Start auf dem Alaska Highway an der Mile Zero.

Das 6×6 der Traumrouten

Das Leben ist eine Reise und es gibt viel zu entdecken. Fast jeder Reisende hat sie im Kopf, diese Strecken, die er unbedingt mal bereisen möchte. Die ganz persönlichen Traumrouten. Und wenn ihr noch keine Idee habt, welches eure Traumrouten sind, dann helfen wir euch nun auf die Sprünge.

Traumrouten gibt es viele auf diesem schönen Planeten. Alle haben ihren ganz besonderen Reiz und jeder Reisende hat hier seine eigenen Vorstellungen. Endlose Weiten, fantastische Wüsten, spektakuläre Gebirge, eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und vieles mehr machen diese Traumrouten aus.

 

Sechs Kontinente – Sechs Traumrouten

Unter dem Motto sechs Kontinente – sechs Traumrouten, stellen wir euch sechs solcher Strecken vor und gehen gemeinsam in Gedanken auf Tour. Denn Winterzeit ist Reiseplanungszeit!

Ein Kontinent was ist das eigentlich? Eine heute gebräuchliche Definition ist die Einteilung der Erde in die Hauptregionen Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktis, Europa und Australien. Daneben gibt es noch verschiedene andere Modelle. Da gibt es dann Doppelkontinente, wie Eurasien oder Amerika, unterschiedliche Zählweisen und verschiedene geologische Modelle. Dies ist wahrscheinlich spannendes Thema, doch schauen wir uns nun lieber Traumrouten dieser Welt an und orientieren uns dabei an der bekannten Einteilung.

 

Nordamerika: Der Alaska Highway

Die Mile Zero des Alaska Highway.

Namen wie Dawson City, Klondike und Jack London klingen für euch nach Abenteuer? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Alaska Highway führt euch von Dawson Creek in British Columbia auf über 2.000 spannenden Kilometern bis nach Delta Junction in Alaska.

Der Bau des gewaltigen Infrastrukturprojektes begann im März 1942 aus strategischen Gründen. Unter härtesten Bedingungen wurde hier in kürzester Zeit eine Landverbindung in den Norden erschlossen. Schon nach rund sechs Monaten war die Strecke durchgehend befahrbar.

Nach dem Start an der Mile Zero und dem obligatorischen Foto, fahrt ihr auf dem Alaska Highway durch die großartigen Landschaften von Rocky Montanis und Yukon bis zum Sehnsuchtsort Alaska. Lohnenswerte Zwischenstopps sind etwa Dawson City mit seinem bis heute erhaltenem Flair aus der Zeit des Goldrausches, der gewaltige Gletscher am Mont Logan, dem höchsten Berg Kanadas, Whitehorse, die Hauptstadt des Yukon mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten oder der legendäre Miles Canyon. Und wer weiß, vielleicht seht ihr auf dem Weg Elche oder gar einen Bären.

Mit der Meile 1422 erreicht ihr in Delta Junction schließlich den Endpunkt dieser Traumroute. Wer nun nach einer Runde durch Alaska den ganzen Weg nicht wieder zurückfahren möchte, für den ist der Alaska Marine Highway, ein Netz von kleinen Autofähren, vielleicht eine tolle Alternative.

Zur Vorbereitung eignet sich beispielsweise die Milepost. Dies ist eine jährlich erscheinende Publikation (englisch), in der recht detailliert, Strecken im Nordwesten Kanadas und Alaskas beschrieben werden. Zwar ist die Strecke heute bis auf die Baustellen durchgängig asphaltiert, doch teilweise ohne Mobilfunkabdeckung. Das Wetter kann sich schnell ändern und Tankstopps sollten je nach Reichweite gut geplant sein.

Wenn ihr nun auf den Geschmack gekommen seid, findet ihr hier auf Matsch und Piste noch einige Tipps zu Alaska oder schmökert im Reisebericht dieser Tour mit dem Landy durch Nordamerika.

 

Asien: Der Pamir Highway

Der Pamir Highway belohnt den Reisenden mit atemberaubender Bergkulisse.

Von der Hauptstadt Tadjikistans Duschanbe schlängelt sich der Weg über kleinere Berge und später entlang des Pandj-Flusses, welcher hier die beiden Länder Tadjikistan und Afghanistan trennt, immer weiter hinein in die ost-tadjikische Bergregion „Berg-Badachschan“. Hier taucht ihr ein, in die atemberaubenden Bergwelten des Pamirs. Immer weiter gewinnt diese absolute Traumroute an Höhe bis zum Ak-Baital-Pass mit über 4.500m Höhe. Der Karakul See und der Kyzyl-Art-Pass sind weitere Höhepunkte dieser tollen Reise.

Als Pamir Highway wird ein Teil der Fernstraße M41 benannt. Dieser ist die Hauptverbindungstrecke durch die ost-tadjikische Bergregion, für die ein Permit benötigt wird. Dies könnt ihr bereits zusammen mit dem Visum beantragen. Das Permit wird regelmäßig an verschiedenen Checkpoints entlang der Strecke kontrolliert. Neben der Hauptstrecke sind einige Alternativrouten möglich, wie etwa die Südroute entlang des Wakhan-Tals an der Grenze zu Afghanistan, welche atemberaubende Ausblicke auf den Hindukusch beschert oder Abstecher durch verschiedene Nebentäler wie das Bartang-Tal.

Die Südroute hat den Vorteil, dass die Straße langsam ansteigt und die Reisenden sich so besser an die Höhe akklimatisieren können. Diese Strecke hatten auch wir gewählt und sind von Symptomen der Höhenkrankheit gänzlich verschont geblieben.

Eine gute Vorbereitung von Mensch und Maschine ist für diese Tour aufgrund der Höhe besonders wichtig. Schaut euch dazu auch den Ratgeber zu Problemen und Lösungen des Dieselmotors auf Reisen an. Als Landkarte für die Streckenplanung hat sich bei vielen Reisenden die Tourist Map „The Pamirs“ im Maßstab 1:500.000 bewährt, welche auch bei verschiedenen Verkaufsstellen in Duschanbe erhältlich ist.

Die akribische Vorbereitung wird belohnt mit fantastischen Ausblicken in dieser faszinierenden Bergregion und einer enormen Gastfreundlichkeit der Menschen, die in dieser rauen Umgebung leben.

Weitere interessante Informationen und Impressionen über eine der Traumrouten für Fernreisende schlechthin, dem Pamir Highway, findet ihr in diesem Bericht „Abenteuer Pamir Highway“.

 

 

Australien: Die Great Ocean Road

Eines der Reiseziele für Offroader schlechthin: Australien.

Australien – eines der Reiseziele für Offroader schlechthin. Eine Traumroute auf dem roten Kontinent ist die Great Ocean Road

Die Great Ocean Road findet ihr im Bundesstaat Victoria ganz im Südosten Australiens. Dies ist bezogen auf die Fläche der kleinste Bundesstaat auf dem Festland dieses riesigen Kontinents. Die Traumroute schlängelt sich für etwa 250 Kilometer entlang der Küstenregion von Tourqa nach Allansford und belohnt mit traumhafter Natur und tollen Ausblicken.

Durch die Erosion der Wellen und Niederschläge sind hier über Jahrhunderte tolle Felsformationen geschaffen worden. Zu den bekanntesten zählen wohl die Zwölf Apostel, der Island Archway und die Razorback-Klippe. Weiter westlich verläuft die Great Ocean Road durch das von Regenwald geprägte Landesinnere.

Ein absolutes Highlight, der Otway National Park, erstreckt sich auf etwa halber Länge dieser Traumroute. Faszinierende Felsformationen, Wasserfälle, endlose Strände, Dünen. Eine Gegend die das Outdoorer- und Offroader-Herz höherschlagen lässt. Wichtige und interessante Informationen zum Befahren dieses National Parks mit 4×4, findet ihr hier auf den Informationsseiten zum Otway National Park.

Viele weitere Informationen zum bereisen dieser Gegend und der Traumroute Great Ocean Road findet ihr auf den Seiten der lokalen Touristeninformation.

Ganz in der Nähe, nämlich in Melbourne, legt übrigens die Fähre nach Tasmanien ab. Was Reisende da so erleben können, erfahrt ihr in diesem Reisebericht hier auf Matsch und Piste. Darüber hinaus hat Australien natürlich noch viel mehr Traumrouten und teils sehr anspruchsvolle Offroadstrecken zu bieten.

 

Europa: Die Route des Grandes Alpes

Kurvenspaß und Alpenpanorama pur.

Die Alpen. Ein wunderschönes Fleckchen Erde. Die Route des Grandes Alpes,  als eine der Traumrouten in Europa, bietet mit ihrer rund 700km lange Strecke zwischen Genfer See und der Côte d’Azur eine tolle Verbindung in den Süden und lockt mit wunderschönen Panoramen.

Diese Traumroute bedeutet Kurvenspaß und „Höhenrausch“ pur. Ständig wechselnde Streckenprofile und insgesamt rund 16.000 Höhenmeter sorgen für Abwechslung und Fahrspaß. Von kleinen Straßen bis zu gut ausgebauten Strecken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Teile der Strecke sind von der Tour de France und der legendären Rallye Monte Carlo bekannt.

Der höchste Pass auf dieser Traumroute ist mit 2.790 m der Col de l’Iseran. Dies ist zugleich der höchste befahrbare Pass der Alpen. An der Strecke liegen nicht nur fantastische Aussichtspunkte, sondern auch Wanderungen und Alternativrouten sind möglich.

Aufgrund des Verlaufes in teilweise größeren Höhen über 2.000m und verschiedenen, hochgelegenen Pässen ist eine durchgängige Befahrung meist von etwa Mitte Juni bis in den Oktober möglich. Auf jeden Fall solltet ihr hier für wechselndes Wetter und unterschiedliche Temperaturen gewappnet sein.

Im Süden angekommen, lädt die Côte d’Azur zum Entspannen und Verweilen ein oder ihr setzt eure Entdeckungstour in den Westalpen fort. Hier warten zahlreiche unbefestigte Bergstrecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auf uns Offroader! Ein paar Inspirationen dazu bietet euch der Reisebericht „Auf Tour durch die italienischen Westalpen“ hier auf Matsch & Piste.

Zur Routenplanung und Orientierung unterwegs in den Alpen eignet sich neben einer guten Landkarte wie beispielsweise den Michelin Karten 523 und 527 im Maßstab 1:200.000, der bekannte und bewährte Denzel Alpenstrassenführer. Dieses Werk enthält zahlreiche detaillierte Streckenbeschreibungen, Kartenskizzen und Beurteilungen nach Schwierigkeitsgraden. Natürlich sind auch Strecken der Traumroute Route des Grandes Alpes enthalten.

 

Afrika: Die Garden Route

Kap Agulhas – der südlichste Punkt eines faszinierenden Kontinents.

Afrika – ein faszinierender Kontinent, der Entdecker und Reisende seit jeher magisch anzieht. Viele sagen sogar, er mache süchtig. So unterschiedlich die einzelnen Regionen Afrikas sind, so unterschiedlich schwierig ist eine Reise dorthin. Vergleichsweise einfach zu bereisen und spannend sind viele Teile des südlichen Afrikas.

Als Garden Route wird eine Region zwischen Kapstadt und Port Elizabeth bezeichnet. Die genaue Eingrenzung variiert und die gesamte Strecke zwischen den beiden Städten hat einiges zu bieten. Eine vielfältige, landschaftlich traumhafte Gegend, die auch in einem kürzeren Urlaub, etwa mit dem Mietwagen, gut zu bereisen ist.

Von Kapstadt aus startend, sollte ein Abstecher zum Kap Aghulas nicht fehlen. Hier treffen Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander. Das Kap ist der südlichste Punkt dieses faszinierenden Kontinents. Übrigens, Weinliebhaber kommen in der am Weg liegenden Gegend rund um Stellenbosch, den Cape Winelands auf ihre Kosten. Wie wäre es mit einer Walbeobachtung? In Hermanus kommen diese beeindruckenden Tiere in der Zeit von Juni bis November bis ganz nahe an die Küste heran und ihr könnt sie oft vom aus Ufer beobachten.

Teilweise lädt die Streckenführung immer wieder zu Stopps mit tollen Ausblicken auf das Meer ein. Den Garden Route Nationalpark könnt ihr zu Fuß oder mit dem Kajak erkunden. Auch das Hinterland ist spannend. Etwa mit der Seven Passes Road, zwischen dem Outeniqua-Bergmassiv und den Weiten des Indischen Ozean gelegen, welche ebenfalls mit schönen Ausblicken belohnt. Auf diejenigen von euch, die nicht genug Nervenkitzel bekommen können, wartet die 216 Meter hohe Bloukrans Brücke mit einer Bungee Sprung Anlage.

Bei Port Elizabeth endet die Fahrt auf dieser Traumroute. Von hier aus könntet ihr die Reise in die Halbwüsten Kleine und Große Karoo fortsetzen.

Viele praktische Hinweise und Tipps für eine Afrikareise bekommt ihr in diesen FAQ Afrika für Selbstfahrer.

 

 

Südamerika: Die Carretera Austral

Die Carretera Austral steht ganz weit oben auf der Liste der Traumrouten vieler Reisender.

Die Carretera Austral oder Ruta 7 ist für viele 4×4, Motorrad und Radreisende sowie Backpacker eine der Traumrouten. In Teilen unbefestigt führt sie derzeit von Puerto Montt im Norden Chiles auf etwa 1.200 Kilometern nach Süden bis nach Villa O’Higgins nahe der Grenze zu Argentinien. Diese Traumroute verläuft durch die wunderschönen Landschaften Nordpatagoniens und unterwegs sind zahlreiche reizvolle Abstecher möglich.

Im Norden liegt der Ort Chaitén an der Carretera Austral. Dies ist der Ausgangspunkt für einen Besuch eines der Nationalparks Patagoniens, dem Pumalin-Park. Genau das richtige für Natur- und Wanderfreunde, die hier Regenwald mit Jahrtausende alten Bäumen, Wasserfällen und wunderschönen Seen für sich entdecken können. Auch für interessante Kultur ist hier gesorgt. Auf der Insel Chiloé stehen Holzkirchen, die seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe sind. Diese im 17. Und 18. Jahrhundert erbauten Kirchen werden mittels Holzdübel und ganz ohne herkömmliche Nägel zusammengehalten.

Oder wie wäre es mit einer Tour zu den Capillas del Marmol, den Marmorhöhlen, die hier über tausende von Jahren durch die Strömungen des Sees Lago General Carrera geschaffen wurden. Ein Meisterwerk der Natur.

Fantastischer Urwald, atemberaubende Gebirgspässe, malerische Seen, wilde Flüsse, uralte Gletscher, tolle Ausblicke auf den Pazifik und vieles mehr hat diese Gegend zu bieten. Eine wahnsinnig schöne und hauptsächlich unberührte, teils karge und doch beeindruckende Landschaft. Ein wahres Paradies für Berg- und Naturfreunde. Doch wirklich unberechenbar ist in dieser Region das Wetter. Hier müsst ihr also auf alles vorbereitet sein. Eine Reise entlang dieser Traumroute sollte gut vorbereitet sein.

Was ihr sonst noch so in Patagonien erleben könnt, erfahrt ihr beispielsweise in diesem Reisebericht hier auf Matsch & Piste. Viele Informationen zur Planung einer Südamerikareise und auch vielen anderen Reiseregionen findet ihr auch in den Foren OverlandSphere und  Horizons Unlimited.

 

Nanu, da fehlt doch noch etwas?

Es sind doch sieben Kontinente sagt ihr jetzt. Richtig, es fehlt noch die Antarktis.

Fast die gesamte Fläche Antarktikas von etwa 14 Millionen Quadratkilometer ist mit Eis bedeckt. Arctic Trucks, in der Offroadszene bekannt durch faszinierende Geländewagenumbauten, hat in den letzten Jahren immer wieder erfolgreiche Geländewagen-Expeditionen in dieser extremen Region unternommen. Die extrem umgebauten Fahrzeuge haben dabei bislang über 340.000km auf dem eisigen Kontinent zurückgelegt.

Bei einigen dieser Expeditionen geht es um wissenschaftliche Unterstützung, Probeentnahmebohrungen im Eis, logistische Unterstützung wie etwa bei der Routensuche, dem Bau von „Skiways“ (Landebahnen) und der Treibstoffversorgung, aber auch um die Unterstützung von Abenteurern und Expeditionsreisenden wie Skifahrern, Radfahrern, Traktoren, Rettungseinsätzen und vielem mehr. Derzeit sind in der Antarktis 27 Fahrzeuge von Arctic Trucks stationiert, darunter Fahrzeuge nationaler Wissenschaftsbetreiber aus Deutschland, Indien, Finnland, Südkorea, Frankreich und China.

Das klingt spannend und nach echtem Abenteuer. Emil Grímsson, Gründer und Chef von Arctic Trucks hat mir unter anderem begeistert von einer Durchquerung der Antarktis über den Südpol und lebhaft von den interessanten Aufgaben, die im Rahmen der Expeditionen erfüllt werden, berichtet. Das Motto „Explore without limits“ ist hier Programm.

 

Südamerika nach Südafrika über den Südpol

Extreme Gegenden erfordern extremes Material und professionelle Vorbereitung.

Diese, zugegebenermaßen etwas verrückte Reise, beginnt für die Expeditionsteilnehmer mit einem Flug in einer der legendären Iljuschin Il-76, zum Union Gletscher. Der riesige Gletscher ist etwa 86 km lang und im Durchschnitt rund 9 km breit.

Vom Union Gletscher führt die Route mit einem Abstecher über das Ronne Schelfeis zum Südpol. Der Gletscher befindet sich in knapp 700 Meter Höhe und die Strecke zum Pol steigt bis auf 2.835 Meter an. Hier muß ausreichend Zeit für eine Akklimatisierung eingeplant werden. In etwa vier bis fünf Tagen geht die faszinierende Expeditionsreise durch die magische weiße Wüste. Die größte Wüste der Erde. Ringsherum nur Schnee und Eis. 24 Stunden Tageslicht im Polarsommer. Schließlich erreicht der Konvoi den Südpol. Alle Zeitzonen treffen sich an diesem einen Punkt. So kann man hier in wenigen Schritten „um die Welt gehen“. Da schließt sich irgendwie der Kreis zu den anderen Traumrouten dieser Welt.

Der Shcherbakov Gebirgszug und der Pol der Unzugänglichkeit sind weitere Höhepunkte dieser Expedition. Der Pol der Unzugänglichkeit ist ein geografischer Punkt, den ein russischer Wissenschaftler als den schwierigste in der Antarktis zu erreichenden Punkt berechnet hat. Hier wurde im Jahr 1958 eine kleine Station errichtet, die heute unbenutzt ist und nur noch eine Lenin Statue von der Vergangenheit zeugt. Der Punkt liegt auf  über 3.700 Meter Höhe und wird wahrscheinlich der kälteste Teil der Reise sein. Temperaturen von rund minus 50 Grad Celsius sind in der Antarktis keine Seltenheit!

Nach etwa drei Wochen erreicht diese Expedition den Ort Novo am Lasarew-Schelfeis bevor es mit dem Flugzeug nach Südafrika geht. Übrigens, erste Luftaufnahmen dieser Gegend entstanden bereits bei einer Expedition Ende der dreißiger Jahre. Damals hat wohl noch niemand für möglich gehalten, dass an diese unwirtlichen und zugleich faszinierenden Orte, einmal Menschen mit Autos fahren würden.

 

Extreme Gegenden erfordern extremes Material und professionelle Vorbereitung

Das solche Expeditionen unter lebensfeindliche Bedingungen nicht mit Standard-Geländewagen gefahren werden können und eine erhebliche Vorbereitung benötigen ist klar. Arctic Trucks ist auf geeignete Fahrzeuge und Serviceleistungen spezialisiert. Die Fahrzeuge variieren von kleinen Änderungen bis hin zum umfassenden Umbau des Originalfahrzeugs. Für die Polarexpeditionen kommen die umfangreich modifizierten, sogenannten AT44, 6×6 und 4×4 zum Einsatz. Arctic Trucks hat diese basierend auf fast 30 Jahren Erfahrung im Umgang mit extremen Bedingungen entwickelt. Die Fahrzeuge werden einschließlich Karosserie, Rahmen und Antriebsleitung neu konstruiert und umgebaut. Kraftstoff, Heizung und elektrische Systeme werden umfassend modifiziert, die Tragfähigkeit ist dreimal so hoch wie die des Originals.

Wenn ihr noch mehr darüber erfahren möchtet, was man mit einem Geländewagen mit einigem Aufwand auf diesem extremen Fleckchen Erde anstellen kann, dann schaut euch mal auf den Internetseiten von Arctic Trucks um.

 

Gute Reise!

Die Erde hat uns so viele Traumrouten zu bieten. Einige sind fahrerisch anspruchsvoll, andere bieten fantastische Landschaften und wieder andere interessante Kulturen oder besondere Tierwelten. Dies hier ist eine kleine Auswahl. Habt ihr auch eine Traumroute oder eine Strecke, die ihr unbedingt mal unter die Stollen nehmen möchtet? Dann fahrt los und entdeckt die Welt für euch!

Vielen Dank an Emil von Arctic Trucks für diese atemberaubenden Geschichten aus einer der extremsten Gegenden der Erde! Wer das erlebt, empfindet sicher Bewunderung und Faszination für die Entdecker, die diese extreme Gegend als erste betreten haben.

Mein Dank auch an Saskia und Paul für die Fotos aus Südamerika und Australien sowie ein paar interessanten Tipps zu diesen Regionen und Traumrouten. Wenn ihr mehr zu den Reisen der beiden erfahren möchtet, schaut mal auf ihrem Globetrotter-Blog vorbei.

 

© Fotos: Saskia Hohe (Südamerika, Australien); Emil Grímsson/ Arctic Trucks (Antarktika); Björn Eldracher (Asien, Europa, Afrika, Nordamerika).