Storndorf, eine 800-Seelen-Gemeinde in Hessen. Einmal im Jahr verdreifacht sich die Anzahl der Menschen in dem kleinen Dorf, denn Anfang September findet dort das Buschtaxi-Treffen statt. Knapp 1.000 Fahrzeuge und Mitglieder des Buschtaxi-Forums trafen sich dieses Jahr wieder auf dem Testgelände des Baumaschinenherstellers Stehr im beschaulichen Dörfchen.

Bereits Mittwoch reisten die ersten Buschtaxi-Fans und einige der 40 Händler an. Nach und nach wurde es immer voller. Am Freitag kam gleich der ganze Kindergarten zu Besuch, der Kulturverein und sogar der Bürgermeister. Nicht nur, dass das Treffen die Attraktion im Dorf ist, die Einnahmen der Roadbook-Tour, die rund um Storndorf führt, kommen dem Kindergarten zu Gute.

Die kleinen Gäste aus Storndorf wie auch die die Mitglieder des Buschtaxi-Forums hatten trotz des wechselhaften Wetters großen Spaß. Auch wenn einige in diesem Jahr das gemütliche Sofa dem entspannten Treffen vorgezogen hatten, sah man auf den Wiesen ringsrum Toyotas soweit das Auge reichte. Aber nicht nur Toyota-Fahrer waren dem Ruf des Netzmeisters, Alexander Wohlfarth, auch liebevoll „Netzi“ genannt, gefolgt. Immer mehr Fahrzeuge anderer Marken konnte man erspähen.

Die Atmosphäre war entspannt, die Besucher rücksichtsvoll und freundlich. Keine wilden Partys, kein Müll, kein Stress. Auch Wohlfarth und sein Team wirkten während der gesamten Veranstaltung geradezu tiefenentspannt. Und das obwohl dieses Jahr wegen des Wetters rund 150 Fahrzeuge weniger kamen als im letzten Jahr.

Doch die, die da waren, ließen sich vom Wind und Nieselregen nicht stören. Mit Regenschirmen und Gummistiefeln ausgerüstet flanierten sie über die Händlermeile. Sobald die Sonne auch nur ein bisschen hinter den Wolken hervorlugte gleich mit einem Eis in der Hand.

Auch wenn die Messe sicher nicht die Hauptattraktion des Treffens war, so kamen doch über 150 Tagesbesucher, die sich einfach mal inspirieren lassen wollten. Denn auf den verschiedenen Camphügeln fand das eigentliche Treffen statt. Hier plauschten und fachsimpelten die Toyota-Fahrer am Lagerfeuer und am Dutch Oven über Reisen, Fahrzeuge und Ausbauten.

Zusätzlich zu Treffen und Messe gab es wieder ein umfangreiches Vortragsprogramm: von „1.000 Tage im Landcruiser“ über Fragestunden zu Langzeitreisen bis hin zu Vorträgen über Reisen in ferne Länder. Auch digitale Offroad-Navigation war auf dem Treffen ein großes Thema wie wir auf unseren eigenen beiden Vorträgen merken konnten.

Alles in allem wieder ein tolles Treffen, bei dem auch Fahrer anderer Geländewagenmarken willkommen waren. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.