Nachdem wir Nordamerika rund acht Monate lang mit unserem Land Rover Defender bereist haben, ziehen wir nun ein Fazit über das Reisen auf diesem spannenden Kontinent. Nicht nur über Südamerika haben viele Reisende eine sehr vorgefertigte Meinung, auch über den Norden existieren manche unzutreffende Mythen. In Mexiko wird man sofort erschossen, in den USA landen nur Burger auf den Tellern, Schwarzbrot gibt es nirgendwo und in Kanada ist es überall einsam und man trifft mehr Mücken als Menschen…?

Solche pauschalen Meinungen sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Wir versuchen mit diesem Artikel einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Reisens in Nordamerika zu geben und ziehen einen Vergleich zu den Verhältnissen im vergleichsweise wilden Südamerika. Unsere Mythen und Wahrheiten über die Straßen, das Camping und Klima, über das Einkaufen und Essen, das Preisniveau und die Sicherheit in Südamerika findet man in unserem Blog unter Dulliexploring.com Teil 1 und Teil 2.

Camping

Das Camping in Nordamerika unterscheidet sich erheblich von der Situation in Südamerika. Erstmals gab es auf Campingplätzen „full hook-ups“ (d.h. Anschlüsse für Strom, Wasser und die Toilette direkt am Platz), erstmals sind uns Preise von bis zu 200 USD für eine Nacht auf einem Campingplatz zu Ohren gekommen (Malibu lässt grüßen) und zum ersten Mal mussten wir uns gelegentlich mit „Pit Toilets“ (d.h. Plumpsklos) anfreunden. Aber fangen wir mit Mexiko an.

Mexiko

In Mexiko war das Camping von allen Ländern auf unserer Reise am einfachsten und komfortabelsten. Das liegt schlicht und einfach an den vielen US-amerikanischen und kanadischen Touristen, die über viele Jahre ihren Urlaub mit Wohnmobilen in Mexiko verbracht haben. Daher gibt es in vielen Regionen eine gute Infrastruktur mit Campingplätzen, die vergleichsweise gut ausgestattet und sehr bezahlbar sind (in der Regel umgerechnet 5-15 Euro).

Reisen in Nordamerika - Südlich Mazatlan.

Südlich Mazatlan.

USA und Kanada

In den USA und Kanada mussten wir uns an ein völlig anderes Camping gewöhnen, als wir es von unserer bisherigen Reise kannten. Es gibt unzählige Campingplätze („RV Parks) (RV = Recreation Van; Anm. d. Red.), die zwar in der Regel gut ausgestattet sind, in Sachen Atmosphäre aber stark variieren. Auf vielen Plätzen darf man sich zwischen gigantische Wohnmobile quetschen, um dann von unzähligen „Slide-outs“ (Seitenteile, die sich aus Wohnmobilen ausfahren lassen) bedrängt und von Generatoren und Klimaanlagen beschallt zu werden. Schöner sind häufig die State- oder Provincial Parks, auf denen die Stellplätze schön separiert im Grünen liegen. Diese Plätze kann man sich häufig sogar mit einem zweiten Auto teilen und kann die Kosten so etwas reduzieren.

Preislich liegen die Plätze in den USA und Kanada in der Regel umgerechnet bei 20-30 Euro. Nach oben gibt es, wie zuvor erwähnt, aber keine Grenzen. In der Hauptsaison kann es sehr voll werden, Urlaube mit Miet-Wohnmobilen sind in beiden Ländern sehr angesagt. Kalifornien ist hier absoluter Spitzenreiter. Aufgrund der dichten Bevölkerung und des hohen Tourismusaufkommens wird das Camping stark reguliert. Freies Camping ist vielerorts verboten und die Campingplätze sind häufig voll, teuer und unattraktiv. Ähnlich sieht es in anderen Metropolregionen und sehr touristischen und dicht besiedelten Gebieten aus, wie zum Beispiel rund um Vancouver, in Teilen von Vancouver Island und der kanadischen Rockies. Ansonsten ist Wildcamping relativ einfach möglich, je weiter nördlich man sich befindet desto einsamer wird es. Allerdings kann man keinesfalls davon ausgehen, in Kanada überall auf völlige Einsamkeit zu treffen.

Alternative zu Campingplätzen

Eine tolle Sache in den USA und Kanada sind die National bzw. Provincial Forests und das sogenannte BLM-Land, wo man kostenlos campen kann. Gelegentlich gibt es dort rustikale Toiletten und / oder Trinkwasser. Zudem kann man bei vielen Walmarts kostenlos auf dem Parkplatz nächtigen. In den Nationalparks sind die Campingplätze grundsätzlich sehr gut gebucht. Außerhalb der Hauptsaison haben wir aber auch hier immer kurzfristig noch einen Platz bekommen.

Reisen in Nordamerika - Freies Camping in Kanada.

Freies Camping in Kanada.

Wenig Overlander im Norden

Auf allen Stellplätzen im Norden trifft man übrigens deutlich weniger andere Overlander. Während auf den Hauptplätzen in Lateinamerika immer eine tolle Gemeinschaft existierte und man sich über die Erlebnisse und die Route ausgetauscht hat, ist man in den USA und Kanada häufig alleine unter Einheimischen oder „normalen Touristen“. Es gibt einfach zu viele Streckenoptionen und Übernachtungsmöglichkeiten, als dass man ständig auf Gleichgesinnte trifft. Die Gemeinschaft hat uns nach einiger Zeit sehr gefehlt.

Reisen in Nordamerika - Sequoia NP.

Sequoia NP.

Einige Aspekte haben sich im Norden aber auch grundsätzlich positiv von unserer Campingerfahrung in Südamerika abgehoben. So sind alle Plätze, also auch die Plätze für freie Übernachtungen deutlich sauberer und viel ruhiger. Während wir in Lateinamerika häufig von Straßenhunden, Hähnen oder Parties geweckt wurden, herrscht im Norden meistens herrliche Ruhe. Zudem waren wir kaum noch mit Müll oder anderen Hinterlassenschaften konfrontiert. Darüber hinaus gibt es ausschließlich warme Duschen, die häufig mit Münzen betrieben werden. Unter eiskalte Rinnsale mussten wir uns im Norden nicht mehr quälen. Auf den RV-Parks gibt es zudem häufig Waschmaschinen und Trockner, ebenfalls mit Münzen betrieben. Ob nun die Abgabe der Wäsche in Wäschereien in Lateinamerika besser war oder das selber Waschen auf Campingplätzen oder in Waschsalons, sei mal dahingestellt.

Reisen in Nordamerika - Amerikanischer Waschsalon.

Amerikanischer Waschsalon.

Straßen / Kilometerleistung

Aus Südamerika waren wir eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 50 km/h gewohnt. Das lag in den verschiedenen Ländern an immer unterschiedlichen Aspekten, im Großen und Ganzen aber an den häufig schlechten Straßenverhältnissen. In Nordamerika sieht das ganz anders aus. Bereits in Mexiko gab es plötzlich die Möglichkeit vorher fast undenkbare Distanzen auf den sehr gut ausgebauten Mautstraßen („Cuotas“) zurückzulegen. Diese sind je nach Region nicht ganz billig, die umgerechnet rund 2-20 Euro aber durchaus wert. Die übrigen, kostenlosen Straßen sind mit den Straßen in Südamerika zu vergleichen und unser 50 km/h Schnitt besaß auch hier Gültigkeit.

Reisen in Nordamerika - Piste USA.

Piste USA.

In den USA und Kanada sind fast alle Straßen kostenlos zu befahren, mit Ausnahme einiger Brücken und Tunnel. Dabei ist die Qualität mit den Straßen in Europa vergleichbar und wir konnten erstmals wieder richtig lange Distanzen an einem Tag zurücklegen. Uns ist dabei aufgefallen, dass sowohl die US-Amerikaner als auch die Kanadier eine deutlich defensivere Fahrweise an den Tag legen als die Deutschen. Das liegt mit Sicherheit auch an dem außerhalb der Ballungsräume deutlich geringeren Verkehrsaufkommen. Staus sind abseits der Großstädte quasi unbekannt.

Reisen in Nordamerika - Straße in den USA.

Straße in den USA.

Die Dichte der Tankstellen ist in Nordamerika übrigens überall mehr als ausreichend (mit Ausnahme der ganz abgelegenen Highways im äußersten Norden). In den USA und Kanada muss man sich allerdings wieder daran gewöhnen die Zapfsäulen selber zu bedienen.

Einkaufen und Essen

Der Alltag ging uns in Nordamerika in vielerlei Hinsicht leichter von der Hand als im Süden. Insbesondere die Lebensmittelbeschaffung mussten wir deutlich weniger planen. Bereits in Mexiko gab es in regelmäßigen Abständen riesige Wal Marts, in denen plötzlich wieder viele Dinge verfügbar waren, wie zum Beispiel eine abwechslungsreichere Käse-Auswahl, von denen wir vorher nur träumen konnten. Daneben gab es aber noch diverse andere kleine und große Supermärkte mit niedrigem Preisniveau und einer guten Auswahl an lokalen aber auch europäischen oder US-amerikanischen Produkten.

Reisen in Nordamerika - Markt in LA.

Markt in LA.

Seit wir die Grenze zu den USA übertreten haben, wurden wir völlig überwältigt von dem übergroßen Angebot in den unzähligen Hyper-Märkten. In den USA und Kanada verirrt man sich schon mal zwischen den Regalen auf der Suche nach einer Milch mit dem gewünschten Fettgehalt. Es gibt wieder alles (sogar Körner- und Schwarzbrot) und davon häufig viel zu viele Varianten.

Reisen in Nordamerika - Wüsten Nordamerikas.

Wüsten Nordamerikas.

Hohe Restaurantdichte, hohe Burgerdichte

Wenn wir zur Abwechslung mal nicht selber kochen wollten, war das nächste Restaurant häufig nicht weit. In Mexiko bieten die unzähligen Taquerias und kleinen Restaurants günstiges und sehr schmackhaftes Essen. In den USA und Kanada sind die Restaurants häufig in Fachmarktzentren neben Geschäften, Waschsalons und Nagelstudios angesiedelt. Das ist zum Parken sehr praktisch, die Atmosphäre ist teilweise aber etwas gewöhnungsbedürftig. Die durchschnittliche Speisekarte bietet erwartungsgemäß vor allem Burger, Pizza und Salate. Allerdings findet man gerade in der Nähe der Metropolen darüber hinaus fantastische Restaurants aus aller Welt. In ländlichen Regionen kann also wirklich überdurchschnittlich oft ein Burger auf dem Teller landen, das gilt aber nicht für dichtbesiedeltere Gebiete. Hier bleibt kulinarisch auch in den USA kein Wunsch unerfüllt. Für hochwertige Küche darf man allerdings auch keine Burger-Preise erwarten.

Reisen in Nordamerika - Burgerrestaurant in San Diego, USA.

Burgerrestaurant in San Diego, USA.

Preisniveau

Die Reisekosten in Nordamerika variieren stark. Während Mexiko zu den günstigsten von uns bereisten Ländern gehört, zählen die USA und Kanada zu den teuersten Ländern unserer Reise. In letzteren schlagen vor allem die hohen Lebensmittelkosten und die höheren Preise für Campingplätze und Hotels zu Buche. Gerade wenn man mal nicht Campen möchte, sollte man bei der Suche nach Unterkünften etwas umsichtig sein, wenn man keine hohen Hotelrechnungen riskieren möchte. Ein guter Tipp sind kleine Bed & Breakfasts, die häufig familiär geführt und bezahlbar sind. Ansonsten gibt es sehr viele AirBnB-Anbieter, die oft hübsche Zimmer oder ganze Unterkünfte anbieten und preislich deutlich unter Hotels liegen. Große Kostenpositionen auf unserer Reise waren vor allem Diesel und Lebensmittel, welche sich in Nordamerika wie folgt darstellen:

Land Diesel (ungefährer Preis für 1 Liter in Euro) Lebensmittel
Mexiko 0,90 Die Lebensmittelpreise liegen deutlich unter denen in Deutschland, in den lokalen Märkten sind Lebensmittel am günstigsten erhältlich./td>
USA Die Dieselpreise variieren je nach Bundesstaat, im Schnitt liegt ein Liter Diesel bei 0,73 EUR. In Kalifornien sind die Preise in der Regel am höchsten mit 0,90 EUR je Liter, in Utah z.B. mit 0,60 Euro je Liter deutlich darunter. In den USA ist alles im Überfluss erhältlich. Je nach Supermarktkette liegen die Preise auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland. „Whole Foods“ ist mit am teuersten (aber auch extrem gut). „Trader Joe’s“ oder „Albertsons“ bieten organische Lebensmittel zu angemessenen Preisen.
Kanada 0,86 Die Lebensmittelpreise sind ähnlich hoch wie in Deutschland. Die Auswahl bei „Save on Foods“ ist gut und als Tourist erhält man immer Rabatt.

Sicherheit, Grenzen, Kontrollen und Versicherung

Auch das Thema Sicherheit war im Norden sehr gegensätzlich. Mexiko gilt momentan leider als eines der gefährlichsten Länder unserer Reise, während Kanada wohl das sicherste von uns bereiste Land war. Die Situation in Mexiko war für uns bis zum Schluss etwas schwer greifbar. Während wir ein unglaublich offenes, gastfreundliches und entspanntes Land kennengelernt haben, ereilten uns ständig neue Schreckensmeldungen aus der deutschen-, aber auch aus der lokalen Presse. Darüber hinaus haben wir unterwegs mit vielen Einheimischen gesprochen, die auch einige sehr unschöne Geschichten parat hatten. Auch wenn es inzwischen leider gelegentlich zu Zwischenfällen mit Touristen kommt, hatten wir bis zum Schluss das Gefühl, dass die Gewalttaten überwiegend die Organisierte Kriminalität betreffen und wir als Touristen das Land völlig unbehelligt erkunden konnten. Allerdings gibt es bestimmte Regionen, die man gerade als Reisender mit dem eigenen Fahrzeug meiden sollte. Das Auswärtige Amt warnt vor bestimmten Gegenden und auch die lokale Bevölkerung gibt immer Auskunft über die aktuelle Situation. (https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/mexiko-node/mexikosicherheit/213648).

Reisen in Nordamerika - Gastfreundschaft in Mexiko.

Gastfreundschaft in Mexiko.

Insgesamt haben wir uns in Mexiko aber nicht anders verhalten als in Südamerika. Wir haben unseren gesunden Menschenverstand benutzt, nicht wahllos wild gecampt, sind nicht im dunklen gefahren und haben unser Auto möglichst auf bewachten Parkplätzen abgestellt. Die vielen schönen Strände an den mexikanischen Küsten eignen sich teilweise zum Wildcamping. Auch hier kann man sich an den Hinweisen für die jeweilige Region, vor allem aber am eigenen Gefühl für die Gegend orientieren. Insbesondere auf der Baja California, der Halbinsel ganz im Westen des Landes gibt es unzählige einsame Strände, an denen man normalerweise maximal von ein paar Fischern behelligt wird. Die Polizei, die zum Teil ebenfalls am Organisierten Verbrechen beteiligt ist, hat uns immer freundlich und korrekt behandelt. Auch hier können wir nichts negatives berichten. Mexiko ist vielleicht nicht so unbedarft zu bereisen wie andere Länder, allerdings ist die Panikmache in den Medien und insbesondere von vielen US-Amerikanern, die man unterwegs trifft, ebenfalls völlig übertrieben. Als Tourist wird man mit den üblichen Verhaltensregeln normalerweise keinerlei Probleme haben.

Reisen in Nordamerika - Camping unter Palmen auf der Baja California.

Camping unter Palmen auf der Baja California.

Der Grenzübertritt in die USA

Ein spannender Punkt auf unserer Reise war das Verlassen Lateinamerikas in die USA. Wir waren gespannt, wie streng die US-Grenzbeamten uns bei der Einreise aus Mexiko unter die Lupe nehmen würden. Die Realität hat uns sehr überrascht: nämlich gar nicht. Letztlich sind alle Grenzen im Norden zwischen Mexiko und den USA und zwischen den USA und Kanada entsprechend verlaufen. Keiner hat auch nur einen Blick ins Auto geworfen, die meisten Grenzen fanden im „Drive-through-Verfahren“ statt, dass heißt wir mussten nicht mal aussteigen. Auch wurden wir während unserer Monate in den USA und Kanada nicht ein einziges Mal von der Polizei kontrolliert. Das war eine sehr angenehme Veränderung nach teilweise anstrengenden Kontrollen in den verschiedenen Ländern Südamerikas.

Die Versicherung

Ein etwas nerviges und vor allem kostenintensives Thema ist die Versicherung des Autos in den USA und Kanada. Die Situation für Ausländer ändert sich laufend und jeder Reisende muss sich letztlich selber zur entsprechenden Zeit vor Einreise an die verschiedenen Versicherungsgesellschaften wenden und Angebote einholen. Es war für uns aber problemlos möglich eine Versicherung abzuschließen, die Gerüchte, dass das nicht mehr funktioniert, stimmten zumindest im ersten Quartal 2018 nicht. Bei kleineren Campern wie Land Rovern oder VW-Bussen kann es hilfreich sein, das Fahrzeug nicht als Camper, sondern als PKW zu versichern. Versicherungsgesellschaften, die von uns und anderen Reisenden verwendet wurden, sind zum Beispiel die folgenden:

  • Progressive American Insurance
  • Thum Insurance Agency (wird auch über SeaBridge vermittelt)
  • Fernet Insurance

Häufig können die Policen nur für mindestens sechs Monate abgeschlossen werden. Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung für unseren Land Rover Defender lagen bei rund 900 USD für ein halbes Jahr.

Reisen in Nordamerika - Kalifornien.

Kalifornien.

Fazit & ein paar (Geheim)-Tipps für Nordamerika

Eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug durch Nordamerika ist absolut empfehlenswert. Man findet fast alle erdenklichen Landschaftsformen und die Infrastruktur ist gut. Mexiko ist ein toller und spannender Teil Lateinamerikas und man kann recht sanft in eine etwas wildere Umgebung eintauchen. Für uns war es toll, dass die drei Länder Nordamerikas am Ende unserer knapp zweijährigen Reise lagen – in Südamerika haben wir unsere Abenteuerlust gestillt und im Norden zum Abschluss wunderschön entspannte acht Monate verbracht. Das heißt aber nicht, dass man im Norden kein Abenteuer finden kann. Man muss aber etwas mehr danach suchen als im Süden des amerikanischen Doppelkontinents. Ein paar unserer mehr oder weniger abenteuerlichen Highlights in Nordamerika verraten wir an dieser Stelle aber gerne:

Mexiko

Wanderung zu den Monarchfaltern
Zwischen November und März überwintern Millionen Monarchfalter aus dem Nordosten der USA und Kanada in Mexiko. Dieses einmalige Naturschauspiel kann man sich westlich von Mexiko-Stadt in der Gegend rund um das Valle del Bravo ansehen. Die Tiere hängen zu tausenden in den Bäumen und machen einen immensen Lärm, wenn sie sich in die Lüfte schwingen. Wanderungen sind an vielen Stellen möglich. Wir waren hier: Piedra Herrada, N 19°10’27.3″ W 99°57’27.3″

Schnorcheln mit Walhaien vor den Küsten der Baja California
Ein weiteres einzigartiges Erlebnis in Mexiko war für uns das Schnorcheln mit Walhaien, den größten Fischen der Welt. Vor La Paz auf der Baja California können die beeindruckenden Tiere bereits nach einer 10 minütigen Bootsfahrt gesichtet werden. Es gibt diverse Anbieter für Schnorchel Ausflüge. Wir waren mit http://www.puntabaja.mx unterwegs.

Reisen in Nordamerika - Schnorcheln mit Walhaien.

Schnorcheln mit Walhaien.

USA

Slot Canyons, Utah
Utah bietet fantastische Landschaften – leider kann man viele davon nicht mehr wirklich alleine genießen. Im weitläufigen Grand Staircase-Escalante National Monument sieht das glücklicherweise noch etwas anders aus und das Ganze ist darüber hinaus völlig kostenlos. Die zwei Slot-Canyons „Peek-a-boo“ und „Spooky“ sind über eine etwa 40 km lange Schotterpiste erreichbar und die abenteuerliche Tour durch die engen, bunten und steilen Canyons ist wirklich einmalig. Der Trailhead zu den Canyons liegt hier: N 37°28’36.4″ W 111°13’12.4″.

Reisen in Nordamerika - Wunderschönes Farbenspiel.

Wunderschönes Farbenspiel.

Shafer Trail, Canyonlands Nationalpark, Utah
Ebenfalls in Utah und in diesem Fall sogar in einem Nationalpark – dem Canyonlands Nationalpark – findet sich eine wenig befahrene Offroad-Strecke. Der „Shafer Trail“ windet sich über 30 km fantastisch durch das rote Gestein und zu immer neuen, tollen Aussichtspunkten. Der Anfang der Strecke befindet sich ungefähr hier: N 38°31’30.2″ W 109°39’16.5″.

Kanada

Whitehorse Fish Lake
In Kanadas Yukon Territorium findet sich viel Weite und Einsamkeit. Entlang des Alaska Highways schlängeln sich aber doch mehr Wohnmobile und Touristen als man denken könnte. Sobald man sich von der Hauptroute entfernt, findet man allerdings einsame Seen, Wanderwege und Möglichkeiten für freie Übernachtungen. Einer dieser Orte war der Fish Lake in der Nähe von Whitehorse. Die Koordinaten des Sees lauten: N 60°36’18.3″ W 135°14’02.8″.

Reisen in Nordamerika - Einsame Plätze finden sich immer wieder.

Einsame Plätze finden sich immer wieder.

Schwarzbären in unmittelbarer Nähe von Vancouver
In Coquitlam, einem Vorort von Vancouver, kann man rund um und auf einem Blaubeerfeld in den Sommermonaten Schwarzbären beobachten. Die Tiere sind große Fans der süßen Beeren und lassen sich auch von Zäunen nicht von ihrer Lieblingsspeise abhalten. Auf einer rund 8 km langen Wanderung rund um das Feld sahen wir ganze 5 Bären aus nächster Nähe. Der Deutsche Hagen Pflüger (http://www.hagen-pflueger.com) bietet geführte Wanderungen an und versorgt mit einigen Informationen zu den Tieren und der Natur.

Reisen in Nordamerika - Schwarzbär hautnah.

Schwarzbär hautnah.

Über die Autorin: Mehr über die Reise von Malte und Ali erfahrt ihr auf ihrem Blog dulliexploring.com, das 2017 unter den Top-20 der deutschen Offroad-Reiseblogs war.