Ein Traum wird wahr. Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen. Mit einem 47 Jahre alten Land Rover wollen wir gut 3.500 Kilometer unter die Räder nehmen. Keine Autobahn und möglichst viel Pisten. Von Osten nach Westen nehmen wir das Ziel, die spanische Seite der Bergkette zwischen Frankreich und Spanien in Angriff.

Zeit – Zeit werden wir brauchen. Das wussten wir. Der alte Land Rover ist mit seinen irgendwas zwischen 70 und 80 PS nicht der schnellste und deshalb wollen wir Autobahnen meiden. Es ist auch viel schöner, durch die Weinberge der Champagne zu fahren und im offenen Wagen den Duft frischen Lavendels in der Nase zu spüren, als die Dieselabgase der LKW vor uns. Und so fahren wir sehr gemütlich über Landstraßen durch Deutschland, Luxemburg und Frankreich Richtung Spanien.

Gemächliche Anreise – Wir sind schließlich im Urlaub

Unterwegs gönnen wir uns drei Übernachtungen. Die erste recht unromantisch auf einem Parkplatz vor einem verschlossenen Campingplatz. Bei der zweiten hingegen, erwischten wir einen sehr schönen Campingplatz, Le Daxia, direkt am dem kleinen Bach Varèze, südlich von Vienne gelegen. Ein toller Campingplatz, mit den üblichen Parzellen für Ordnungshungrige, die auch im Urlaub nicht auf Organisation verzichten wollen. Aber auch für die Camper, die es ursprünglicher mögen und die ohne weißes Wohnmobil, Wohnwagen, Vorzelt, Satellitenschüssel und Gartenzwerge auskommen können, ist gesorgt. Die Sanitärbereiche sind sauber, das Restaurant in Ordnung und die Preise angemessen.

Ein Oldtimer in den Pyrenäen - Macht sich gut auf frisch geharktem Kies.

Macht sich gut auf frisch geharktem Kies.

Direkt am Bach gibt es eine freie, schattige Campingwiese. Genau das richtige für uns. Und Anschluss ist schnell gefunden. Zwei Deutsche, die mit 50ccm Rollern gerade aus Südfrankreich auf dem Weg nach Hause sind, schauen fasziniert auf unseren Oldtimer, so wie wir auf deren noch entbehrungsreichere Fortbewegungsmittel schauen. Aha, wir sind nicht die einzigen Verrückten, das ist gut.

Ein Oldtimer in den Pyrenäen - Camping Le Daxia - Ein schöner Campingplatz in Frankreich.

Camping Le Daxia – Ein schöner Campingplatz in Frankreich.

Unverhofft kommt oft

Eigentlich war die dritte Übernachtung am Fuße der Pyrenäen geplant, noch in Frankreich. Aber wir verzetteln uns auf den reizenden Straßen der Rhônes-Alpes-Region. Wir folgen dem vielversprechenden Hinweis zu einem Supermarkt. Im Kreisverkehr rechts, von da an 5 Minuten, so stand es auf der haushohen Werbetafel. – 5 Minuten? Mit was? Dem Auto, zu Fuß und wie schnell überhaupt? Nun, die fünf Minuten dehnen sich zu satten 20 Minuten aus. Dann treffen wir tatsächlich auf einen Supermarche. Ob es der beworbene von vor der gefühlten Ewigkeit war? Wer weiß? Gegenüber des Supermarkts liegt die Verköstigungs- und Verkaufsstelle eines regionalen Weines „Les Trois Combiers“ – es ist gerade mal 12:30 Uhr, es ist glühend heiß und wir geben uns einer Weinprobe hin. Da müssen wir erstmal ein bisschen Aussetzen, bevor es weiter geht.

Orientierunglos und Spaß dabei

Wo wir sind? Keine Ahnung. Wohin es gehen soll, nach Süden. Irgendwie findet das Navi nicht zurück zu der großen, breiten, vierspurigen Hauptstraße, von der wir kamen. Ich auch nicht. Keine Lust auf Navigation. Enge Straßen, zu beiden Seiten von Bäumen zugewachsen schlängeln sich durch kleine und kleinste Dörfchen. Wunderschön. Viele Kurven. Viel Kurbelei. Erwähnte ich bereits, dass man in der Land Rover Serie noch Kraftfahrer ist? D.h. der Fahrer braucht noch Kraft. In den Füßen und in den Armen. So schwitzen wir uns schließlich bis Montpellier.

Eine Übernachtung brauchen wir noch. Von der Autobahn, die wir letztendlich irgendwie erwischt haben, sehen wir einen möglichen Übernachtungsplatz. Ein altes Kloster oder etwas ähnliches. Also runter von der Autobahn und wieder auf die kleinen Wege. Der erste Versuch ist eine Fehlanzeige. Verbotsschilder neben aufmerksamen Nachbarn hindern uns am Weiterfahren. Wir orten noch zwei interessante Stellen. Die erste von beiden ist wieder eine Fehlanzeige, die zweite klappt. Nicht schön, nein, ganz und gar nicht schön. Ein liebloser Schotterparkplatz mit knorrigen Korkeichen. Und Parkplatz für die örtlichen Laufsportler. Ok, es ist zu spät, ich bin vom Fahren platt. Der Platz muss jetzt reichen.

Nach dem wir alleine sind, hängt flugs der Schweizer Wassersack im Baum und eine erste, erfrischende Dusche folgt. Dann ein kurzes Essen aus der Dose, was durchaus auch hätte lecker sein können. Müde fallen wir in unser Bett auf der Ladefläche. Gute Nacht.

Letzter Stellplatz vor den Pyrenäen.

Letzter Stellplatz vor den Pyrenäen.

Endlich am Anfang des Ziels – Die Pyrenäen

Heute geht es endlich in die Pyrenäen. Nach kurzer Zeit überqueren wir die französisch-spanische Grenze, Ziel Port de la Selva. Dort angekommen, nach 3,5 Tagen unendlicher Hitze von oben und von unten, wir haben über 42 Grad im Auto, hält es uns nicht lange in den Sitzen. Unsere Nasen haben schon die Witterung der salzhaltigen Luft aufgenommen. Im Ort gibt es einen Parkplatz mit zwei, drei Wegen runter zur felsigen Bucht und kleinen Ministränden. Wir essen kurz etwas, Badeklamotten an und ab ins kühle Nass. Hurra, wir sind angekommen, am Mittelmeer und dem östlichen Anfang der Pyrenäen. Wir sind stolz auf unseren alten Land Rover.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen -

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Ab in die Berge – Endlich Offroad durch die Pyrenäen

Nach dem äußerst erfrischenden Bad starten wir unsere erste Tour. Wir nehmen zum ersten Mal Schotter unter die Räder. Wir schlängeln uns durchs Hochland zwischen Port de la Selva und Cadaques, dem Cap de Creus Naturpark. Es ist heiß und trocken, aber dennoch sehr angenehm. Das Klima und die Vegetation wirken mediterran. Auf der Strecke sehen wir gleich vier gute Übernachtungsplätze. Irgendwann sind wir auch genug für heute gefahren, wir entscheiden uns für den letzten Platz, neben den Ruinen eines Bauernanwesens.

Offroad durch die Pyrenäen - Im Naturpark Cap de Creus - Die ersten Meter in den Pyrenäen.

Im Naturpark Cap de Creus – Die ersten Meter in den Pyrenäen.

Offroad durch die Pyrenäen - Eine warme Brise und der Duft von Pinien.

Eine warme Brise und der Duft von Pinien.

Rituale muss man pflegen – Jeden Abend ein Gewitter

Im Norden sehen wir, wie sich die Wolken zuziehen, der Wind hebt an. Wir bereiten alles vor, um schnell in den Wagen verschwinden zu können. Dann plötzlich Windstille, die satten Wolken, die zuckenden Blitze und der Regen sind bereits über Port de la Selva zu sehen. Jetzt hat der Wind gedreht, aber er muss die Wolken nicht erst zu uns tragen. Hohe, dunkle Gewitterwolken haben sich in wenigen Minuten über uns gebildet, eine bedrohliche Kulisse. Und dann legt das Unwetter los. Der Regen schlägt mit lautem Geprassel auf die Plane ein. Wir springen schnell unter die selbige, das einzige Stück Stoff zwischen uns und den Wassermassen. Blitze, krachender Donner um uns herum, aber wir fühlen uns sicher und bleiben sogar trocken. Wir kuscheln uns unter die Decke und genießen das Unwetter sogar. Etwas über eine Stunde dauert die Gewitterschauer, bis sich alles wieder beruhigt. Wir schlummern weg. Unsere erste Nacht in den Pyrenäen, die Luft ist frisch und klar, herrlich.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Unser erster Übernachtungsplatz in den Pyrenäen, Nahe Port de la Selva.

Unser erster Übernachtungsplatz in den Pyrenäen, Nahe Port de la Selva.

Das Unwetter ist da.

Das Unwetter ist da.


Damals und heute

Wir folgen einigen Tracks aus Wikiloc, von Niks vergangener Reise in die Pyrenäen und aus Theo Gerstls Buch. Das wurde vor 17 Jahren geschrieben und es hat sich einiges verändert. Einige Pisten sind heute Asphaltbänder. Auch die zweite Tour an diesem Tag, Roses aus Gerstls Buch, zeigt deutliche Veränderungen. Die Strecke ist weder schön noch spektakulär und von einsamen Buchten ist nichts mehr übrig geblieben. In jeder Bucht stehen zig Motorjachten und es herrscht ein buntes Treiben an den Stränden und oberhalb ist jeder Quadratzentimeter zugeparkt.

Dinieren unterm Olivendach

Einzig das Hotel und dessen Restaurant am Ende der Tour entschädigt. Wir genießen ein ausgezeichnetes Essen unter einem kühlen Dach aus Olivenbäumen, die uns Schatten spenden. Der Wein schmeckt uns besonders gut. Er wurde mehrere Monate im Meer gelagert, so dass eine leicht salzige Note durch die Korken eindringen konnte. Die festgewachsenen Korallen machen aus den Flaschen auch optisch etwas Besonders. Ein schönes Geschenk für Nik, die heute Geburtstag hat.


Der Wein wird fast ein Jahr im Meer gelagert.

Der Wein wird fast ein Jahr im Meer gelagert.

Der Tag ist noch jung, also geht es auf die nächste Strecke. Sie geht leicht von der Hand. Wir nehmen die bereits Zuhause zusammengestellten Tracks gerne zur groben Orientierung und probieren eigenen Wege. Also biegen wir irgendwo einfach mal rechts ab. Der Untergrund wird weich und sandig. Überall liegt geschnittenes Buschwerk herum. Es knirscht unter den Rädern, wir haben immer noch den Geruch der Pinien um uns herum in der Nase. Der Weg wird enger, die Dornenbüsche kommen immer näher. Nach ein paar Kurven geht es steil bergab und dann ist die Strecke für uns auch schon vorbei. Hier ist der Weg derart zugewachsen, dass er selbst zu Fuß nicht leicht gegangen werden kann. Wir drehen um.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Wir schlagen uns ein wenig durch den katalanischen Dschungel.

Wir schlagen uns ein wenig durch den katalanischen Dschungel.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Mal kurz durchschnaufen. Ich auch.

Mal kurz durchschnaufen. Ich auch.

Endlich Arbeit

Bei einer Spitzkehre verändert sich der Track. Die Piste wird sehr viel rauer und es geht steil bergab. Nicht, dass das für einen Geländewagen wie einen neueren Jeep oder Defender ein Problem wäre, aber in einer knapp 50 Jahre alten Land Rover Serie mit Blattfedern und Trommelbremsen wird es sehr rumpelig und der Weg erfordert meine ganze Aufmerksamkeit. So soll es ein, wenn man Offroad durch die Pyrenäen fährt.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Kapelle Sant Andreu de Guitarriu bei Sadernes.

Kapelle Sant Andreu de Guitarriu bei Sadernes.

Das wird ein schönes Stück Arbeit. Es geht weiter über lange und steile Strecken mit losem Geröll und großen Steinen. Es sind nur noch wenige Kilometer Luftlinie zum Campingplatz Sadernes, aber die zahlreichen Kehren ziehen den Weg in die gefühlte Unendlichkeit. Wir bekommen einen ersten Eindruck, wie es sich mit dem Oldtimer auf schlechten Pisten anfühlt und mit welchen Geschwindigkeiten wir rechnen können. Gute 15 km/h maximal.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - So gefallen die Pisten.

So gefallen die Pisten.

Hier einmal ein Eindruck vom Fahren auf den Pisten:

Wir erreichen den Campingplatz Sadernes, idyllisch gelegen, wirkt er dennoch etwas alternativ, aber er ist sauber und gepflegt. Hier wollen wir zwei Tage bleiben. Eine Durchsicht des Wagens steht an. Abends gehen wir in das anliegende Restaurant und lassen uns von der spanischen Küche verwöhnen. Wie scheinbar üblich, bekommen wir auch hier unser tägliches Abendgewitter mit Schauer ab.

Fast jeden Abend gab es eine Gewitterdusche.

Fast jeden Abend gab es eine Gewitterdusche.

Das härteste Stück

Von Sadernes geht es auf den Rest des Tracks Richtung Montagut und zum nächsten Track, die Oix-Tour. Bei Oix müssen wir die Straße verlassen, das Dorf ist wegen eines Festes gesperrt und wir versuchen auf eigene Faust abzukürzen. Nach ein paar Fehlversuchen, die in Sackgassen oder bei Zäunen enden, finden wir einen vielversprechenden Weg, der uns nach Nordwesten auf unseren Track zurückführen soll. Er besteht aus einer steinigen Schotterpiste und ist sehr verworfen.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Keine gute Strecke - gut so.

Keine gute Strecke – gut so.

Wir kämpfen uns mit dem alten Blech Offroad durch die Pyrenäen nach oben, Meter für Meter. Dann wechselt der Untergrund zu Asphalt. Aber nicht so wie man es sich denkt, sondern über eine hohe, schräg in die Piste laufende Abbruchkante, aus der einige spitze Moniereisen herausragen. Perfekt um sich die Reifen aufzuschlitzen. Die Piste ist eng und die Abbruchkante ist so hoch, das ein einfaches auffahren nicht möglich ist, zumal ist der linke unasphaltierte Teil schon tief ausgewaschen ist. Der Wagen kommt dabei in eine starke Schräglage und Verschränkung.

Nach Schotterpiste kommt kaputter Asphalt, dann wieder Schotterpiste.

Nach Schotterpiste kommt kaputter Asphalt, dann wieder Schotterpiste.

Alte Technik bewährt sich

Ich fahre gegen die Steigung an, das erlaubt mir nicht Schwung zu holen. Ich muss einen leichten Linksschlenker machen und dann stark rechts einschlagen um nicht in einem zu flachen Winkel gegen die Abbruchkante zu kommen. Das ist zu viel Verschränkung für den Wagen. Das linke Vorderrad hebt ab und hängt in der Luft und das rechte Hinterrad ist zu stark entlastet. Da wir keine Achssperren haben geht es nicht weiter. Auch beim zweiten Versuch nicht. Mittlerweile bin ich mit dem Fahrzeug sehr nah an den Abhang auf der linken Seite geraten. Das gefällt mir gar nicht. Mit einigen kleinen Manövern bringe ich den Wagen wieder etwas mehr in die Mitte des Weges. Im Rückwärtsgang fahre ich den Wagen erst einmal aus dem Hindernis heraus.

Die Straße hatte bessere Zeiten gesehen - aber so etwas suchen wir.

Die Straße hatte bessere Zeiten gesehen – aber so etwas suchen wir.

Wir bewerten die Situation neu. Lohnt es sich weiter zu machen? Wir gehen die folgenden hundert Meter ab und es warten noch weitere Hindernisse. 20 bis 30 Zentimeter tiefe Schlaglöcher, eine Passage in der nur noch ein schmaler Streifen des Asphalts übrig geblieben ist. Links und rechts davon Löcher, manchmal mit Steinen drin, manchmal ohne. Aber irgendwie hat es uns gepackt. Wir wollen das mit der „Old Lady“ schaffen, schließlich ist das ja ein Land Rover, mit dem die halbe Welt entdeckt wurde.

Dafür reicht es dann doch nicht

Wir gehen zurück zum ersten Hindernis und bauen aus flachen Steinen eine Rampe. Damit klappt es auf Anhieb. Jetzt lotst mich Nik durch die Hindernisse. Mit dem Reifen auf der Motorhaube und bei den engen Verhältnissen sehe ich vom Fahrersitz aus nicht sehr viel. Endlich sind wir aus dem übelsten Stück raus, jetzt geht es wieder über steinigen, aber ebenen Untergrund weiter. Noch eine Schrägpassage meistern, eine Kehre noch und wir sollten wieder auf dem ursprünglichen Track sein. Doch in dieser Kehre wartet das Aus. Hohe, glatte Felskanten in der ganzen Spitzkehre, über mehrere Meter gestaffelt. Mit dem Wendekreis des Fahrzeugs müsste ich wohl auch in der Kehre zurücksetzen. Das ist zuviel. Alleine, mit der geringen Verschränkung und ohne Achssperren ist uns das zu heikel und wir wollen so alleine keinen Schaden riskieren oder steckenbleiben. Es gab auch keinen Baum, an den wir uns hätten zur Not mit dem Greifzug anleinen können. Abbruch. Rückkehr.

Hier war Ende. Dieses steinige Stufenfeld zog sich durch die 180-Grad-Kurve.

Hier war Ende. Dieses steinige Stufenfeld zog sich durch die 180-Grad-Kurve.

Jetzt muss ich auf dem schmalen, ausgewaschenen Weg wenden. Rückwärts fahre ich die eben gemeisterten Hindernisse nicht. Wir finden eine kleine Fläche wo ich den Wagen drehen könnte aber ich muss aus der Senke des Weges die Böschung hoch und beim Wenden immer wieder in der Senke verschwinden. Ein paar mal hebt sich ein Vorderrad in die Luft. Nik legt sich auf den Kotflügel um den Wagen wieder nach unten zu drücken. Nach gefühlten zwanzig Zügen sind wir herum. Nik lotst mich erneut durch die Hindernisse.

Wir sind jetzt beide nass bis auf die Haut geschwitzt und haben keine Lust mehr auf eine lange Stellplatzsuche. Am Anfang dieses Wegs sahen wir einen Campingplatz, La Soleia d’Oix. Wir buchen uns ein und stellen uns neben eine Familie aus Holland. Und siehe da, er besitzt eine Land Rover Serie 2a mit dem seltenen Sechszylinder. Das Gesprächsthema ist für den Abend dann wohl gesichert.

Unter den Möglichkeiten geblieben

Die Camprodon-Tour steht an. Wir schlängeln uns bis auf 1.300 Meter hoch. Hier ist es nicht mehr mediterran, eher so wie in den Alpen. Erstmals begegnen uns andere 4×4-Fahrer. Hauptsächlich Spanier. Diese Strecke scheint bekannter zu sein. Daher ist uns die erste Übernachtungsmöglichkeit die wir direkt an der Strecke finden etwas zu exponiert. Ein paar Meter weiter finden wir einen Abzweig zum Gipfel. Die Satellitenkarte verrät uns, das wir gar nicht ganz bis zum Gipfel fahren müssen, die Spuren verlieren sich dort in grünen Wiesen, aber ein paar Meter weg vom Hauptweg wollen wir schon stehen. Dazu muss die „alte Dame“ Land Rover nochmal ran.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Die alte Maschine machte so einiges mit und hielt ohne Probleme durch.

Die alte Maschine machte so einiges mit und hielt ohne Probleme durch.

Es geht steil über zahlreiche größere Steine hoch, die hier überall die Wege ausmachen. Der Wagen springt, knarzt und ächzt. Ich muss den Oldtimer am Gas halten, sonst würde er trotz Untersetzung ausgehen. Damit bin ich aber für diesen Weg zu schnell, es geht aber nicht anders. Im Wagen fliegt alles umher, dann haben wir es geschafft. Jetzt noch zwei, drei Kurven und wir finden eine einsame Wiese auf der wir gerade stehen können. Gebongt. Unser Hotelplatz für diese Nacht.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Morgentlicher Dunst.

Morgentlicher Dunst.

Ok, ich muss noch mal an die Zündung ran. Der Wagen bleibt hier quasi unter seinen Möglichkeiten. Nach dem Abendessen, heute gab es Nudeln mit Tomatensoße, machen wir es uns gemütlich. Nik geht der Fotografie nach, ich schnappe mir ein Buch. Pünktlich zum Abend kommt das allabendliche Gewitter mit Regen. Wir verziehen uns in den Wagen.

Heute Chef de Cuisine: AWo

Heute Chef de Cuisine: AWo

Nik bereitet Fotoaufnahmen vor.

Nik bereitet Fotoaufnahmen vor.

Entspannt lesen - schließlich sind wir ja im Urlaub.

Entspannt lesen – schließlich sind wir ja im Urlaub.

Wir sind nicht allein

Auf den restlichen Metern des Tracks wird es eng, auch der Bewuchs. Wir schrammen uns durch zahlreiche Gebüsche. Hinter uns fährt seit geraumer Zeit ein spanischer Defender 90 Td4. Ich habe den Eindruck er würde gerne etwas schneller voran kommen, also quetsche ich mich bei nächster Gelegenheit rechts ran. Der Fahrer hält neben mir. Er und seine Freundin sind an uns und dem Land Rover interessiert. Wir kommen ins Gespräch.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Manchmal wird es eng.

Manchmal wird es eng.

Er erklärt uns, was es mit dem Piste-Fahren in Spanien und Offroad durch die Pyrenäen, naja, zumindest in Katalonien, so auf sich hat. Was geht und was nicht geht. Als ein Weg, der befahren werden darf, gilt alles was mindestens vier Meter breit ist. Das kann man nun von den meisten Pisten in den Pyrenäen nicht behaupten. Er winkt auch gleich ab und sagt, dass das idiotisch ist und sich weder jemand daran hält noch jemand sich daran stört. Aber, wo ein Verbotsschild ist, ist eben ein Verbotsschild. Ab da fahrt ihr auf eigenes Risiko. Später lernen wir, wie das mit dem Offroad in den Pyrenäen gehandhabt wird.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Irgendwo in den Pyrenäen.

Irgendwo in den Pyrenäen.

Exklusivität

Uns zieht es jetzt weiter Richtung Westen. Wir machen uns auf den Weg, denn wir wollen ja noch nach Andorra. Per Straße geht es nun in Richtung Tuixen. Auf dem Campingplatz Molí de Fórnols endet die Fahrerei für heute. Ein komischer Campingplatz. Auf dem Hauptgelände ist alles mit Dauercampern voll, wir können uns auf einem etwas abgesetzten Stück niederlassen. Dort stehen auch schon zwei kleine Zelte. Zu dem Platz gehört ein Restaurant, welches uns empfohlen wurde. Da sich wieder das übliche Gewitter mit Regen ankündigt, nehmen wir den trockenen, warmen Raum auch gerne in Anspruch. Aber bevor es von oben wieder nass wird, ziehen wir die Schuhe aus, die schon den ganzen Tag von der Abwärme des Fahrzeugs gekocht wurden. Wir laufen durch den Bach um die Füße abzukühlen. Ein herrliches und erfrischendes Gefühl.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Nik ist happy!

Nik ist happy!

Hier laufen gleich drei Bäche in einen zusammen. Zwei stehen auch in der Karte, der dritte kommt sonst woher. Es rauscht jetzt schon ordentlich. Als der Regen einsetzt sind die Wege schnell zu Bachläufen geworden, deren Wasser sich über alle möglichen Rinnen mit lautem Getöse vereinen. Durch dieses Wasserlabyrinth müssen wir durch. Jetzt ist das Wasser nicht mehr erfrischend, sondern eiskalt.

Als wir es zum Restaurant geschafft haben, sind wir etwas verdutzt. In trauter Atmosphäre sitzt die Familie um den Fernseher vereint im Restaurant, das eher wie das Wohnzimmer wirkt, wäre dort nicht die Bar. Acht Augen schauen uns triefnasse Personen etwas ungläubig an. Wie? Gäste? Jetzt? Bei diesem Wetter? Plötzlich kommt Regung in die Leute. Einer flitzt in die Küche. Die Frau geht hinter die Bar, bereitet ein paar Sachen vor und nimmt unsere Bestellung auf. Die zwei Herren bleiben allerdings unbeeindruckt sitzen und gucken ihre Wissenschaftssendung weiter.

Die Bestellung wird aufgenommen, zuerst Honigmelone und Schinken in Honig-Senfsoße, dann für mich Schweinerippchen und für Nik Fisch. Zwischendurch kommt der vermeidliche Sohn die Treppe heruntergeschlurft, macht sich seelenruhig einen Kaffee, geht in die Küche, bringt unser Hauptgericht und verschwindet mit seinem Getränk wieder nach oben in die gute Stube. Das Mahl ist jedenfalls hervorragend. Das zweite Restaurantessen, welches uns sehr verwöhnt. Und dann dieses einfache, intime Ambiente. Nun, das Unwetter vor der Tür, wird dabei geholfen haben. Wir fühlen uns jedenfalls dank der „Exklusivität“ sehr wohl.

Panoramablick zum Sonnenaufgang

Heute wollen wir weiter Piste fahren. Ein Abstecher zum Tanken und es geht wieder die Berge der Pyrenäen hinauf. Die grobe Richtung geht nach Sort. Von dort aus wollen wir die ersten verlassenen Dörfer aufsuchen, Lost Places. Aber bis wir dort sind, benötigen wir noch einen Übernachtungsplatz. Die flachen Wiesen um den La Muntanyeta, an unserer Strecke gelegen, bieten sich da geradezu an.

Unser Stellplatz für diese Nacht am La Muntanyeta.

Unser Stellplatz für diese Nacht am La Muntanyeta.

Wir wollen natürlich den Berg ganz hinauf. Nur leider geht es dort den Weg steil hoch und in diesem Anstieg ist eine steile Stufe feuchten Lehms. Auch hier hat es wohl vor kurzem geregnet. Der Land Rover hat auf dem Weg nach oben schon zu viel Schwung verloren, als dass er das Stück noch schafft. Hin- und Herlenken hilft auch nicht. Alle vier Räder drehen einfach durch und der Wagen steht am Hang. Ich bremse, lege den Rückwärtsgang ein und lasse mich in der Untersetzung nach unten rollen.

Auf einen zweiten Versuch haben wir keine Lust mehr. Wir haben schon ein paar zu schöne Stellplätze gesehen, von denen wir uns jetzt einen gönnen. Heute Abend grillen wir auf dem Petromax-Atago frisches Fleisch, dazu ein paar Estrella Damm. Wir genießen den Sonnenuntergang und stellen uns erstmals den Wecker zum Sonnenaufgang. Unser Atelierfenster zeigt genau nach Osten, wo wir in ein paar Stunden die ersten warmen Sonnenstrahlen des neuen Tages begrüßen werden. Achso, erwähnte ich schon die kurze Gewitterschauer dieses Abends?

Der Kaffee kocht, Sonnenaufgang. Wunderschöne Pyrenäen.

Der Kaffee kocht, Sonnenaufgang. Wunderschöne Pyrenäen.

Enttäuschung Andorra

Mal sehen was in Andorra so los ist. Wir starten auf die Schmugglerpiste Richtung Tor. Heute kommen uns vergleichsweise viele Autos und Quads entgegen. In Tor stehen dann auch mehrere davon, inklusive einer Gruppe, die eine geführte Side-by-Side-Tour gebucht hat. Wir machen eine Pause, während aus Richtung unseres weiteren Weges sogar ein Porsche Cayenne kommt. Wir brechen auf um durch ein wunderschönes Tal zu fahren. Wilde Pferde laufen über die weitläufigen Wiesen an uns vorbei und verschwinden hinter ein paar Felsen.

Der Kiosk von Tor.

Der Kiosk von Tor.

Ein wunderschönes Tal, kurz vor Andorra.

Ein wunderschönes Tal, kurz vor Andorra.

Zwischen Tor und Andorra sahen wir viele Wildpferde.

Zwischen Tor und Andorra sahen wir viele Wildpferde.

Der von uns anvisierte Übernachtungsplatz, eine Art Schutzhütte halb in die Erde gebaut, ist mittlerweile eingezäunt und das Campen ist verboten. Wir fahren also weiter in die Höhe. Einer der schönsten Wege bisher, aber auch einer der am stärksten befahrenen. Je näher wir an Andorra herankommen, desto schlechter wird die Strecke. Also genau das Richtige für uns. Von den höheren Wegen haben wir immer wieder Sicht über Andorra hinweg.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Kurze Rast hinter Tor, Richtung Andorra.

Kurze Rast hinter Tor, Richtung Andorra.

Es bleibt eine sehr holprige, kaputte Piste, bis wir die Landesgrenze erreichen. Auf der andorranischen Seite sieht es ganz anders aus. Edler Asphalt unter den Rädern und 19 Kilometer(!) mit 7-9 Prozent Gefälle bergab. Oha…und das mit Trommelbremsen. Aber wir schaffen es, liefern uns unterwegs noch eine Rennen mit BMX-Radlern…einer im Anzug mit Zylinder. Junggesellenabschied in Andorra? In La Massana tanken wir voll. Zum ersten mal erlebe ich eine vollkommen geräuschlose Zapfsäule. Absolut still. Wahrscheinlich die kommende Generation an Zapfsäulen.

Der Offroad-Pfad, den wir uns für die Umgehung von Andorra la Ville ausgesucht haben ist leider mit einen Verbotsschild garniert. Und direkt vor uns biegt auch noch ein „offizielles“ Fahrzeug dort ein. Das wollen wir nicht wagen. Also nun doch durch Andorra La Ville. Augen zu und durch den Kommerztempel hindurch. Und ehe wir uns versehen, sind wir schon aus Andorra wieder raus. Direkt nach der Grenze finden wir einen Campingplatz. Die Akkus müssen geladen werden, wir müssen Frischwasser tanken und ordentlich duschen. Leider findet an diesem Abend ein großes Fest statt. Pop- und Schlagermusik bis in die Nacht und dann Techno bis ca. 05:00 Uhr früh. Ohne Hinweis des Betreibers. Die sehen uns nicht wieder.

Weiter westwärts

Müde verlassen wir den Platz, das Dröhnen und Wummern noch im Ohr. Heute steht uns eine längere Strecke bevor. Sie beginnt gleich hinter dem Campingplatz und führt 40 Kilometer fast ausschließlich über Piste in jeglichem Zustand. Fünf Stunden werden wir unterwegs sein, bis Nik einen Platz zur Übernachtung ausfindig macht. Der wird allerdings eine Entschädigung für die letzte Nacht sein.

Hinter der Brücke wartet ein schöner Stellplatz.

Hinter der Brücke wartet ein schöner Stellplatz.

An einer Kapelle vereinen sich drei Bäche. Laut Karte könnten wir dort flache, freie Wiesenstücke im Wald erwarten, was auch zutrifft. Aber bevor wir dort ankommen, geht es noch über ein Stück Waldpiste. Diese Art des Bodens haben wir bisher hier nicht unter den Rädern gehabt. Weicher Boden, zum Teil durch Pfützen und kurze Schlammpassagen unterbrochen. Ein angenehmer Kontrast, der Rücken und das Auto danken es. Das letzte Stück bergab ist dann mit grobem Kies belegt. Laut knirschend bewegen wir uns bergab und erreichen die Kapelle. Dort treffen wir ein Paar, mit dem wir uns am Vortag in Tor unterhalten haben. Sie hatten die Side-by-Side-Tour gebucht. Tja, kleine Welt. Heute sind sie mit ihrem Land Rover Freelander 2 unterwegs. Eine andere Familie ist auch noch dort, aber beide verschwinden nach kurzer Zeit.

Der Stellplatz an den drei Bächen.

Der Stellplatz an den drei Bächen.

Kontrolle

Dafür kommt die Guardia Civil und möchte etwas umständlich wissen, ob wir aus Andorra kommen. Wir können verneinen und Alkohol in rauen Mengen haben wir auch nicht dabei. Wovon sich die Beamten überzeugen, immer mit einer Hand an der Waffe. Sie rauchen noch eine Zigarette und dann sind auch sie verschwunden. Endlich alleine.

Wir belegen unseren Stellplatz für die Nacht, eine flache Wiese etwas oberhalb des Baches. Danach schlendern wir mit nackten Beinen durch das angenehm temperierte Wasser. Nach kurzer Zeit machen wir uns etwas zu Essen. Leider ist heute wieder einmal Dosenfutter angesagt.

Füße abkühlen.

Füße abkühlen.

Wir sind einfach zu müde für ein opulentes Dutch-Oven-Menü. Schmeckt…ähmm…trotzdem. Oder war es doch der Hunger? Dann tauchen zwei ziemlich neue Pick-ups mit ziemlich neuen Aufsetzkabinen auf. Ich nenne das immer Instant-Abenteuer. Öffnen, heißes Wasser drauf, fertig, oder anders gesagt, Auto kaufen, Kabine drauf, fertig. Sie warten erst eine Weile, bis sie feststellen, dass wir unseren Top-Platz nicht hergeben und sie sich mit den unteren Rängen zufrieden geben müssen. Uns egal, wer zuerst kommt, campt zuerst.

Wir blieben nicht alleine.

Wir blieben nicht alleine.

Sternenklarer Sternenhimmel

Diese klare Nacht nutzen wir um ausgiebig den Sternenhimmel zu beobachten und wir hoffen auf viele Perseiden. In diesem August sollen es ja gut 100 pro Stunde sein. Wir haben einen großartigen Sternenhimmel. Kein Lichtsmog, der Mond ziemlich zurückhaltend, aber dennoch sehen nur wenige dieser Sternschnuppen, aber der Wein schmeckt uns. Diese Stille und das Gefühl der Abgeschiedenheit gefällt uns sehr. Uns überkommt ein kleines Glücksgefühl. Ich halte meinen Schatz ganz fest und wir freuen uns, hier sein zu dürfen. Es vergehen so etliche Minuten, die wir in Ruhe verharren, dann kriechen wir leicht angefroren ins Auto und mit den Geräuschen des Waldes bei Nacht schlummern wir weg.

Die höchste Piste

Früh morgens geht es weiter. Nach unserem Frühstücksritual, machen wir uns auf eine der schönsten Strecken dieses Urlaubs. Es geht bis auf 2.250 Meter hinauf. Von dort können wir sehr, sehr weit sehen und so nah kommen wir einigen Gipfeln auf dieser Reise nicht mehr. Wir bewegen uns teils in und über den Wolken. An einer Stelle kommen plötzlich ungefähr fünfzehn Geier lautlos unter uns aus einer Schlucht gesegelt. In aller Ruhe ziehen sie unterhalb vorbei. Einer dieser hier oft anzutreffenden Vögel, glitt bereits vorher auf Augenhöhe nur wenige Meter an uns vorbei ins Tal. Ein toller Anblick vor majestätischer Kulisse.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Zeit zum Durchatmen und um die Seele baumeln zu lassen.

Zeit zum Durchatmen und um die Seele baumeln zu lassen.

Wein ist sein Wasser

Ein Stück weiter treffen wir einen Schäfer. Seine Haut ist wie Leder, braun gebrannt, zerfurcht, fast glänzend. Wir fragen ihn ob er Wasser möchte. Er kommt zu uns uns lacht. Wenn er Wasser haben will, nimmt er es aus den Bergen. Aber mit Wein könnten wir ihn glücklich machen. Das ist sein eigentliches Wasser. Wir kommen mit ein paar Brocken Spanisch und Händen und Füßen ins Gespräch. Wir fragen ihn wegen der dunklen Wolken, die am Gipfel kleben. Er winkt ab. Heute gibt es nur Regen, kein Gewitter. Anders soll es morgen werden. Er wird es wissen, das ist sein Terrain. Wir verabschieden uns und er geht lächelnd zurück zu seinen gut 300 Tieren. Seine treuen Hunde verteidigen die Meute noch gegen uns, bis wir weit genug entfernt sind.

Eine sehr überschaubare Anzahl Schafe.

Eine sehr überschaubare Anzahl Schafe.

Wir überlegen an einer Wanderhütte zu übernachten, die gerade von Pferden eingenommen wurde. Aber wirklich schön ist es hier nicht und nachts wird es hier sicherlich einstellig kalt. Wir fahren weiter und kommen durch ein Skigebiet mit Lift. Ohne Schnee ist dieser menschliche Eingriff in die Natur ein trauriges Bild. Auch hier wollen wir nicht stehen. Wir treiben bis Espot.

Wunderschöne Strecken erwarten euch in den katalanischen Pyrenäen.

Wunderschöne Strecken erwarten euch in den katalanischen Pyrenäen.

Espot – Perle in den Pyrenäen

Ein kleiner Ort, dennoch quirlig, es scheint als wenn von hier etliche Aktivitäten in die Berge gestartet werden können. Rafting, Wandern im Naturpark usw. Dort finden wir einen ganz kleinen, aber sehr feinen Campingplatz, Torre dels Moros. Perfekt. Er gefällt uns so gut, das wir gleich zwei Tage hier bleiben werden. Der Besitzer empfiehlt uns das Restaurant La Llúpia, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass wir dort sehr früh erscheinen sollten.

Der Weg dorthin führt uns durch schmale Gassen mit vielen, kleinen windschiefen und auch einigen verfallenen Häusern. Ein Haus sticht besonders heraus. Die eine Ecke besteht aus einem runden Felsen, der nicht weggeräumt sondern in das Haus integriert wurde.

Stein auf Stein.

Stein auf Stein.

Gässchen in Espot.

Gässchen in Espot.

Beides stellt sich als guter Tipp heraus, sowohl das Restaurant als auch der Hinweis früh da zu sein. Das kleine Restaurant ist sofort voll und das Essen ganz ausgezeichnet. Dazu kommt ein sehr gemütliches Ambiente. Wir verbringen dort einen wundervollen Abend und gehen vom Wein etwas angeschickert zurück zum Campingplatz. Der hat einen kleinen Swimmingpool. Kurzerhand entscheiden wir uns für ein kleines, wenn auch sehr kühles, Nachtschwimmen. Nicht warm aber sehr erfrischend und lustig. Bibbernd in Frotteehandtüchern eingehüllt verschwinden wir im Auto. Im Schlafsack wird uns dann ganz schnell warm.

Das erste leere Dorf

Von Espot aus können wir endlich zu den ersten aufgegebenen Dörfern fahren. Davon gibt es in den Pyrenäen eine ganze Menge. Zuerst wollen wir nach Àrreu. Der kleine Ort war einmal einem Erdrutsch ausgesetzt und wurde in den 1980er Jahren verlassen. Er ist nur zu Fuß zu erreichen und das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Wir wollen nicht fast eine Stunde durch den Regen hin- und zurück laufen. Wir verschieben den Besuch und machen uns stattdessen zu einem anderen aufgegebenen Dorf auf: Dorve.

Dorve, fast verlassen.

Dorve, fast verlassen.

Mitten im verfallenen Ort: Zu Verkaufen.

Mitten im verfallenen Ort: Zu Verkaufen.

Es geht steil hinauf nach Dorve, durch zahlreiche Serpentinen. Oben angekommen schlendern wir über die teils zugewachsenen Wege. Ein Haus stand zum Verkauf und war deshalb gesichert und mit Plastikblumen aufgehübscht. In einem anderen Haus schien doch noch jemand zu wohnen. In den intakten Fenstern waren Gardinen und Pflanzen, der Garten bewirtschaftet. Zu unserem erstaunen war auch ein Arbeiter zugegen, der mit seinem kleinen Bagger an einer Wasserversorgung arbeitete. So verlassen schien der Ort dann wohl doch nicht zu sein, obwohl nahezu alle Häuser stark verfallen waren oder nur noch die Grundmauern standen.

Ehemaliges Wohnhaus in Dorve.

Ehemaliges Wohnhaus in Dorve.

Dorve scheint bewohnt.

Dorve scheint bewohnt.

Zweiter Versuch

Willst Du Àrreu sehen, musst Du über diese Brücke gehen (und brauchst keine drei Fragen beantworten).

Willst Du Àrreu sehen, musst Du über diese Brücke gehen (und brauchst keine drei Fragen beantworten).

Das Wetter ist besser. Wir starten ein zweites Mal nach Àrreu und parken ein Stück nach der alten, steinernen Brücke, die zu dem schmalen Pfad zum Ort führt. Der Weg ist etwas über einen Kilometer lang und gut zu gehen. Àrreu ist tatsächlich komplett aufgegeben. Die Häuser wurden aber nach der Aufgabe noch bewohnt. Zahlreiche Hippiemalereien in den Zimmern zeugen davon.

Willkommen in Àrreu.

Willkommen in Àrreu.

Es ist spannend durch die alten Häuser zu streunen. Gut können wir sehen, wie sie aufgebaut waren. Wände aus flachen Steinen aufgeschichtet, dort wo Träger benötigt wurden, nutze man Baumstämme, bearbeitet oder unbearbeitet. Darauf wurden dann die simplen Holzbohlen der Böden gelegt. Im Erdgeschoss finden sich die Ställe, Vorratskammern und sehr oft ein Weinkeller. Vereinzelt liegen dort auch noch die großen Weinfässer und Schüttgutbehälter für das Korn. Oben waren die Wohnstuben und Schlafzimmer.

Scheinbar ist kein Pfand auf den Flaschen.

Scheinbar ist kein Pfand auf den Flaschen.



Was einst mit Müh' geschaffen, dem Zerfall preisgegeben.

Was einst mit Müh‘ geschaffen, dem Zerfall preisgegeben.

Auf dem Rückweg nehmen wir einen etwas anderen Pfad. Wir sind erstaunt, dass lange Teile des Wegs auf von Menschen hoch aufgeschichteten Steinen verlaufen, die sich entlang des steilen Hangs schlängeln und das Gelände in Terrassen einteilen. Wer sich nur all diese mühselige Arbeit gemacht hat?

Was dort wohl wartet?

Was dort wohl wartet?

Gar nicht so verlassen, wie wir dachten

Vom Rummel-Campingplatz in Boltana nehmen wir die nächsten Lost Places in Angriff. Zuerst steht Campol auf der Liste. Von der Asphaltstraße biegen wir auf eine breite Piste ab, zu beiden Seiten von den allgegenwärtigen Pinien gesäumt. Unterwegs sehen wir noch ein paar andere verfallene Häuser. Wir halten an und gehen in den Wald. Sofort stürzen sich dicke Bremsen auf uns, äußerst lästige Biester. Wir gehen zurück und cremen uns mit Insektenschutz ein.

Ein Abort?

Ein Abort?

Wir stehen jetzt vor dem ersten Haus, es wirkt verfallen aber doch bewohnt. Wir gehen weiter zum Hauptort. Der ist zweifelsfrei nicht mehr bewohnt und sehr stark verfallen. Wir machen ein paar Fotos und fahren weiter Richtung Campol. Die Piste ist vergleichsweise gut und als wir oberhalb ankommen sehen wir bereits zwei bewohnte Häuser. Wir gehen hinunter in den verlassenen Ort. Ganz verlassen? Nein, auch hier wohnt noch jemand, der uns gleich durch das geschlossene Holztor zu verstehen gibt, dass er nicht gestört werden möchte. Leise gehen wir an dem Haus vorbei und sehen uns zwischen den verlassenen und halb verfallenen Ruinen um.

Mauerreste von etwas einem größerem Gebäude.

Mauerreste von etwas einem größerem Gebäude.

Es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlichen der Wohlstand in den Dörfern war. Manche Häuser haben einfache Fensterrahmen aus Holz, andere besitzen reich verzierte Holzrahmen. Auch in den Häusern fällt uns ähnliches immer wieder auf. Von einfachen Holztüren bis hin zu Türen mit ordentlichen Profilen, Glas oder gar einem mit Hohlsteinen gemauerten Kaminzimmer im ersten Stock reicht die Bandbreite. Nach gut einer Stunde verlassen wir Campol und fahren weiter.

Eine Einladung

Die Piste wird zunehmend schlechter. Dann steht dort ein Opel Frontera. Er will gerade losfahren, sieht uns und bleibt stehen. Er wartet bis wir vorbei sind und heftet sich an unsere Fersen. Nach ein paar Kilometern halten wir, weil es wieder ein paar Ruinen gibt. Da steht der Frontera mit seinen beiden Insassen, ein junges Paar, auch schon neben uns. „Wohin wir wollen?“, fragen Sie freundlich. Nun, die Piste weiter und hier und da etwas anschauen, erklären wir uns. Mit dem freundlichen Hinweis, oder ist es eher ein Bitten, dass unterwegs ein paar Örtchen zu besichtigen seien und wir doch mal reinschauen sollen, fahren die beiden weiter.

Auf dem Weg nach Burgasé.

Auf dem Weg nach Burgasé.

Und man ahnt es bereits, ein paar Kilometer weiter stoßen wir wieder auf den Frontera, geparkt inmitten kleinerer verfallener Häuser und eine Gruppe Leute dabei. Einladend sieht es allerdings ganz und gar nicht aus. Wir winken uns gegenseitig aber fahren weiter. Unser nächstes Ziel ist Burgasé. Bis wir den Ort erreicht haben, muss der alte Land Rover noch ein paar Herausforderungen nehmen. Kleine, aber immerhin. Wir sind ja auf einer Reise und nicht auf einer Trophy. Spaß macht es in jedem Fall, die alte Technik mal in freier Wildbahn artgerecht zu bewegen.

Noch eine Einladung

Auch Burgasé ist nicht unbewohnt. Ganz im Gegenteil. Zuerst fällt uns der weiße Land Rover Defender ohne Motorhaube auf. Dann kommt ein Hund, dann ein junger Mann, ein Holländer, wie sich herausstellt. Er ruft zuerst den Hund zurück und begrüßt uns dann sehr freundlich. Vor der Kirche sitzen weitere Personen. Wir kommen ins Gespräch. Klar, über den Land Rover. Er hatte heute das kaputte Lenkgetriebe in Angriff genommen. Die anderen rufen und laden uns zum Essen ein. Leider drängt die Zeit etwas, so dass wir das Angebot ablehnen müssen.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Wir erreichen Burgasé.

Wir erreichen Burgasé.

Der junge Holländer erzählt uns ein bisschen über die Gruppe und erlaubt, dass wir uns umsehen und fotografieren dürfen. Nur die Tore sollen wir immer schön hinter uns zu machen. Wegen der Kühe, damit diese nicht herein- oder herauskommen. Je nachdem wie man es sehen will. Also schauen wir uns um. Stück für Stück versuchen die Leute den Ort wieder bewohnbar zu machen. Sie haben kleine Gärten und sogar einen Wintergarten angelegt. Es gibt eine Gemeinschaftstoilette, die wie ein Hochstand über dem Biomassehaufen thront. Dort ist eine Außendusche. Sie ist als Spirale aus lauter leeren Flaschen gebaut. Das sieht sehr interessant aus.


Nach gut einer halben Stunde bedanken wir uns und ziehen uns langsam zurück. Weiter geht es. Wir wollen noch den nächsten Ort erreichen: Castellar.

Mitten auf dem Weg

Aber bevor wir Castellar erreichen, halten die Pyrenäen noch ein paar schöne, verworfene Pistenkilometer für uns bereit. Wir kommen wieder nur langsam voran und es dämmert schon. Die möglichen Stellplätze, die wir bis hier gefunden haben, sind vollkommen verseucht mit Fliegen. Nervige Biester und so zahlreich. Wir probieren eine Stelle, eine zweite aber es macht keinen Unterschied. Sobald wir ein paar Minuten stehen sind sie da und rauben uns den Nerv. Es ist noch zu früh und zu warm. Also fahren wir weiter. Hier oben gibt es sogar längere Schlammpassagen, da müssen wir natürlich durch.

Ein paar Kilometer weiter finden wir eine Kurve in der wir stehen können. Sollte wider erwarten jemand vorbeikommen, wäre noch genug Platz. Hier weht ein leichter Wind, was uns einige Fliegen vom Leib hält, wenn auch nicht alle. Wir vertrauen auf den kühlen Abend, der wird es richten.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Der letzte Stellplatz vor der Rückkehr.

Der letzte Stellplatz vor der Rückkehr.

Wir schlagen unser Camp auf, was im Wesentlichen bedeutet, dass wir die Heckklappe öffnen und die Stühle, den Kocher und das Geschirr rausholen. Fertig. Nach dem schnellen Abendessen laufen wir noch ein wenig in der Gegend herum und genießen bei einem Glas Wein die tolle Abendstimmung. Es ist unser letzter Reiseabend, den wollen wir zusammen gebührend begehen. Wir fahren bald Heim und es macht sich erstmalig ein wenig Wehmut breit. Um so mehr saugen wir das Panorama mit den rot getränkten Wolken in der Ferne in uns auf. Die Sonne verschwindet zügig hinter den Bergen. Wir sitzen noch einen Moment vor dem Wagen und sind noch ein bisschen stolzer darauf, dass unser Oldtimer so gut mitspielt und wir mit so wenig einen intensiven Urlaub erleben durften. „Toughes Mädchen, die alte Dame“, denke ich so bei mir. Wir klettern in den Wagen, immer ein wenig umständlich, aber nach zwei Wochen auch völlig normal für uns. Ein bisschen Wind bewegt sanft die Plane und bei diesem schönen Geräusch schlafen wir ein.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Der letzte Abend in den Pyrenäen.

Der letzte Abend in den Pyrenäen.

Die letzte Station – Castellar

Heute morgen steht ein Fahrzeugcheck auf dem Programm. Nach dem Öl sehen, die Fahrwerks- und Lenkgummis begutachten. Ein wenig Motoröl muss ich nachfüllen. Es wird mit großer Vorsicht gearbeitet, ich möchte auf keinen Fall mehr als nur unsere Reifenspuren hinterlassen.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Letzter Fahrzeugcheck vor der Heimreise.

Letzter Fahrzeugcheck vor der Heimreise.

Dann geht es weiter, wir wollen noch nach Castellar. Auf den Satellitenkarten haben wir zwei Wege nach dort ausgemacht. Einer vom Norden herunter zum Ort, einer vom Süden hinauf. Der nördliche Weg entpuppt sich als Wanderweg. Zu eng für ein Fahrzeug. Die Piste führt auch im Süden nicht direkt nach Castellar. Wir müssen einen Abzweig nehmen, der gemäß Karte auch zu einem Wanderweg wird. Und so ist es auch. Wir fahren so weit wie es geht. Dabei müssen wir nochmals ein größeres, rumpeliges Steinfeld überwinden. Dann stellen wir den Wagen ab und gehen den Rest zu Fuß. Auch hier steht abermals ein weißer Land Rover Defender. Wie in vielen dieser wieder bewohnten Dörfer und in den Pyrenäen.

Ein mühevoller Weg mit unbewkanntem Ausgang

Wir gehen weiter. Im Ort „begrüßt“ und gleich ein großer Hund, laut bellend. Und dahinter eilt das Frauchen um ihn wieder zurückzupfeifen. Wir stellen uns dieser jungen Dame, halb Schwedin, halb Spanierin vor. Sie wohnt hier mit ihrem Freund und beide wollen diesen Ort Stück für Stück wiederbeleben. Sie arbeitete gerade an einem Tor, welches die Wildschweine aus dem Gemüsegarten fernhalten soll. Im letzten Jahr hat eine Rotte die gesamte Ernte vernichtet. Nachdem sie uns ihrem vierbeinigen Bewacher vorgestellt hat, ist er sogleich Freund geworden und weicht nicht mehr von unserer Seite. Ok, es sei denn irgendwo gibt es gerade etwas interessanteres zu verfolgen.

Das Gästehaus in Castellar.

Das Gästehaus in Castellar.

Sie führt uns im Dorf herum. Es gibt sogar ein Gästehaus. Angenehm kühl ist es dort. Und feucht bis modrig. Kein Wunder, wie in vielen dieser alten Häuser kommt das Wasser von der Bergseite durch die Wand und wird unter den Dielen mit einem oder mehreren Kanälen zur anderen Seite wieder herausgeführt. Viele dieser Dörfer wurden zur Zeit Francos geräumt. Die Bewohner wurden mehr oder weniger freiwillig aufgefordert zu gehen, da Franco ehrgeizige Projekte verfolgte. Hier in der Gegend zwischen Jánovas und Fiscal war es ein Staudamm. Daraus wurde nichts und die Dörfer bleiben aufgegeben zurück. In den letzten Jahren werden sie aber Stück für Stück und mit unterschiedlichem Erfolg, aber in jedem Fall sehr mühevoll, von jungen Menschen wiederbelebt.

Traum und Realität

Sie erzählt uns von ihren Träumen und wie es hier einmal werden soll. Sie suchen immer Menschen, die genauso Leben wollen, möglichst autark und frei. Schon seit Jahren hat sich eine Szene etabliert, die die geräumten Häuser wieder besetzen und mehr oder weniger an deren Instandsetzung arbeiten. Offensichtlich ein langer Prozess. Oder wollen die Leute gar nicht so viel Schweiß und Arbeit hineinstecken, da das Land nach wie vor dem Staat gehört, der sie im Zweifelsfall einfach hinauswerfen kann?

Reste eines großen Gutshauses.

Reste eines großen Gutshauses.

Wir wissen es nicht, aber die junge Frau ist realistisch. Vielleicht ist das in ein paar Jahren nicht mehr ihr „Ding“ oder es klappt einfach nicht. Auch eine Krankheit wäre für sie ein Grund, wieder in ein geordneteres Leben zurück zu kehren. Wir wünschen ihr jedenfalls alles Gute, verabschieden uns und treten nun langsam den Rückweg aus den Pyrenäen an.

Im Oldtimer offroad durch die Pyrenäen - Die Heimreise beginnt.

Die Heimreise beginnt.

Der Rückweg aus den Pyrenäen

Der Rückweg hält für uns die ersten Tage nichts besonderes bereit. Wir spulen die Kilometer herunter, kein Offroad durch die Pyrenäen mehr. Ein kleines Highlight, so hoffen wir es zumindest, haben wir uns aber noch eingebaut. Für Donnerstag haben wir uns den Campingplatz Maka in Belgien als letzte Station zum Durchatmen nach der langen Fahrt vorgenommen. Dort wollen wir mindestens eine Nacht bleiben. Es werden zwei.

Als wir den Platz erreichen gefällt es uns auf Anhieb. An der Einfahrt steht schon eine alte Land Rover Serie mit Steiger. Aber das ist nur ein Detail. Der Campingplatz ist klein aber fein mit vielen netten Details, innen wie außen. Auch die Lage ist klasse. Direkt an der Semois gelegen erblicken wir ein Paradies, gerade für Kinder. Eine Seilbahn über den Fluss, der auch ein klasse Spielplatz ist, ein Kletterparcours, ein Platz für Gruppen, Hängemattenplätze, auch für die Nacht. Holz kann selbst im Wald geholt werden. Hier können viele Abenteuer starten. Auch für Erwachsene. Wandern, Mountainbiken, Angeln, Paddeln und vieles mehr.

Das Essen ist ebenfalls sehr gut, diverse Biersorten laden zum probieren ein und ein kleiner Outdoor-Shop rundet das ganze ab. Selbstredend, dass die sanitären Anlagen einwandfrei sind. Hier fühlen wir uns wohl und bleiben gleich noch einen Tag länger. Nach den vielen Kilometern genau das richtige, um vergleichsweise kurz vor Zuhause noch mal durchzuatmen. Samstag früh nehmen wir dann glücklich und Zufrieden, voller neuer Eindrücke, die letzten 250 Kilometer in Angriff.

Wenn euch der Bericht über unsere Reise Offroad durch die Pyrenäen gefallen hat und ihr von der anderen Reise mit unserem Oldtimer erfahren wollt, lest: Italienische Ostalpen Reloaded.

Mehr über uns
Wenn ihr ein bisschen mehr über uns wissen wollt, findet ihr ein paar Infos hier: Über uns.

Nik und AWo mit ihrem alten Land Rover in den Pyrenäen.

Nik und AWo mit ihrem alten Land Rover in den Pyrenäen.