Ich habe ein großes Problem mit Taschenlampen. Die meisten von ihnen sind mittlerweile so klein, dass ich sie ständig verliere. Entweder sie fallen mir aus der Tasche oder ich stecke sie im Auto irgendwo hin und finde sie später nicht mehr wieder. Dazu kommt, dass ich kein Freund von Kopflampen bin, deshalb bin ich mit einer Lampe in der Hand sehr eingeschränkt. Die NEBO Slyde ist mal gar nicht klein und hat einen Magnetfuß. Zwei Gründe, die Lampe einmal auszuprobieren.

Die NEBO Slyde eine „Taschen“-Lampe zu nennen, ist etwas unpassend. Denn in die Hosentasche passt sie mit einer Länge von 23 Zentimetern schon mal nicht gut rein. Was für mich jedoch ein großer Vorteil ist, so kann ich die Lampe nicht so schnell verlieren. Zumindest würde ich es wegen ihres hohen Gewichts schnell merken, wenn sie zu Boden fiele.

Mit 250 Lumen ist die NEBO Slyde für mich angenehm hell und hat mich stets abends in Tunesien auf dem Weg zum stillen Örtchen hinter die Dünen begleitet. Mit einer Leuchtweite von 230 Meter war ein solches im Dunkeln auch schnell ausgemacht.

Doch die Lampe liegt nicht nur gut in der Hand, sondern sie hat einen Magnetfuß, mit dem man sie am Wagen befestigen kann und so die Hände frei hat. Das war zum Beispiel beim Waschen sehr angenehm.

NEBO Slyde ausgezogen mit Arbeitslicht

NEBO Slyde ausgezogen mit Arbeitslicht

Der besondere Clou der NEBO Slyde aber ist das Arbeitslicht. Die LED-Taschelampe lässt sich mit einem Handgriff auseinanderziehen. Das Arbeitslicht, das sonst im Griff verdeckt ist, wird durch weiteres Drücken auf den Schalter angeschaltet.

Durch den Magnetfuß lässt sich die Lampe auch unter dem Wagen befestigen und das Licht der 190 Lumen starken Leuchte, spendet zum Schrauben unter dem Fahrzeug genug Licht.

Die Lampe ist spritzwassergeschützt und stossfest bis zu einer Fallhöhe von 1 Meter, wobei ich das nicht getestet habe.

Eigentlich eine sehr praktische Lampe, die vielseitig einsetzbar ist. Dass sie groß und schwer ist, gefällt mir sehr gut. Dennoch gibt es einige Wermutstropfen. Vor allem der Magnetfuß könnte größer und stärker sein. Da sich der Magnet nur in der Mitte des Fußes der Taschenlampe befindet und die Ränder nicht magnetisch sind, hält die Lampe insbesondere auf kleineren Flächen nicht gut.

Ich hätte mir zudem gewünscht, dass die Arbeitsleuchte beim Zusammenschieben von alleine ausgeht. Denn, wenn die Lampe zusammengeschoben ist, sieht man das Licht der Arbeitsleuchte nicht mehr. Da vergisst man leicht, die Lampe auszuschalten. Außerdem finde ich den Gummiring, der lose zwischen den beiden zusammenschiebbaren Seiten als Dämpfer angebracht ist, nervig.

Fazit: Es gibt mit Sicherheit bessere Taschenlampen und bessere Arbeitsleuchten, doch die Kombination von Taschenlampe und Arbeitslampe finde ich praktisch. Daher sind Einschränkungen in der Funktion hinnehmbar, können aber unter Umständen nerven. Deshalb sicher keine Lampe für jedermann.

Die Lampe wird mit 4 AAA-Batterien betrieben und kostet circa 36,95 Euro. Sie ist in Deutschland unter anderem bei Tigerexped erhältlich.

Hinweis: Die Lampe wurde uns von Tigerexped kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt.