedenkt bitte bei eurer Routenplanung, dass ihr von Georgien aus nicht ohne Weiteres in die Gebiete Südossetien und Abchasien reisen könnt. Nähere Details findet ihr in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes.
Bitte achtet darauf nicht abseits der Wege zu fahren. Respektiert Natur, Tiere und Menschen und verlasst die besuchten Plätze so sauber oder besser sauberer als ihr sie vorgefunden habt, sodass wir diese schönen Plätze noch möglichst lange besuchen können. Gäste sind in Georgien sehr willkommen, daher sollten wir unsere Gastgeber auch mit Respekt behandeln.
So kommt ihr nach Georgien
Nach Georgien gelangt ihr mit eurem eigenen Fahrzeug am einfachsten über den Landweg. Entweder durch die Türkei oder durch Russland. Die Strecke durch die Türkei entlang der Schwarzmeerküste ist sehr gut ausgebaut und lässt sich in wenigen Tagen entspannt zurücklegen. Trotzdem ist es natürlich eine weite Anreise. Die Anreise über Russland ist nochmal ein ganzes Stück weiter. Doch die weite Anreise lohnt sich definitiv für das Offroad Reiseland Georgien.
Eine Alternative kann also die Fähre von Bulgarien nach Georgien sein. Die Überfahrt dauert ca. zwei bis drei Tage je nach Fahrplan. Viele Reisende berichten, dass die Verbindung was Abfahrts- und Ankunftszeiten anbelangt, eher unzuverlässig sei.
Daher kann es sich bei wenig Zeit am Stück anbieten, das Fahrzeug im Rahmen eines Urlaubes über den Balkan zunächst in die Kaukasusregion zu überführen, dann einige Touren dort zu unternehmen und das Fahrzeug dazwischen im Land unterzustellen. Dabei müsst ihr jedoch beachten, dass euer Fahrzeug nur drei Monate im Land bleiben darf. Im Nachbarland Armenien sieht das anders aus, da dürft ihr das Fahrzeug für zwölf Monate im Land belassen.

Denn für Langezeitreisende ist die Region ein Traum und Georgien lässt sich prima mit den Nachbarländern Armenien, Aserbaidschan (aktuelle Grenzsituation beachten!) oder ebenso der Osttürkei verbinden, sofern ihr ausreichend Zeit mitbringt. Ebenfalls gut geeignet ist Georgien als Reiseziel für Fernreisende die unterwegs nach Zentralasien sind oder von dort zurückkommen.
Übrigens, in Georgien ist es mittlerweile möglich Geländefahrzeuge, etwa einen Niva mit Dachzelt oder eine UAZ Buhanka Allradbus zu mieten. So könnt ihr entspannt von Deutschland aus ins Land fliegen und es so im Rahmen eines kürzeren Urlaubes entdecken.
Die beste Reisezeit für das Offroad Reiseland Georgien
Georgien hat unterschiedliche Klimazonen wie zu Beginn schon erwähnt. Für einen Offroadurlaub mit dem Geländewagen eignen sich die Monate Juni bis Oktober sicherlich gut. Dann sollten die meisten Passstraßen geöffnet sein. Doch in den Bergen kann das Wetter schnell wechseln, seid darauf gefasst, ausgerüstet und informiert euch vor Ort.

Einreise und Vorbereitung für eine Tour durch Georgien
Deutsche Staatsangehörige benötigen derzeit einen Reisepass für die Einreise nach Georgien. Ein Visum ist für kürzere Aufenthalte nicht erforderlich.
Bei der Reise mit dem Fahrzeug, benötigt ihr natürlich noch euren Führerschein. Als Führerschein wird ein in der EU ausgestellter Führerschein anerkannt, ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend erforderlich. Mehr zu dem internationalen Führerschein haben wir euch hier zusammengestellt. Der Führerschein muss übrigens bei der Einreise vorgelegt werden. Für das Fahrzeug kommt noch der Fahrzeugschein bzw. die Zulassungsbescheinigung Teil I dazu. Sofern ihr mit dem Mietwagen fahrt, prüft bitte, dass ihr die Fahrzeugpapiere erhaltet. Denn die benötigt ihr wie schon erwähnt ggf. für ein erforderliches Permit.
Eine Kfz-Haftpflicht-Versicherung als Grenzpolice ist für im Ausland zugelassene und in Georgien vorübergehend eingeführte Fahrzeuge verpflichtend. Diese könnt ihr direkt an den Grenzen, in Versicherungsbüros etwas hinter der Grenze (ggf. etwas günstiger) oder online abschließen. Details findet ihr auf der Webseite des sogenannten Compulsory Insurance Centers. Achtet zudem bei der temporären Einfuhr eures Fahrzeuges auf die maximale Aufenthaltsdauer. Ein Überziehen wird spätestens bei der Ausreise geahndet und kostet dann Geld.
Der Standard der medizinischen Versorgung und das Rettungssystem entspricht in vielen beliebten Reiseländern bekanntlich nicht immer dem hohen Standard, den wir in Deutschland gewohnt sind und in einigen Ländern ist zudem eine Vorauskasse bei der Behandlung erforderlich. Daher empfiehlt sich für solche Reisen eine gute Auslandsreisekrankenversicherung. Für Georgien weist das Auswärtige Amt daraufhin, dass seit dem 1. Januar 2026 eine Kranken- und Unfallversicherungsnachweispflicht in englischer oder georgischer Sprache für die gesamte Aufenthaltsdauer besteht.
Die Amtssprache Georgiens ist Georgisch. Diese Sprache und ebenso die Schrift ist sehr gewöhnungsbedürftig. Georgisch gehört zur khartwelischen Sprachfamilie, welche nicht mit anderen Sprachfamilien verwandt ist. Das macht es nicht einfacher für uns Besucher. Doch die gute Nachricht ist, dass viele, vor allem junge Menschen im urbanen Raum, English sprechen und bei den Älteren und auf dem Land helfen oft ein paar Worte Russisch weiter.
Das Tankstellennetz ist vergleichsweise gut ausgebaut. Je nach Reichweite solltet ihr wie immer darauf achten vor dem Fahren in abgelegenere Regionen wie zum Beispiel in den nördlichen Kaukasus oder auf Offroadabstecher rechtzeitig nachzutanken. Vielfach könnt ihr natürlich – wie von daheim gewohnt- mit der Kreditkarte bezahlen , doch gerade in den ländlichen Regionen macht es Sinn immer etwas Bargeld in Landeswährung in nicht allzu großer Stückelung mitzuführen, etwa für die Rast in einem Restaurant am Wegesrand oder ähnlichem. Geldautomaten (EC-Karte oder Kreditkarte) bzw. offizielle Möglichkeiten Euro-Bargeld in Georgische Lari zu wechseln finden sich in den größeren Städten.
Einreisebedingungen und Situationen vor Ort können sich schnell ändern, am besten ihr schaut auf der Seite des Auswärtigen Amtes nach den aktuellen Bestimmungen und Hinweisen. Die Reise- und Sicherheitshinweise gibt es ebenso als App. Diese und viele anderen nützliche Reise-Apps haben wir euch in einem separaten Artikel vorgestellt.
Reiseführer und Landkarten für Georgien
Für eine Tourenvorbereitung ist der Explore Georgia Overland Guide von Olivia Casari und Victor Michaud sehr zu empfehlen. Dieser Reiseführer von OunTravela bietet neben den gut beschriebenen Routen, eine enorme Fülle nützlicher Informationen zur Reisevorbereitung und Reise in Georgien selbst. Als Ergänzung zum Buch ist noch eine Landkarte erhältlich und die GPS-Routen zum Download. Die Landkarte eignet sich mit einem Maßstab von 1:1.000.000 weniger zur Navigation, sie dient der Orientierung und Übersicht über die im Buch beschrieben Routen, enthält Hinweise auf einige sehenswerte Orte in Georgien sowie einen kleinen Reisewortschatz welcher im Buch zu finden ist. Das Buch ist auf Englisch und Französisch erschienen und im Shop der Autoren erhältlich.

Der Reise Know-How Verlag hat eine Georgien Landkarte und eine Landkarte der Kaukausregion im Portfolio. Diese Landkarten des world mapping project bieten euch strapazierfähige Landkarten aus wasserfestem und widerstandsfähigem Spezialmaterial. Ideal für unterwegs.
Fazit zum Offroad Reiseland Georgien
Ja, es ist sicherlich eine weite Anreise in das Offroad Reiseland Georgien. Doch diese lohnt sich allemal. Denn Georgien ist und bleibt ein Traumziel vieler Overlander und das völlig zu Recht.
Wenn ihr euch jetzt noch unsicher seid oder noch mehr Vorfreude auf eine Georgienreise bekommen möchtet, dann schaut einmal hier im Magazin in den Reisebericht Unterwegs zwischen dem Großen und dem Kleinen Kaukasus von Björn Eldracher oder Ein Lux auf Reisen – Rückweg nach Europa über Armenien, Georgien und die Türkei. Viel Spaß beim Schmökern darin.
© Fotos: Björn Eldracher


