Sie wird Offroad-Olympiade genannt, verschwitze, angestrengte und erschöpfte Menschen, die sich mit Geländewagen durch den Schlamm des Dschungels quälen. Die Grenzen erreichen und darüber hinaus gehen. Wenn alles von Mensch und Material gefordert wurde, dann handelte es sich um die berühmte Camel Trophy. Vom 18. bis 19. Juni trifft sich der Camel Trophy History Club auf Schloss Romrod. Alle ehemaligen Teilnehmer, Orga-Freunde, Sympathisanten und Gönner der Camel Trophy sind herzlich eingeladen.

Die Camel Trophy war eine harte Veranstaltung. Heute gibt es nichts Vergleichbares mehr. Sie wurde von 1980 bis 2000 von der gleichnamigen Zigarettenmarke durchgeführt. Im ersten Jahr wurde die Camel Trophy noch mit Jeep-Fahrzeugen gefahren, ab 1981 bis zur letzten Trophy kamen nur noch Land Rover zum Einsatz. In den Teilnahmenländern gab es nationale Ausscheidungswettkämpfe und die Gewinner konnten als Zweier-Teams für ihr Land bei der Trophy starten.

Die Touren gingen durch die ganze Welt, Sumatra, Borneo, Brasilien, Peru und Amazonas, um nur einige zu nennen. Dabei mussten die Teilnehmer eher miteinander als gegeneinander arbeiten. Und arbeiten kann wörtlich genommen werden. Die Strecken waren staubig, schlammig oder gar nicht da. In diesem Fall mussten die Teams sie erst anlegen. Brücken bauen, durch Flüsse regelrecht tauchen, Fahrzeuge auf klapprige Flöße verladen oder Dschungelpisten freischlagen, alles gehörte dazu.

Camel Trophy - Hindernisse sind da, um sie zu bewältigen.

Hindernisse sind da, um sie zu bewältigen.


Für einige Teilnehmer bedeutete die Teilnahme an der Trophy eine einschneidende Veränderung in ihrem Leben. Es bildete sich eine länderübergreifende eingeschworene Gemeinschaft, was angesichts der beeindruckenden Bilder und Videos der Camel Trophy auch nicht verwundert.

Jürgen Falkner-Musial, mehrfacher Selection-Camp-Teilnehmer und Veranstalter, hat dem Drängen seines Sohnes nachgegeben und machte sich auf, verlorene Verbindungen zwischen den Beteiligten der Camel-Trophy wieder neu zu knüpfen. Dazu gründete er im April 2016 den Camel Trophy History Club – Germany, eine Wiederbelebung des Kölner Camel Trophy Participants Club. Die Mitglieder des Clubs setzen sich aus ordentlichen (ehemalige Teilnehmer) und außerordentlichen Mitgliedern (Enthusiasten) zusammen.

Mit Hilfe der damaligen Mitgliederlisten, vieler Nachfragen und Recherchen konnten viele alte Mitglieder der Camel Trophy wieder gefunden werden. Besonders zu dem Camel Trophy Museum in Portugal festigte sich dabei eine Verbindung, denn der Camel Trophy History Club – Germany unterstützt dieses jetzt mit Bildmaterial.

Das Treffen

Nach gut einem Jahr Aufbauarbeit mündet das Engagement nun in einem ersten Treffen. Unterstützt wird er dabei von Heinz Glump, ehemaliger Scout und Organisationsleiter der Camel Trophy. Er brachte gleich einen tollen Veranstaltungsort, das Schloss Romrod bei Gießen, mit und übernahm die Organisation vor Ort. Der Schlossherr Andreas Otterbein ist selbst ein großer Fan von Land Rover und fährt einen Defender.

Eingeladen sind alle ehemaligen Camel Trophy Teilnehmer, Interessenten, Freunde, Landyfahrer und natürlich auch alle anderen Geländewagenfahrer mit ihren Familien.

Das Treffen findet vom 18. bis 19. Juni 2017 statt. Die Anmeldung kann bis zum 14. Juni 2017 telefonisch (+49 (0) 6636 9181700) oder per E-Mail (ks@schloss-romrod.com) erfolgen. Camping im Schlossareal ist nicht möglich. Die Fahrzeuge können dort nur abgestellt werden. Dafür gibt es aber ein Gesamtarrangement mit Hotelübernachtung. Die Kosten betragen für ein Einzelzimmer 180 Euro und für ein Doppelzimmer 300 Euro, Veranstaltung und spätem Frühstück am Montag inklusive. Nur die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 83 Euro, alles bis auf die Übernachtungen inklusive.

Kinder sind bis 10 Jahre kostenfrei im Zimmer der Eltern untergebracht. Eine Anschlussnacht von Montag auf Dienstag ist für 60 Euro pro Person inklusive Frühstück nachbuchbar. Wer Samstag anreisen möchte, kann ins Hotel am Palais nach Gelnhausen zu gleichen Konditionen ausweichen. Der Betreiber des „Hotel am Palais“, Dr. Werner Weiglein, ist selbst „Camel Trophy“-Teilnehmer. Wer nicht im Schloss übernachtet, aber an der Veranstaltung ab 14:00 Uhr teilnehmen möchte, möge bitte Organisations-Ansprechpartner Heinz Glump per E-Mail (hglump1512@aol.com) anschreiben.

Programm

18.06.2017 – An diesem Tag ist alles inklusive.

  • Bis 14:00 Eintreffen und Check-in – Begrüßung im Schlosshof – Sektempfang und kurze Ansprache.
  • 14:30 bis 16:30 Uhr Ein Camel Trophy Adventure mit 4 Sektionen: Parking Trouble – Steering und Water – Blind Driver – Change on thing
  • Während des Camel Trophy Adventure gibt es „Vogelsberger Vinger Vood“
  • Ab 18.00 Uhr gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer im Schlosspark, Siegerehrung und Grillen am Lagerfeuer mit Landy-Koch Peter Baus und Schlosskoch Heiko. Es gibt Wildschwein-Wurst, Steaks, Bratkartoffeln und Thai-Food a la Peter.
  • Um euch ein bisschen Geschmack auf den Geschmack zu bringen und Träumen zu lassen, haben wir euch ein Video mit tollen Szenen aus den Land Rover Jahren der Camel Trophy herausgesucht.

    © Fotos: Jürgen Falkner-Musial