Ein Jahr lang waren Ede & Sten mit ihrem 18-Tonner-LKW unterwegs Richtung Osten – entlang der Seidenstraße von Venedig bis nach Xi’an in China. Auf diesen 44.757 Kilometern durch den Iran, Zentralasien, Sibirien, die Mongolei bis nach Xi’an erlebten die beiden unglaubliche Abenteuer. Gerade ist ihr zweites Buch Mann & Frau & Reisehunger erschienen. Seht es euch an.

Am Anfang der Reise sind sie nur knapp einer Schiffskatastrophe entkommen, standen in Kasachstan ohne Visa vor Gericht und verbrachten wegen eines kapitalen Getriebeschadens sechs Wochen am Rande eines Uransees. Die Havarieabenteuer aus Sicht des Mannes, von Sten, werden durch die Küchengeschichten von Ede auf leichte, dennoch tiefgründige Weise aufgefangen.

Das Beste, was ihnen passieren konnte, waren die Pannen, Zwangspausen und Schicksalsschläge. Ohne diese wären die beiden Reisenden den Menschen entlang der Seidenstraße niemals so nahegekommen. Eine in erlebte Geschichten gegossene Liebeserklärung an den Einfallsreichtum der Menschen zwischen Wirtschaftsembargo, Selbstversorgung und Lebenskunst.

Und Sten, was ist auf eurer Reise alles kaputtgegangen? Das war die nach unserer Rückkehr am meisten gestellte Frage an ihn. Es ist schon kurios, dass sich selbst bei den Fragestellungen die Geschlechter so gravierend voneinander unterscheiden. Wurde Sten überwiegend zur technischen Ausstattung und natürlich dazu, was wohl auf dieser so abenteuerlich anmutenden Reise alles schief gegangen war gefragt, so war die weibliche Sicht auf eine solche Art der Reise von einem Thema getrieben: „Ede, wo war es am gefährlichsten?“

Wo wurdet ihr bedroht und wie oft? In unseren Breitengraden geht man eben immer vom Schlimmsten aus. Würden wir darüber ein Buch schreiben wollen, es würde dünn, dünner, am dünnsten ausfallen. Um eines vorwegzunehmen, wir sind auf unseren 41.770 Kilometern quer durch die Welt nicht ein einziges Mal bedroht, gekidnappt, beraubt oder verprügelt worden. Daher gibt es von uns kein Buch über das Böse in der Welt – im Gegenteil.

Aber wer will schon ein Buch über das Schöne? „Und Sten, was ist auf eurer Reise alles kaputt gegangen. Wir haben da ja so einiges gehört!“ Diese Worte waren immer mit einem schelmischen Schmunzler garniert. „Die Frau kocht, der Mann repariert!“ So lautet meine Kurzform auf den Großteil der Rollenverteilungen in der Welt, und das war bei uns auf der Reise nicht anders.

Also, ihr habt die Wahl: Wollt ihr leckere Kochgeschichten, dann dreht einfach das Buch um 180 Grad. Wollt ihr unglaubliche Schicksalsschläge und Reparaturabenteuer, hört nicht auf dann lest es von der anderen Seite.

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Mann & Frau & Reisehunger

Wir bedanken uns bei Ede und Sten, dass sie uns bei dieser Aktion unterstützt haben.