Die beiden von The Sunnyside setzen ihre Reise durch die USA weiter fort. In diesem Teil kommen sie in den Mormonenstaat Utah, bekannt für große Salzseen und eine tolle Offroad-Strecke: Dem White Rim Trail.

Wir haben schon viel über die tollen Off-Road Möglichkeiten in Utah gehört und daher steuern wir, Karo, Phil und unser Defender Willi das kleine Städtchen Moab auch recht schnell an. Die Stadt liegt mittig zwischen dem Arches – und dem Canyonland Nationalpark. Hier soll laut Touristeninfo das Herz jedes Kletterbegeisterten, Mountainbikers und Off-Roaders höher schlagen. Und tatsächlich gibt es hier unglaublich viele Möglichkeiten seine Freizeit sinnvoll zu nutzen. Wir klettern zu dem bekannten Steinbogen im Arches-Nationalpark und bestaunen mit anderen Touristen, wie die Sonne untergeht und dabei alles in ein tiefes Rot färbt.

The Sunnyside - White Rim Trail - Steinbogen im Arches-Nationalpark

Steinbogen im Arches-Nationalpark

Von Moab auf den White Rim Trail

Am nächsten Tag starten wir zu einem weiteren Highlight unserer Reise in Utah. Es geht 100 Meilen off-road auf dem White Rim Trail im Canyonland Nationalpark. Diese Strecke führt einen entlang am Rand des Canyons durch unberührte Natur und vorbei am Colorado und Green River. Die vereinzelten Campingplätze müssen im Voraus festgelegt und gebucht werden.

Dann schon kann es losgehen. Die ersten paar Kilometer haben es in sich. Die Schotterpiste ist gerade so breit wie unser Defender Willi und vom Rand geht es steil mehrere Hundert Meter abwärts in die Tiefe. Nichts für schwache Nerven und Menschen mit Höhenangst, von der wir zum Glück nur schwach betroffen sind. Von weitem können wir schon einen Blick auf die Straße erhaschen, die sich serpentinenartig in die Tiefe schlängelt.

The Sunnyside - White Rim Trail - Auf dem White Rim Trail, Utah.

Auf dem White Rim Trail, Utah.

The Sunnyside - White Rim Trail - Nichts für Menschen mit Höhenangst.

Nichts für Menschen mit Höhenangst.

In atemberaubende Landschaften jagt ein Fotomotiv das andere

In der Tiefe bzw. auf dem Plateau angekommen, haben wir es geschafft und sind am Rande des Canyons angekommen. Nun geht es über Fels- und Schotterpisten weiter durch unberührte Natur, immer begleitend an unserer linken Seite ist der Rand des Canyons mit seiner tiefen Schlucht. Die Aussicht in die Schlucht und den Colorado River ist atemberaubend schön und wir kommen kaum einen Kilometer am Stück voran ohne anhalten und fotografieren und filmen zu müssen.

The Sunnyside - White Rim Trail - Am Canyon des Colorado River.

Am Canyon des Colorado River.

Der Abend bricht herein und mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir unseren ersten Übernachtungsplatz. Die Campingplätze auf dem White Rim Trail haben außer einer biologischen Toilette nichts zu bieten. Wasser und Lebensmittel haben wir daher im Vorfeld reichlich eingekauft, so dass die drei Tage im Off locker zu schaffen sind. Am nächsten Morgen geht es auch schon weiter.

The Sunnyside - White Rim Trail - Entweder man ist oberhalb der Schlucht, oder darin.

Entweder man ist oberhalb der Schlucht, oder darin.

Willi bringt uns über holprigen Untergrund, Sand und Felsen mit steilen Anstiegen unbeirrt entlang der tiefen Schlucht. Immer wieder kommen Abschnitte an denen wir nur langsam vorankommen, da wir uns über große Felsen, kleinere Schluchten und Steine navigieren müssen.

The Sunnyside - White Rim Trail - Es geht nur langsam voran.

Es geht nur langsam voran.

The Sunnyside - White Rim Trail - Der Weg ist voller großer und kleiner Hindernisse.

Der Weg ist voller großer und kleiner Hindernisse.

Temperatursturz und plötzlich Schnee

Das ganze Auto wackelt und unsere Beladung und wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Dann bricht auch schon wieder der Abend herein, doch wir haben den Campingplatz noch nicht erreicht. Das letzte, steilste Stück der Stecke, steht uns noch bevor. Zum Glück ist es schon dunkel und wir können den Abgrund, der steil nur eine handbreit neben unseren Reifen in die Tiefe geht, nicht gut erkennen. Ich steige aus und versuche so gut es geht Willi und Philipp entlang der Kante zu navigieren. Nach ein paar Minuten haben wir den Anstieg gemeistert und somit schon nach kurzer Zeit den Campingplatz erreicht.

Hier verbringen wir eine ziemlich windige Nacht, doch der nächste Morgen hat eine weitere Überraschung für uns parat. Der starke Wind hat dazu geführt, dass die Temperaturen um fünfzehn Grad gefallen sind und der nächste Morgen begrüßt uns mit fallendem Schnee. Mit solch einem Temperaturumschwung hatten wir nicht gerechnet und so trinken wir unseren Kaffee, eingehüllt in dicke Jacken, stehend im Schneegestöber. Das Wetter ändert sich im Laufe des Tages abermals und schon mittags begrüßt uns wieder die Sonne.

The Sunnyside - White Rim Trail - Nach einem kalten Morgen mit Schnee, bessert sich das Wetter.

Nach einem kalten Morgen mit Schnee, bessert sich das Wetter.

Die letzten Kilometer auf dem Trail

Der letzte Abschnitt des White Rim Trails mit ordentlichen Steigungen steht uns noch bevor. Doch für Willi und uns ist es nach diesen Tagen kein Problem mehr und wir navigieren uns recht schnell und sicher durch die holprigen Gesteinshaufen.

The Sunnyside - White Rim Trail - Blick über die bizarre Landschaft Utahs.

Blick über die bizarre Landschaft Utahs.

The Sunnyside - White Rim Trail - Der Colorado River ist ständiger Begleiter.

Der Colorado River ist ständiger Begleiter.

The Sunnyside - White Rim Trail - Strecken und Einsamkeit, wie viele es sich wünschen.

Strecken und Einsamkeit, wie viele es sich wünschen.

Dann haben wir es auch schon geschafft. Das Schild, dass das Ende des Trails kennzeichnet ist erreicht und wir kommen auf eine gut zu befahrende Schotter- bzw. Sandpiste.

Bis wir jedoch wieder auf der Hauptstraße ankommen, müssen wir noch eine enge Straße nehmen, die sich serpentinenartig in die Höhe schlängelt und uns so vom dem Rand des Canyons wegbringt. Glücklich, nach dem ganzen Gewackel und anstrengendem Navigieren, die gut ausgebaute Hauptstraße erreicht zu haben, geht es für uns nach Moab, um unsere Vorräte für das nächste Abenteuer aufzufüllen.

Mehr von Karo und Phil gibt es auf ihrem Youtube-Channel und auf ihrer Webseite.

© Fotos: Karo&Phil, The Sunnyside