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Overlanding Offroad in Kolumbien Offroad-Reiseveranstalter trailcompass.de

Kolumbien im eigenen 4×4: 3.200 Kilometer zwischen Karibik, Anden und Amazonas

Werbung: Verfallene Eisenbahnbrücken im Dschungel, ein Basislager auf 4.000 Metern, eine DC-3 in den Amazonas und Diesel zum Schnäppchenpreis: Kolumbien ist gerade dabei, sich zu einem der spannendsten Overlanding-Ziele der Welt zu entwickeln. Wir sind die Route der trailcompass-Expedition gefahren, einer geführten Overlanding-Tour des Reiseveranstalters trailcompass, 33 Tage, die zeigen, was in diesem Land steckt. Ein Bericht für alle, die Südamerika im eigenen Expeditionsmobil erleben oder für diese Reise einen hochwertigen Mietcamper leihen wollen, auf eigene Faust oder organisiert.

Die Tour auf einen Blick

Veranstalter
trailcompass, geführte Overlanding-Expedition
Reisedauer
33 Tage
Strecke
rund 3.200 Kilometer
Route
von Cartagena (Karibik) über die Anden bis in den Amazonas
Start
zum Jahreswechsel, Silvester in Cartagena
Gruppe
höchstens sechs Fahrzeuge pro Tour
Fahrzeug
eigenes Expeditionsmobil oder Mietcamper vor Ort
Anreise Fahrzeug
Verschiffung nach Cartagena, ca. 3 bis 4 Wochen Seefahrt
Höhe
bis knapp 5.000 Meter (Púlpito del Diablo)
Schwierigkeit
mittel bis anspruchsvoll, Offroad-Erfahrung empfohlen
Fahrprinzip
Rallye-Prinzip: allein fahren, gemeinsam ankommen
Kosten vor Ort
Diesel ca. 0,60 €/Liter, Monatsmaut ca. 80 € (Stand März 2026)

Die Brücke vor uns besteht im Grunde nur noch aus zwei Schienensträngen und ein paar Schwellen, zwischen denen der Blick zwanzig Meter in die Tiefe fällt. Links und rechts: Dschungel, so dicht, dass die alte Bahntrasse wie ein Tunnel aus Grün wirkt. Wir steigen aus, gehen die Brücke zu Fuß ab, klopfen Schwellen ab, legen Sandbleche. Dann rollt das erste Fahrzeug im Schritttempo über die Gleise, der Beifahrer winkt zentimeterweise ein. Es ist Tag 9 unserer Reise durch Kolumbien, und spätestens jetzt ist klar: Das hier ist kein Roadtrip, das ist eine Expedition.

Warum ausgerechnet Kolumbien?

Wer an Overlanding in Südamerika denkt, denkt an die Carretera Austral, an Patagonien, vielleicht an die Lagunenroute in Bolivien. Kolumbien hatte lange einen anderen Ruf, und genau das ist heute seine größte Stärke. Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, der Massentourismus ist noch nicht angekommen, und die Pisten sind so ursprünglich, wie man sie in den Anden sonst kaum noch findet. Dazu kommt eine landschaftliche Bandbreite, die ihresgleichen sucht: Küste, Nebelwald, Páramo-Hochland, Gletscherregionen auf rund 5.000 Metern, die endlose Savanne der Llanos, Amazonas-Regenwald und eine Wüste, die aussieht wie Arizona. Alles in einem Land. Alles in einer Tour.

Schmale, ursprüngliche Bergpiste in den Anden Kolumbiens beim Overlanding
Ursprüngliche Pisten, wie man sie in den Anden kaum noch findet.

Und noch ein Argument, das jeder Overlander versteht: Diesel kostete im März 2026 rund 0,60 Euro pro Liter, die Maut für einen ganzen Monat etwa 80 Euro. Kolumbien ist nicht nur spektakulär, es ist auch bezahlbar.

Cartagena: Verzollung, Altstadt und ein Silvester, das man nicht vergisst

Jede Südamerika-Expedition mit dem eigenen Fahrzeug beginnt mit demselben Nadelöhr: dem Hafen. Cartagena ist der klassische Ankunftshafen für verschiffte Expeditionsmobile aus Europa. Die reine Seefahrtzeit ab Europa beträgt etwa drei bis vier Wochen, dazu kommen Hafen-, Zoll- und Abfertigungszeiten. Wer das zum ersten Mal macht, sollte wissen: Nach der Vorlage der Pässe beim Zoll kann es bis zu vier Tage dauern, bis man sein Fahrzeug tatsächlich in Empfang nehmen darf. Klingt nach verlorener Zeit, ist es aber nicht, wenn man sie richtig nutzt.

Luftaufnahme der Altstadt von Cartagena mit Kolonialbauten und Karibikküste
Cartagena, der Ankunftshafen und Startpunkt der Expedition.

Denn Cartagena ist eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas. Die Altstadt mit ihren farbenfrohen Fassaden, das Street-Art-Viertel Getsemaní, abends Salsa aus jeder zweiten Bar. Die trailcompass-Gruppe startet bewusst zum Jahreswechsel: Silvester in Cartagena ist ein einziges Straßenfest, die ganze Stadt tanzt. Während die Fahrzeuge noch im Hafen stehen, geht es am nächsten Tag per Segelboot entlang der Karibikküste in den Tayrona-Nationalpark, Schnorcheln und Paddleboard inklusive.

Felsstrand im Tayrona-Nationalpark an der Karibikküste Kolumbiens
Karibische Felsstrände im Tayrona-Nationalpark.

Zu Fuß zur Verlorenen Stadt

Bevor die Räder rollen, kommen die Wanderstiefel zum Einsatz. Vier Tage Trekking durch den Dschungel der Sierra Nevada zur Ciudad Perdida, der „Verlorenen Stadt“ der Tayrona-Kultur, über 1.200 Steinstufen hinauf zu Terrassen, die älter sind als Machu Picchu und von indigenen Gemeinschaften bis heute als spiritueller Ort gehütet werden. Maultiere tragen das Hauptgepäck, geschlafen wird in offenen Camps unter Moskitonetzen, geduscht kalt, also Berghüttenkomfort, nur eben im Regenwald.

Das eigentliche Privileg dieser Tour: Die Gruppe darf direkt an der Ruinenstätte übernachten, eine Genehmigung, die sonst nur einem sehr kleinen Personenkreis erteilt wird. Wenn die letzten Tagesbesucher abgestiegen sind, gehört die Ciudad Perdida der Gruppe allein: Sonnenuntergang über den Terrassen, Geschichten der indigenen Hüter, am nächsten Morgen der Sonnenaufgang über tausend Jahre alten Steinen. Für viele Teilnehmer das emotionale Highlight der Reise, noch bevor der erste Offroad-Kilometer gefahren ist.

Ein indigener Hüter an der Ciudad Perdida, der Verlorenen Stadt der Tayrona-Kultur
Ein indigener Hüter an der Ciudad Perdida, der Verlorenen Stadt der Tayrona-Kultur.

Das Rallye-Prinzip: Allein fahren, gemeinsam ankommen

Zurück in Cartagena werden die Fahrzeuge übernommen, eigene Expeditionsmobile aus dem Hafen und Mietcamper direkt vor Ort, und dann beginnt der Teil, der diese Tour von klassischen geführten Konvoireisen unterscheidet: das Rallye-Prinzip. Jeden Morgen gibt es die aktuelle GPS-Route, dann fährt jedes Team allein. Man folgt Wegpunkten, entdeckt unterwegs Geheimspots, hält an, wo es einem gefällt, und trifft die Gruppe abends am Etappenziel wieder. Kein Auspuff vor der Windschutzscheibe, kein vorgegebenes Tempo, sondern echtes Selbstfahrer-Gefühl.

Nur wenn es ernst wird, bei Flussdurchquerungen, technischen Schlüsselstellen oder verfallenen Brücken, wartet die Gruppe aufeinander und arbeitet sich gemeinsam durch. Das Leader-Fahrzeug hat Starlink an Bord, die Kommunikation steht also auch dort, wo seit Tagen kein Handynetz mehr war.

Die erste Etappe führt nach Mompox, eine vom Wasser umschlossene, fast vergessene Kolonialstadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Danach folgt die eingangs beschriebene alte Eisenbahnlinie in den Dschungel, und die erste Nacht im Wildcamp am Fluss, fernab jeder Zivilisation.

Bunt bemaltes Kolonialhaus in Barichara in Kolumbien
Bunt bemaltes Kolonialhaus in Barichara in Kolumbien.
Land Cruiser auf einer alten Holzbrücke im Dschungel Kolumbiens
Über die alte Eisenbahnlinie geht es tief in den Dschungel.

Über den Chicamocha-Canyon auf 4.000 Meter

Mit Barichara erreicht die Route einen sehr schönen Kolonialort, zwei Nächte auf einem liebevoll geführten Campingplatz, eine Wanderung auf dem alten Königsweg „Camino Real“ und, für Mutige, geröstete Hormigas Culonas: dicke Ameisen, die regionale Delikatesse. Dann wird es alpin. Die Route windet sich durch den Chicamocha-Canyon, den „Grand Canyon Kolumbiens“, und gewinnt stetig an Höhe, bis die Fahrzeuge schließlich im Nationalpark El Cocuy stehen, auf rund 4.000 Metern, dank Sondergenehmigung direkt im Schutzgebiet. Übernachten mit dem eigenen Expeditionsmobil im Hochgebirgs-Nationalpark: Das gibt es so kein zweites Mal.

Alter Königsweg Camino Real bei Barichara in Kolumbien
Auf dem alten Königsweg Camino Real bei Barichara.
Blick über den Chicamocha-Canyon, den Grand Canyon Kolumbiens
Der Chicamocha-Canyon, der Grand Canyon Kolumbiens.

Der folgende Tag ist die sportliche Krönung der Reise: der Aufstieg zum Púlpito del Diablo auf knapp 5.000 Metern, einem markanten Monolithen am Rand des Gletschers. Zwei Bergführer begleiten die Gruppe, Coca-Blätter helfen gegen die Höhe, und wer merkt, dass der Körper nicht mitspielt, wird von einem Guide sicher zurückbegleitet. Das ist Höhenbergsteigen ohne Gipfeldruck. Mit etwas Glück zeigen sich Kondore, Brillenbären oder Pumas; ziemlich sicher zeigen sich Kolibris auf 4.500 Metern, was für sich genommen schon absurd genug ist. Danach geht es bewusst zurück auf 3.000 Meter, denn Höhenmanagement gehört auf dieser Tour zum Konzept.

Púlpito del Diablo über dem Gletscher im Nationalpark El Cocuy auf knapp 5.000 Metern
Der Púlpito del Diablo am Gletscher des El Cocuy.

Llanos: Cowboys, Capybaras und eine DC-3

Durch die Nebelwelt des Páramo, jenem einzigartigen Hochland-Ökosystem, das als natürlicher Wasserspeicher halb Kolumbien versorgt, und durch das Fußball-Näher-Dorf Monguí stürzt sich die Route anschließend buchstäblich aus den Anden hinab: enge Tunnel, spektakuläre Bergpisten, und am Ende öffnet sich die endlose Ebene der Llanos, das Land der kolumbianischen Cowboys.

Expeditionsfahrzeug auf einer spektakulären Bergpiste in den kolumbianischen Anden
Spektakuläre Bergpisten auf dem Weg aus den Anden hinab.

Auf der Hacienda Hato Barley erlebt die Gruppe keinen Show-Betrieb, sondern gelebten Alltag: Rinderherden, die so frei über riesige Flächen ziehen, dass nicht einmal ihre genaue Zahl bekannt ist. Ausritt zum Sundowner an der Lagune, Asado vom Weiderind, am nächsten Morgen vor Sonnenaufgang in den Sattel, Kaimane und Capybaras inklusive.

Sundowner an der Lagune in den Llanos auf der 4x4-Expedition durch Kolumbien
Sundowner an der Lagune in den Llanos.
Wasserlandschaft der Llanos bei Sonnenuntergang auf der Overlanding-Tour durch Kolumbien
Weite Wasserlandschaft der Llanos im Abendlicht.

Und dann jener Moment, der diese Reise endgültig ins Außergewöhnliche kippt: Eine DC-3, ja, der legendäre „Rosinenbomber“, der hier bis heute abgelegene Siedlungen versorgt, holt die Gruppe ab. Die Fahrzeuge bleiben bei den Llaneros, das Propellerflugzeug fliegt über die endlose Ebene, bis aus dem Nichts drei kuppelförmige Granitberge auftauchen: die Cerros de Mavecure am Río Inírida, Teil des uralten Guayana-Schilds. Drei Tage Amazonas folgen: Kanu, Übernachtung bei einer indigenen Gemeinschaft, Aufstieg auf den Granitdom und Schwimmen mit rosa Flussdelfinen.

Floßfähren, Guerilla-Land und der flüssige Regenbogen

Zurück bei den Fahrzeugen beginnt der fahrerisch härteste Abschnitt der Reise. Die Etappe nach Orocué am Río Meta, mit tiefen Spuren, Schlamm und elf Stunden Fahrzeit am Folgetag, ist Expeditionsfahren im Wortsinn. Über den Río Meta geht es mit einer einfachen Floßfähre, auf die maximal zwei Fahrzeuge passen; schon das Aufladen verlangt Präzision und Nerven. Es folgen der smaragdgrüne Cañón del Guape, ein echter Geheimtipp, durch den die Gruppe auf Tubes treibt, während über ihr Fettschwalme mit Echo-Ortung durch die Schlucht rufen.

Und dann jener Abschnitt, der Respekt verdient: die Durchquerung ehemaligen Guerilla-Gebiets, das für normale Reisende nicht zugänglich ist. Ein lokaler Guide fährt auf dem Motorrad voraus, ohne Helm, die Fenster der Fahrzeuge bleiben bewusst geöffnet, Teil eines unausgesprochenen Verständnisses in dieser Region: Man zeigt, wer man ist. Der Lohn sind die gewaltigen Wasserfälle von Caño Canoas, hinter deren Wassermassen man hindurchlaufen kann, ein Abend mit dem Knall-Spiel Tejo und kühlem Bier bei einer Bauernfamilie, die Floßquerung bei La Macarena, Heimat des berühmten Caño Cristales, des „flüssigen Regenbogens“, und schließlich, mit den letzten Sonnenstrahlen eines 360-Kilometer-Tages, die Ankunft in der Tatacoa-Wüste. Camp auf der Klippe, abends Sternwarte: Hier sieht man die Sternbilder beider Hemisphären gleichzeitig.

Expeditionsmobil auf einer schmalen Bergpiste in Kolumbien
Wasserfälle von Caño Canoas im ehemaligen Guerilla-Gebiet in Kolumbien
Die Wasserfälle von Caño Canoas im einstigen Guerilla-Gebiet.
Wildcamp mit Dachzelt auf einer Klippe in der Tatacoa-Wüste in Kolumbien
Camp auf der Klippe in der Tatacoa-Wüste.

Kaffee, Krater, Comuna 13

Der Schlussakkord hat es noch einmal in sich: raus aus der Wüste über eine weitere alte Bahntrasse mit dunklen Tunneln, hinauf auf den zweiten Andenkamm zu einem Bauern, dessen Hof in einem erloschenen Vulkankrater liegt, mit Blick auf einen aktiven Vulkan und umgeben von Wachspalmen. Die letzten Kilometer dorthin zählen zu den technisch anspruchsvollsten der gesamten Reise. Danach die Kaffeezone: Auf einer Finca bei Armenia wird selbst geerntet, geröstet und verkostet.

Den langweiligen Asphalt-Rückweg an die Küste schenkt sich die Tour: Die Fahrzeuge gehen per Transporter zurück nach Cartagena, die Gruppe fliegt nach Medellín: Comuna 13, Street-Art, Seilbahnen über der Stadt, die Geschichte des Wandels einer Metropole, die einmal als gefährlichste der Welt galt. Zum Abschluss noch einmal Cartagena, Abschlussdinner in der Altstadt, und nach 33 Tagen und rund 3.200 Kilometern schließt sich der Kreis.

Was du allein nicht bekommst

Einige der stärksten Erlebnisse dieser Reise gibt es nur mit lokalen Kontakten und Sondergenehmigungen, und genau diese Türen öffnet dir trailcompass:

  • Übernachtung direkt an der Ciudad Perdida, wenn die letzten Tagesbesucher abgestiegen sind
  • Camp mit dem eigenen Fahrzeug im Nationalpark El Cocuy auf rund 4.000 Metern
  • Durchfahrt durch ehemaliges Guerilla-Gebiet mit ortskundigem Guide
  • Etappen abseits der Route, die für normale Reisende schlicht nicht zugänglich sind

Fazit

Kolumbien ist reif für Overlander, aber es ist (noch) kein Selbstläufer. Die Kombination aus Verschiffungslogistik, sensiblen Regionen, die nur mit lokalen Kontakten zugänglich sind, Sondergenehmigungen wie der Nationalpark-Übernachtung in El Cocuy oder der Nacht an der Ciudad Perdida und fahrerisch fordernden Etappen macht den Unterschied zwischen einer guten und einer einmaligen Reise. Wer Südamerika-Erfahrung, Zeit und Geduld mitbringt, kann vieles davon auf eigene Faust angehen. Wer das volle Programm in einem Monat erleben will, inklusive der Orte, an die man allein schlicht nicht kommt, für den ist die organisierte Kolumbien-Expedition von trailcompass mit dem eigenen 4×4 oder mit einem Miet-Offroader die richtige Wahl.

Hinweis: Die Route kann je nach Wetter, Sicherheitslage und Pistenzustand leicht variieren. Das gehört bei einer echten Expedition dazu.

Über den Kolumbien-Reiseveranstalter trailcompass

Hinter dieser Expedition steht trailcompass, ein Anbieter, der sich bewusst von klassischen Reiseveranstaltern abgrenzt. Geführt wird das Ganze von Christian Ast, der seit rund 25 Jahren im Tourismus arbeitet und im Jahr 2000 an der Organisation der Camel Trophy in Chile beteiligt war, einem der härtesten Offroad-Wettkämpfe überhaupt. Diese Erfahrung steckt heute in jeder Route, denn die Strecken werden vor Ort gescoutet, über Jahre verfeinert und laufend an Wetter, Pistenzustand und Sicherheitslage angepasst. Mit im Team und hauptsächlich für das Backoffice verantwortlich ist auch seine Frau Katja, die selbste eine Weile in Südamerika gelebt und bei einem Abenteuer-Reiseveranstalter gearbeitet hat.

Das Konzept ist das im Artikel beschriebene Rallye-Prinzip: Du fährst tagsüber eigenständig nach GPS-Wegpunkten und triffst die Gruppe abends wieder, bei höchstens sechs Fahrzeugen pro Tour. Um den Papierkram kümmert sich der Veranstalter komplett, also Fahrzeugeinfuhr, Rücktransport und die Kontakte zu lokalen Partnern. So bleibt dir das Abenteuer, ohne den Organisationsstress.

Mehr zur Kolumbien-Expedition von trailcompass und zu den kommenden Touren durch Ecuador und Peru findest du auf trailcompass.de.

Häufige Fragen zur Overlanding-Tour in Kolumbien

Wie sicher ist Offroad-Reisen in Kolumbien heute?

Kolumbien hat sich in den letzten Jahren stark verändert, denn die Sicherheitslage in den Reiseregionen ist heute deutlich entspannter als noch vor zehn Jahren. Auf der geführten Expedition von trailcompass fährst du Routen, die mit lokalen Kontakten abgestimmt sind, und sensible Abschnitte wie ehemaliges Guerilla-Gebiet fährst du nur mit einem ortskundigen Guide. Das Leader-Fahrzeug hat Starlink an Bord, sodass die Gruppe auch dort erreichbar bleibt, wo seit Tagen kein Handynetz mehr war.

Brauche ich für eine Overlanding-Tour mein eigenes Fahrzeug oder kann ich vor Ort ein Offroad-Fahrzeug mieten?

Beides geht. Bei der organisierten Expedition von trailcompass kannst du dein eigenes Expeditionsmobil aus Europa nach Cartagena verschiffen oder vor Ort einen hochwertigen Mietcamper übernehmen. So fährst du dieselbe Route, egal ob du dein vertrautes Fahrzeug dabei hast oder ganz ohne eigenen Wagen anreist.

Welches Fahrzeug brauche ich für die Expedition?

Dein 4×4 sollte mehr sein als ein normales Auto, also ein verlässlicher Begleiter abseits befestigter Straßen. Ob Pinzgauer, Unimog, Defender, Land Cruiser oder ein ähnlich expeditionstauglich aufgebautes Fahrzeug, entscheidend sind neben Typ und Ausstattung vor allem dein Fahrkönnen und deine Erfahrung. Bei ausgewählten Reisen vermittelt trailcompass auch hochwertige Offroad-Mietfahrzeuge über Partner vor Ort.

Welche Fahrerfahrung muss ich mitbringen, ist die Tour auch für Einsteiger machbar?

Die Tour ist anspruchsvoll, denn es gibt Flussdurchquerungen und verfallene Brücken, an denen es auf Präzision ankommt. An genau diesen Schlüsselstellen fährt aber niemand allein, weil die Gruppe dann zusammenkommt und sich gemeinsam durcharbeitet. Etwas Offroad-Erfahrung und Lust am Selbstfahren solltest du mitbringen, den Rest fängt das Konzept von trailcompass mit erfahrenen Begleitern ab.

Wann ist die beste Reisezeit für eine 4×4-Tour in Kolumbien?

Die trailcompass-Expedition startet bewusst zum Jahreswechsel, weil die Bedingungen in dieser Zeit für die meisten Etappen gut passen. Silvester in Cartagena ist außerdem ein riesiges Straßenfest, das einen stimmungsvollen Auftakt liefert, bevor die Räder auf die Piste rollen.

Wie kommt mein Fahrzeug nach Kolumbien und wie läuft die Verschiffung über Cartagena?

Dein Expeditionsmobil reist per Schiff nach Cartagena, dem klassischen Ankunftshafen für Fahrzeuge aus Europa. Die reine Seefahrt dauert etwa drei bis vier Wochen, dazu kommen Hafen- und Zollzeiten vor Ort. Nach der Vorlage der Pässe beim Zoll kann es bis zu vier Tage dauern, bis du dein Fahrzeug übernehmen darfst, und genau diese Tage nutzt die trailcompass-Gruppe für die Altstadt von Cartagena und das Trekking zur Ciudad Perdida.

Was muss ich bei Zoll, Fahrzeugeinfuhr und Versicherung beachten?

Wenn du mit dem eigenen Fahrzeug reist, kommen Einreise, Zollformalitäten und die vorübergehende Fahrzeugeinfuhr auf dich zu, und die Regeln unterscheiden sich je nach Reiseland deutlich. In vielen Ländern brauchst du ein Carnet de Passages, also ein Zolldokument für die zeitweise zollfreie Einfuhr deines Fahrzeugs. Kläre außerdem früh mit deiner Versicherung, ob dein Wagen im Reiseland überhaupt geschützt ist, denn oft reicht der deutsche Schutz nicht und du brauchst eine lokale Haftpflicht. trailcompass und seine Partner vor Ort helfen dir, diese Formalitäten richtig vorzubereiten.

Wie günstig ist das Reisen in Kolumbien?

Kolumbien ist erstaunlich bezahlbar. Diesel kostete im März 2026 rund 0,60 Euro pro Liter, und die Maut für einen ganzen Monat lag bei etwa 80 Euro. Damit gehören die Fahrtkosten vor Ort zu den niedrigsten, die du in Südamerika für so eine Strecke findest.

Welche Kosten kommen zum Reisepreis noch dazu?

Zum eigentlichen Reisepreis solltest du weitere Posten einplanen, etwa die Anreise, die Verschiffung deines Fahrzeugs oder die Fahrzeugmiete, dazu Kraftstoff, Maut, Visa, Impfungen und Versicherungen. Die Verpflegung ist weitgehend im Preis inbegriffen, gelegenliche Extra-Verpflegung sowie persönliche Ausgaben kommen je nach Etappe noch obendrauf. Wenn du diese Zusatzkosten von Anfang an mit einplanst, bleibt dein Budget für die Kolumbien-Expedition mit trailcompass realistisch.

Kann man Kolumbien auf eigene Faust offroad erkunden, oder lohnt sich ein Reiseveranstalter?

Vieles kannst du mit genug Südamerika-Erfahrung und Geduld auch allein fahren. Die größten Höhepunkte erreichst du aber nur mit lokalen Kontakten und Sondergenehmigungen, etwa die Übernachtung an der Ciudad Perdida oder das Camp im Nationalpark El Cocuy auf 4.000 Metern. Genau diese Türen öffnet trailcompass, und deshalb lohnt sich die organisierte Expedition, wenn du das volle Programm in einem Monat erleben willst.

Was passiert, wenn ich bei der geführten Tour von trailcompass an meine Grenzen komme und Hilfe brauche?

Du bist auf der Expedition nie wirklich allein. Tagsüber fährst du zwar nach dem Rallye-Prinzip dein eigenes Tempo, an Flussquerungen und technischen Schlüsselstellen wartet die Gruppe aber aufeinander und arbeitet sich gemeinsam durch. Beim Aufstieg in die Höhe, etwa am Nationalpark El Cocuy auf rund 4.000 Metern oder am Púlpito del Diablo auf knapp 5.000 Metern, begleiten dich zwei Bergführer, und wer merkt, dass der Körper nicht mitspielt, den bringt ein Guide sicher zurück. Mit dem Höhenmanagement und dem Starlink im Leader-Fahrzeug sorgt trailcompass dafür, dass du dich auf jede Etappe einlassen kannst, ohne unter Druck zu geraten.